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Im lieblichen Tauber- und Steinbachtal

Blick von der alten Tauberbrücke hinauf nach Rothenburg ob der Tauber
Rothenburg, 19.08.2016

Blick von der alten Tauberbrücke hinauf nach Rothenburg ob der Tauber

Tag
7
Ich bin mal wieder im schönen Rohenburg ob der Tauber. Heute geht es mit Doxi auf eine Wanderung durch das liebliche Taubertal. Wir folgen den Spuren von Tilman Riemenschneider, dem berühmten Holzschnitzer (1460 – 1531)  am Übergang von der Spätgotik zur Renaissance.

Wir starten von unserem Womo-Stellplatz am Rande der Altstadt. An der St.-Jakobs-Kirche und an der Franziskanerkirche passieren wir Kunstwerke von Tilmann Riemenschneider. Über das Kobolzeller Tor verlassen wir die Stadt und steigen über die alte Tauberbrücke hinunter ins Taubertal.

Dort folgen wir dem Fluss unterhalb von Rothenburg bis Detwang, wo in der Kirche St. Peter und Paul ein weiteres Meisterstück von Tilmann Riemenschneider steht: Der Heilig-Kreuz-Altar.

Von Detwang wandern wir auf der anderen Seite der Tauber bis Steinbach und von dort hinauf in das wildromantische Steinbachtal. Über freies Feld erreichen wir nach rund 16 Kilometern wieder die Stadt Rothenburg. Eine sehr schöne Wanderung durch liebliche Natur.

( MITI )

Altmühlsee – die längste Stauanlage in Deutschland

Still liegt der schöne Altmühlsee am frühen Morgen da
Schlungenhof, 19.08.2016

Still liegt der schöne Altmühlsee am frühen Morgen da

Tag
7
Vom Brombachsee sind wir 20 Kilometer in nordwestlicher Richtung weiter gefahren zum Altmühlsee, der ebenfalls zu den großen Seen im Fränkischen Seenland zählt.

Gemeinsam bilden diese Stauseen ein Wasserregulierungssystems, das Wasser aus dem wasserreichen Flusssystem des Donaueinzugsgebiets unter der Europäischen Hauptwasserscheide hindurch in das wasserarme Regnitz-Main-Gebiet überführt.

Dabei fließt das ausgelassene Seewasser über den teils unterirdischen Altmühlüberleiter und den Kleinen Brombachsee in den Großen Brombachsee.

Als wir früh am Morgen am Altmühlsee eintreffen, liegt der See ganz still und ruhig da. Von den täglichen Besuchermassen noch keine Spur. Vom Ufer haben wir einen herrlichen Blick über den See, der 4 km lang, 1,7 km breit und durchschnittlich 2 bis 3 Meter tief ist.

Als Absperrbauwerk dient ein Staudamm, der die Wasserfläche vollständig umschließt. Mit einer Kronenlänge von 12,5 km ist es die längste Stauanlage in Deutschland.

Mit Doxi wandere ich in der angenehm kühlen Morgenluft ein Stück weit am See entlang, entschließe mich anschließend aber, weiter zu fahren. Denn mit der Schönheit des Brombachsees kann der Altmühlsee m.E. nicht ganz mithalten. Da steuere ich lieber das nächste Reiseziel an: Das von mir sehr geschätzte Rothenburg ob der Tauber.

( MITI )

Der Kleine Brombachsee

Am kleinen Brombachsee
Absberg, 18.08.2016

Blick auf den Kleinen Brombachsee

Tag
6
Aller guten Dinge sind bekanntlich Drei. Dreimal habe ich heute den Kleinen Brombachsee im Herzen der Fränkischen Seenlandschaft umrundet: morgens zu Fuß mit Doxi, nachmittags mit dem Kajak auf dem Wasser und am Abend noch einmal mit dem Fahrrad. Jede Strecke rund neun Kilometer.

Es ist ganz schon viel los hier: Wanderer, Jogger, Fahrradfahrer, Familien mit Kindern und Wassersportler aller Art. Alleine auf dem Womo-Stellplatz am Kleinen Brombachsee tummeln sich fast 200 Wohnmobile.

Ich bin froh, dass ich noch einen schönen Platz am Rand unter Bäumen gefunden habe. Dennoch: Länger als einen Tag möchte ich hier nicht bleiben.

