Gestern Schnee, heute See

Gestern Schnee, heute See
Renesse, 20. November 2019

Nach diesem Ausblick habe ich mich gesehnt

Gestern war ich auf Tagesausflug in den schneebedeckten Höhenlagen der Nordeifel unterwegs, heute ist mein Ziel die südholländische Nordseeküste bei Renesse. Seit anderthalb Jahren war ich nicht mehr in dem quirligen Küstenort, obwohl ich den endlos langen Sandstrand dort liebe.

Für heute ist volle Sonne angekündigt. Außerdem dürfen die Hunde jetzt, nach dem Ende der Tourismussaison, wieder leinenfrei am Strand laufen.

Nach knapp dreistündiger Autofahrt erreichen wir am Mittag den Brouwersdamm, der das Grevenlingenmeer von der Nordsee trennt.

Das Thermometer zeigt nur 6 Grad, aber es weht kaum ein Wind und die Sonne scheint von einem wolkenlosen Himmel auf uns herab. Herrlich, wie sich der Strand und das Meer vor uns ausbreiten.

Und es ist wirklich wenig los am Strand: Alle paar hundert Meter kleine Gruppen von Spaziergängern, vielfach mit Hunden – kein Vergleich zur Hauptsaison. Doxi macht gleich Kontakt mit einigen ihrer Artgenossen, die ebenfalls ohne Leine unterwegs sind.

Fast vier Sunden laufen wir am Meer entlang, bevor wir uns am späten Nachmittag auf den Rückweg machne. Aber vorher gibt es für mich noch eine Pommes auf dem Browersdamm mit Blick aufs Meer. Und Doxi bekommt ihre tägliche Dosis Pallets.

Die Rückfahrt gestaltet sich dann wesentlich anstrengender als die Hinfahrt. Im abendlichen Berufsverkehr reiht sich ein Stau an den anderen. Ob Zieriksee, Breda, Tilburg oder Eindhoven: Überall in der Nähe der Ballungszentren staut sich der Verkehr. Als wir wieder zu Hause eintreffen, bin ich doch ein wenig erschöpft. Aber es war ein wunderbarer Tag am Meer, und das Mitte November.

( MITI )

Hebstfarben an der Rur

Hebstfarben an der Rur
Widdau, 19. November 2019

Im Rurtal zwischen Widdau und Hammer

Auf dem Weg zurück von den schneebedeckten Höhen an der deutsch-belgischen Grenze müssen wir das Rurtal durchqueren, das sich zwichen Monschau und dem Rursee tief in das Schiefergestein der Eifel eingegraben hat.

Hier ist der Schnee der letzten 48 Stunden bereits geschmolzen, aber dafür empfängt uns der spätherbstliche Wald mit starken Farben. Mehrmals halte ich an, um das Rot der Bäume und die weiten Blicke ins Rurtal zu fotografieren.

Schade, dass ich vom Wandern im Schnee bereits nasse Füße habe. Sonst würde ich mit Doxi hier noch eine Runde durch den bunten Herbstwald drehen.

( MITI )

Hurra, der erste Schnee ist da

Hurra, der erste Schnee ist da
Kreis Monschau, 19. November 2019

Doxi sprintet durch den verschneiten Wald

Gerade einmal Mitte November und doch hat es in den Hochlagen der Nordeifel zwischen Monschau und Schleiden bereits zum ersten Mal geschneit. Im deutsch-belgischen Grenzgebiet zwischen dem Truppenübungsplatz Camp Elsenborn und dem Rand des Nationalparks Eifel liegen bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt 20 cm Schnee.

Doxi hat total Spaß, durch den Schnee zu rasen. Immer wieder wirft sie sich auf den Boden und rollt sich genüßlich ab. Auf tief verschneiten Wegen stapfen wir durch das jungfräuliche Weiß und laufen weiter durch den Wald in Richtung Hirschrott.

Auf dem belgischen Truppenübungsplatz wird unterdessen scharf geschossen. Immer wieder zerreißt der Lärm der Artilleriegeschosse die winterliche Stille. Die Straße durch das Gelände ist jetzt gesperrt, aber hier auf deutscher Seite der Grenze sind wir sicher.

