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Am Binnenhafen Brake

Blick über die Weser zu den mächtigen Getreidesilos und Kränen im Tiefseehafen von Brake

 Brake / Unterweser, 30. Juni 2021

Weiter geht es entlang der Unterweser in die Industrie- und Hafenstadt Brake. Die Kreisstadt des Landkreises Wesermarsch lockt mit einem kostenlosen Womo-Stellplatz am Binnenhafen, der 1860 eingeweiht wurde.

Brake blickt auf eine reiche maritime Vergangenheit zurück, die sich bis heute fortsetzt. Die Stadt profitierte ab dem späten Mittelalter davon, dass die Weser ab Elsfleth zunehmend versandete.

Dadurch wurde Brake zum Umschlagplatz für größere Überseeschiffe, die hier ihre Waren auf kleinere Leichter umladen mussten. Die Leichter fuhren dann weiter nach Bremen, um dort ihre Waren zu löschen.

Am 4. Februar 1825 verwüstete eine Sturmflut die Stadt. 1842 wurde Brake zum zentralen Umschlagsplatz für den Viehexport nach England.

Die Optische Telegrafenlinie Bremen–Bremerhaven zur Weitergabe von Schiffsnachrichten wurde 1846 über Brake geführt. In dem Gebäude ist heute das Schifffahrtsmuseum der Oldenburgischen Weserhäfen Brake angesiedelt. Von 1848 bis 1852 war Brake der Heimathafen der deutschen Reichsflotte.

Viele schöne und teils prächtige Häuser an der Weserstraße zeugen bis heute vom Wohlstand dieser Zeit. Heute dient der Hafen vor allem als Umschlagstelle für die traditionellen Massenschüttgüter Getreide, Futter- und Düngemittel, Schwefel sowie die Massenstückgüter Holz, Papier, Eisen und Stahl. Riesige Futtersilos und Ladekräne erlauben den Umschlag großer Warenmengen und verleihen dem Hafen ein großstädtisches Flair.

( MITI )