Wenn ich bedenke, dass ich bei meinen Wanderungen in der letzten Zeit in der Oberpfalz, im Bayerischen Wald und im Altmühltal teilweise stundenlang unterwegs war, ohne jemanden zu begegnen, dann ist das hier doch etwas ganz anderes. Einfach „too many people“ für meinen Geschmack.

Aber kein Wunder: Es ist wirklich schön hier und man kann richtigen Badeurlaub erleben, ohne nach Mallorca oder an die Ostsee reisen zu müssen.

( MITI )

Aufstieg zur Wülzburg

Luftbild der Wüözburg auf dem Wülzberg bei Weißenburg in Bayern (Foto Myratz)
Weißenburg, 17. August 2016

Luftbild der Wülzburg auf dem Wülzberg bei Weißenburg in Bayern (Foto Myratz | http://commons.wikimedia.org | Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE)

Tag
5
Unsere Abendwanderung führt uns von Weißenburg hinauf zur Wülzburg, die weithin sichtbar über der Stadt thront. Die Wülzburg ist eine historische Renaissance-Festung, die zwischen 1588 und etwa 1610 erbaut wurde. Die Anlage war ursprünglich ein Benediktinerkloster, das 1588 durch die Markgrafen von Ansbach in eine Festung umgewandelt wurde.

Neben der Zitadelle Jülich und der Zitadelle Spandau ist die Wülzburg eine der drei engverwandten Festungen, die im deutschsprachigen Raum erhalten sind. Sie verdeutlichen in einmaliger Weise den zeittypischen Wehrbau der Renaissance.

Ich bin ganz beeindruckt von den dicken, hohen Mauern und der sternförmigen Gliederung der Anlage. Sie haben dafür gesorgt, dass die Festung im Dreißigjährigen Krieg trotz langer schwedischer Blockade unerobert blieb.

Im Inneren der Anlage befindet sich mit einer Tiefe von mehr als 130 Metern einer der tiefsten Festungsbrunnen im deutschsprachigen Raum. Es dauerte 40 Minuten, um einen einzigen Eimer Wasser aus der Tiefe nach oben zu befördern. Wahnsinn!

( MITI )

Wanderung durch den Ludwigswald

Der Ludwigswald ist ein Mischwald mit großem Fichten- und Buchenbestand
Weißenburg, 17. August 2016

Der Ludwigswald ist ein Mischwald mit großem Fichten- und Buchenbestand

Tag
5
Am Vormittag unternehme ich mit Doxi eine ausgedehnte Wanderung durch den wirklich sehr schönen Stadtwald von Weißenburg.

Das Waldgebiet ist ein Mischwald mit großem Fichten- und Buchenbestand. Im Wald liegen mehrere Steinbrüche, in denen Marmor abgebaut wird. Am Nordrand befindet sich das Bergwaldtheater Weißenburg.

Im Jahre 1338 wurde der Wald durch Ludwig dem Bayern der Reichsstadt Weißenburg geschenkt, weswegen er auch als Ludwigswald bezeichnet wird.

Das Wetter heute ist wirklich herrlich. Wir wandern erst durch den Wald, dann am Waldrand entlang auf Weißenburg zu und genießen dabei die weiten Blicke in die umliegende Landschaft und hinunter auf Weißenburg.

( MITI )

In der Altstadt von Weißenburg

Stadtmauer am Stadtweiher
Weißenburg, 16.08.2016

Stadtmauer am Stadtweiher

Tag
4
Wir sind nach zwei schönen Tagen in Eichstätt an der Altmühl 30 Kilometer weiter nach Norden gefahren, in das mittelalterliche „Weißenburg in Bayern“.

Die Altstadt Weißenburgs zählt zu den besterhaltenen Stadtkernen und Denkmalensembles der Region und ist wirklich beeindruckend schön.

Ausgehend von einer römischen Siedlung entstand die Stadt um einen karolingischen Königshof. Im frühen 14. Jahrhundert erlangte sie den Status einer Freien Reichsstadt, den sie bis 1802 behaupten konnte.

Das historische Stadtbild wird geprägt von der weitgehend erhaltenen Stadtmauer mit zahlreichen Türmen, dem gotischen Rathaus, der Stadtkirche St. Andreas und dem Ellinger Tor. Wenn man sich die Autos wegdenkt, fühlt man sich hier gleich ins späte Mittelalter versetzt.

Ich mache es mir in einem lauschigen Biergarten gemütlich und genieße ein kühles Radler im Schatten eines großen Baumes. So lässt sich der Sommer aushalten.

( MITI )