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Alter und neuer Stahl in Duisburg

Alter und neuer Stahl in Duisburg
Duisburg, 19. Februar 2021

Der letzte vebliebene Hochofen 5 des ehemaligen Hüttenwerks in Duisburg-Meiderich

Heute war ich mit Heike und Doxi bei herrlichem Vorfrühlingswetter in Duisburg unterwegs. Im Norden und Süden der Industriemetropole am Rhein haben wir zwei beeindruckende Monumente aus Stahl besucht: Das 1901 gegründete ehemalige Meidericher Stahlwerk im heutigen Landschaftspark Nord und die Landmarke “Tiger and Turtle – Magic Mountain” auf der Heinrich-Hildebrand-Höhe in Duisburg-Angerhausen.

Die einer Achterbahn nachempfunde Großskulptur ist ein Werk von Heike Mutter und Ulrich Genth, das im Rahmen der Kulturhauptstadt Ruhr.2010 entstand. Derzeit ist der Zugang wg. der Corona-Pandemie versperrt. Doch in ‘”normalen Zeiten” kann die 20 Meter hohe Skulptur bis auf den Looping vollständig begangen werden.

Zum Flanieren lädt auch der Landschaftspark Duisburg-Nord ein. Das rund 180 Hektar große begrünte Areal erstreckt sich rund um das stillgelegte Hüttenwerk in Duisburg-Meiderich an der alten Emscher. Der Landschaftspark ist einer der Ankerpunkte der Europäischen Route der Industriekultur sowie der Route der Industriekultur im Ruhrgebiet.

Einstmals beherbergte das Werk fünf Hochöfen, die ab den 1970er Jahren nach und nach stillgelegt wurden. In den 84 Jahren seiner Existenz wurden in dem Werk 37 Millionen Tonnen Spezialroheisen verhüttet und in den umliegenden Stahlwerken von Thyssen weiter verarbeitet.

Von 1990 bis 1999 wurden die Hallen, Gebäude und das Außengelände umgestaltet und ab 1994 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Seitdem hat sich rund um die Resten des Hüttenwerks eine enorm artenreiche Flora und Fauna entwickelt. Eine tolle Kombination, wie ich finde.

( MITI )

Duisburg-Homberg und Ruhrort

Duisburg-Homberg und Ruhrort
Duisburg-Homberg, 7. September 2020

Blick auf die alte Rheinbrücke von 1907 (Friedrich-Ebert-Brücke), die Homberg mit Ruhrort verbindet

Eine meiner Lieblingsrunden in der Region Niederrhein/Ruhrgebiet ist die Tour entlang des Rheins zur Mündung der Ruhr zwischen Duisburg-Homberg (linksrheinisch) und Duisburg-Ruhrort (rechtsrheinisch).

Bei schönem Wetter kann man auf dieser Tour viel Sonne genießen, während man praktisch die gesamte Zeit am Wasser entlang läuft. Und man erlebt eine ganz besondere Mischung aus Ruhrgebietscharme und Natur an den Rheinwiesen und entlang der Ruhr. Ich mag das.

( MITI )

Bei Schimmi im Pott

Bei Schimmi im Pott
Duisburg-Ruhrort, 12. Januar 2020

Wo sonst, außer in Duisburg kann es diesen Straßennamen geben?

Ich war noch ein Teeny, als der legendäre Tatort-Kommissar Horst Schimanski, verkörpert von Götz George, regelmäßig Sonntagabends über die TV-Bildschirme flimmerte. Damals ich habe den ruppigen Charme dieses Charakters und das leicht gammelige Industriemilieu im Hafen von Duisburg geliebt.

Mehr als dreißig Jahre später bin ich auf meiner ersten Wanderung im Jahr 2020 zum ersten Mal mitten im Ort des Geschehens, in der 2014 so benannten “Horst-Schimanski-Gasse” in Duisburg Ruhrort. Mit Doxi und meiner Wanderfreundin Gabi wandere ich rund um die Mündung der Ruhr in den Rhein.