Irgendwann geht es für uns nicht mehr weiter. Wir stehen vor der Absperrung einer Wildschutzzone. Links und rechts verschneiter Wald, deshalb beschließe ich, umzukehren und aus der Not eine Tugend zu machen, indem ich in meinen eigenen Trittspuren zurück laufe. So fällt das Marschieren im tiefen Schnee gleich viel leichter 🙂

( MITI )

Klosterwald in Flammenfarben

Klosterwald in Flammenfarben
Grevenbroich-Langwaden, 17. November 2019

Kloster Langwaden an der Erft zwischen Neuss und Grevenbroich

Ein Wald so rot, als stünde er in Flammen. Wir sind am Gilbach zwischen Hülchrath und dem Kloster Langwaden bei Grevenbroich unterwegs.

Heute Nacht hat es bei uns am Niederrhein zum ersten Mal gefroren. Die Luft ist kalt und dunstig, aber das lässt die bunten Farben des Herbstwaldes noch intensiver hervortreten.

Auf der Suche nach den farbenprächtigsten Bäumen arbeite ich mich immer tiefer in den Wald vor. Kein Laut ist zu vernehmen, nur das Laub knarzt leise unter meinen Füßen. So fühlt sich der Herbst an.

( MITI )

Durch den Elmpter Schwalmbruch

Durch den Elmpter Schwalmbruch
Brüggen, 16. November 2019

Farbenprächtiger Einstieg in den Diergardtschen Wald

Was haben wir ein Glück mit dem Wetter heute! Die ganze Woche war es grau und windig, doch ausgerechnet an unserem Wochenend-Wandertag lässt sich die Sonne blicken.

Gemeinsam mit Doxi und einer charmanten Begleiterin, die anonym bleiben möchte, bin ich im Grenzgebiet zwischen Brüggen und Swalmen kurz vor Roermond unterwegs.

Wir folgen dem Premium-Wanderweg Nummer 1 vom Venekotensee durch den Diergardtschen Wald und auf niederländischer Seite weiter an der mäandernden Schwalm entlang.

Anschließend geht es auf deutscher Seite durch das Heide- und Venngebiet im Elmpter Schwalmbruch.

Der Herbst neigt sich langsam seinem Ende entgegen und dreht farblich noch einmal richtig auf. Wunderschön ist das, wie die Buchen in tiefstem Orange erstrahlen. Bald werden alle Blätter gefallen sein, aber heute ist der Wald stellenweise noch einmal ein richtiges Farbenmeer.

( MITI )

Mantra-Yogalehrer Intensiv-Woche

Mantra-Yogalehrer Intensiv-Woche
Bad Meinberg, 10. November 2019

Peace, yo. Gesehen im Länder-Waldpark Sylvaticum.

Gerade bin ich von einer Woche Mantra-Yogalehrer Fortbildung im Ashram von Yoga Vidya in Bad Meinberg zurück gekehrt. Wie immer waren die Tage dort angefüllt mit Yoga-Stunden, Lerninhalten und Satsang. Wir haben viel gesungen, Mantras rezitiert, Harmonium gespielt und in dieser themenspezifischen Woche natürlich auch Mantra-Yoga praktiziert.

Immerhin ging es diesmal morgens erst um 7:00 Uhr los und nicht schon um 6:00 Uhr, wie in der Yogalehrer-Ausbildung. Schluss war dann jeweils kurz nach 22:00 Uhr. Und dann lief auch meistens nicht mehr viel.

Nur am “freien” Donnerstag-Nachmittag bin ich mal rausgekommen. Da bin ich mit dem  Fahrrad durch den Kurpark im Zentrum von Bad Meinberg geradelt und weiter zum Länder-Waldpark “Sylvaticum” hinter dem Gelände von Yoga Vidya.

Dort werde ich wohl auch demnächst mit dem Wohnmobil stehen. Yoga Vidya hat den Park mit angeschlossenem Womo-Stellplatz jüngst vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe übernommen und will die Womos zukünftig dorthin leiten.

