vor einer Woche:
Pablo Picasso, die Zweite

Alle Werke erstellt nach meinen Vorgaben
Upps, beim Aufräumen der Festplatte habe ich noch einige sehenswerte KI-Bilder im Stile von Pablo Picasso (1881-1973) gefunden, die ich bei meiner großen KI-Session im Herbst 2024 hatte produzieren lassen. Viel zu schade, um einfach im digitalen Nirvana zu entschwinden. Stecken bestimmt 20 Teraflops an KI-Leistung drin 😉
vor drei Wochen:
Rheinisches Dürüm

Gerollt, sodass man leichter abbeißen kann
Es sieht aus, wie ein türkisches Dürüm, die moderne Variante des Döner Kebap: Der saftige Inhalt eingerollt in einen weichen Fladen, damit man besser zubeißen kann, als bei einer klassischen Teigtasche. Doch es ist ein rheinischer Apfelpfannkuchen, bestrichen mit Nutella und dann schön eingerollt. Mein Rheinisches Dürüm. Soooo smakelijk – leckerer wird’s nicht.
vor einem Monat:
Einhundert Jahre Tonhalle

Neujahrskonzert der Düsseldorfer Symphoniker unter der Leitung von Axel Kober
Im Jubiläumsjahr der Düsseldorfer Tonhalle komme ich zu meinem ersten symphonischen Neujahrskonzert überhaupt. Meine Schwiegermama ist leider verhindert, und so sitze ich an ihrer statt an der Seite meines Schatzes im Oberrang mit hervorragendem Blick auf das Orchesterpodium (noch einmal besten Dank für die Karte!).
Das 1926 als größtes Planetarium der Welt eingeweihte Haus direkt am Rheinufer gilt heute als wichtiges Bauwerk des Backsteinexpressionismus. Nur durch Zufall hat der markante Kuppelbau des Architekten Wilhelm Kreis den Zweiten Weltkrieg überstanden.Die vollständige Restauration der Außenfassade inklusive Ausbau des Innenraums zu einem akustisch hervorragend klingenden Konzertgebäude erfolgte in den Jahren 1975 bis 1978.
Heute sind unter dem Dach der grünen Kuppel die Düsseldorfer Symphoniker zu Hause. Außerdem gastiert in dem bis zu 2.000 Besucher fassenden Saal ein breites Spektrum zeitgenössischer Künstler – von Helge Schneider bis Helen Grimault.
Nun höre ich zwar regelmäßig Klassische Musik, aber bei einem Blick auf das Programm das Neujahrskonzerts war ich schon ein wenig skeptisch: Zu viel Operette, zu viel Leicht-Beschwingtes in großer Besetzung. Und so kam es dann auch.
Doch als Laienmusiker habe ich immer großen Respekt vor den Profis. Von daher war es auch für mich ein durchaus interessanter Nachmittag mit viel Tamtam, Musik und Gesang in diesem ehrwürdigen Haus, das nun ein ganzes Jahr lang seinen einhundertjährigen Geburtstag feiert.
vor drei Monaten:
Erich Kästner: Der November

von Erich Kästner, 1955
Ach, dieser Monat trägt den Trauerflor…
Der Sturm ritt johlend durch das Land der Farben.
Die Wälder weinten. Und die Farben starben.
Nun sind die Tage grau wie nie zuvor.
Und der November trägt den Trauerflor.
Der Friedhof öffnete sein dunkles Tor.
Die letzten Kränze werden feilgeboten.
Die Lebenden besuchen ihre Toten.
In der Kapelle klagt ein Männerchor.
Und der November trägt den Trauerflor.
Was man besaß, weiß man, wenn man’s verlor.
Der Winter sitzt schon auf den kahlen Zweigen.
Es regnet, Freunde. Und der Rest ist Schweigen.
Wer noch nicht starb, dem steht es noch bevor.
Und der November trägt den Trauerflor.
vor sechs Monaten:
Erich Kästner: Der August

