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Ahekapelle und Spuren der Römer

Ahekapelle und Spuren der Römer
Nettersheim, 20. März 2022

Kirche St. Martin auf dem Kirchberg im Zentrum von Nettersheim

Heute ist Frühlingsanfang und in dieser Woche soll es in der Eifel bis zu 16 Grad warm werden. Aber heute morgen werden wir im Wohnmobil von leichtem Schneefall geweckt!

Es ist ein windiger, nasskalter Sonntag und bevor wir eine 9 km Runde bei Nettersheim laufen, kehren wir dort erst einmal zum frühstücken im bebliebten Bäckerei-Cafe „Zur Römerquelle“ ein.

Römisch ist viel in Nettersheim, weil die einstigen Beherrscher Europas hier zahlreiche Siedlungsspuren hinterlassen haben.

Der Ort liegt an der früheren Römerstraße von Trier nach Neuss. Es finden sich dort Spuren alter Tempel, Landgüter und die nördlichste Quellfassung der römischen Wasserleitung nach Köln.

Unsere Tour bewegt sich zwischen Genfbach und Urft, die auch in Nettersheim beim Juli-Hochwasser des vergangenen Jahres zahlreiche Schäden hinterlassen hat.

Das Landschaftsbild rund um Nettersheim wird von Wiesen mit kleineren und größeren Waldabschnitten bestimmt.

Wir laufen entlang des Genfbachs bis zur hübschen Ahekapelle und weiter ins Naturschutzgebiet Dallbach. Dann geht es von den Höhen hinunter ins Urfttal, wo zahlreiche Spuren der römischen Besiedlung gefunden wurden.

Entlang der Urft laufen wir schließlich zurück nach Nettersheim, wo wir nach knapp drei Stunden wieder eintreffen.

( MITI )

EifelSchleife Wald, Wasser, Wiesen, Weiten

EifelSchleife Wald, Wasser, Wiesen, Weiten
Nettersheim, 11. März 2022

Abstieg ins Urfttal nördlich von Nettersheim

Der Wandertag heute startet mit einem Deja-Vu. Als wir den Startpunkt unserer Wanderung in Zingsheim erreichen, entfährt es uns: Hier waren wir doch letztens schon!

Tatsächlich sind wir vor einigen Wochen von hier Richtung Osten zur Eifelschleife Wespelquelle und Heidentempel aufgebrochen. Doch heute geht es in westlicher Richtung aus dem Ort hinaus.

Die EifelSchleife Wald, Wasser, Wiesen, Weiten führt uns auf einer Länge von 10 km Richtung Nettersheim.

Die Landschaft nördlich unseres Startpunkts in Zingsheim ist geprägt von sanften Hügeln und einem hübschen Mix aus Feldern und Waldabschnitten.

Bald laufen wir hinunter ins Urfttal nördlich von Nettersheim und erreichen den Schmetterlingslehrpfad.

Auch hier hat das Juni-Hochwasser des vergangenen Jahres seine Spuren hinterlassen: Die Bahnstrecke Nettersheim-Urft direkt neben dem Fluss wurde unterspült und wird seitdem instand gesetzt.

Wir erreichen den Ortsrand von Nettersheim. Am früheren Herz-Jesu-Kloster biegen wir in den Wald ein und laufen ein Stück parallel zur Stadtgrenze. Auf weichen, gut ausgeschilderten Pfaden geht es quer durch den Wald Richtung Zingsheim, das wir nach etwas mehr als zweieinhalb Stunden wieder erreichen.

Mussten wir uns anfangs noch gegen den starken kalten Wind schützen, hat uns die Sonne mittlerweile schön aufgewärmt. Das war eine feine Tour mit einem schönen Mix aus Eindrücken.

( MITI )

Eifelschleife Frühstücksbuche

Eifelschleife Frühstücksbuche
Nettersheim, 4. August 2020

Reste eines Kleinkastells an der ehemaligen Römerstraße von Trier nach Neuss in der Nähe der Urft

Bevor es bei uns im Rheinland für zehn Tage richtig heiß wird (bis zu 35°), waren wir heute noch einmal bei lieblichen Temperaturen in der Eifel wandern.