Ich weiß noch nicht, ob ich das so gut finden soll. Denn auf dem Stellplatz gibt es zwar Strom und Entsorgungsmöglichkeiten, aber man steht doch etwas weiter weg und fühlt sich nicht so angebunden an den Ahsram. Na, mal sehen.

( MITI )

Zwei Schlösser an der Ruhr

Zwei Schlösser an der Ruhr
Essen-Kettwig, 2. November 2019

Haupthaus von Schloss Hugenpoet bei Essen-Kettwig

An der Ruhr zwischen Essen-Kettwig und Mühlheim-Mintard liegen zwei Schlösser im Abstand von weniger als 500 Metern am Fuße der Ruhrhöhen: Schloss Landsberg und Schloss Hugenpoet (gesprochen Hugenpoot). Auf Hinweisschildern hatte ich die beiden Anlagen in der Vergangenheit bereits wahrgenommen, aber heute war ich endlich einmal dort – im Rahmen einer zehn Kilometer langen Wanderung.

Wir starten am Schloss Landsberg, das sich auf einem Bergsporn am äußersten nördlichen Zipfel des Stadtgebiets von Ratingen befindet. Nur tausend Meter weiter, und man steht mitten im Zentrum von Essen-Kettwig auf der anderen Seite der Ruhr.

Das Schloss ist von einem englischen Landschaftspark und einem ausgedehnten Waldgebiet umgeben. Die Anlage geht auf eine mittelalterliche Höhenburg vom Ende des 13. Jahrhunderts zurück, die durch den Grafen Adolf V. von Berg erbaut wurde.

Ihre heutige Gestalt im Stil des Historismus erhielt das Schloss durch den Industriellen August Thyssen, der es 1903 erwarb und als repräsentativen Wohnsitz umgestalten ließ. Seit 1926 gehört die Anlage einer Stiftung der Familie Thyssen und ist heute als Seminar- und Tagungsstätte an die thyssenkrupp AG vermietet.

Nur wenige hundert Meter weiter erreichen wir das Wasserschloss Hugepoet, das sich bereits auf dem Stadtgebiet von Essen-Kettwig befindet. Der Name verweist auf die ursprünglich sumpfige Auenlandschaft im Ruhrtal und bedeutet so viel wie „Krötenpfuhl“.

Um 1509 errichteten die Ritter von Hugenpoet dort eine Burg als Ersatz für ein früheres Königsgut Karls des Großen, das im Jahr 778 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Die Nachkommen dieser Ritter veräußerten das Schlossgut Hugenpoet im Jahr 1831 an den Freiherrn Friedrich Leopold von Fürstenberg. Dessen Nachfahren sind noch heute Besitzer des Schlosses und betreiben dort ein bekanntes Luxushotel mit angeschlossener Gastronomie.

Die Liegenschaft präsentiert sich als rechtwinklige Schlossanlage im Stile der westfälischen Rennaissance mit innerer und äußerer Vorburg, Wassergraben und einem ausgedehnten Park, der leider nur für Hotelgäste zugänglich ist.

Wir laufen von dort in Richtung der Ruhr und weiter bis Mintard, wo wir durch den bunten Herbstwald auf die Höhen über dem Ruhrtal aufsteigen. In einer großen Schleife geht es anschließend zurück in Richtung unseres Startpunkts am Schloss Landsberg, den wir nach zweieinhalb Stunden wieder erreichen. Unterwegs sind wir ganz schön nass geworden, aber kein Problem, ich habe Wechselwäsche dabei 🙂

( MITI )

Eine begehbare Achterbahn

Eine begehbare Achterbahn
Duisburg, 2. November 2019

Die Skulptur “Tiger & Turtle – Magic Mountain” im Angerpark auf der Heinrich Hildebrand Höhe in Duisburg-Hüttenheim

Wow, eine begehbare Achterbahn in Form einer riesigen Metall-Skultpur auf der Spitze einer ehemaligen Abraumhalde, das habe ich auch noch nirgendwo gesehen. Nach meiner Wanderung an der Ruhr bei Essen-Kettwig bin ich mit Doxi weiter gefahren nach Duisburg-Hüttenheim.

