Schlagwort-Archive: kunst

Malen wie Laszlo Moholy-Nagy

Malen wie Laszlo Moholy-Nagy
Kunst aus der KI, 31. August 2024

Alle Werke erstellt nach meinen Vorgaben

Neu aus der KI auf meiner Festplatte: Frisch imaginierte Gemälde im Stile von Laszlo Moholy-Nagy  (1895-1946).

Der gebürtige Ungar zählt zu den prägenden Figuren des Bauhauses, wo er von 1923 bis 1928 als Formmeister der Metallwerkstatt und Leiter des Vorkurses lehrte.

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten emigrierte er über Amsterdam und London in die USA. In Chicago gründete und leitete er das „New Bauhaus“ und später dessen Nachfolgeinstitut, die  „School of Design“.

Als Künstler erschuf Moholy-Nagy ungegenständlich-konstruktivistische Plastiken, Gemälde, Fotografien und Grafiken. Maßgeblich beeinflusst wurde er dabei durch den Stil von Kasimir Malewitsch.

Als ich mich nach dem Abitur für Kunst zu interessieren begann, war Moholy-Nagy einer der ersten Künstler, die mich begeisterten. Auch wenn einige seine Arbeiten bald einhundert Jahre alt sind, wirken sie auf mich in weiten Teilen zeitlos modern.

( MITI )

Wounds Healed, Tales Etched

Wounds Healed, Tales Etched
Düsseldorf, 18. August 2024

Ausstellungsraum in der Philara

Passend zum heutigen Welttag der Fotografie besuche ich zwei Fotoausstellungen in der privaten Sammlung Philara in Düsseldorf-Flingern.

Die Ausstellung „Wounds Healed, Tales Etched“ zeigt Fotokunst der aus Bangladesch stammenden Sumi Anjuman. Charakteristisch für ihre Arbeit ist die Bearbeitung der Aufnahmen mit Übermalungen, Stickereien und die Ergänzung durch archivarischen Materialien.

Gezeigt werden zwei Fotoserien, die in der mehrjährigen Auseinandersetzung mit Menschen aus der lokalen LGBTQ-Gemeinde entstanden sind. Deren Sichtbarkeit ist innerhalb der muslimisch-konservativen Gesellschaft von Bangladesch extrem eingeschränkt.

In dem asiatischen Land leidet die queere Community unter einer starken Unterdrückung, die zu gesellschaftlicher Ausgrenzung und immer wieder auch zu Morden und Selbstmorden führt.

Die zweite Serie thematisiert sexualisierte Gewalt und Vergewaltigungskultur in patriarchalen Strukturen. Anjuman bearbeitet dies gemeinsam mit einer Überlenden von mehrfachem sexuellem Missbrauch und Vergewaltigung. Die Aufnahmen wirken subtil, weil sich der Horror oft erst auf den zweiten Blick entfaltet.

( MITI )

Da fehlt doch was

Da fehlt doch was
Düsseldorf, 18. August 2024

Eigentlich unauffällig, allein etwas Wichtiges ist hier auf merkwürdige Weise nicht präsent

„In Abwesenheit“ lautet der Titel der zweiten aktuellen Fotoausstellung in der privaten Düsseldorfer Kunstsammlung Philara.

Die Werke von verschiedenen Fotokünstlern haben eines gemeinsam: Es fehlt etwas. Oft sind es Menschen, zuweilen auch deren Körperteile oder andere Elemente, die auf merkwürdige Weise nicht präsent sind. Eine hintersinnige Ausstellung.

( MITI )

Malen wie Antoni Tapies

Malen wie Antoni Tapies
Kunst aus der KI, 16. August 2024

Alle Werke erstellt nach meinen Vorgaben

Neu aus der KI auf meiner Festplatte: Frisch imaginierte Bilder im Stile von Antoni Tapies (1923-2012).

