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Zwischen Kettwig und Hösel

Zwischen Kettwig und Hösel
Kettwig, 4. März 2022

Blick von der Ruhrbrücke auf die Uferpromenade von Kettwig

Weiterhin genießen wir im Rheinland tagsüber wunderbaren Sonnenschein, auch wenn die Nächte noch immer frostig sind. Den Tag heute nutze ich für eine 10 km lange Wanderung mit Doxi zwischen Kettwig an der Ruhr und Hösel auf den Höhen vor Ratingen.

Wir starten im Ruhrtal am Schloss Landsberg und folgen dem mit einem runden R markierten Weg auf die Höhen am Nordhang des Ruhrtals.

Am Rande des Steinbergs treffen wir am Waldrand auf den alten Jüdischen Friedhof von Kettwig. Viele Grabmale sind mit kleinen Steinen belegt, ein Indiz dafür, dass sie regelmäßig besucht werden.

Durch den Wald laufen wir anschließend bis zum Bahnhof von Ratingen-Hösel und überqueren dort die Eisenbahnstrecke von Düsseldorf nach Essen. Dann geht es ein Stück durch die privilegierten Wohnlagen von Hösel am Waldrand.

Am Hörscheid erreichen wir den Panoramaweg der früheren Niederbergbahn, der heute zum Bahntrassenradeln einlädt. Kurz dahinter stoßen wir noch einmal auf einen alten jüdischen Friedhof, bevor wir erneut die Eisenbahnstrecke Dus-Essen kreuzen.

Im Wald treffen wir auf einen Hundebesitzer mit seinem anderthalbjährigen Bobtail. Doxi und das süße grauweiße-Fellmonster toben wild herum. Als sich der Rüde mit Anlauf in eine knietiefe Schlammfütze stürzt, gerät Doxi aus Begeisterung völlig in Ekstase.

Nach dieser feuchtfröhlichen Begegnung steigen wir durch den Wald wieder zum Steinberg auf und laufen am Schloss Landsberg zu unserem Startpunkt im Ruhrtal hinab. Zum Abschluss dieser kurzweiligen Runde unternehmen wir dann noch einen kurzen Abstecher zur Ruhrbrücke von Kettwig. Am Ufer blühen bereits die ersten Zierkirschen. Der Frühling scheint es ernst zu meinen – endlich.

( MITI )

In der Überanger Mark

In der Überanger Mark
Ratingen-Lintorf, 12. September 2021

Allee hinter dem Angermunder See

Nördlich des Düsseldorfer-Flughafens, im Grenzgebiet zwischen Ratingen und Angermund, waren Heike, Doxi und ich heute im schönen Waldgebiet des Hinkesforst und der Überanger Mark unterwegs.

Im Wald treffen wir auf einige Bäche, die jetzt am Ende des Sommers trocken gefallen sind. Das gilt jedoch nicht für den Angerbach, einem 38 km langen rechten Zufluss zum Rhein, der aus dem Bergischen Land kommt und das Waldgebiet auf seinem Weg in Richtung seiner Mündung bei Duisburg passiert. Er ist gut gefüllt.

Am Angerbach liegt auch die „Kellnerei“, die ehemalige Bug Angermund, die einst von den Kölner Erzbischöfen erbaut und den Grafen von Berg vom 15. bis ins 19. Jahrhunderte als Landesburg und nördlichster Grenzposten ihres Territoriums diente.

In den 1980er Jahren wurde die vom Verfall bedrohte Wasserburg umfassend saniert und dient heute als moderne Wohnanlage.

Dahinter treffen wir auf den glasklaren Angermunder See, der zwischen dem Wald und der vielbefahrenen Eisenbahnstrecke zwischen Düsseldorf und Essen liegt. Mit einem Stöckchen können wir Doxi überreden, ein wenig im See zu schwimmen, was sie dann auch macht.

Beim Blick über den See sehen wir immer wieder große Passagierflugzeuge im Tiefflug auf den Düsseldorfer Flughafen hinabschweben. Beeindruckend sieht das aus.

