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Kunst mit der Natur

Kunst mit der Natur
Kunst aus der KI, 19. Oktober 2024

Land Art inspiriert vom englischen Künstler Andy Goldsworthy

Anfang der 2000er Jahre habe ich zum ersten Mal die Werke des englischen Natur-Künstlers Andy Goldsworthy in einem Kunstbuch entdeckt.

Damals war ich völlig hingerissen von seiner Vorgehensweise, in der Natur aus vor Ort gefundenen Materialien wie Steine, Blütenblätter oder Holz vergängliche, aber ausdrucksstarke Kunstwerke zu schaffen. Und das ganz ohne künstliche, vom Menschen erschaffene Hilfsmittel.

Kunst mit der NaturSeine Arbeiten kann man nur als Fotografien bewundern, denn es ist nicht seine Intention, Spuren in der Natur zu hinterlassen. Vielmehr gibt er die Artefakte der Natur wieder zurück.

Goldsworthy führt uns die Schönheit der Natur vor Augen, indem er ihre Formen und Farben für wenige Stunden zu harmonisch komponierten Objekten vereint, sie dann aber der natürlichen Zerstörung überlässt.

Auch die verborgene Mystik des Ortes spielt für Goldsworthy eine große Rolle. Er lässt sich von seiner Umgebung beeinflussen und will auch den Ort selbst als Kunstwerk erleben.

Jetzt habe ich zum ersten Mal mit Hilfe einer Bilder-KI Kunstwerke in der Art von Andy Goldsworthy erschaffen. Es bedurfte einer gewissen Ausdauer und Experimentierfreude, um die richtigen Prompts (Ansagen) für die KI zu formulieren, doch ich finde, das Ergebnis kann sich sehen lassen.

( MITI )

Malen wie Tamara de Lempicka

Malen wie Tamara de Lempicka
Kunst aus der KI, 17. Oktober 2024

Alle Werke erstellt nach meinen Vorgaben

Neu aus der KI auf meiner Festplatte: Frisch imaginierte Bilder in der Art von Tamara de Lempicka (1898-1980).

Einige der wenigen Künstlerinnen aus der Zeit des Art-Déco, die heute noch einem größerem Publikum bekannt sind, ist die aus Polen stammende Tamara de Lempicka. Interessanterweise imitiert die KI ihren markanten Stil sehr schön, in den Details unterlaufen der Software aber noch zahlreiche Fehler (siehe unten).

Malen wie Tamara de LempickaWeil Lempicka’s Mann nach der Oktoberrevolution in Russland verhaftet wurde, floh sie 1918 zunächst nach Kopenhagen und später mit ihrer Familie nach Paris. Dort setzte sie ihr in Sankt Petersburg begonnenes Kunststudium fort und wurde Schülerin von Maurice Denis und André Lhote.

Als das Interesse an Art-Déco ab Mitte der 1920er-Jahre anzog, avancierte sie schnell zu einer der gefragtesten Künstlerinnen ihrer Zeit.

Ihre unverwechselbare Bildsprache verbindet eine kühle Sachlichkeit mit leuchtenden Farben und sinnlicher Ausdrucksweise. Die Figuren in ihren Bildern sind schön, selbstbewusst und emanzipiert.

Sie selbst inszenierte sich als Diva, bewegte sich in gehobenen Kreisen und ließ sich von ihrem Mann scheiden, um später einen reichen Industriellen aus Ungarn zu heiraten. Mit diesem emigrierte sie 1939 in die USA.

Als sich ab den 1950er-Jahren die abstrakte Malerei durchsetzte, war ihr Art-Déco-Stil nicht mehr gefragt. In den letzten 20 Jahren wurde ihr Werk jedoch wiederentdeckt.

( MITI )

Superhelden bleiben stecken

Superhelden bleiben stecken
Kunstforum.NRW, Düsseldorf, 13.10.2024

Im eigenen Netz verfangen: Spiderman

Das Kunstforum.NRW zeigt regelmäßig Ausstellungen, die auch ein junges Publikum anziehen sollen. Mit der aktuellen Schau „Superheroes“ ist dies auf jeden Fall geglückt.

Bei meinem Besuch sind dort mehrere Schulklassen unterwegs und die Kids rennen teilweise höchst aufgeregt und begeistert hin und her. Aber wann gibt es schon einmal so viele Superhelden auf einmal zu sehen?

Lustig finde ich, dass auch das Scheitern der Protagonisten thematisiert wird, aber natürlich nur am Rande. Schließlich geht es bei dem Genre um den Sieg im ewigen Kampf gegen das Böse, nicht ums Verlieren. Sonst wären es ja schließlich keine Superhelden.

