Ein sportliches Wochenende

 Mönchengladbach, 11. November 2010

Am 6. und 7. November standen zwei Prüfungen mit Bellis an: Zum Ersten eine FH-2 Prüfung in unserem DVG-Verein. Der Tag meinte es gut mit uns. Nach einer verregneten Nacht klarte sich der Himmel auf, während der Fährtenleger seine Arbeit verrichtete.

Wir hatten die zweite Fährte, und es fing gut an. Lediglich die alten, sehr gut sichtbaren Fährten mussten von Bellis gründlich untersucht werden. Die Gegenstände wurden von ihr zügig verwiesen. Die spitzen Winkel bereiteten ihr einige Schwierigkeiten, die sie jedoch ohne meine Hilfe meisterte.

Aus dem Bogenausgang heraus überlief sie einen Winkel, drehte um und verhedderte sich in der Fährtenleine. Beim nächsten Gegenstand korrigierte ich die Leine und es ging zunächst normal weiter. Beim letzten Schenkel hatte sie nicht mehr genügend Konzentration und entlastete zunehmend. Doch dann war die Fährte auch schon zu Ende abgesucht. Der Leistungsrichter honorierte die Suche mit 86 Punkten.

Die zweite Prüfung fand auf dem Hundeplatz unserer RZV-Übungsgruppe in Pulheim statt. Diesmal stand eine UPR-1 (VPG Unterordnung Stufe 1) auf dem Programm. Da Bellis aufgrund einer Gelenksentzündung im Sommer für zehn Wochen nicht im Schutzdienst trainiert werde konnte, entschied ich, mit ihr keine VPG-Prüfung abzulegen. Stattdessen schien mir die UPR-1 eine gute Übung für uns beide zu sein.

Bellis zeigte eine schöne Unterordnung und war aufmerksam bei der Sache. Sitz und Platz wurden nach Kommando unverzüglich ausgeführt. Alles war bestens. Dann kam der Apport am Boden. Beim Werfen flog das Holz leider mehr hoch als weit. Ich machte den Fehler, dies nicht zu korrigieren, sondern Bellis loszuschicken. Das Holz wurde zögernd aufgenommen. Der Vorsitz war perfekt ohne Knautschen.

Dann der Apport über die Hürde. Auch hier nahm sie das Holz nur zögernd auf. Beim Rücksprung über die Hürde sprang sie zu kurz davor ab und blieb mit den Hinterläufen hängen. Sie jaulte auf, nahm aber das Holz wieder auf und kam zu mir. Hier habe ich sie aufgemuntert und kräftig gelobt. Der Sprung über die Schrägwand war -bis auf die Aufnahme des Holzes – auch ok.

Das Voraus hätte etwas korrekter gezeigt werden können, aber wir üben ja noch.

Der Richter lobte meine Reaktion an der Hürde und es gab wohlverdiente 87 Punkte.

[ Update: ]
Am Abend stellte ich eine leichte Schwellung an der Lefze fest, dies sich in den darauffolgenden Tagen zu einem Abszess entwickelte, der behandelt werden musste. Vielleicht war dies der Grund für das zögerliche Aufnehmen des Holzes?

( MITI )