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Pfingsten am Parlamentsufer

Brücke über die Hafeineinfahrt von Düsseldorf mit Blick zum Parlamentsufer. Im Hintergrund: Die ikonischen Gehry-Bauten.

 Düsseldorf, 23. Mai 2021

Pfingsten, normalerweise wären wir und Millionen Deutsche jetzt auf Kurzurlaub unterwegs, wenn nicht Corona wäre. Doch in diesem Jahr ist ja alles anders. Auch wenn das Impfen der Bevölkerung mittlerweile zügig voran schreitet und die Inzidenzen derzeit täglich sinken: vorbei ist der Spuk noch nicht.

Also begnügen wir uns mit einem großen Pfingstspaziergang am Rhein in Düsseldorf. Dort, wo wir vor vier Monaten durch das Winterhochwasser gewatet sind, blüht und grünt es nun auf den Rheinwiesen.

Wir laufen von Düsseldorf-Hamm aus einmal komplett um den Hafen und das Rheinknie, vorbei an Funkturm, Landtag, Rheinuferpromenande und durch die Altstadt und den Medienhafen wieder zurück.

Fast dreieinhalb Stunden sind wir auf diese Weise unterwegs. Es ist ziemlich windig und anfangs auch noch ein wenig kalt, aber die Sonne setzt sich immer mehr durch.

Wir wundern uns, dass für einen Feiertag doch gar nicht so viel am Rhein und in der Altstadt los ist, aber das kommt bestimmt noch. Vielleicht sind wir einfach zu früh dran.

( MITI )

Rheinhochwasser im Sonnenschein

Die Rheinwiesen sind grötenteils überflutet, hier bei Hamm

 Düsseldorf, 31. Januar 2021

Der graue und nasse Januar verabschiedet sich mit dem ersten Rheinhochwasser des Jahres – und mit den ersten Sonnenstrahlen gefühlt seit Weihnachten.

Wir laufen von der Kardinal-Frings-Brücke am Düsseldorfer Rheinufer entlang bis zum Funkturm. Die Rheinwiesen stehen größtenteils unter Wasser, aber hier und da bleibt  noch ein kleiner grüner Streifen, dem wir auf unserem Weg Richtung Zentrum folgen.

Es ist eisig kalt, doch wir genießen die Sonne und die kräftigen Farben, denn davon hatten wir in den letzten Wochen wirklich viel zu wenig.

( MITI )

Der verschwundene Camping-Platz

Blick vom Rheinufer hinüber nach Kaiserswerth

 Langst-Kierst, 28. November 2020

Upps, wo sind denn die ganzen Wohnwagen geblieben? Dicht gedrängt stehen sie sonst auf dem beliebten Camping-Platz an der Rheinfähre Langst-Kierst, unmittelbar gegenüber der historischen Kulisse von Düsseldorf-Kaiserswerth.

Doch nun ist kaum zu erkennen, wo hier auf den Rheinwiesen, nur wenige Meter vom Fluss entfernt, sonst ein Camping-Platz sein soll. Man sieht zunächst nur Wiese, Büsche und Bäume.

Erst auf den zweiten Blick wird klar, dass der Camping-Platz nicht etwa verschwunden ist, sondern einfach komplett geräumt wurde. Möglicherweise, um den regelmäßigen Rheinhochwassern in Winter-Halbjahr aus dem Weg zu gehen.

So schlendern wir ungestört über das ansonsten eingezäunte Gelände hinunter zum Rheinufer mit seinem breiten Kiesstrand. Mit Blick auf das schöne Kaiserswerth und das sich anschließende Wittlaer laufen wir mehrere Kilometer flußaufwärts in Richtung Krefeld.

Es ist kalt, aber die Sonne strahlt in den Mittagsstunden von einem blauen Himmel kraftvoll auf uns herab. Überall sind Vögel zu hören und so könnte man meinen, der Winter wolle schon dem Frühling weichen. Dabei geht es gerade erst richtig los mit der kalten Jaherszeit. Aber wunderschön ist es heute hier, nur rund 20 km von unserem Zuhause entfernt.

( MITI )

Drei-Seen-Runde Dussi

Blick vom Aussichtsturm auf den Elbsee

 Düsseldorf-Unterbach, 25. November 2020

Im Südosten von Düsseldorf an der Stadtgrenze zu Erkrath und Hilden liegen mit dem Unterbacher See und dem Elbsee zwei wichtige Naherholungsgebiete für den Großraum Düsseldorf. Dort war ich heute mit Heike und Doxi auf einer 12 km langen Wanderung unterwegs, die uns fast ausschließlich am Wasser entlang führte.

Wir starten am Unterbacher See, ein durch Auskiesung entstandener Baggersee, der ausschließlich aus Grundwasser gespeist wird. Am See gibt es zwei Freibäder, Campingplätze, Gastronomie und einen Hochseilgarten.

