vor einer Woche:
Endlich wieder Yoga

Alter Mann in der Krähe: Hoffentlich macht’s nicht gleich wieder knack in der Hüfte
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Was einem erst einmal richtig in Fleisch und Blut übergegangen ist, das möchte man nicht mehr missen. So wie bei mir das Yoga. Zwei Wochen musste ich gerade darauf verzichten, weil ich mir beim Aufstellen des Weihnachtsbaums schön die Hüfte gezogen hatte.
Erst ging im rechten Hüftgelenk nicht mehr viel und als ich es ein paar Tage später wieder probiert habe, wurde alles nur noch schlimmer. Okay, war wohl noch zu früh, und vielleicht auch nicht so clever, bei 2 Grad Außentemperatur auf einem kalten Untergrund zu praktizieren. Anschließend habe ich deshalb erst einmal zwölf volle Tage ausgesetzt. Das gibt es bei mir selten.
Aber nun geht es mit der Hüfte wieder, Gott sei Dank. Wäre auch schlimm, wenn ich mir das Yoga abgewöhnen müsste. Denn immer nur denken und tippen und lernen und ein wenig walken, das tut mir nicht wirklich gut. Ab jetzt also wieder: Alle 48 Stunden Kopfstand und Krähe und das ganze Programm. Om namah shivaya.
vor zwei Wochen:
Der Winter ist da

Winterwolken verdecken die Sonne beim Blick Richtung Dyck
Pünktlich zum Start des neuen Jahres hat auch der Winter in ganz Deutschland Einzug gehalten. In fast allen Landesteilen liegt ein wenig Schnee, nur bei uns, ganz im Westen, ist es lediglich eine dünne Schicht Raureif. Dabei ist es windig und eisig kalt. Daran werden wir uns in den kommenden Wochen wohl gewöhnen müssen.
vor drei Wochen:
Winter-Weihnachtscamping Eifel

Nicht viel los auf dem Wohnmobilstellplatz in Gemünd, wo es sich sonst regelmäßig knubbelt
Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Eigentlich wollte ich die Weihnachtsfeiertage im Ashram von Yoga Vidya bei Detmold verbringen. Nach einem anstrengenden Herbst etwas runterkommen, schön Yoga praktizieren, den Bauch mit lecker Gemüse und veganen Weihnachtskeksen vollschlagen – so hatte ich mir das vorgestellt.
Doch zwei Tage vor Abreise habe ich mir beim Aufstellen des Weihnachtsbaums für meine Mom furchtbar die Hüfte gezogen. Eine falsche Bewegung, schon war an Yoga erst einmal nicht mehr zu denken. Alle Hüftbeugen rechts, einfach nur: aua, aua, aua.Als es nach ein paar Tagen endlich besser wurde, bin ich zumindest noch für zwei, drei Tage zum Wintercamping in die Eifel aufgebrochen. Fast fünf Monate war ich schon nicht mehr mit dem Womo unterwegs.
Erst hatte ich mir übel das Womo-Dach am Kanonenrohr eines niederländischen Kriegsschiffs aufgerissen, dann ging es Doxi nicht gut, schließlich hatte ich anhaltend zu viel mit Arbeit und Studium zu tun. Deshalb war es jetzt echt überfällig. Wenigstens mal wieder woanders lernen, als immer nur zu Hause.
Mein letztes Wintercamping bei Nachts unter minus 5 Grad liegt zwar schon eine Weile zurück, aber was soll schon schief gehen? Wenn es zu kalt wird, trete ich einfach die Heimreise an. Aber bis dahin genieße ich noch ein wenig das herrlich sonnig-kalte Hochdruckwetter.
vor drei Monaten:
Bäume bunt, Himmel grau

