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Ostern in der Eifel

Ostern in der Eifel
Gemünd, 18. April 2022

Nein, wir haben nicht zu wenig Osterschnubbeleien an Bord

Über Ostern waren wir erneut eine Woche auf unserem Lieblingswomostellplatz in Gemünd. Während der Feiertage war der Platz mit mehr als 50 Fahrzeugen komplett belegt, doch danach wurde es ruhiger.

Und es war herrliches Wetter, Sonnenschein den ganzen Tag und Temperaturen zwischen 13 und 16 Grad. Das passte perfekt, um zu wandern und auf der großen Wiese vor unserem Womo täglich Yoga zu praktizieren.

Vor allem konnten wir beobachten, wie die Natur mit jedem Tag ein klein wenig mehr ergrünte: erst die Bodendecker im Wald, dann die niederen Büsche, schließlich die Birken und die unteren Zweige der Buchen. An besonders exponierten Stellen öffneten sich sogar schon die ersten Knospen des Ginsters in ihrem markanten Gelb. Für uns eindeutig die schönste Zeit des Jahres.

( MITI )

Abendstimmung über dem Horrenbachtal

Abendstimmung über dem Horrenbachtal
Gemünd, 23. März 2022

Blick Richtung Urfttal mit dem Turm der Burg Vogelsang im Hintergrund

Ohne Doxi, die sich den linken Vorderlauf vertreten hat, bin ich heute Abend 7 km von Gemünd in das Naturschutzgebiet des Horrenbachtals gelaufen.

Nach dem Aufstieg durch das Bachtal auf die Höhen südlich von Herhahn erwartete mich dabei ein farbintensiver Sonnenuntergang mit herrlichen Fernblicken auf den Kermeter.

Unterwegs habe ich einen Podcast des bekannten Buchautors Peter Wohlleben über die Zukunft des deutschen Waldes gehört, was irgendwie passend war, aber auch recht wenig optimistisch.

In zehn bis zwanzig Jahren sind alle Fichtenplantagen und damit fast 40 % des deutschen Waldes tod, sagt er voraus.

Die große Holzlücke kommt und mit ihr eine enorme Knappheit an Holz, weil es dauert, bis die abgestorbenen oder abgeholzten Flächen wieder einen Holzertrag liefern werden. Alles ganz schön düster.

( MITI )

Happy Birthday am Böttenbach

Happy Birthday am Böttenbach
Gemünd, 18. März 2022

Die Urft an der Einmündung des Großen Böttenbachs

Das Geburtstagskind des Tages heute ist meine Wanderfreundin Gabi (happy birthday and a big hug to you!). Mit ihr bin ich auf einer 14 km langen Tour im Kermeter unterwegs. Und die Doxi ist auch dabei.

Vom Kurpark in Gemünd wandern wir zunächst hinauf in den Kermeter bis kurz vor Wolfgarten.

Wir umrunden das Dorf auf der Westseite und steigen dann durch das malerische Tal des Großen Böttenbachs zur Urft hinab.

An der tiefblauen Urft suchen wir uns einen schönen Rastplatz und genießen ein wenig die herrliche Sonne vor der Kulisse des Flusses und der steil aufragenden Hänge, die komplett mit Buchen bewachsen sind.

Dann geht es zurück mach Gemünd, wo wir nach rund viereinhalb Stunden wieder eintreffen. Anschließend gibt es erst einmal Kuchen, wie sich das für einen Geburtstag gehört 🙂

( MITI )

Hoch über Gemünd

Hoch über Gemünd
Hohenfried (Gemünd), 17. März 2022

Aussicht von der Siedlung Hohenfried über das Oleftal zum Olefer Kirchenwald

Hoch über Gemünd erheben sich zwei Ortschaften: Im Nordosten das Dorf Wolfgarten und im Westen die Siedlung Hohenfried. Dorthin bin ich heute Morgen mit Doxi auf einer 8 km Tour hinauf gewandert.

Die Siedlung Hohenfried ist von uralten Bäumen und Feldflächen umgeben. Gemäß einer Überlieferung soll der Name an die Schlacht am Hohenfriedberg erinnern, in der die Preußen unter Friedrich II („Alter Fritz“) 1745 die zahlenmäßig überlegenen Sachsen und Österreicher durch eine taktische Meisterleistung bezwangen.

Nahe der Siedlung Hohenfried steht der große Funkmast, der die Menschen im Tal von Urft und Olef mit Telefon und mobilem Internet versorgt. Und dort befindet sich auch das Landhaus Hohenfried, das vom Gymnasial Turnverein Bonn in Erinnerung an ihre gefallenen Kameraden des Ersten Weltkriegs errichtet wurde.

