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Rund um Wuppertal-Beyenburg

Rund um Wuppertal-Beyenburg
Wuppertal-Beyenburg, 7. Juli 2019

Auf den Höhen bei “Auf ‘m Hagen” südlich von Beryenburg. Die Weizenfelder sind teilweise schon abgeerntet, aber der Maus braucht noch ein wenig Zeit.

Bei perfektem Wanderwetter – Sonne und Wolken, 21 Grad – bin ich heute mit Doxi eine landschaftlich abwechslungsreiche 18 km lange Tour rund um Wuppertal-Beyenburg gelaufen.

Wir starten am Kreuzherrenkloster Steinhaus mit der Klosterkirche St. Maria Magdalena und laufen zunächst hinunter zur Wupperschleife, die den ältesten Teil von Beyenburg umfließt. Über eine kleine Brücke queren wir die Wupper und laufen hinein in das Naturschutzgebiet Wupperschleife Bielstein-Daipenbeke.

Durch Wald- und Feldflächen geht es hinunter in das Spreeler Tal zum Stausee Beyenburg, der die Wupper südlich des Ortskerns aufstaut und ein beliebtes Revier für Wassersportler bildet. Von dort steigen wir hinauf auf die Höhen über der Wupper bis zum Ort Spieckern, wo wir herrliche Fernblicke in das Bergische Land genießen.

Weiter geht es zur Herbringhauser Talsperre und anschließend entlang des Herbringhauser Baches durch das Herbringhauser Tal, bis wir auf die Höhen über Bayenburg im Naturschutzgebiet Wupper Osthang aufsteigen. Dann bringt uns ein steiler Abstieg über einen schmalen, zugewachsenen Pfad wieder zurück nach Beyenburg, das wir nach rund dreieinhalb Stunden wieder erreichen.

( MITI )

Die Farben des Herbsts

Die Farben des Herbsts
Wuppertal-Ronsdorf, 7. November 2018

Zur Zeit nur halb gefüllt: Die Gelpetalsperre am Rande von Wuppertal-Ronsdorf

Huch, hier war ich doch schon einmal!? Aus meinem Ordner mit ausgesuchten Wanderungen habe ich für heute eine Tour im Gelpetal bei Wuppertal-Ronsdorf heraus gesucht.

Als wir am Startpunkt eintreffen, habe ich ein Deja-Vu. Ein Blick in mein Internet-Blog bestätigt, dass wir vor zehn Monaten schon einmal auf diesem Wanderparkplatz standen. Allerdings sind wir damals eine ganz andere Tour gelaufen, das wird bereits nach den ersten Schritten klar.

Denn diese Tour heute enthält viele Off-Road-Passagen rund um das Gelpetal. Mal geht es über wenig begangene Trampelpfade, ein anderes Mal komplett durch das Gelände, quer über kleine Bäche und Wiesen am Rande des Waldes.

Im Laubwald leuchten uns die Buchen im starken Licht der Morgensonne goldgelb entgegen. Die Blätter sind zusammen mit ihrer Färbung und Austrocknung auch ein wenig lichtdurchlässiger geworden. Das verstärkt ihr Glänzen zusätzlich. Ganz bezaubernd sieht das aus.

( MITI )

Rund um Wuppertal-Sudberg

Rund um Wuppertal-Sudberg
Sudberg, 27. März 2018

Blick über die Höhen des Wupper-Tals

Wandern rund um Wuppertal, das heißt in der Regel: Es geht ständig steil bergauf, bergab. Das Terrain ist so eng gefaltet, wie in kaum einer anderen Region des Bergischen Landes – fast wie bei einer Origami-Figur.

Auch die Tour, die ich heute mit Doxi gegangen bin, hat es in sich: 600 Höhenmeter auf einer Länge von 13 Kilometern. Und das auf vorwiegend schmalen Trampelpfaden.

Ein Stück weit ging es sogar mitten durchs rutschige Gelände, über zwei Hügel und zwei Bäche. Ohne Wegweiser und nur mit GPS.

Und weil die feine Doxi derzeit läufig ist und fleißig blutet, habe ich mir aus Solidarität auch mal schön die Stirn aufgeschlagen – an der Astgabel eines umgestürzten Baumes. Habe ich beim Durchsteigen einen Moment nicht richtig aufgepasst und bin voll gegen eine spitze Stelle geknallt. Gut, dass ich beim Wandern immer Pflaster dabei habe. So konnte ich die Blutung schnell stillen.

 

( MITI )

Wasserreiches Gelpe- und Saalbachtal

Wasserreiches Gelpe- und Saalbachtal
Wuppertal-Ronsdorf, 2. Januar 2018

Blick von der Staumauer der Ronsdorfer Talsperre hinunter ins Saalbachtal

Das neue Jahr startet gleich mit einer feinen Wanderung – auch wenn das Wetter nicht so einladend ist. Wir sind im schönen Gelpe- und Saalbachtal zwischen den Städten Wuppertal und Remscheid unterwegs.

Unsere Wanderung beginnt am Rande von Ronsdorf. Vom Wanderparkplatz steigen wir zur Ronsdorfer Talsperre hinab, einer der kleinsten Talsperren im Bergischen Land. Sie diente früher der Trinkwasserversorgung der eigenständigen Stadt Ronsdorf, heute ein Stadtteil von Wuppertal. Seit 1899 wird dazu der Saalbach aufgestaut, der unterhalb der Staumauer weiter in das schöne Saalbachtal fließt. Das umgebende Waldgebiet nennt sich “Im Saalscheid” und bildet eines der beliebtesten Naherholungsgebiete von Wuppertal.

Wir folgen dem Saalbach durch das Tal und begegnen dabei immer wieder Teichen (“Siepen”), in denen früher das Wasser für den Betrieb von Schleifkotten und Hämmern aufgestaut wurde. Wie an einer Perlenkette reihten sich diese Anlagen seit dem späten Mittelalter im Tal aneinander. Einige davon wurden bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts zu kleinen Fabrikanlagen mit großen Werkhallen und hohen Schornsteinen (“Essen”) ausgebaut. Heute ist davon kaum mehr etwas zu sehen.

Wir folgen dem Saalbach bis ins Zillertal, wo der Saalbach und der Gelpebach zusammenfließen. Kurz darauf münden die beiden Gewässer in den Morsbach, einem der größten Zuflüsse der Wupper. Hier im Zillertal haben wir den tiefsten Punkt unserer Wanderung erreicht. Von nun an geht es ständig aufwärts dem Gelpebach folgend durch das Gelpetal.

Auch dabei begegnen wir wieder zahlreichen Siepen, die früher für den Betrieb von Schleifkotten und Hämmern genutzt wurden. Die Arbeit in diesen Werkstätten war hart und durch den Schleifstaub auf Dauer äußerst gefährlich für die Lungen. Nur wenige Arbeiter erlebten zu dieser Zeit ihr fünfzigstes Lebensjahr.

Am Ende des Geleptals erreichen wir bei der Friedrichshöhe den nördlichsten Punkt unserer Wanderung. Nun drehen wir in südöstlicher Richtung ab. Wir laufen auf Ronsdorf zu und am Ortsrand entlang zurück zu unserem Startpunkt, den wir nach elf Wanderkilometern nach knapp drei Stunden wieder erreichen.

( MITI )