( MITI )

Alle wollen Richter sehen

Alle wollen Richter sehen
Kunstpalast Düsseldorf, 11.10.2024

Schwestern, 1953

Vorsicht, diese Ausstellung sollte man nicht an Wochenenden besuchen. Sonst findet man sich am Einlass zum Düsseldorfer Kunstpalast schnell in einer 50 Meter langen Schlange wieder.

Die monumentale Ausstellung mit mehr als 120 Arbeiten aus allen Schaffensphasen und Werkgruppen des größten deutschen Künstlers der Gegenwart zieht Kunstfreunde von nah und fern an.

Ich war an einem Wochentag kurz vor Mittag dort, und da war die Schlange nicht so lang, die Ausstellungsräume aber dennoch mehr als gut gefüllt.

Einige der ausgestellten Werke habe ich in verschiedenen Museen von Flensburg bis München schon gesehen, doch viele Arbeiten stammen aus Privatsammlungen und bleiben der Öffentlichkeit sonst eher verborgen.

Die Schau gibt einen Überblick über das gesamte Œuvre Richters von den frühen 1960er Jahren bis in die jüngste Gegenwart. Sie lenkt den Blick auf das Rheinland als ideales Umfeld, in dem sich das Werk von Gerhard Richter seit seiner Übersiedlung aus Dresden im Jahr 1961 entfalten konnte. Hier traf er auf Gleichgesinnte wie Sigmar Polke und Konrad Lueg, auf Vorbilder und Reizfiguren wie Joseph Beuys und Sammler, die sein Werk begierig aufnahmen.

( MITI )

Miquel Barceló: Vida y Muerte

Miquel Barceló: Vida y Muerte
MKM Duisburg, 9. Oktober 2024

Skizze zum spanischen Ballett, 2021

Diese Ausstellung habe ich heute ein wenig unfreiwillig gleich zweimal besucht. Denn nach dem ersten geführten Rundgang wollte mein Wagen nicht mehr anspringen.

Und während ich 90 Minuten auf den Pannendienst gewartet habe, bin ich einfach noch einmal durch die Ausstellung geschlendert. Dabei habe ich u. a. erfahren, dass der Künstler 1957 in Felanitx auf Mallorca geboren wurde. Wenige Kilometer entfernt habe ich von 1991 bis 1995 gelebt.

Miquel Barceló gilt als bekanntester spanischer Künstler der Gegenwart. Seine großformatigen Werke erzielen auf Aktionen regelmäßig Preise von mehreren hunderttausend Euro.

Es sind ausdrucksstarke Bilder, die von einer radikalen Konfrontation gegensätzlicher Aspekte durchdrungen sind – vom Alltäglichen geht es zum Monumentalen, vom Lebensfrohen zum Morbiden.

Der viel gereiste Künstler knüpft in seinen Werken regelmäßig an eine der ganz frühen malerischen Traditionen Europas an: dem Stillleben.  Dessen spanische Ausprägung wird als bodegón bezeichnet.

Der Begriff steht für Kompositionen, deren Motive einfache Lebensmittel und simple Küchengeräte verbinden. Die Metaphorik über Leben und Tod springt dabei stets ins Auge. Es ist vielleicht nicht so, dass man sich die Bilder unbedingt ins Wohnzimmer hängen möchte, aber in ihrer subtilen Bildgewalt finde ich Barcelos Werke absolut faszinierend.

( MITI )

Skulpturen á la Joel Shapiro

Skulpturen á la Joel Shapiro
Kunst aus der KI, 27. September 2024

Alle Werke erstellt nach meinen Vorgaben

Neu aus der KI auf meiner Festplatte: Frisch imaginierte Skulpturen in der Art von Joel Shapiro (* 1941).

Shapiro ist bekannt für seine raumgreifenden Skulpturen aus Gusseisen/Bronze, Stein, Holz und Plexiglas/Plastik. Häufig bestehen seine Objekte aus geometrischen Formen, die auf den ersten Blick wahllos zusammengefügtt und labil scheinen.

Der Künstler wuchs in New York auf und schloss 1964 sein Studium an der Universität New York mit dem Bachelor of Arts ab. Seine Formensprache entwickelte Shapiro in den 1970er Jahren in Auseinandersetzung mit dem Minimalismus.

1976 und 1980 vertrat er die Vereinigten Staaten auf der Biennale von Venedig, 1977 und 1982 nahm Shapiro an der documenta Kassel teil. Seine Werke sind heute in zahlreichen internationalen Sammlungen vertreten.

( MITI )