Nichts bleibt stehen
von Erich Kästner, 1955
Nun hebt das Jahr die Sense hoch
und mäht die Sommertage wie ein Bauer.
Wer sät, muss mähen.
Und wer mäht, muss säen.
Nichts bleibt, mein Herz. Und alles ist von Dauer.
Stockrosen stehen hinterm Zaun
in ihren alten, brüchigseidnen Trachten.
Die Sonnenblumen, üppig, blond und braun,
mit Schleiern vorm Gesicht, schaun aus wie Frau’n,
die eine Reise in die Hauptstadt machten.
Wann reisten sie? Bei Tage kaum.
Stets leuchteten sie golden am Stakete.
Wann reisten sie? Vielleicht im Traum?
Nachts, als der Duft vom Lindenbaum
an ihnen abschiedssüß vorüberwehte?
In Büchern liest man groß und breit,
selbst das Unendliche sei nicht unendlich.
Man dreht und wendet Raum und Zeit.
Man ist gescheiter als gescheit, –
das Unverständliche bleibt unverständlich.
Ein Erntewagen schwankt durchs Feld.
Im Garten riecht’s nach Minze und Kamille.
Man sieht die Hitze. Und man hört die Stille.
Wie klein ist heut die ganze Welt!
Wie groß und grenzenlos ist die Idylle …
Nichts bleibt, mein Herz. Bald sagt der Tag Gutnacht.
Sternschnuppen fallen dann, silbern und sacht,
ins Irgendwo, wie Tränen ohne Trauer.
Dann wünsche Deinen Wunsch, doch gib gut acht!
Nichts bleibt, mein Herz. Und alles ist von Dauer.
vor neun Monaten:
Abendstimmung über Bernau

Sonnenuntergang hinter dem Bergwald
Hurra, ich bin wieder in Bernau im südlichen Hochschwarzwald. Wir sind vom Kaiserstuhl über Freiburg, den Titisee und den Schluchsee angereist.
Als ich vor acht Jahren das letzte Mal hier war, hatte ich mir vorgenommen, jährlich in das wunderschöne Hochtal zu kommen, so gut hatte es mir damals und im Jahr zuvor gefallen. Doch dann kamen viele andere Reiseziele dazwischen …Doch nun stehen wir endlich wieder mit dem Womo am Sportplatz von Bernau-Dorf, wo im Winter die Skipisten auslaufen. Unweit von uns fließt die Bernauer Alb mit ihrem glasklaren Wasser durch den Talgrund.
Weil wir heute schon genug gelaufen sind, drehe ich mit Doxi am Abend nur eine kleine Runde hinauf in den Bergwald, wo die Skipisten beginnen. Die untergehende Sonne leuchtet durch den Wald und bemalt die Unterseite der Wolken in warmen Farben. Schön sieht das aus.
vor neun Monaten:
Sammlung & Kunstgalerie Messmer

Skulpturengarten vor dem Museum
Völlig unerwartet treffe ich am Rande des Kaiserstuhl auf eine ambitionierte Kunsteinrichtung, die von dem privaten Sammler und Stifter Jürgen A. Messmer eingerichtet und betrieben wird. Das Museum ist im vorderen Teil der ehemaligen Brauerei Riegel untergebracht.
Es werden dort jährlich bis zu vier Wechselausstellungen mit moderner Kunst präsentiert, außerdem widmet sich eine Galerie dem Verkauf von Werken ausgewählter Künstler.Im großen Skulpturengarten vor dem Museum werden Plastiken von Gegenwartskünstlern wie Gerald Baschek, Hellmut Bruch, Gerhard Frömel, Friedrich Geiler, Bernhard Licini, Rüdiger Seidt, Michel Jouët und Michael Schwarze präsentiert.
Die aktuelle Wechselausstellung präsentiert u.a. Werke des Künstlers und Kabarettisten Dieter Nuhr, was insofern lustig ist, dass Nuhr aus meiner Heimatregion stammt und ich seine Werke hier im Schwarzwald 500 km von zu Hause entfernt anschauen kann. Ob ich vielleicht deshalb mit meiner Düsseldorfer ArtCard beim Eintritt eine Ermäßigung erhalte? Vermutlich nicht 🙂
vor neun Monaten:
Dieter Nuhr als Künstler