Neben den beiden großen Stahlwerken von Mannesmann und ThyssenKrupp liegt die nach dem Duisburger Heimatforscher Heinrich Hildebrand benannte Halde der früheren Metallhütte Duisburg.

Sie wird seit 2010 von der weithin sichtbaren Skulptur “Tiger & Turtle – Magic Mountain” gekrönt, die zu den Landmarken der Route Industriekultur im Ruhrgebiet zählt.

Die Skulptur hat eine Grundfläche von 40 mal 40 Metern und ist etwas mehr als 20 Meter hoch. Sie kann bis auf den Looping vollständig begangen werden.

Von dort oben hat man einen wunderbaren Rundumblick über Duisburg und den Rhein. Am Horizont kann man Düsseldorf und sogar die großen Braunkohlekraftwerke bei Grevenbroich in rund 35 km Entfernung erkennen.

Für den Entwurf der Landmarke wurde im Frühjahr 2009 ein Wettbewerb ins Leben gerufen. Aus diesem ging der Entwurf von Heike Mutter und Ulrich Genth als Sieger hervor. Ihr Werk hat eine begehbare Strecke von 200 Metern und ist mit 349 Stufen aus verzinktem Gitterrost belegt, was einen Bezug zur ehemaligen Zink-Metallhütte neben der Halde herstellen soll. Die Skulptur wird Nachts durch 880 LED-Lampen in den Handläufen beleuchtet. Ihr Gewicht beträgt fast 90 Tonnen.

Leider ist das Wetter bei meinem Besuch dort nicht wirklich einladend: Es regnet und stürmt. Dennoch lasse ich es mir nicht nehmen, die Skulptur zu begehen. Toll ist das. Ich bin völlig begeistert!

( MITI )

Am Schloss Arenfels

Am Schloss Arenfels
Bad Hönningen, 31. Oktober 2019

Blick aus den Weinbergen auf das Schloss und den Rhein

Heute Nacht endet der Oktober und mit ihm der goldene Herbst, der uns in den vergangenen zehn Tagen mit viel Sonne und warmen Temperaturen verwöhnt hat. Ab morgen soll es eine Woche lang regnen.

Ich nutze den Tag noch einmal für eine Wanderung durch herbstbunte Weinberge – diesmal in Hönningen am Rhein, rund 30 km südlich von Bonn. Die Stadt auf der rechten Rheinseite liegt im Landkreis Neuwied und gehört bereits zu Rheinland-Pfalz. Gegenüber auf der anderen Rheinseite befindet sich Bad Breisig.

Oberhab von Hönningen erstrecken sich die Ausläufer des Westwerwalds und das knapp 10 Hektar große Stadtweingut, in dem u.a. Riesling, Silvaner, Weiß- und Grauburgunder, Gewürztraminer, Portugieser und Dunkelfelder angebaut werden.

Am Rand dieser Weinberge befindet sich das Schloss Arenfels, das die Gemeinde weithin sichtbar überragt. Es geht auf eine in den Jahren 1258 und 1259 durch Gerlach von Isenburg erbaute Burg zurück. 1848 erwarb Reichsgraf Ludolf Friedrich von Westerholt das Schloss und ließ es durch den Kölner Dombaumeister Ernst Friedrich Zwirner im neugotischen Stil umbauen. Heute befindet sich die Anlage im Besitz des Barons Antonius Geyr von Schweppenburg.

Mit Doxi laufe ich zunächst an der schönen Uferpromenade von Bad Hönningen entlang, bevor unser Aufstieg zum Schloss beginnt. Dahinter geht es auf der 13 km langen Wanderung erst durch die Weinberge und anschließend durch den Stadtwald von Hönningen. Durch das Rheintal bläst ein eiskalter Wind, aber die Sonne wärmt uns. Schön ist das.

( MITI )

Zwischen Ratingen, Homberg und Metzkausen

Zwischen Ratingen, Homberg und Metzkausen
Homberg, 30. Oktober 2019

Hier blüht noch der Raps: Blick hinunter ins Schwarzbachtal bei Götzenberg

Im Osten jenseits der Stadtgrenze von Düsseldorf wird es hügelig. In dieser von Feldflächen, kleinen Waldgebieten und zahlreichen Golfplätzen geprägten Region war ich heute auf einer 14 km langen Wanderung mit Doxi unterwegs.