Hinter dem See erreichen wir wieder das Waldgebiet, das hier zum Düsseldorfer Stadtwald gehört und einen liebevoll gestalteten Waldlehrpfad enthält. Durch die Tiefenbroicher Mark laufen wir anschließend zurück zu unserem Startpunkt, den wir nach zweieinhalb Stunden und zehn Wanderkilometern wieder erreichen.

( MITI )

Von Knittkuhl ins Schwarzbachtal

Von Knittkuhl ins Schwarzbachtal
Knittkuhl, 9. April 2021

Im naturbelassenen Schwarzbachtal westlich von Homberg

Anknüpfend an meine gestrige Wanderung war ich heute erneut im Schwarzbachtal zwischen Ratingen und Mettmann unterwegs. Diesmal jedoch etwas weiter westlich und am Unterlauf des schönen Schwarzbachs, der später bei Kaiserswerth in den Rhein mündet.

Ich starte in Knittkuhl am äußersten nordöstlichen Zipfel des Düsseldorfer Stadtgebiets – leider ohne Doxi, denn die hat immer noch Schwierigkeiten mit ihrem linken Schultergelenk und musste deshalb zu Hause bleiben.

Mit weitem Blick über die Höhen in Richtung Homberg laufe ich zunächst hinunter ins Hasselbachtal, wo ehemalige Bauernhöfe von reichen Städtern zu prächtigen Residenzen und Landhotels umgebaut wurden.

An der Mündung des Hasselbachs in den Schwarzbach biege ich in das Schwarzbachtal ein. Zunächst auf asphaltierten Wegen und später auf ufernahen Pfaden folge ich dem Schwarzbach für mehrere Kilometer durch sein naturbelassenes Tal in östlicher Richtung.

Erst am Bauernhof Groß-Ilbeck verlasse ich das Tal und wende mich zurück über die Höhen in Richtung Düsseldorf. Erneut geht es hinab in das Tal des Hasselbachs und anschließend zurück – vorbei an der ehemaligen Bergischen Kaserne – nach Knittkuhl.

Eine wunderbar naturnahe und wasserreiche Wanderung durch das Niederbergische Land, gerade einmal 35 km von meinem Zuhause entfernt.

( MITI )

Zwischen Homberg und Metzkausen

Zwischen Homberg und Metzkausen
Ratingen-Homberg, 8. April 2021

Teich im Schwarzbachtal am Rande von Homberg

Auf einer schönen Wanderung durch die leicht hügelige Landschaft das Niederbergischen war ich heute mit Doxi zwischen Homberg (Stadt Ratingen) und Metzkausen (Stadt Mettmann) unterwegs.

Auf der 12 km langen Wanderung folgen wir zunächst dem Schwarzbachtal und später dem Meisenbachtal. Wir laufen an schönen Bauernhöfen vorbei erreichen bei Hoferhäuschen die Höhen zwischen Metzkausen und Homberg mit schönem Fernblick in Richtung Nordwesten.

Am Horziont blinkt etwas und bei genauerem Hinsehen stelle ich fest, das ist der Tower des Flughafens Düsseldorf in rund 10 Kilometer Entfernung.

Entlang des Krumbachs laufen wir weiter zum schönen Spiekerhof und anschließend auf einem Stück des Neanderlandsteigs quer durch den Golfplatz Grevenmühle. Nach rund drei Stunden erreichen wir schließlich wieder unseren Startpunkt in Homberg.

( MITI )

Oberbusch und Blauer See

Oberbusch und Blauer See
Ratingen, 29. November 2019

Blick von den Steilhängen hinunter in den Blauen See

Eine Woche war es herbstlich grau und regnerisch, heute scheint endlich einmal wieder die Sonne. Das nutze ich mit Doxi für eine schöne Waldwanderung am Ostrand von Ratingen. Es geht durch den ausgedehnten Oberbusch und am Blauen See vorbei.

Der See entstand Mitte der 1930er Jahre aus einem stillgelegten Kalksteinbruch, der mit Grundwasser volllief. An seinen Steilufern lässt sich die Umwandlung des Kalksteins zu Dolomit in allen Phasen erkennen.

Überregional bekannt wurde der Blaue See durch die gleichnamige Naturbühne auf dem Ufergelände. Unter anderem fanden dort von 1949 bis 1994 Karl-May-Festspiele statt und viele Aufführungen von „Winnetou“ mit Pierre Brice als Hauptdarsteller.