Eingangsbereich der Ausstellung
Als Kabarettist und Buchautor ist Dieter Nuhr regelmäßig in den Medien präsent. Weniger bekannt ist sein künstlerisches Schaffen, dem ein Kunststudium an der Essener Folkwangschule in den 1980 Jahren vorausging.
Nuhrs künstlerischer Schwerpunkt lag zunächst auf der Malerei, später wechselte er zur Fotografie. Diese beiden Metiers hat er während der Corona-Zeit wieder zusammengeführt auf der Basis von Fotografien, die bei Reisen in zahlreiche nahe und ferne Länder entstanden sind.

Den überwiegend dokumentarischen Charakter der Aufnahmen verfremdet Nuhr durch digitale Überarbeitung und Übermalung am Computer. Verblassende Gedanken, Spuren des Erlebten und Gewesenen, der Ablauf der Zeit liegen wie ein Netz über den ursprünglichen Fotografien.
Die Kombination des fotografischen Materials mit Acryl- und Lackübermalungen, Mustern und Strukturen macht Vertrautes fremd, Fremdes vertraut, Nahes fern und Fernes nah (Zitat). Die Bilder wirken zunehmend rätselhaft in ihrem Bezug zur „wahren“ Welt.
Ich war früher ein Fan des Kabarettisten Dieter Nuhr. Mit seinem anhaltenden Grünen-Bashing ist er mir in den letzten Jahren aber zunehmend auf die Nerven gegangen. Jetzt als Künstler wird er mir wieder sympathischer, denn seine Arbeiten gefallen mir ausnehmend gut. Respekt für so viel metierübergreifende Kreativitä!
vor neun Monaten:
Kunst von Claire Hoerdt

Claire Hoerdt, Finsteraarhorn, 80 x 100 cm, Öl auf Leinwand
Ihre Welt sind die Berge – die Schweizerin Claire Hoerdt (*1948) fängt mit ihren Bergbildern die Sehnsucht und Verbundenheit mit der Natur ein. Die Aargauerin hat nahezu jeden markanten Schweizer Gipfel schon gemalt – zumeist mit intensiver Farbdramaturgie und einem kraftvollen Wechselspiel von Licht und Schatten. Damit reiht sie sich in eine lange Tradition der Bergmalerei ein.
Ihre Gipfelbilder versteht sie als lebendige Metaphern der Erhabenheit. Für sie sind die Berge nicht nur touristische Impressionen, sondern tief verwurzelte Erinnerungen und Wahrnehmungen, die sie in eine emotionale Bildsprache übersetzt. Dabei legt sie sich nicht auf eine Ausdrucksform fest. Das Repertoire reicht von realistisch bis abstrakt, von kontrastreich bis harmonisch.
Mehr als zwei Dutzend ihrer Werke stehen nun in der Galerie Messmer in Riegen am Kaiserstuhl zum Verkauf. Die Preise reichen je nach Bildgröße von 2.800 Euro bis rund 10.000 Euro. Hier kommen meine Favoriten aus der Ausstellung.
vor einem Jahr:
Schloss Neersen, Nierssee

Am Schloss Neersen
Wunderbares Winterwetter heute mit ganz viel Sonne. Endlich einmal. Ich drehe mit Doxi eine 10 km lange Runde am nordöstlichen Rand von Mönchengladbach zwischen Neuwerk und Neersen.
Wir starten am schönen Schloss Neeren, laufen Richtung Nierssee und weiter zum großen Klärwerk MG-Neuwerk an der Niers.Dann geht es durch den Wald im Naturschutzgebiet Donk und in einer Schleife Richtung der Galopprennbahn Mönchengladbach.
Dort biegen wir wieder in den Wald ein und folgen wenig begangenen Pfaden bis zum Schlosspark Neersen, in dem bereits die Schneeglöckchen auf ihre Blüte warten.
Gleich um die Ecke wohnt mein Neffe, doch der ist heute Vormittag leider bereits verplant. Sonst hätten wir schön einen Kakao zusammen trinken können.
vor neun Jahren:
Rund um Alt-Kaster

