Zur Eremitage Reizenborn

Zur Eremitage Reizenborn
Argenthal, 15.10.2021

Dort, wo bis ca. 1794 die Eremitage Reizenborn im Soonwald stand, hat man nun ein kleines Freiluft-Gotteshaus errichtet

Seit etwas mehr als einer Woche bin ich nun schon mit Doxi im Hunsrück und an der Nahe unterwegs. Wir haben viele interessante Städte und schöne Natur gesehen, doch eins fehlt noch: Der große Soonwald.

Er stellt das östlichste Kammgebiet des Hunsrück dar und setzt sich jenseits des Rheindurchbruchs an der Landesgrenze zwischen Rheinland-Pfalz und Hessen im Hohen Taunus fort.

Als erste Annäherung an den Soonwald sind wir an den Nordostrand des Hunsrücks in die Gemeinde Argenthal gefahren. Von dort unternehme ich mit Doxi eine Wanderung in den Soonwald zur Eremitage Reizenborn.

Im späten Mittelalter lebte dort erst ein, später zwei Eremiten einsam und in Abgeschiedenheit mitten im Wald, wo sie eine kleine Kapelle mit Unterkunft errichteten.

Lange war davon nichts mehr zu sehe, doch nach archäologischen Ausgrabungen in den 1980er Jahren entstand dort eine Art Freiluftkiche.

Vom Parkplatz an der Freizeitanlage am Rande von Argenthal laufen wir zunächst zum hübschen Waldsee, der im Sommer als Waldbad dient. Dort startet auch die Traumschleife „Waldschleife Schanzenkopf Tour“. Der folgen wir zunächst ein Stück weit auf naturbelassenen Pfaden durch den Wald bis zu einem großen Steinbruch.

Dahinter wechseln wir auf den „argenthaler quarzit adventstrail“ und folgen später den Hinweisschildern zur Eremitage Reizenborn. Anchließend lasse ich mich von meinem Wander-Navi zurück zu unserem Startpunkt führen.

So sind wir zwar keine der genannten Touren vollständig gelaufen, haben aber doch schon einmal einen interessanten ersten Eindruck vom dichten und großen Soonwald bekommen.

( MITI )