Wiege des Bergischen Landes

Seitlicher Blick auf den Altenberger Dom

 Altenberg, 1. Juni 2021

Auf den Spuren von Grafen und Mönchen war ich heute mit Heike und Doxi im Bergischen Land zwischen dem Altenberger Dom und der Gemeinde Odenthal unterwegs. Der Bergische Streifzug Nr. 6 führt auf einer Länge von 12 km durch das Tal der Dhünn und auf die Höhen rund um Altenberg.

Auf einem Felssporn oberhalb der Dhünn errichtete im 11. Jahrhundert eine Adelsfamilie die Burg “vom Berge”. Deren Name ging mit der Zeit auf die Adelsfamilie über.

Als die “Herren von Berg” immer größere Teile des Gebiets zwischen Rhein, Wupper und Sieg kontrollierten, setzte sich die Bezeichnung “Bergisches Land” durch.

Im Jahre 1133 siedelte das mittlerweile in den Grafenstand erhobene Geschlecht auf eine neue prächtigere Burg an der Wupper über – Schloss Burg.

Ihren bisherigen Stammsiitz überließen sie dem Orden der Zisterzienser. Aus den Steinen der Burg Berg errichteten die Mönche das nahe Kloster im Tal der Dhünn.

Dessen später entstandene, große gotische Kirche, der Dom zu Altenberg, besteht bis heute und ist ein Anziehungspunkt für Menschen von nah und fern.

Modell der ehemaligen Klosteranlage

Ein echter Dom, im Sinne einer Kathedralkirche für ein kath. Bistum, war der Altenberger Dom jedoch nie. Die Anlage befindet sich heute im Besitz des Landes Nordrhein-Westfalen und wird seit dem Jahr 1857 gemeinschaftlich von der katholischen und der evangelischen Gemeinde Altenberg als Pfarrkirche genutzt.

Wir starten bei herrlichem Sonnenschein am Dom und laufen durch schönen schattigen Buchenwald entlang der Dhünn bis Odenthal. Anschließend umrunden wir Odenthal, um durch den Wald nach Glöbusch aufzusteigen. Dahinter geht es wieder hinunter ins Dhünntal und zurück nach Altenberg. Rund dreieinhalb Stunden sind wir auf diese Weise unterweges. Ein ganze bezaubernde Tour!

( MITI )