Die Kunstsammlung NRW hat so viele Werke im Bestand, dass man längst nicht alles permanent zeigen kann. Gerne greift die Direktion deshalb einzelne Arbeiten heraus, die sich trotz ihrer Unterschiedlichkeit durch ein gemeinsames Thema auszeichnen. Aktuell zum Thema „Haare“.
Gezeigt werden Zeichnungen, Skulpturen, Malerei und Installationen, die einen ganz unterschiedlichen Blick auf das werfen, was Mensch und Tier da „aus der Haut fährt“ Spannend und auch ein wenig amüsant finde ich das.
Wenn bekannte Persönlichkeiten der Gegenwart über ihr eigentliches Metier hinaus reüssieren, stößt das regelmäßig auf Interesse. So auch bei Lars Ediinger (*1976), der nicht nur als Schauspieler, sondern auch als DJ und Künstler tätig ist.
Im wunderschönen Museum K21 zeigt die Kunstsammlung NRW jetzt die erste monografische Ausstellung mit Fotografien und Videos von Eidinger, die größtenteils zwischen 2018 und 2024 entstanden sind
Die zumeist unterwegs mit dem Smartphone oder der Spiegelreflexkamera aufgenommenen Bilder vermitteln den Blick des vielreisenden Schauspielers auf die Welt und ihre Brüche.
Ob an Gastspiel- und Drehorten wie London, Paris, Tokio, Sydney, New York oder in seiner Heimatstadt Berlin – Eidinger lenkt den Blick auf abseitige, unscheinbare Details und führt sie uns vor Augen. Vermeintlich Nebensächliches wird ebenso zärtlich wie schonungslos in all seinen Widersprüchen festgehalten.
Manch Absurdität springt dabei sofort ins Auge, doch immer wieder muss man zweimal blicken, um das Groteske hinter dem vermeintlich Belanglosen zu entdecken. Eine wirklich sehenswerte Ausstellung.
Neu aus der KI auf meiner Festplatte: Frisch imaginierte Modefotos in der Art von Duro Olowu (*1978).
Olowu ist ein britischer Modeschöpfer mit nigerianischen Wurzeln, der für seine innovativen Kombinationen von Stoffen und Mustern bekannt ist.
2004 wurde ein Kleid aus seiner Kollektion von der englischen und US-amerikanischen Vogue als „dress of the year“ gekürt und schnell als „Duro Dress“ bekannt. In den folgenden Jahren wurde er mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht, u. a. 2009 mit dem Titel „Best International Designer“ bei den African Fashion Awards,
Zu seinen Fans zählt auch die ehemalige First Lady der USA, Michelle Obama. Sie zeigte sich wiederholt in Kleidern von Olowu und ließ den Vermeil-Saal im Weißen Haus durch ihn dekorieren.
Seit 2012 stellt Olowu seine Entwürfe wiederholt als Fotoarbeiten in internationalen Museen aus und wurde dadurch auch über die Modewelt hinaus bekannt.
Nebel über den erleuchteten Teichen im Japanischen Garten
Ein fester Programmpunkt im September ist das alljährliche Lichtfestival auf Schloss Dyck. Die großzügige Anlage zwischen Neuss und Grevenbroich aus Wasserschloss und Park wird dann mit wechselnden Lichtinstallationen und Lichtobjekten bespielt.
Heuer sind es 15 Stationen entlang eines ausgeschilderten und von Kerzen beleuchteten etwa 2 km langen Rundwegs durch den Park.
An Wochenenden und in den Stoßzeiten zwischen 20 und 21 Uhr ist es hier unglaublich voll. Aber an einem Mittwochabend kurz nach 22 Uhr sind Heike und ich in dem weitläufigen Gelände fast allen unterwegs. Herrlich ist das!
Überall im Park laden Bänke und Stühle zum Verweilen ein. Wenn die mächtigen alten Bäume von großen Scheinwerfern in ein buntes Licht getaucht werden, sieht das wirklich magisch aus.
Die meisten Installationen werden zusätzlich mit Musik beschallt. Das intensiviert den Sinneseindruck, doch unser Geschmack ist das nicht unbedingt: zu kitschig, zu laut. Aber natürlich: Man kann es nicht jedem recht machen und das Zielpublikum ist weit gefasst.
Im Gedränge hätte mir dieser Rundgang vermutlich nicht gefallen, aber so war es ein tolles Erlebnis: Deshalb mein Tipp: Lieber etwas später anreisen.
Neu aus der KI auf meiner Festplatte: Frisch imaginierte Skulpturen und Mobiles im Stile von Alexander Calder (1898-1976).
Alexander Calder war ein US-amerikanischer Bildhauerder Moderne mit einem Schwerpunkt im Bereich der kinetischen Plastik. Er entstammte einer bedeutenden Bildhauerfamilie und gilt heute als Erfinder des Mobiles.
Calder wuchs in Pennsylvania auf und ging 1926 nach Paris, Er besuchte die Académie de la Grande Chaumière und lernte dort zeitgenössische Künstler wie Piet Mondrian und Fernand Léger kennen.
Aus der Begegnung mit Mondrian erwuchsen die Ideen für seine ersten Mobiles, die ihn schließlich bekannt machten. 1931 hatte er eine erste größere Ausstellung in Paris und wurde Mitglied der Künstlergruppe Abstraction-Création, die seine Entwicklung hin zur Abstraktion beförderte.
Calder war Teilnehmer der ersten drei documenta-Ausstellungen in Kassel. 1959 wurde er in die American Academy of Arts and Sciences und 1960 in die American Academy of Arts and Letters berufen.
Ich bin einem seiner Werke erstmals im Corona-Jahr 2020 auf dem Dach des Museums Abteiberg in Mönchengladbach begegnet und war äußerst fasziniert davon, weil ich derartiges noch nie gesehen hatte.
Hinten des Werk „Altar“ von Martin Kris aus dem Jahr 2014
Mehrmals habe ich bereits die private Düsseldorfer Kunstsammlung Philara besucht, die in einer ehemaligen Maschinenhalle im Düsseldorfer Stadtteil Flingern residiert. Zum ersten Mal hatte ich nun Gelegenheit, mir auch den Skulpturenpark auf dem Dachgarten inmitten von Wegen und Grünflächen anzuschauen. Ein sehr schöner Ort mitten in der dichten Wohnbebauung von Düsseldorf Flingern.
Kunstwerk im Treppenhaus von Yael Bartana aus dem Jahr 2010
Mitten zwischen den Wohnhäusern: Der Dachgarten der Philara
Skulptur von Thomas Kiesewetter
Skulptur von Andreas Schmitten
Ich im Halbspiegel einer Skultpur
Diese Website benutzt Cookies. Wenn du die Website weiter nutzt, gehen wir von deinem Einverständnis aus.