Bergbauweg Rösrath

Bergbauweg Rösrath
Rösrath-Hoffnungsthal, 19. August 2020

Historisches Bild der Förderanalgen und Erzaufbereitung am Lüderich

Bei herrlichem Sonnenschein, aber schwüler Luft war ich heute mit Doxi auf dem 12 km langen Bergbauweg bei Rösrath östlich des Kölner Königsforsts im Bergischen Land unterwegs.

Die hervorragend ausgeschilderte Wanderung startet am Bahnhof des Rösrather-Ortsteils Hoffnungsthal. Sie führt zum Berg Lüderich, auf dem von den Römern bis zur Neuzeit Erze abgebaut wurden, vor allem Silber, Blei und Zink.

Im Mittelalter finanzierte der Kölner Erzbischof mit dem gefundenen Silber u.a. den Bau des Kölner Doms. Das Blei wurde für die Glasfenster des Doms und die Dachbedeckung verwendet.

Bis zu 3.000 Menschen waren auf dem Höhepunkt der Förderung im 19. Jahrhundert im Bergbau und der Aufbereitung der geförderten Erze beschäftigt.

Mehr als 10 Millionen Tonnen Erze sollen aus dem Lüderich geholt werden sein. Der tiefste Stollen wurde dabei fast 500 Meter hinunter in den Berg getrieben.

1978 endete die Förderung in diesem Gebiet zwischen Hoffnungstahl, Bleifeld und Steinebrück. Seitdem wurden alle Anlagen zurück gebaut. Annähernd ein Dutzend Infotafeln weisen entlang des Weges auf die verschiedenen historischen Stätten hin. Sehr interessant ist das, wie ich finde.

( MITI )