
Zu viel Schmacko im Kopf
Die ersten Tage beim Heilfasten sind nie ganz leicht. Es braucht ein wenig, bis der Körper akzeptiert hat, dass es jetzt erst einmal keine feste Nahrung mehr gibt.
Bei mir hat das in den vergangenen Jahren eigentlich immer gut geklappt, vielleicht auch, weil ich weder Raucher noch Kaffeetrinker bin. Doch in diesem Jahr hat mich die Umstellung erst einmal richtig schön lahmgelegt: Anhaltende Kopfschmerzen, Übelkeit im Magen, schlechte Gedanken im Kopf und der Körper total fröstelig. Vielleicht, weil es zu viel Schmacko gab, in letzter Zeit.
Eigentlich wollte ich ganz normal weiter studieren und wie gewohnt Yoga praktizieren, doch dafür ging es mir einfach zu schlecht. Das habe ich wirklich selten im Leben. Doch nun, nach rund 60 Stunden, ist die Fastenkrise vorüber: Keine Schmerzen mehr, kein Unwohlsein, und auch kein Hunger oder Verlangen nach Essen.
In unseren Genen steckt es eben noch drin, die Erfahrung von hunderttausenden von Jahren, in denen der Tisch nicht immer reich gedeckt war. Damit kommt unsere Biologie gut zurecht, sobald sie sich einmal darauf eingestellt hat. Ich hatte schon ein wenig Sorge, aber am vierten Tag des Fastens fühle ich mich wieder richtig gut. Gott sei Dank.
