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Panoramawanderung östlich von Heilbronn

Panoramawanderung östlich von Heilbronn
Heilbronn, 3. Juni 2017

Blick hinunter in den Talkessel von Heilbronn

Tag
11
Huch, hier war ich doch schon einmal!? Zum zweiten Mal in diesem Jahr habe beim Wandern ein Deja-Vu. Nachdem ich mit Doxi aus der Innenstadt von Heilbronn auf den Bergzug östlich der Stadt gestiegen bin, kommt mir der Ausblick in den Talkessel von Heilbronn plötzlich so bekannt vor. Und dass, obwohl ich zum ersten Mal in der Stadt bin.

Beim Studium der Umgebungskarte wird mir der Zusammenhang klar: Gleich nebenan, auf der anderen Seite des Höhenzuges, liegt die Stadt Weinsberg, wo ich im letzten Jahr war. Damals bin ich von dort gekommen und haben dann an der gleichen Stelle gestanden, wie jetzt. Ich erinnere mich noch genau an diese Wanderung. Das ist ja lustig.

Auch jetzt folge ich wieder dem Hauptkamm des Höhenzuges zunächst zur Waldgaststätte Jägerhaus. Denn geht es ein Stück über den Walderlebnispfad. Von weitem höre ich in regelmäßigen Abständen Schüsse, die mit jedem Schritt lauter werden. Bald sehe ich ein Schild: Vorsicht, Schießstand. Eine gute Übung für Doxi. Sie bleibt ganz cool.

Weiter geht es über den Skulpturenpfad durch den Wald, an einem kleinen See vorbei, und dann am Waldrand durch die Weinberge hinunter nach Heilbronn. Als wir nach vier Stunden wieder unseren Stellplatz am Wertwiesenpark in Heilbronn erreichen, liegen 16 Wanderkilomter und eine wichtige Erkenntnis hinter uns: Manche Orte sieht man im Leben eben zweimal, auch wenn man sich ihnen aus einer ganz anderen Richtung nähert.

( MITI )

Ein Park für Jung und Alt

Ein Park für Jung und Alt
Heilbronn, 2. Juni 2017

Blick über die große Rasenfläche im Wertwiesenpark

Tag
10
Wir stehen mit dem Womo am Wertwiesenpark in Heilbronn, einem Gelände am Neckar, das 1985 zur Landesgartenschau entstanden ist, und bei schönem Wetter von den Bürgern der Stadt intensiv genutzt wird. Mit einer Fläche von 15 Hektar ist der Park gar nicht übermäßig groß, aber doch sehr kunstvoll angelegt.

Es gibt große Wiesenflächen, Wasserflächen, Spielplätze, Pavillons, einen Skultpurengarten und botanische Ecken, darunter auch einen wunderschönen Rosengarten. Gefällt mir wirklich sehr gut dieser Park. So etwas hätte ich auch gerne bei mir zu Hause.

( MITI )

Von Heilbronn zur Burg Stettenfels

Von Heilbronn zur Burg Stettenfels
Heilbronn, 2. Juni 2017

Blick von Untergruppenbach hinauf zur Burg Stettenfels (Foto A. Grünberger | http://commons.wikimedia.org | Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE)

Tag
10
Zehn Kilometer östlich von Heilbronn liegt die hervorragend erhaltene Burg Stettenfels auf einem Bergsporn am Übergang zwischen der Hohenlohe und dem Neckartal. Als ich gestern nach Heilbronn hinein gefahren bin, habe ich die imposante Burganlage schon von weitem gesehen.

Heute Morgen bin ich mit Doxi dann von unserem Womo-Stellplatz am Wertwiesenpark in Heilbronn zur Burg gewandert. Die ersten drei Kilometer ging es durch die Stadt, dann durch Weinberge und schönen Wald zunächst hinauf bis zum Schweinsberg, der von einem steinernen Aussichtsturm gekrönt wird.

Anschließend wanderten wir talwärts bis nach Untergruppenbach am Fuße der Burg. Unterwegs stießen wir am Wegesrand mehrmals auf große Holzfiguren von Förstern, Schäfern und Waldarbeitern, die mit geschickter Hand kunstfertig aus Baumstämmen herausgearbeitet wurden. Musste ich natürlich gleich fotografisch festhalten …

Oben auf der Burg angekommen, konnten wir einen weiten Blick in die Landschaft genießen. Die Burg wurde im 11. Jahrhundert erbaut und wechselte im Laufe ihrer Geschichte häufig den Besitzer. 1551 erwarb Anton Fugger, ein Neffe Jakobs des Reichen, die Burg. Sein Sohn Hans Fugger ließ die Anlage 1576 zu einem Renaissanceschloss umbauen.

Die Burg ist von einem breiten Burggraben mit drei alten Wehrtürmen umgeben. Über eine massive Brücke gelangt man durch ein Torhaus in den Innenhof, der dreieckig von den verschiedenen Wohngebäuden der Burg umschlossen wird. Im Innenhof befindet sich der Brunnen der Burg. Jenseits des Burggrabens schließt sich östlich der Burganlage ein historisches Wirtschaftsgebäude an, außerdem eine moderne Gastronomie.

Heutzutage ist die Burg öffentlich zugänglich und wird bewirtschaftet. Es finden Konzerte, Theaterveranstaltungen und mittelalterliche Burgfeste mit Ritterturnieren, Gauklern, Musik und Handwerkern statt. Genau heute bei unserem Besuch war die Burg jedoch geschlossen. Doch ich hatte Glück: Als ein Mitarbeiter das große eiserne Burgtor aufschloss, konnte ich kurz hineinhuschen und freundlicherweise einige Fotos vom Innenhof aufnehmen.