Blick in eine der Baumschulen zwischen der Braunsmühle Büttgen und der Skihalle Neuss
In den letzten zehn Tagen haben die Bäume in den Gärten und Baumschulen rund um mein Heimatdorf richtig schön Farbe aufgelegt. Überall leuchtet es rot, gelb und orange, nur leider kommt die bunte Herbsttönung partout nicht gegen das trostlose Dauergrau des Himmels an.
Es regnet nicht, es windet nicht, die wenigen Sonnenminuten dieses Herbstes kann man bislang an einer Hand abzählen. Windkrafträder und Solarzellen produzieren kaum noch Strom. Bleierne Zeit.
Für das kommende Wochenende ist uns ein einzelner halbwegs sonniger Tag versprochen – mal sehen, ob der sich wirklich bis ins Rheinland wagt. Ich glaube, gerade könnten wir alle in Nord- und Westdeutschland mal etwas mehr Sonne gut gebrauchen.
vor sechs Monaten:
Erich Kästner: Der Juli

Sommerzeit, Ferienzeit: Still ruht die Stadt, es wogt die Flur …
von Erich Kästner, 1955
Still ruht die Stadt. Es wogt die Flur.
Die Menschheit geht auf Reisen
oder wandert sehr oder wandelt nur.
Und die Bauern vermieten die Natur
zu sehenswerten Preisen.
Sie vermieten den Himmel, den Sand am Meer,
die Platzmusik der Ortsfeuerwehr
und den Blick auf die Kuh auf der Wiese.
Limousinen rasen hin und her
und finden und finden den Weg nicht mehr
zum Verlorenen Paradiese.
Im Feld wächst Brot. Und es wachsen dort
auch die zukünftigen Brötchen und Brezeln.
Eidechsen zucken von Ort zu Ort.
Und die Wolken führen Regen an Bord
und den spitzen Blitz und das Donnerwort.
Der Mensch treibt Berg- und Wassersport
und hält nicht viel von Rätseln.
Er hält die Welt für ein Bilderbuch
mit Ansichtskartenserien.
Die Landschaft belächelt den lauten Besuch.
Sie weiß Bescheid.
Sie weiß, die Zeit
überdauert sogar die Ferien.
Sie weiß auch: Einen Steinwurf schon
von hier beginnt das Märchen.
Verborgen im Korn, auf zerdrücktem Mohn,
ruht ein zerzaustes Pärchen.
Hier steigt kein Preis, hier sinkt kein Lohn.
Hier steigen und sinken die Lerchen.
Das Mädchen schläft entzückten Gesichts.
Die Bienen summen zufrieden.
Der Jüngling heißt, immer noch, Taugenichts.
Er tritt durch das Gitter des Schattens und Lichts
in den Wald und zieht, durch den Schluß des Gedichts,
wie in alten Zeiten gen Süden.
vor neun Monaten:
Dieter Krieg im MKM Duisburg

Großformatig, plastisch und oft zunächst rätselhaft: Die Werke von Dieter Krieg.
Es gibt Kunst, die versteht man ohne begleitende Erklärungen gar nicht. Häufig von Künstlern, denen es nicht auf die Wirkung ihrer Werke, auf das Verkaufen, auf den Erfolg ankommt. Sondern einzig und allein um das Schaffen aus sich heraus.
Zu dieser Kategorie von Mensch gehörte wohl auch Dieter Krieg, dem das Museum Küppersmühle in Duisburg jetzt eine große Einzelausstellung gewidmet hat. Sie legt den Schwerpunkt auf das Spätwerk des 2005 verstorbenen Künstler. Ich hatte das Glück, an einer wunderbar kenntnisreichen und informativen Führung zu dieser Ausstellung teilzunehmen, die unter dem Titel „Maler, Diebe und Gesindel“ firmiert.
Krieg erregte bereits in den 1960er Jahren durch seinen radikalen Malstil Aufsehen. 1978 vertrat er Deutschland auf der Biennale in Venedig. Als Professor an der Kunstakademie Düsseldorf beeinflusste er eine ganze Generation jüngerer Künstlerinnen und Künstler.