Unsere Tour beginnt in Nettersheim und führt uns zunächst durch das Tal des Genfbachs. Am Enzenberg steigen wir durch Felder und Wiesen bis zur Wanderhütte „Waldmusik“ auf.

Dann folgt ein langer Streckenabschnitt durch schönen Mischwald, wobei wir den Schatten der Bäume genießen, denn die Sonne steht hoch am Himmel.

Eine Infotafel weist darauf hin, dass der Nettersheimer Wald in der Nacht vom 28. Februar auf den 1. März 1990 besonders schwer vom Orkan Wiebke getroffen wurde.

Die entstandenen Schäden waren immens und der Wald musste anschließend unter erheblichen Mühen und Aufwändungen wieder aufgeforstet werden konnte.

Nur die hier angepflanzte Frühstücksbuche, der die Tour ihren Namen verdankt, hat es leider nicht geschafft. Sie steht vertrocknet neben der Infotafel.

Weiter folgen wir dem Wellenbach durch sein schönes Tal hinunter zur Urft. Uns fällt auf, dass in diesem Bereich viele Schmetterling unterwegs sind. Schön ist das!

An der Urft treffen wir entlang der historischen Römerstraße von Trier nach Neuss auf verschiedene Bodendenkmäler. Dort soll sich einstmals die Siedlung „Vicus Marcomagus“ befunden haben.

Ausgegraben wurden unter anderem ein Kleinkastell, Fundamente von Landhäusern und Kalkbrennöfen. Auf einem Hügel oberhalb der Urft befindet sich die Görresburg, ein gallorömischer Tempelbezirk mit einem Heiligtum der Matronae Aufaniae.

Dahinter laufen wir zurück nach Nettersheim, wobei wir an dem hübschen kleinen Wohnmobilstellplatz der Gemeinde vorbei kommen. Nach dreieinhalb Stunden und 14 Wanderkilometern erreichen wir schließlich wieder unseren Startpunkt in Nettersheim.

( MITI )

Römische Baudenkmäler bei Nettersheim

Römische Baudenkmäler bei Nettersheim
Nettersheim, 7. Oktober 2017

Der 2014 geschaffene Wanderweg „Archäologie entdecken“ führt zu zahlreichen römischen Baudenkmälern rund um Nettersheim

Heute waren wir in der schönen Eifellandschaft rund um Nettersheim im Kreis Euskirchen unterwegs. Leider zeigte sich der Herbst von seiner grauen und windigen Seite, doch dafür gibt es rund um Nettersheim eine Menge zu entdecken.

Bemerkenswert sind vor allem die vielen archäologischen Bodendenkmäler aus römischer Zeit, die von einem eigens geschaffenen Wanderweg erschlossen werden.

Durch die Gemeinde fließt die Urft, in die in Nettersheim der Genfbach mündet, sowie die Erft, die im Ortsteil Holzmülheim entspringt.

Wir starten am Bahnhof und laufen zunächst am Genfbach entlang. Nach einem Aufstieg auf die Hochfläche nördlich von Nettersheim geht es am „Grünen Pütz“ durch schönen Buchenwald hinab in das Urfttal.

Dort befindet sich die am weitesten von Köln entfernte Quellfassung der römischen Eifelwasserleitung mit rekonstruierter Brunnenstube.

In der schönen Talaue drehen wir Richtung Süden ab und erreichen einen Kilometer südlich von Nettersheim die Überreste der Römischen Handwerkersiedlung „Vicus Marcomagus“ an der alten römischen Fernstraße Köln–Trier (Via Agrippa).

Zu dieser Siedlung gehören auch die Görresburg, ein gallo-römischer Tempelbezirk, und der sogenannte Steinrütsch. Innerhalb des Vicus ist zwischen Görresburg und Steinrütsch eine acht Meter breite Straße nachweisbar.

Auf der Görresburg befand sich ein Tempelbezirk, in dem die Matronae „Aufaniae“ verehrt wurde. Am Steinrütsch befinden sich u. a. Überreste eines Kleinkastells. Sehr interessant, dies einmal zu sehen und sich vorzustellen, wie die Römer in dieser fruchtbaren Landschaft vor zweitausend Jahren gelebt haben.

( MITI )