Schlagwort-Archive: Heike

Durch den Aldekerker Bruch

Durch den Aldekerker Bruch
Aldekerk, 6. Juni 2022

Niederrhein-Landschaft am Landwehrbach mit Kopfweiden

Wir beenden das Pfingstwochenende mit einer kleinen aber feinen Wanderung zwischen Rhein und Niers. Kurz vor der niederländischen Grenze bei Venlo, zwischen Aldekerk und Wachtendonk, laufen wir 9 km durch den Aldekerker Bruch – einen dicken Regenschauer inklusive.

Wir starten am Erholungsgebiet Eyller See mit Strandbad und mehreren Camping-Plätzen. Über den Eyller Bendenweg, den Buixdyck und den Kuhdyck geht es zum Jagdhausweg mit dem Paulsenkreuz.

Dabei laufen wir durch eine typisch-niederrheinische Landschaft mit vielen landwirtschaftlich genutzten Flächen, die von kleinen Waldabschnitten unterbrochen werden. Auf den Feldern wächst gerade Korn, Mais und Kartoffeln, die eifrig blühen.

Unterwegs treffen wir eine Frau mit zwei Hovawart-Damen und stellen wieder einmal fest, wie ähnlich sich viele Hovawarte sehen. Doxi und eines der beiden Mädchen sind kaum zu unterscheiden.

Als wir kurz danach das Paulsenkreuz erreichen, fängt es richtig heftig an zu regnen. Wir suchen zunächst Schutz im Wald, aber als Blitz und Doner näher rücken, ziehen wir die lauwarme Dusche auf dem Feldweg abseits der Bäume vor.

Reichlich durchnässt erreichen wir nach etwas mehr als zweieinhalb Stunden wieder unseren Startpunkt am Eyller See. Gut, dass wir Wechselwäsche dabei haben, denn wir sind wirklch pitschnass. Das passiert mir auch selten, dass ich weder Regenschirm, noch Regenjacke eingeplant habe, doch mit diesem kleinen spontanen Unwetter hatte ich heute nicht gerechnet.

( MITI )

Die Türen von Monschau

Typische Architektur in der Altstadt von Monschau

In der Altstadt von Monschau entdecken wir bei unserem Bummel viele schöne historische Türen, darunter nicht wenige im Stile des Barocks. Hier eine kleine Auswahl.

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( MITI )

Narzissen an Fuhrtsbach und Perlenbach

Narzissen an Fuhrtsbach und Perlenbach
Höfen, 23. April 2022

Zusammenfluss von Fuhrtsbach und Perlenbach

Vor einer Woche haben wir die wilden Narzissen im Oleftal bewundert. Heute sind wir 10 Kilometer weiter nordwestlich bei Höfen am Fuhrtsbach und am Perlenbach unterwegs. Die beiden Bäche kommen an der Alten Höfener Mühle zusammen und werden von Narzissenwiesen gesäumt. Dort startet unsere Tour.

Im ersten Teil der Tour folgen wir auf wurzeligen Pfaden dem Fuhrtsbach stromaufwärts.

Am alten Sprengbunker aus dem Zweiten Weltkrieg weitet sich das Tal. Dort wechseln wir die Talseite und laufen weiter in Richtung der Belgischen Grenze.

Die Wiesen links und rechts des Fuhrtsbachs sind hier mit tausenden von Narzissen übersät.

Bald erreichen wir den höchsten Punkt der Wanderung und laufen auf weichen Pfaden durch den Wald in Richtung des Perlenbachtals.

Am Hang oberhalb des Tals genießen wir den Blick auf den mäandernden Perlenbach und den von Narzissen bevölkerten Wiesen links und rechts davon. Dann beginnt unser Abstieg ins Tal, wo wir nach knapp zweieinhalb Stunden wieder den Zusammenfluss von Fuhrtsbach und Perlenbach erreichen.