Das MKM Duisburg
Ein Erkennungsmerkmal seiner expressiven und kraftvollen Kunst sind die extremen Formate seiner in heftiger Malweise ausgeführten Gemälde. Damit nahm Krieg den großen Erfolg der „Neuen Wilden“ in den 1980er-Jahren vorweg.
Heute gilt er als einer der wichtigsten deutschen Maler der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Als Vertreter der Neuen Figuration schrieb er Kunstgeschichte. Sein künstlerischer Rang ist in der Fachwelt nach wie vor unumstritten, auch wenn er heute in der Öffentlichkeit weitgehend vergessen ist.
Die Ausstellung demonstriert dies mit Schriftbildern und monumentalen Darstellungen von banalen Alltagsgegenständen wie Spiegeleiern, Koteletts, Duschvorhängen, Kerzen und anderem. In seiner Malerei wird neben ihrer verführerisch-sinnlichen Qualität die Fragwürdigkeit der Darstellbarkeit von Dingen besonders deutlich.
Krieg war ein obsessiver Leser, und seine Malerei ist geprägt durch eine Affinität zur Literatur seiner Zeit von Sartre und Beckett bis zu Peter Handke und den körperlichen Akt des Schreibens, der zu einem weiteren Motiv der Gemälde wird.
vor einem Jahr:
Schnee auf Hombroich

Blick vom Eingang auf das Gelände
Hier kommen winterliche Impressionen aus dem Park des Museums Insel Hombroich. Ich finde es immer wieder schade, dass man keine Hunde mit auf das Gelände nehmen darf. Dennoch ist der Parkbesuch in Frühling, Sommer, Herbst und Winter jedes Mal ein Erlebnis. Doxi muss dann halt ein Stündchen im Auto auf mich warten. Schön, dass es diese Institution vor den Toren von Neuss gibt.
vor drei Jahren:
Mein erstes Alu Gobi

Blumenkohl und Kartoffeln, das sind die Hauptzutaten für Alu Gobi, und viele Gewürze
Alu Gobi (auch Alloo Gobi) ist ein berühmtes Pfannengericht der paktistanischen und nordindischen Küche.
Neben den Hauptzutaten Blumenkohl und Kartoffeln verwendet man dafür Kreuzkümmel, Chili, Nelken, Knoblauch, Kurkuma, Ingwer, Zwiebeln und Kardamon. Dadurch schmeckt das Gericht wunderbar indisch.
Mein erstes selbstgekochtes Alu Gobi war noch nicht perfekt, aber schon mal ganz lecker. Beim nächsten Mal wird es noch besser, denke ich.
vor fünf Jahren:
Fastentour Kloster Langwaden

Doxi und die süßen Rindviecher auf einer Winterweide an der Erft zwischen Hombroich und Münchrath
Ich möchte essen! Seit drei Tagen sind Heike und ich am Heilfasten. Jetzt gibt es für eine Weile nur noch Wasser, ungesüßten Früchtetee und Gemüsebrühe.
Noch knurrt der Magen und die Gedanken kreisen immer wieder um die Frage, was man denn jetzt gerne essen würde. Aus Erfahrung weiß ich, das ist bald passé. Dann haben sich Körper und Geist auf die reduzierte Nahrungsaufnahme eingestellt.
Trotz Hunger bin ich heute mit Doxi 27 km gelaufen, von zu Hause über die Skihalle Neuss und die Raketenstation bei Kapellen weiter zur Museumsinsel Hombroich. Dahinter ging es an der Erft entlang zum Schloss Hülchrath und weiter zum Kloster Langwaden. Das war unser Wendepunkt.
Als es auf dem Rückweg dieser fünfeinhalb stündigen Tour mit dem Hunger ärger wurde, habe ich einfach angefangen, immer wieder Mantras aus dem Yoga zu wiederholen. Das hat die Essensgelüste schnell aus dem Geist vertrieben. Und zu Hause gab es dann als Belohnung eine Tasse herrlich warmer Gemüsebrühe 🙂
vor 20 Jahren:
A-Wurf Tag 55: Welpen-Portraits
Die Welpen mit 25, 40 und mit 50 Tagen…. Hier die neuesten Porträtaufnahmen der Kleinen vom 12. Januar.
[ Alle Fotos ] Amelie, Angie, Amanda, Anastasia, Arik, Alwin, Aaron, Adorno