Seit 1999 werden dort in den Sommermonaten jährlich wechselnde Theaterinterpretationen von Klassikern der Kinder- und Jugendliteratur aufgeführt.

Bei unserer Wanderung durch den Oberbusch umkreisen wir den kuppenartigen Stinkesberg, um den sich seit dem dreißigjährigen Krieg zahlreiche Mörder- und Schauergeschichten ranken. Die Nationalsozialisten verklärten den Berg zu einer „germanischen Thing- und Richtstätte“.

Bis heute ist der Berg immer wieder Treffpunkt für Rollenspieler, Gothic- und New-Wave-Anhänger, Okkultisten und Esoteriker, teilweise auch für Rechtsextreme aus der Region. Er gilt als „mystischer Ort“. Am hellichten Tage und bei schönem Herbstlicht ist davon allerdings nur wenig zu spüren, jedenfalls kam es mir heute so vor.

( MITI )

Zwei Schlösser an der Ruhr

Zwei Schlösser an der Ruhr
Essen-Kettwig, 2. November 2019

Haupthaus von Schloss Hugenpoet bei Essen-Kettwig

An der Ruhr zwischen Essen-Kettwig und Mühlheim-Mintard liegen zwei Schlösser im Abstand von weniger als 500 Metern am Fuße der Ruhrhöhen: Schloss Landsberg und Schloss Hugenpoet (gesprochen Hugenpoot). Auf Hinweisschildern hatte ich die beiden Anlagen in der Vergangenheit bereits wahrgenommen, aber heute war ich endlich einmal dort – im Rahmen einer zehn Kilometer langen Wanderung.

Wir starten am Schloss Landsberg, das sich auf einem Bergsporn am äußersten nördlichen Zipfel des Stadtgebiets von Ratingen befindet. Nur tausend Meter weiter, und man steht mitten im Zentrum von Essen-Kettwig auf der anderen Seite der Ruhr.

Das Schloss ist von einem englischen Landschaftspark und einem ausgedehnten Waldgebiet umgeben. Die Anlage geht auf eine mittelalterliche Höhenburg vom Ende des 13. Jahrhunderts zurück, die durch den Grafen Adolf V. von Berg erbaut wurde.

Ihre heutige Gestalt im Stil des Historismus erhielt das Schloss durch den Industriellen August Thyssen, der es 1903 erwarb und als repräsentativen Wohnsitz umgestalten ließ. Seit 1926 gehört die Anlage einer Stiftung der Familie Thyssen und ist heute als Seminar- und Tagungsstätte an die thyssenkrupp AG vermietet.

Nur wenige hundert Meter weiter erreichen wir das Wasserschloss Hugepoet, das sich bereits auf dem Stadtgebiet von Essen-Kettwig befindet. Der Name verweist auf die ursprünglich sumpfige Auenlandschaft im Ruhrtal und bedeutet so viel wie „Krötenpfuhl“.

Um 1509 errichteten die Ritter von Hugenpoet dort eine Burg als Ersatz für ein früheres Königsgut Karls des Großen, das im Jahr 778 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Die Nachkommen dieser Ritter veräußerten das Schlossgut Hugenpoet im Jahr 1831 an den Freiherrn Friedrich Leopold von Fürstenberg. Dessen Nachfahren sind noch heute Besitzer des Schlosses und betreiben dort ein bekanntes Luxushotel mit angeschlossener Gastronomie.

Die Liegenschaft präsentiert sich als rechtwinklige Schlossanlage im Stile der westfälischen Rennaissance mit innerer und äußerer Vorburg, Wassergraben und einem ausgedehnten Park, der leider nur für Hotelgäste zugänglich ist.

Wir laufen von dort in Richtung der Ruhr und weiter bis Mintard, wo wir durch den bunten Herbstwald auf die Höhen über dem Ruhrtal aufsteigen. In einer großen Schleife geht es anschließend zurück in Richtung unseres Startpunkts am Schloss Landsberg, den wir nach zweieinhalb Stunden wieder erreichen. Unterwegs sind wir ganz schön nass geworden, aber kein Problem, ich habe Wechselwäsche dabei 🙂

( MITI )