Viel Spektakuläres gab es im Dreieck zwischen Ratingen-Schwarzbach, Homberg und Metzkausen nicht zu sehen. Dennoch war es eine schöne Wanderung mit vielen Bächen und Angelteichen, Fernblicken in die lieblich gewellte Landschaft und herbstlich-bunte Bäume.

In der ersten Hälfte folgt die Tour weitgehend dem Schwarzbach in Richtung Osten bis nach Homberg und weiter zum Forellenhof Schreiber. Dahinter geht es über die Höhen mit weiten Fernblicken in Richtung Westen bis zum Tal des Krumbachs.

Kurz darauf überqueren wir die Ratinger Landstraße und unterqueren bald am Hasselbach die Autobahn A3. Nun folgen wir dem Hasselbach an Hängen mit Weihnachtsbaum-Kulturen vorbei wird bis zu unserem Startpunkt am Schwarzbach, den wir nach etwas mehr als drei Stunden wieder erreichen.

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In der Rheinaue Ehingen

In der Rheinaue Ehingen
Duisburg-Ehingen, 29. Oktober 2019

Doxi am Rheinufer. Auf der anderen Flußseite: Krefeld-Uerdingen

Immer auf der Suche nach schönen Hunderunden in meiner Region war ich heute mit Doxi am Rhein zwischen Krefeld-Uerdingen und Duisburg-Mündelheim unterwegs. Trotz strahlender Herbstsonne war es am Flußufer richtig windig und kalt. Gut, daß ich meine Mütze vorsorglich eingesteckt hatte.

Der Rhein macht hier einen Bogen zwischen dem Chemiepark Uerdingen (ehemals Bayer-Uerdingen) auf der linken Flußseite und dem Stahlwerk in Duisburg-Hüttenheim auf der rechten. Ein vorderer Deich unmittelbar am Rhein und ein hinterer Deich kurz vor der Siedlung Mündelheim riegeln das Vorland ab. Dazwischen befinden sich landwirtschaftlich genutzte Flächen.

Ich glaube, wir waren hier schon einmal bei einem Welpentreffen mit den Hunden aus unserem A-Wurf und deren Besitzern spazieren. Ist aber schon mehr als zehn Jahre her. Heute bin ich mangels Zeit auch nur die halbe Rheinaue abgelaufen. Müssen wir demnächst noch einmal wiederkommen.

( MITI )

Ganz vorne im Westen

Ganz vorne im Westen
Selfkant, 28. Oktober 2019

Plattform in der Mitte des Rodebachs, der hier die Grenze zu den Niederlanden bildet: Der westlichste Punkt von Deutschland

Auf einer spannenden Grenzwanderung zwischen Deutschland und den Niederlanden war ich heute mit Doxi im Gebiet der Gemeinde Selfkant ganz im Westen von NRW unterwegs.

Dabei passierten wir auch den westlichsten Punkt Deutschlands, der gleichzeitig die schmalste Stelle der Niederlande markiert. Denn nur 4,8 km weiter westlich von dort beginnt bereits Belgien.

Bei herrlichem Herbstwetter führt uns die 12 km lange Wanderung von Schalbruch über Isenbruch zum westlichsten Zipfel Deutschlands. Dahinter geht es auf niederländischem Staatsgebiet nach Niewstadt und weiter durch das Naturschutzgebiet am Fluss Geelenbeek.

Durch einen schönen Wald laufen wir anschließend in nördlicher Richtung nach Susteren und biegen dort wieder nach Osten in Richtung der Deutsch-Niederländischen Grenze ab. Nach rund drei Stunden erreichen wir schließlich unseren Startpunkt in Schalbruch.

Spannend ist die Geschichte des Selfkant, der tief in die Niederlande hineinragt und nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst als Pfand für ausstehende Reparationsleistungen unter niederländische Verwaltung gestellt wurde. Erst im Jahre 1963 kam die Region nach zähen Verhandlungen und der Zahlung 280 Mio. D-Mark wieder zur Bundesrepublik.

