Durch die Hees nach Xanten

Durch die Hees nach Xanten
Xanten, 3. Juli 2019

Am Marktplatz von Xanten

Nach der Hitzeperiode der vergangenen zwei Wochen mit bis zu 38 Grad  verspüre ich deutlichen Nachholbedarf beim Wandern. Deshalb war ich heute schon wieder mit Doxi unterwegs. Diesmal am oberen Niederrhein bei Xanten.

Wir starten im kleinen Dorf Birten, rund drei Kilometer südlich von Xanten und laufen in die Hees, eine bewaldete Hügelkette, die sich als Endmoräne während der Saaleeiszeit vor etwa 200.000 Jahren gebildet hat.

Der schöne Wald ist durchsetzt mit den Überresten von mehr als 100 gesprengten Munitionsbunkern aus dem Zweiten Weltkrieg. Überall stehen Warnschilder: Betreten verboten, Munitionsreste im Wald. Aber die Hauptwege sind längst geräumt und begehbar.

Wie ich bei der Recherche erfahre, gab es im Wald seit 1940 eine Munitionsanstalt, in der Patronen, Bomben und Granaten für die Deutsche Wehrmacht  hergestellt wurden. Im November 1942 ereignete sich bei der Produktion von Bombenminen eine mächtige Explosion, die 42 Arbeiter in den Tod riss. Tonnenweise detonierte der Sprengstoff. Übrig bliebt nur ein riesiges Schuttfeld im Wald. Die Unfallursache wurde nie geklärt.

Durch die Hees nach Xanten

Doxi hat Hopp gemacht

Als wir den Rand der Hees erreichen, blicken wir unvermittelt auf Xanten mit dem weithin sichtbaren Dom hinab. Wir laufen in die Innenstadt bis zum Dom und treten dann unseren Rückweg nach Birten an. Da die Zeit heute ein wenig knapp ist, bewältigen wir die 12 km lange Wanderung in nur zweieinhalb Stunden.

Zwischen Xanten und Birten laufen wir durch frisch abgeerntete Kornfelder. Ich zeige auf einen der runden Strohballen, rufe Hopp, und Doxi springt tatsächlich rauf.  Zwar mit etwas Anlauf, aber doch weitgehend mühelos. Ganz süß sieht das aus.

 

( MITI )