Wir starten in Duisburg-Homberg und laufen auf der Westseite des Rheins mehrere Kilometer am Rande alter Industrieanlagen am Rheinufer entlang. Es ist grau, kalt und regnerisch. Winter halt, und so sind an diesem Sonntagnachmittag nur wenige Menschen draußen unterwegs.

Auf dem Fußweg der viel befahrenen Autobahnbrücke A40 wechseln wir unter ohrenbetäubenden Verkehrslärm die Rheinseite. Von der Brücke haben wir einen pittoresken Blick auf die Industrie- und Hafenkulisse von Duisburg und die durch einen großen roten Pylonen markierte Mündung der Ruhr in den Rhein.

Anschließend geht es auf den Rheinwiesen zur Ruhrmündung und weiter zum modernen Binnenhafen von Duisburg gleich neben dem historischen Zentrum mit dem prächtigen alten Rathaus.

Bei Schimmi im Pott

Ikonisch: Der 2016 verstorbene Götz George als Kommissar Horst Schimanski

Von dort laufen wir nach Duisburg-Ruhrort, wo wir auf der Uferpromenade die Horst-Schimanski-Gasse entdecken. Der Metallpfeiler mit dem Straßenschild ist übersät mit Stickern, darunter auch einer mit dem markanten Konterfei des Kommissars.

Zurück nach Duisbug-Homberg auf der gegenüberliegenden Rheinseite gelangen wir über die Friedrich-Ebert-Brücke, die von den historischen Hebetürmen der einstmaligen Homber-Ruhrorter Rheintrajektanstalt eingerahmt wird.

Nach 15 Kilometern und dreieinhalb Stunden Wanderzeit erreichen wir reichlich durchnässt wieder unseren Startpunkt. Gabi und ich sind uns einig: Das war eine sehr stimmungsvolle Wanderung, auch wenn das Wetter nicht sehr einladend war. Doch zur Industriekulisse von Duisburg hat es absolut gepasst.

( MITI )

Eine begehbare Achterbahn

Eine begehbare Achterbahn
Duisburg, 2. November 2019

Die Skulptur “Tiger & Turtle – Magic Mountain” im Angerpark auf der Heinrich Hildebrand Höhe in Duisburg-Hüttenheim

Wow, eine begehbare Achterbahn in Form einer riesigen Metall-Skultpur auf der Spitze einer ehemaligen Abraumhalde, das habe ich auch noch nirgendwo gesehen. Nach meiner Wanderung an der Ruhr bei Essen-Kettwig bin ich mit Doxi weiter gefahren nach Duisburg-Hüttenheim.

Neben den beiden großen Stahlwerken von Mannesmann und ThyssenKrupp liegt die nach dem Duisburger Heimatforscher Heinrich Hildebrand benannte Halde der früheren Metallhütte Duisburg.

Sie wird seit 2010 von der weithin sichtbaren Skulptur “Tiger & Turtle – Magic Mountain” gekrönt, die zu den Landmarken der Route Industriekultur im Ruhrgebiet zählt.

Die Skulptur hat eine Grundfläche von 40 mal 40 Metern und ist etwas mehr als 20 Meter hoch. Sie kann bis auf den Looping vollständig begangen werden.

Von dort oben hat man einen wunderbaren Rundumblick über Duisburg und den Rhein. Am Horizont kann man Düsseldorf und sogar die großen Braunkohlekraftwerke bei Grevenbroich in rund 35 km Entfernung erkennen.

Für den Entwurf der Landmarke wurde im Frühjahr 2009 ein Wettbewerb ins Leben gerufen. Aus diesem ging der Entwurf von Heike Mutter und Ulrich Genth als Sieger hervor. Ihr Werk hat eine begehbare Strecke von 200 Metern und ist mit 349 Stufen aus verzinktem Gitterrost belegt, was einen Bezug zur ehemaligen Zink-Metallhütte neben der Halde herstellen soll. Die Skulptur wird Nachts durch 880 LED-Lampen in den Handläufen beleuchtet. Ihr Gewicht beträgt fast 90 Tonnen.