Gut, dass wir einen späten Freitagnachmittag für die Tour gewählt haben, denn an Wochenenden muss hier die Hölle los sein. Davon zeugen die kilometerweit mit Flatterbänden abgesperrten Seitenstreifen der einzigen Zufahrtsstraße ins Tal.

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Wüstung Wollseifen – Burg Vogelsang

Wüstung Wollseifen – Burg Vogelsang
Wollseifen, 21. April 2022

Blick von der alten Kirche in Wollseifen zur Burg Vogelsang

Einer beliebten Wanderroute folgend, sind wir heute über die Dreiborner Hochfläche zur Wüstung Wollseifen und weiter zur Burg Vogelsang oberhalb des Urftstausees gewandert. Die in den 1930er Jahren von den Nationalsozialisten errichtete monumentale Anlage diente einst als Elite-Bildungsstätte für zukünftige Führungskader.

Auch wenn die Hakenkreuze längst aus dem Mauerwerk entfernt wurden, versprüht die Architektur immer noch den autoritären und vom Führergedanken geprägten Erziehungsstil der Nazis.

Das gesamte Territorium wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von den siegreichen Belgiern enteignet und in einen Truppenübungsplatz mit angeschlossener Kaserne verwandelt.

Die Bürger des angrenzenden Orts Wollseifen – glücklich den Krieg überstanden zu haben – mussten ihre Häuser auf der Dreiborner Hochfläche innerhalb von wenigen Wochen aufgeben und verlassen. Anschließend wurde der gesamte Ort geschleift.

Nur die alte Kirche, das Schulhaus und ein Trafohäuschen blieben als entkerntes Mauerwerk erhalten. Das war ein Schock für die Menschen der Region.

Bis zur Deutschen Wiedervereinigung blieb das Gelände Sperrgebiet. Erst seit dem Abzug der Belgier ist die Hochfläche und die Burg Vogelsang, die heute unter der Verwaltung der Deutschen Roten Kreuzes steht, wieder zugänglich.

Nach wie vor wird um eine zeitgemäße Nachnutzung der riesigen umbauten Flächen gerungen, damit das Areal nicht abgerissen werden muss oder zu einer Wallfahrtsstätte ewig Gestriger verkommt.

( MITI )

Einruhr – Obersee – Hochfläche

Einruhr – Obersee – Hochfläche
Einruhr, 20. April 2022

Fahrgastschiff an der Anlegestelle in Einruhr

Im warmen Licht der Abendsonne haben wir heute eine bezaubernde Wanderung rund um den Obersee der Rurtalsperre bei Einruhr unternommen.

Auf dem ersten Abschnitt geht es entlang des Uferwegs mit wunderbaren Blicken auf den blau schimmernden Obersee.

Dann steigen wir am Hosterberg zum Rande der Dreiborner Hochfläche auf.

Dort können wir beobachten, wie ein Fahrgastschiff der Anlegestelle bei Einruhr zustrebt.

Nach einer Passage über die Hochfläche laufen wir durch den Wald am Rande der Hochfläche wieder hinab nach Einruhr.

Überall blühen die Kirschbäume und zaubern weiße Akzente in die Vielfalt des Grüns. So zeigt sich der Frühling von seiner schönsten Seite.

( MITI )

Wieder im Rurtal bei Dedenborn

Wieder im Rurtal bei Dedenborn
Dedenborn, 20. April 2022

Wiesen an der Rur im Tal bei Dedenborn

Nach fünf Jahren bin ich erneut im Rurtal bei Dedenborn unterwegs. Gemeinsam mit Heike und Doxi laufe ich bei herrlichem Frühlingswetter vom nördlichen Ortsrand immer am Fluss entlang durch das liebliche Rurtal.

Wenn man auf die Hänge links und rechts des Talgrunds blickt, hat man das Gefühl, man könne den Bäumen beim Ergrünen zuschauen. Überall sprießt und quillt es.

Und entlang des Talwegs strömen zahlreiche Bäche lieblich rauschend von den Hängen herab und der Rur entgegen. Wunderschön ist das. Eine ganz bezaubernde Tour.

( MITI )