Nach unserem Besuch der Burg wanderten wird durch den Wald am Bergkamm Richtung Norden nach Obergruppenbach, wo sich im Wald ein großes NATO-Tanklager befindet. Dann wendeten wir uns wieder Richtung Schweinskopf.

Der Weg war am Ende doch etwas länger als gedacht: Fast sechs Stunden waren wir unterwegs und haben 25 Kilometer zurückgelegt. Aber so ist das, wenn man freestyle wandert. War auf jeden Fall eine sehr schöne Tour und wir hatten Glück, dass es bewölkt war, denn sonst wäre es uns unterwegs sicher zu heiß geworden.

( MITI )

Heißes Heilbronn

Heißes Heilbronn
Heilbronn, 1.06.2017

Das Alte Rathaus am Marktplatz von Heilbronn

Tag
10
Heilbronn, wir kommen! Nach unserer Wanderung bei Bielstein fahren wir am Nachmittag ins 15 Kilometer entfernte Heilbronn weiter. Es ist wieder unglaublich heiß. Glücklicherweise erwischen wir auf dem kostenlosen Womo-Stellplatz am Wertwiesenpark einen Schattenplatz unter einem großen Baum.

Am frühen Abend ist es immer noch zu heß für einen Spaziergang mit Doxi. Also schwinge ich mich aufs Fahrrad und starte eine Entdeckungstour durch die Innenstadt. Wenn man sich Heilbronn von Osten aus der Hochebene der Hohenlohe nähert, wirkt die Skyline wie die einer langweiligen Industriestadt. Doch aus der Nähe betrachtet ist die Stadt am Neckar ganz hübsch und voller junger Leute.

( MITI )

Wandernavi, rette mich!

Wandernavi, rette mich!
Beilstein, 1.06.2017

Blick durch die Weinberge auf Schmidthausen bei Beilstein

Tag
9
Wie praktisch ist es doch, wenn man mit Wandernavi durch die Gegend läuft: Man muss keine Karten oder Wanderführer studieren, wird immer auf den richtigen Weg (zurück-) geführt und kann sich mühelos Abkürzungen suchen, Noch dazu kennt das Gerät selbst die kleinsten Wald- und Feldwege, und das nicht nur in Deutschland.

Heute hat mir mein „Teasi“ mal wieder wunderbar geholfen, als sich unsere Wanderung rund um Beilstein (Rother Wanderführer „Hohenlohe“, Tour 1) als zu „sonnenverwöhnt“ entpuppte. Anstelle der schattenarmen Passagen durch die Weinberge habe ich diese Teilstrecken mit Hilfe der exakten Karten in meinem Wandernavi durch nahegelegene, schattige Waldwege umgangen.

Trotzdem konnten wir immer wieder zu unserer Tour zurückkehren. Dadurch hatte Doxi viel weniger Stress in der Sonne und mir hat das Mehr an Schatten auch gutgetan. Dafür liebe ich mein Wandernavi. Vielen Dank, liebes Teasi!

( MITI )

Abendwanderung rund um Löwenstein

Abendwanderung rund um Löwenstein
Löwenstein, 31.05.2017

Vom Rand der Löwensteiner Berge bieten sich fantastische Fernsichten

Tag
8
Nachdem wir am Morgen wunderschön bei Untersteinbach gewandert sind und dort auch den Nachmittag verbracht haben, fahren wir am frühen Abend nach Löwenstein weiter, wo wir auf einem Waldparkplatz am Naturschutzgebiet Bleichensee einen ruhigen Stellplatz für die Nacht finden.

Für unsere Abendwanderung folgen wir der Tour 5 aus dem Rother Wanderführer „Hohenlohe“, die praktischerweise direkt an unserem Stellplatz vorbei führt.  Die Route leitet uns in einer schönen Runde durch die Wälder und die Weinberge rund um Löwenstein und dann auch nach Löwenstein selbst und zur Burgruine Löwenstein oberhalb des Ortes.

Löwenstein liegt im Naturraum Schwäbisch-Fränkische Waldberge oberhalb des Sulmtales am Rand der nach ihr benannten Löwensteiner Berge, rund 25 Kilometer von Heilbronn entfernt. Vom Ortsrand und von der Burgruine aus hat man einen fantastischen Fernblick in das Sulmtal und die Hohenlohe.

Am Fuße der Berge liegt der Breitensee, der in den 1970er Jahren zum Schutz des Sulmtals vor Überschwemmungen geschaffen wurde und heute ein überregional bedeutendes Freizeitgebiet, darstellt.

Burg Löwenstein, das Wahrzeichen des Ortes, wurde 1090 von den Grafen von Calw als Verwaltungsmittelpunkt am Salzhandelsweg von Heilbronn nach Hall erbaut. Eine auf der Burg sitzende Seitenlinie der Calwer Grafen nannte sich „Grafen von Löwenstein“ und wurde 1123 erstmals in einer Urkunde erwähnt. Der Name Löwenstein geht auf das Wappenbild der Calwer Grafen zurück, das einen auf einem Dreiberg stehenden Löwen zeigt

Im Zweiten Weltkrieg wurde Löwenstein am 14. April 1945 durch einen alliierten Fliegerangriff zu drei Vierteln zerstört. Zu den Verlusten zählte auch das historische Schloss Löwenstein, das einst unterhalb der Burg stand.

Ich hatte schon gelesen, dass Löwenstein aufgrund seiner Lage ein wichtiger touristischer Anziehungspunkt in der Region ist, aber so beeindruckend hatte ich mir die Fernsicht nicht vorgestellt. Schön, dass wir es hierhin geschafft haben.

( MITI )