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Rund um Melick

Rund um Melick
Melick / Roerdalen (NL), 30.09.2022

Die Rur bei Melick

Auf einer hübschen kleinen Wanderung waren Heike und ich heute rund um Melick unterwegs.

Das Dorf an der Rur östlich von Roermond liegt nur wenige Kilometer hinter der deutsch-niederländischen Grenze und war bereits zu römischer Zeit unter dem Namen „Mederiacum“ bekannt.

Viele der 3.600 Einwohner von Melick sprechen neben niederländisch auch deutsch, wie wir auf dieser Tour bei verschiedenen Gelegenheiten feststellen konnten. Vermutlich ist das der Nähe zur Grenze geschuldet.

Die Rur ist hier nur noch wenige Kilometer von ihrer Mündung in die Maas bei Roermond entfernt. Sie präsentiert sich bereits als breiter Fluss, mäandert aber lieblich durch die mit Feldern und Wiesen durchsetzte Landschaft. Unspektakulär, aber schön ist es hier.

( MITI )

Von Melick nach Sint Odilienberg

Von Melick nach Sint Odilienberg
Melick, 10. Juni 2018

Die Prinz-Bernhard-Mühle am Rande von Melick

Auf nach Holland! Heute geht es zu einer Wanderung in die Provinz Limburg. Südlich von Roermond sind wir zwischen den Orten Melick und Sint Odilienberg unterwegs. Auch heute ist die Luft wieder sehr feucht und dunstig, genau wie gestern, als wir in den belgischen Ardennen gewandert sind. Aber dafür haben wir heute in der flachen Landschaft im Südosten der Niederlande nur ganz wenige Höhenmeter zu bewältigen.

Wir starten am Rande von Melick an der Prinz-Bernhard-Mühle, eine 1999 nach historischem Vorbild wieder errichtete Bockwindmühle. Von dort laufen wir in einem großen Bogen über Feld- und Wirtschaftswege nach Sint Odilienberg.

Am Rande des Ortes überqueren wir zum ersten Mal die Rur, die aus der Eifel kommt und sich bei Roermond („Rur-Mündung“) mit der Maas vereinigt.

Der Ort geht auf eine römische Siedlung zurück. 706 gründeten die Missionare Wiro, Plechelmus und Otgerus hier eine Abtei, die bedeutsam für die Christianisierung der Niederlande wurde. Diese befand sich auf einem als Sint-Petrusberg bezeichneten Hügel unmittelbar an der Rur.

Heute stehen dort zwei römisch-katholische Gotteshäuser: zum einen die den Heiligen Wiro, Plechelm und Otger geweihte Basilika und daneben die Kapelle „Onze Lieve Vrouwekapel“. Am Fuße des Hügels machen wir kurz Rast.

Doxi möchte gerne aus dem Brunnen auf dem Dorfplatz trinken, doch sie kommt nicht an das Wasser heran. Eine freundliche Anwohnerin sieht das und bringt uns spontan eine Schüssel mit Wasser. Ich kratze meine wenigen Brocken Holländisch zusammen und bedanke mich ganz herzlich. Wirklich sehr nett!

Weiter geht es durch kleine Waldabschnitte und zwischen landwirtschaftlich genutzten Feldflächen zurück in Richtung Melick. Auf halber Strecke kreuzen wir auf der erst vor wenigen Jahren errichteten „Fiedsbrug“ (Fahrradbrücke) erneut die Rur, die sich in diesem Abschnitt ganz naturbelassen präsentiert.

In der Ferne können wir auf einem Hügel bereits wieder die Prinz-Bernhard-Mühle erkennen, die wir schließlich nach knapp drei Stunden und 11 Wanderkilometern wieder erreichen. Das war eine schöne entspannte Tour, die ich demnächst bestimmt noch einmal mit Freunden oder Verwandten wiederholen werde.

( MITI )