Am Südwestlichen Seerand unterqueren wir die Autobahn A46, die den Unterbacher See vom etwa gleich großen Elbsee trennt.

Auch dieser See ist durch Auskiesung entstanden und dient heute vor allem dem Wassersport. Große Teile des Seeufers sind offiziell nicht zugänglich und ermöglichen damit eine artenreiche Flora und Fauna.

Angrenzend an den See befinden sich weitere Wasserflächen, darunter der Dreiecksweiher und der Menzelsee. Im Winter sind die Seen ein bedeutender Lebensraum für durchziehende, rastende und überwinternde Vogelarten. Mehr als 70 davon, darunter seltene und gefährdete Arten, wurden beobachtet.

Wir umrunden den Elbsee, bis wir wieder zur Autobahn gelangen, und laufen dann am Rande des Autobahnzubringes unter ohrenbetäubenden Verkehrslärm wieder hinüber zum Unterbacher See. Obwohl man die Autobahn am südlichen Seeufer immer deutlich vernimmt, ist hier zu jeder Jahreszeit eine Menge los. Denn so viele vergleichbare Naherholungsgebiete gibt es im Osten von Düsseldorf einfach nicht …

( MITI )

Bachtäler hinter Gerresheim

Gut Papendelle im Rotthäuser Bachtal

 Düsseldorf-Gerresheim, 20. September 2020

Auf einer schönen kleinen Sonntagsrunde waren wir heute rund um Gerresheim ganz im Osten des Düsseldorfer Stadtgbiets unterwegs.

Am Ortsrand von Gerresheim endete einst die flache Trasse des Ur-Rheins. Hier stieß der Fluß auf die ersten Höhen des Bergischen Landes. Wir überqueren den ersten Höhenzug und steigen über einen alten Hohlweg hinab ins malerische Rotthäuser Bachtäler.

Dort folgen wir dem Bach in südlicher Richtung durch den schönen Buchenwald. Es geht an Fischteichen und Feldern vorbei. Aus dem Wald haben wir einen schönen Blick zum Gut Papendelle am Rotthäuser Bach.

Kurz vor Erkrath beginnt dann wieder unser Aufstieg auf die Höhen in Richtung Gerresheim.

Wir umrunden den großen Gerresheimer Waldfriedhof und stehen bald darauf am Gerricusplaz vor der prächtigen Basilika St. Margareta.

Hier begann im Jahre 800 n. Christus die Geschichte von Gerresheim als einer der ersten Ortschaften auf dem Gebiet des heutigen Düsseldorfs.

Nach einem Bummel durch den historischen Ortskern von Gerresheim fahren wir weiter in das nur acht Kilometer entfernte Neandertal. Hier ist an diesem sonnendurchfluteten Sonntagnachmittag die Hölle los.

Wir aber wollen heute gar nicht auf den Spuren des Neandertalers wandeln: Unser Ziel ist das Cafe am Taleingang gegenüber dem Neandertal-Museum. Denn dort gibt es wunderbaren Kuchen, und den haben wir uns jetzt verdient. Meinen wir jedenfalls 🙂

( MITI )

Abendtour nach Düsseldorf

Annäherung an das Zentrum von Düsseldorf auf den Rheinwiesen zwischen Neuss und Düsseldorf-Heerdt

 Düsseldorf, 18. Juli 2020

Wochenende, eine lauer Sommerabend. Unter normalen Umständen wäre ich jetzt gerne in “kultureller Mission” in Düsseldorf unterwegs, in “meiner” geliebten Jazz-Schmiede beispielsweise, oder im Theater oder bei einer anderen Veranstaltung. Nur fällt das wegen Corona ja alles im Moment aus, genau wie die Düsseldorfer Kirmes, die sonst an diesem Wochende gestartet wäre.

Aber über den Rhein zieht es mich dennoch. Also mache ich mich gemeinsam mit Heike auf, um in die 14 Kilometer entfernte Landeshauptstadt zu radeln.

Schon auf den Rheinwiesen am Übergang zwischen Neuss und Düsseldorf-Heerdt wirft die Abendsonne ein überaus schmeichelndes Licht auf die Shilouette der großen Stadt.

Noch eindrucksvoller wird es beim Überqueren der Rheinknie-Brücke: Rechts der Landtag, der Funkturm, die Gehry-Bauen und der Medienhafen, links die Altstadt-Promenade am Rheinufer. Tolls sieht das aus.

Und es ist richtig viel los. Corona, war da was? Ich wundere mich über die Sorglosigkeit vieler Menschen.

Wir cruisen erst durch das Stadtzentrum und anschließend lange durch die nördlichen Stadteile von Düsseldorf. Dann wählen wir den Weg über die Flughafenbrücke und Meerbusch-Büderich zurück nach Büttgen. So werden es am Ende doch fast 45 Kilometer auf dieser schönen Abendrunde bei herrlichem Sommerwetter.

( MITI )