Das Agatha-Tor am Ortseingang von Alt-Kaster
Heute war ich mit Doxi rund um Alt-Kaster bei Bedburg unterwegs. Das hübsche befestigte Landstädtchen an der Erft lag im Mittelalter an einer wichtigen Handelsroute von Köln nach Jülich. Außerdem war und ist Kaster eine Station auf dem Jacobs-Pilgerweg von Dortmund über Düsseldorf nach Aachen.
Die gut erhaltenen Häuser stammen weitgehend aus der Zeit nach dem letzten Stadtbrand von 1624. Die Parzellierung weist noch auf den dörflichen Zustand vor der Stadterhebung hin.
1955 war Kaster die nach Einwohnern zweitkleinste Stadt der Bundesrepublik Deutschland.Mit dem weiteren Vordringen des Braunkohletagebaus wurden die benachbarten Dörfer Epprath, Morken-Harff und Königshoven nach Kaster umgesiedelt.
Nur seiner denkmalgeschützten mittelalterlichen Bausubstanz verdankt Kaster, dass es nicht in den Tagebau einbezogen wurde.
Nachdem wir den Ort durchquert hatten, wanderten wir zunächst am Kasterer See entlang und stiegen dann auf die Kasterer Höhe hinauf, die durch die Aufschüttung des Abraums aus dem angrenzenden Tagebau entstanden ist.
Oben angekommen, liefen wir unverhofft einer kleinen Rotte von Rehen über den Weg, die auf einem der Felder geäst hatten. Als sie uns erblickten, trotteten sie relativ gemütlich von dannen, in Richtung der bewaldeten Seitenhänge der Höhe. Von Panik keine Spur. Nur gut, dass ich Doxi in diesem Moment angeleint hatte.
Später begegneten wir dann einer weiteren Gruppe von Rehen auf einem frisch gepflügten Acker. Die vier Tiere liefen gar nicht erst weg, sondern legten sich einfach hin, um uns aus der Ferne zu beobachten. Dank ihres dunkelbraunen Fells waren sie dabei im Lehmboden kaum auszumachen. Doxi jedenfalls hat sie gar nicht gesehen. Glück gehabt.
vor zwölf Jahren:
Doxi im Anhänger über den Berg

Überquerung der Prüm zwischen Pronsfeld und Waxweiler
Noch immer sind wir in Pronsfeld/Eifel: Gestern war ich mit Doxi im Anhänger zum ersten Mal „Bahntrassenradeln“.
Von Pronsfeld aus ging es entlang des Prümtals 10 km nach Süden bis nach Waxweiler und dann wieder zurück. Eine wirklich schöne Strecke, aber natürlich nicht so lang.

Ich war schon gewarnt, dass der Tunnel von Bleialf im Winter gesperrt ist, weil an der Decke Fledermäuse überwintern. Als Fahrradfahrer oder Fußgänger müsse man deshalb über den getunnelten Berg.
Nun, was soll ich sagen, ich hatte mir die Tunnelumfahrung nicht so krass vorgestellt.
Als einzelner Radfahrer mit Gepäck ist die zu überwindende Steigung und ihre Länge schon ziemlich heftig, aber mit 35 kg Hund im Anhänger war es eine echte Tortur.
Pedalieren ging nicht mehr, ich habe Fahrrad und Hund und Anhänger schiebend bis zur Bergspitze gezogen und bin dabei pulsmäßig ziemlich nahe an mein Limit gekommen. Das Ganze auch noch auf einer Kreisstraße parallel zum Verkehr – nicht wirklich angenehm.
Glücklicherweise ist der Berg in der Gegenrichtung nicht mehr ganz so steil, sodass mir die Rückfahrt von St. Vith nicht erneut so viel Kraft abverlangt hat.
Insgesamt eine schöne grenzübergreifende Strecke, die aber auch ohne den Tunnel durchaus anspruchsvoll ist, von daher würde ich sagen: Wiedersehen im Frühjahr/Sommer, ohne Fledermäuse im Tunnel 🙂