In der entscheidenden Nacht zum 1. August 1963 waren die Häuser, Scheunen und alle verfügbaren Lastwagen im Selfkant vollgestopft mit niederländischem Kaffee, Zigaretten und anderem Schmuggelgut. Pünktlich um Mitternacht gelangten die Waren mit der Grenzveschiebung ohne weitere Formalitäten zollfrei ins Bundesgebiet und konnten ab den nächsten Morgen teuer weiter verkauft werden. Das brachte den Beteiligten enorme Gewinne.

Viele Selfkanter Bürger fühlten sich von den Zollprofiteuren damals übervorteilt und schickten deshalb am Morgen einen Esel als ersten Passanten über die neue Grenze zu den Niederlanden. So wollte man ein Zeichen setzen.

( MITI )

Wieder im Elfenmaar

Wieder im Elfenmaar
Naturschutzgebiet "De Meinweg", 26. Oktober 2019

Frei laufender Jungbulle im niederländischen Nationalpark “De Meinweg”

Vor ziemlich genau zwei Jahren war ich zum letzten Mal im Elfenmaar, im Herzen des wunderschönen Nationalparks “De Meinweg” an der Deutsch-Niederländischen Grenze zwischen Dalheim (Wegberg) und Herkenbosch/Roermond.

Auch heute empfängt mich das mit kleinen Seen (“Vennen”) durchsetzte Heidegebiet wieder mit wunderbarem Herbstwetter.

Doch leider sind diesmal einige der schönsten Wege gesperrt. Gemeinsam mit Doxi und meinem Kumpel Bernd folge ich den Alternativrouten, die uns das Wander-Navi weist.

Auf dem Rückweg begegnen wir am Rande des Naturschutzgebiets einer Gruppe frei laufender Hochlrandrinder. Ein schwarzer Jungbulle ist total an Doxi interessiert und das beruht durchaus auf Gegenseitigkeit.

Ich lasse mir die Gelegenheit nicht nehmen, das zutrauliche Rind ein wenig am Kopf zu kraulen. So süß, diese Viecher …

( MITI )

Das Leuchten der Weinberge

Das Leuchten der Weinberge
Rech, 24. Oktober 2019

Blick zur Burg Mayschoß

Das Ahrtal im Herbst ist ein wahrer Farbtraum. Die Weinberge leuchten in kräftigem Gelb, Rot und Grün unter einem strahlend blauen Himmel. Man kann sich kaum satt sehen, so malerisch präsentiert sich die Landschaft auf dem Rotweinwanderweg zwischen Rech, Mayschoß und Altenahr.

Mit Doxi und meiner Wanderfreundin Gabi war ich heute auf einer 14 km langen Tour in den Weinhängen und den Wäldern oberhalb der Ahr unterwegs. Der Himmel war teilweise bewölkt, aber immer wieder kam bei warmen 18 Grad Lufttemperatur die Sonne heraus. Viele Wanderer waren nur im T-Shirt unterwegs. Eine wunderbare Tour, die wir total genossen haben.

( MITI )

An der Bevertalsperre

An der Bevertalsperre
Hückeswagen, 23. Oktober 2019

Doxi fischt ein Stöckchen aus der Bevertalsperre

Heute war bei uns im Rheinland traumhaftes Herbstwetter und das habe ich für eine große Wanderung mit Doxi im Bergischen Land genutzt.

Fast sechs Stunden waren wir bei strahlendem Sonnenschein auf einer 20 km langen Runde zwischen Hückeswagen, der Bevertalsparre und der Wuppertalsperre unterwegs. Und obwohl es in den letzten Wochen ordentlich geregnet hat, sind die Talsperren nach der langen Trockenheit im Sommer noch längst nicht wieder gefüllt, wie man auf den Bildern sieht.

Herrlich, wie sich die herbstbunten Bäume im stillen Wasser der Seen spiegeln und wie satt und frisch die Wiesen auf den Höhen zwischen den Talsperren in der Sonne strahlen. Das war wirklich ein toller Ausflug.

( MITI )