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Sommerregen an der Hunte

Sommerregen an der Hunte
Wildeshausen, 29.06.2021

Die Hunte an unserem Startort unweit der Alexanderkirche von Wildeshausen

Heute ist für mich der Tag der großen Huntewanderung. Darauf hatte ich mich schon gefreut. Während es die Hunte Wasserwanderern durch sanfte Strömung und wenige Wehre leicht macht, ihr zu folgen, ist dies für Wanderer „per Pedes“ nicht ganz so einfach.

Denn in vielen Abschnitten gibt es keine durchgängen Wege am Ufer. Nördlich und südlich von Wildeshausen allerdings schon, wenn auch jeweils nur für einige Kilometer.

Früh am Morgen bin ich mit Doxi im warmen Sommerregen zunächst in nördlicher Richtung unterwegs. Die Tour führt uns entlang der Hunte zum Nachbarort Dötlingen und dann durch die Wälder auf der anderen Flußseite wieder zurück.

Dabei passieren wir auch mehrere Altarme der Hunte, die in den letzten Jahren wieder an den Fluss angeschlossen wurden. Sie möchte man die Fließgeschwindigkeit reduzieren und frühere Habitate wieder herstellen.

Der frühere Altoner-Flußarm ist noch nicht wieder angeschlossen und das sieht man sofort: Das gesamte Wasser ist mit Wasserlinsen überzogen und wirkt nicht wie eine Wasser-, sondern eher wie eine Grünfläche. Nur hineintreten sollte man da besser nicht.

( MITI )

Abendtour durch Wildeshausen

Abendtour durch Wildeshausen
Wildeshausen, 28. Juni 2021

Das Alte Rathaus am Marktplatz

Erst spät am Abend treffe ich in Wildeshausen ein, aber da es morgen den gesamten Tag über regnen soll, unternehme ich vor Einbruch der Dunkelheit noch schnell eine Ortsbesichtigung mit dem Fahrrad.

Wildeshausen liegt inmitten des Naturparks Wildeshauser Geest an der Hunte und ist historisch betrachtet eine der ältesten Städte im Oldenburger Land.

Der Ort gelangte im Mittelalter zu Bedeutung durch seine Lage am Hunteübergang der Flämischen Straße (von Lübeck über Hamburg und Bremen nach Flandern) und der Rheinschen Straße (über Vechta und Osnabrück in das Rheinland).

Dieser historisch gewachsene Kern ist insbesondere um den Markt und die Evangelisch-Lutherische Alexanderkirche sehr präsent. Hinter der Kirche erstreckt sich ein schöner Park hinunter zur Hunte und in der Altstadt entdecke ich einige sehenswerte alte Bauten. Gefällt mir richtig gut hier.

( MITI )

Pestruper Gräberfeld

Pestruper Gräberfeld
Wildeshausen, 28.06.2021

Regenbogen über dem Pestruper Gräberfeld

Es ist die größte bekannte bronze- und eisenzeitliche Nekropole des nördlichen Mitteleuropas: Das Gräberfeld bei Wildeshausen liegt in einem heutigen Heide- und Waldgebiet und enthält mehr als 500 größere und kleinere Grabhügel. Die meisten stammen aus der Zeit zwischen 900 und 200 v. Chr.

In den einen Meter hohen Erdhügeln mit etwa acht Metern Durchmesser wurden nach heutigem Kenntnisstand die Überreste der zuvor verbrannten Leichname beigesetzt. Daneben existieren noch sechs große Hügel, von denen drei als „Königshügel“ bezeichnet werden, deren Bedeutung aber nicht ganz klar ist.

Neben der Leichenasche fanden sich in vielen Grabstellen Beigaben wie Tontöpfe, Schmuck und Waffen. Bei den Schmuckbeigaben handelt es sich u.a. um bronzene Hals- und Armreifen, aber auch um Ketten aus Bronze und Glasperlen.

Als ich auf meinem Weg von Diepholz nach Wildeshausen dort Station mache, steht die Sonne bereits knapp über dem Horizont. Und plötzlich fängt es leicht an, zu regnen. Schon steht ein schmaler Regebogen am Himmel. Ein schönes Symbol für diesen Ort, der uns mit den Menschen vor fast dreitausend Jahren verbindet.

( MITI )