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Herr von Goethe bleibt am Ball

Herr von Goethe bleibt am Ball
Düsseldorf, 6. August 2024

Hans Traxler zeichnet Goethe – seit mehr sechsJahrzehnten

Bis vor wenigen Tagen wusste ich gar nicht, dass Düsseldorf ein Goethe-Musuem mit der nach Weimar bedeutendsten Sammlung von Goethe-Schriften, Dokumenten und Ausstellungstücken besitzt.

Tatsächlich hat der große deutsche Dichter im Laufe seines Lebens nur wenige Wochen in der damaligen Residenzstadt am Rhein verbracht.

Doch Düsseldorf ist in den 1950 Jahren in den Besitz einer riesigen Goethe-Sammlung aus dem Vermächtnis von Anton Kippenberger gelangt, dem langjährigen Leiter und Inhaber des berühmten Insel-Verlags zu Leipzig.

Die Landeshauptstadt hat sich im Stiftungsvertrag vom 13. Februar 1953 zu Ausstattung, Unterhalt und Entwicklung der Sammlung verpflichtet und diese im prächtigen Schloss Jägerhof am Rande des Hofgartens untergebracht.

Die Sammlung ist viel zu groß, um sie vollständig dort auszustellen und gemäß moderner Museumspädagogik werden stets nur Teile gezeigt und durch aktuelle Sonderausstellungen ergänzt.

Herr von Goethe bleibt am Ball

Goethe-Werk vor dem Schloss

Derzeit werden im Schloss Zeichnungen von Hans Traxler als Sonderausstellung präsentiert. Der Autor, Zeichner und Illustrator Traxler ist ein Meister der komischen Kunst und ein Goethe-Kenner. Seit mehr als sechs Jahrzehnten widmet er sich dem Weimarer Klassiker in Büchern und Cartoons.

Traxler porträtierte den Schabernack treibenden Autor in Rom genauso wie den Meister im Garten, am Computer oder bei der Morgengymnastik.

In diesem Jahr wird Goethes 275. und Traxlers 95. Geburtstag gefeiert. Das Genie der Wortkunst und das Genie des Cartoons begegnen einander in dieser Sonderausstellung, die passend zur Fußball-EM zeigt, dass Goethe stets am Ball bleibt.

( MITI )

Park der Sinne

Park der Sinne
Kaarst, 3. August 2024

Skulpturen im Park der Sinne von Armin Baumgarten

Es gibt Menschen, die fallen tief, aber stehen immer wieder auf. Nach seiner Haftentlassung hat sich der verurteilte Kunsthändler Helge Achenbach auf einem alten Bauernhof im Norden meiner Heimatstadt Kaarst niedergelassen.

Dort hat er verschiedene Künstler um sich geschart, den Park der Sinne als Kulturzentrum und Ausflugsziel geschaffen und das Projekt „Culture Without Borders e.V.“ ins Leben gerufen.

Der Park der Sinne erschließt das Areal rund um den alten Tönishof und soll ein Ort des Friedens, der Kontemplation und des Wohlbefindens sein.

Er ist ganzjährig geöffnet und mit zahlreichen Kunstwerken bestückt. Weitere Werke werden in den alten Scheunen und Schuppen des Hofes gezeigt. Ein Biergarten lädt die Besucher zum Verweilen ein, der Eintritt ist frei.

Culture Without Borders e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich für Kunst, Kultur und für Kulturschaffende engagiert. Er bietet geflüchteten Künstler aus verschiedenen Ländern ein sicheres Zuhause. Diese können auf dem Kulturhof arbeiten und auf Zeit leben. Sämtliche Materialien, die Übernachtungen und die Verpflegung sind frei.

Aber Achenbach wäre nicht Achenbach, wenn es nicht auch eine ökonomische Komponente geben würde: Über eine GmbH werden Werke der „befreundeten“ Künstler online vermarktet. Umtriebig war der Mann ja immer, wie ich aus seiner spannenden Biografie erfahren habe. Und hier hat er wirklich etwas sehr Schönes geschaffen.

( MITI )

Malen wie Katsushika Hokusai

Malen wie Katsushika Hokusai
Kunst aus der KI, 1. August 2024

Alle Werke erstellt nach meinen Vorgaben

Neu aus der KI auf meiner Festplatte: Frisch imaginierte Bilder in der Art von Katsushika Hokusai (1760-1849).