Leider ist das Wetter bei meinem Besuch dort nicht wirklich einladend: Es regnet und stürmt. Dennoch lasse ich es mir nicht nehmen, die Skulptur zu begehen. Toll ist das. Ich bin völlig begeistert!

( MITI )

In der Rheinaue Ehingen

In der Rheinaue Ehingen
Duisburg-Ehingen, 29. Oktober 2019

Doxi am Rheinufer. Auf der anderen Flußseite: Krefeld-Uerdingen

Immer auf der Suche nach schönen Hunderunden in meiner Region war ich heute mit Doxi am Rhein zwischen Krefeld-Uerdingen und Duisburg-Mündelheim unterwegs. Trotz strahlender Herbstsonne war es am Flußufer richtig windig und kalt. Gut, daß ich meine Mütze vorsorglich eingesteckt hatte.

Der Rhein macht hier einen Bogen zwischen dem Chemiepark Uerdingen (ehemals Bayer-Uerdingen) auf der linken Flußseite und dem Stahlwerk in Duisburg-Hüttenheim auf der rechten. Ein vorderer Deich unmittelbar am Rhein und ein hinterer Deich kurz vor der Siedlung Mündelheim riegeln das Vorland ab. Dazwischen befinden sich landwirtschaftlich genutzte Flächen.

Ich glaube, wir waren hier schon einmal bei einem Welpentreffen mit den Hunden aus unserem A-Wurf und deren Besitzern spazieren. Ist aber schon mehr als zehn Jahre her. Heute bin ich mangels Zeit auch nur die halbe Rheinaue abgelaufen. Müssen wir demnächst noch einmal wiederkommen.

( MITI )

An der Ruhrmündung bei Duisburg

An der Ruhrmündung bei Duisburg
Duisburg-Ruhrort, 24. März 2019

Doxi in Duisburg-Ruhrort an der Mündung der Ruhr in den Rhein

Schon zehn Tage waren wir nicht mehr wandern. Dabei ist seit drei Tagen offiziell Frühling. Jetzt wird es aber Zeit!

Unsere Wandertour führt uns heute in den Duisburger Hafen zur Mündung der Ruhr in den Rhein.  Wir starten auf “unserer” linksrheinischen Uferseite im grünen Duisburger-Stadtteil Homberg und laufen in südlicher Richtung rheinaufwärts an alten Industrieanlagen vorbei.

Bald erreichen wir die große Rheinbrücke der Autobahn A40 und queren auf ihr den Rhein. Dann geht es rheinabwärts in Richtung des Duisburger Hafens (“Duisport”), wo die Ruhr nach 220 Km Flusslauf in den Rhein mündet.

Doxi lässt es sich natürlich nicht nehmen, das Wasser des Rheins und der Ruhr zu kosten. Früher hätte ich mir anschließend wahrscheinlich Sorgen um ihre Gesundheit machen müssen, aber heutzutage ist das glücklicherweise kein Problem mehr.

An der Ruhrmündung bei DuisburgWir laufen ein Stück die Ruhr stromaufwärts in Richtung der Innenstadt von Duisburg, nehmen aber gleich die erste Brücke über die Ruhr und die parallel verlaufenden Hafenbecken, um wieder dem Rhein zuzustreben.

An der Hafenpromenade in Duisburg-Ruhrort schlendern wir an schönen alten Museumsschiffen vorbei. Sie machen die bewegte Geschichte des Duisburger Binnenhafens erlebbar.

Schließlich wechseln wir auf der Friedrich-Ebert-Brücke zurück auf die Homberger Rheinseite und erreichen nach rund zweieinhalb Stunden wieder unseren Startpunkt. Das war ein wirklich sehr schöne Tour mit ganz viel Grün und ganz viel Wasser vor einer geschichtsträchtigen Industriekulisse.

( MITI )