Von der Rur zum Haus Overbach

Haus Overbach

 Jülich, 12. November 2017

Der zweite Testtag für meine neue Wanderregenjacke. Heute sind wir im Regen an der Rur bei Jülich unterwegs. Wir starten am Brückenkopfpark, der nach einer Festungsanlage aus napoleonischer Zeit benannt ist.

Hier kreuzte bereits in der Antike die Römerstraße “Boulogne – Heerlen – Köln” den wilden Fluss und eröffnete damit den Zugang ins Rheinland.

Wir wandern in nördlicher Richtung an der Rur entlang und laufen durch die schönen Rurauen, in denen sich der Fluss bei Hochwasser ungestört ausdehnen kann.

Bald passieren wir den kleinen Ort Broich und biegen dahinter zum Barmener Baggersee ab, einer ehemaligen Kiesgrube, die heute als Naherholungsgebiet dient.

Wir umrunden den See auf ufernahen Pfaden und laufen anschließend auf das Haus Overbach zu, einer früheren Wasserburg im Jülicher Stadtteil Barmen.

Der Gebäudekomplex ist heute im Besitz der Ordensgemeinschaft der Oblaten des hl. Franz von Sales. Die Gebäude werden als Verwaltungsgebäude des Ordens, als Kloster und auch für ein kirchliches Gymnasium genutzt.

Zwei meiner Jugendfreunde haben hier vor 30 Jahren ihren Zivildienst abgeleistet. So lange schon war ich nicht mehr hier. Ich bin überrascht, so unvermittelt auf die Anlage zu stoßen und bekomme ein wenig nostalgische Gefühle. Damals waren wir noch jung …

Dreieinhalb Stunden waren wir heute größtenteils im Regen unterwegs und haben 13 Kilometer zurückgelegt. Unter meiner neuen Jacke plus Regenhose bin ich schön trocken geblieben. So soll es sein 🙂

( MITI )