Das hübsche Landhaus wird heute privat geführt und ist eine beliebte Unterkunft für Schulklassen, Vereine und Familien, die die Ruhe und Naturnähe dieses schönen Ortes zu schätzen wissen.

Wir wandern weiter über die Hochfläche Richtung Herhahn und probieren einige Wege aus, die wir noch nicht gegangen sind. An einer Stelle kommen wir nicht weiter und drehen deshalb eine Schleife, aber nicht schlimm.

Durch das hübsche Braubachtal stiegen wir schließlich wieder nach Gemünd hinab, wo wir nach etwas mehr als zwei Stunden wieder eintreffen.

( MITI )

Von Gemünd nach Hergarten

Von Gemünd nach Hergarten
Gemünd, 16. März 2022

Alte und neue Baumbestände im Kermeter

Der Kermeter im Nationalpark Eifel zwischen Gemünd und Heimbach zieht viele Wanderer an. Besonders beliebt sind die steil abfallenden Bereiche mit dichten Buchenwäldern links und rechts der Urft und des Rursees. Weniger frequentiert ist der Osten des Kermeters, wo sich die Landschaft sanft in Richtung der Voreifel öffnet.

Dort war ich heute mit Doxi auf einer 13 km langen Wanderung in Richtung Hergarten unterwegs.

Nach dem steilen Aufstieg von Gemünd nach Wolfgarten überqueren wir am Forsthaus die Kammstraße zwischen Gemünd und dem Kloster Mariawald.  Dahinter geht es sanft absteigend in nordöstlicher Richtung durch den Nationalpark.

Noch blüht hier nichts, kein Ginster, keine Narzissen. Umso überraschter bin ich, als wir nach einigen Kilometern auf einen einsamen rosa blühenden und wunderbar duftenden Strauch treffen. Noch habe ich nicht herausfinden können, was das für eine Pflanze war, aber das möchte ich gerne wissen. Ich bleibe dran.

[Update: Es ist ein Seidelbast]

( MITI )

Gemünd – Olef – Olefer Kirchenwald

Gemünd – Olef – Olefer Kirchenwald
Olef, 12. März 2022

Historisches Zentrum von Olef

Immer der Nase nach sind wir heute von Gemünd nach Olef und weiter in den großen Olefer Kirchenwald gewandert.

Von unserem Womo-Stellplatz geht es auf der 13 km langen Tour zunächst an der Urft entlang durch das Zentrum von Gemünd. Noch einmal werden die vielen Schäden deutlich, die das Juli-Hochwasser des vergangenen Jahres hinterlassen hat und die noch lange nicht komplett beseitigt sind.

An der Kirche von Gemünd biegen wir in den Wanderweg oberhalb der Olef ein. Parallel zum Fluss geht es anschließend zum Ort Olef auf halber Strecke zwischen Gemünd und Schleiden.

Wir schauen uns das schöne historische Zentrum des Orts mit seinen Fachwerkhäusern an. Markant ist, dass die Eisenbahnstrecke von Schleiden nach Kall, die heute nur noch als Museumsbahn betrieben wird, ohne Schranken oder Abgrenzungen mitten durch den Marktplatz im Ortszentrum führt.

Wir laufen wieder aus dem Ort heraus und steigen auf die Höhen Richtung Kall auf. Das große, mit Feldern durchsetzte Waldgebiet, gehört zum Olefer Kirchenwald.

Der Weg durch den Wald zieht sich, bietet aber immer wieder herrliche Ausblicke in das Tal der Olef. Als wir den Wald wieder verlassen, blicken wir hinunter nach Gemünd und können in der Ferne den Turm der Burg Vogelsang ausmachen.

Am Ende der knapp vierstündigen Tour kehren wir im Gemünder Brauhaus ein und gönnen uns ein leckeres Nationalpark-Schnitzel. Auch das beliebte Brauhaus war schwer vom Hochwasser betroffen und ist noch nicht wieder komplett saniert. Doch in einem Zelt auf dem Vorplatz werden wieder Gäste bewirtet.

Die Betreiberin erzählt uns, wie sie im Hochwasser fast ertrunken wäre, und zeigt uns die Schäden im historischen Brauhaus. Es braucht viel Kraft, um das alles hinter sich zu lassen, aber der Blick geht nach vorne, und die Stammgäste kehren zurück.

( MITI )