Hokusai gilt als einer der bedeutendsten Maler der Kunstgeschichte. Seine Arbeiten beeinflussten viele europäische Künstler, insbesondere Paul Gauguin, Vincent van Gogh, Claude Monet und Alfred Sisley.

In Japan war er der wichtigste Vertreter des Ukiyo-e-Genres („Bilder der fließenden Welt“). Während seiner siebzigjährigen Karriere schuf Hokusai mehr als 1000 Gemälde, sowie geschätzt rund 3000 Farbdrucke und Illustrationen für mehr als 200 Bücher.

Früh in seiner Karriere ließ Hokusai die bis dahin engen Bildthematiken der traditionallen Malchulen hinter sich. Szenen aus dem Leben, das Meer und die Naturgewalten zählten zu seinen bevorzugten Themen, wie auch bei seinem bekanntesten Werk „Die große Welle vor Kanagawa“.

In seinem Heimatland wird Hokusai bis heute verehrt und seit 2016 mit einem eigenen Museum im Tokyoter Stadtteil Sumida gewürdigt.

( MITI )

Skulpturen á la Niki de Saint Phalle

Skulpturen á la Niki de Saint Phalle
Kunst aus der KI, 23. Juli 2024

Alle Werke erstellt nach meinen Vorgaben

Neu aus der KI auf meiner Festplatte: Frisch imaginierte Skulpturen in der Art von Niki de Saint Phalle (1930-2002).

Ich mag es gerne groß, bunt und organisch. Von daher war es vielleicht kein Zufall, dass meine Begeisterung für das Thema Kunst durch eine Ausstellung mit Werken der französisch-schweizerischen Malerin und Bildhauerin in der Bundeskunsthalle Bonn ihren Anfang nahm.

Von Juni bis November 1992 stellte Saint Phalle u. a. auf dem Dachgarten der Bundeskunsthalle über 20 zum Teil begehbare Großplastiken aus. Später wurden ihre großformatigen und voluminösen Frauenfiguren (Nanas) als Dauerinstallationen in verschiedenen europäischen Städten und in Übersee installiert.

Doch das Werk der Partnerin von Jean Tinguely geht weit über die Nanas hinaus. Bunte Plastiken und Mosaike von Frauen, Tier- und Phantasiewesen prägen ihr Schaffen.

( MITI )

Meisterwerke im K20

Meisterwerke im K20
Düsseldorf, 18. Juli 2024

Blick aus dem Museum über den Grabbeplatz Richtung Altstadt

Raus ins Museum! Rein in Deine Sammlung, so lautet der Titel der aktuellen Ausstellung in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen. 180 Meisterwerke aus dem Bestand des Hauses werden neu präsentiert, erstmals auch digital.

Die Gegenüberstellung von historischen und zeitgenössischen Werken lädt zur Neubetrachtung von Geschichte und Gegenwart ein. Highlights sind die Neuerwerbungen, die seit 2017 ins Haus gekommen sind. Präsentiert werden ausschließlich Arbeiten der Klassischen Moderne und der Nachkriegskunst von 1904 bis 2023.

Darunter befinden sich wegweisende Meisterwerke von Künstlern wie Paul Klee, Henri Matisse, Pablo Picasso, Jackson Pollock, Andy Warhol und Gerhard Richter, sowie bedeutende Neuerwerbungen von Künstlerinnen wie Etel Adnan, Paula Modersohn-Becker, Gabriele Münter, Alice Neel und Lygia Pap.

( MITI )

Neu auf Hombroich

Neu auf Hombroich
Neuss, 17. Juli 2024

Begehbare Skulptur: Das Labyrinth

Natur, Architektur, Kunst – damit lockt die Museumsinsel Hombroich Besucher von nah und fern in die Erftauen am Rand von Neuss. Seit zwei Jahren wird auf dem Gelände parallel zum Ausstellungsbetrieb intensiv gebaut. Neue Ausstellungspavillons entstehen und es wird energetisch saniert.

Nun ist das Labyrinth, die größte begehbare Skulptur von Erwin Heerich, nach mehr als dreijähriger Sanierung wieder geöffnet. Das eigens für das Gebäude entwickelte Glasdach schafft ein gleichmäßiges, warmes und einzigartiges Lichterlebnis.

Bevor im Herbst die Sammlung mit Werken der europäischen Moderne, fernöstlicher Kunst und archäologischen Fundstücken wieder einzieht, kann man das Labyrinth derzeit in seiner reinen skulpturalen Form zu erleben. Beeindruckend finde ich das.

( MITI )