Antoni Tàpies war ein spanischer Maler, Grafiker und Bildhauer. Er gilt heute als der bedeutendste Künstler des Informel seines Landes. Tapies, der eigentlich Jura studierte, kam durch verschiedene persönliche Krisen zur Kunst. Er hinterließ fast 8.000 Werke.

Obwohl er von seinen Zeitgenossen als großes Genie der Abstraktion gewürdigt wurde, sah er sich selber immer als einfachen Amateur. Er betrachtete sein Werk als einen Versuch, die Wirklichkeit zu begreifen und sie für den Betrachter darzustellen.

Tapies fühlte sich zum Zen-Buddhismus und zu den Mystikern hingezogen und beklagte das Chaos der modernen Gesellschaft, in der nur Geld eine Rolle spielte. In seinem Werk tauchen immer wieder Kreuze und die katalanische Fahne seiner Heimat auf.

1969 nahm er im damals noch franquistischen Spanien öffentlich Partei für eine unabhängige Kunst und schöpferische Freiheit und erzeugte damit auch in der Kunstszene Westdeutschlands ein Echo, beispielsweise bei Joseph Beuys,

( MITI )

Katharina Grosse

Katharina Grosse
Kunstmuseum Bonn, 11. August 2024

Riesenobjekt von Katharina Grosse vor dem Kunstmuseum Bonn

Ich bin nach Bonn gekommen, um die Ausstellung mit 40 großformatigen Werken von Katharina Grosse im Kunstmuseum der Stadt zu besuchen.

Die 1961 in Freiburg geborene Künstlerin ist international bekannt für ihre expansiven Spray-Arbeiten, die sie vor Ort ausführt und dabei häufig den Außenraum mit einbeziehen. Eine solche Arbeit ziert auch die Fassade des architektonisch sehr interessant gestalteten Kunstmuseums Bonn.

Katharina Grosse studierte an den Kunstakademien Münster und Düsseldorf. Sie war Professorin an der Kunsthochschule Berlin und an der Kunstakademie Düsseldorf. Seit 2010 ist sie Mitglied der Akademie der Künste Berlin, wo sie auch lebt.

In der Ausstellung im Innenbereich des Kunstmuseums Bonn werden Leinwandarbeiten gezeigt, die Grosse in ihrem Atelier von den späten 1980er Jahren bis in die Gegenwart geschaffen hat.

Ihre großformatigen und kraftvollen Kompositionen unterlaufen die konventionellen Beziehungen von Vorder- und Hintergrund, Oberfläche und Untergrund, Bildfläche und Bildrand. Sie eröffnen neue Vorstellungswelten innerhalb und außerhalb des Kunstwerks. Mich spricht das alles sehr an.

( MITI )

Immer noch eine Schippe drauf

Immer noch eine Schippe drauf
Düsseldorf, 9. August 2024

Werk von Nicolas Grospierre

In einer Ausstellung im Polnischen Institut Düsseldorf setzt sich der vielfach ausgezeichnete Nicolas Grospierre spielerisch mit der Utopie des grenzenlosen Wachstums auseinander.

Grospierre (*1975) gilt als einer der bedeutendsten polnischen Gegenwartskünstler. Sein Arbeitsfeld umfasst Objektkunst, Installationen und Videofilme, aber vor allem die Architekturfotografie.

Denn besonders in Stadtplanung und Architektur entdeckt er das Illusorische der modernistischen Ideale.

Der Titel der Düsseldorf Ausstellung lautet „Photography Degrowth“. Der Künstler versammelt darin eine Reihe von ikonischen Fotografien und Objekten. Jedes der gezeigten Werke bezieht sich in tiefsinniger Weise auf die Idee des Postwachstums und kreist dabei um Architektur.

Die Ausstellung vermittelt dem Besucher das Gefühl, eine andere räumliche und mentale Dimension zu betreten. Man sieht vertraute Dinge, die man jedoch in dieser Weise noch nie erlebt hat. Daumen hoch von mir, auf jeden Fall.

( MITI )