Kalenderblatt-Beiträge

vor einer Woche:

Chester verstorben

Chester verstorben
15. Januar 2026

Bitte kräftig zubeißen: Chester beim Schutzdienst in seinen Blütejahren. Jetzt ist er mit 14 verstorben.

Wenn man als Züchter 30 Hunde hervorgebracht hat, dann heißt es im Lauf der Zeit auch, dreißigmal Abschied nehmen. Als Kommerzzüchter fällt einem das vermutlich nicht so schwer, aber wenn man die Zucht aus Liebe zur Rasse und zu den Tieren betreibt, wird einem da immer wieder aufs Neue ein wenig schwer ums Herz.

Jetzt ist leider der feine Chester aus unserem C-Wurf im Alter von 14 Jahren verstorben. Wir hatten viele Jahre regelmäßigen Kontakt, weil er mit seinem Frauchen Heike intensiv im Hundesport aktiv war. Zwischen 2015 und 2019 hat er die Begleithundeprüfung, die SPR1 und die FPR1 und sogar die äußerst anspruchsvolle SD IDP-3 erfolgreich abgelegt (Link). Das volle Programm quasi, was nicht viele Hovawarte mit ihren Besitzern fertigbringen.

Chester war der Sohn unserer Bellis und ein prächtiger Blonder, genau wie seine Mutter. Wir sind sicher, er hat bei Heike ein wunderbares Leben gehabt, wie es schöner und abwechslungsreicher für einen Hund kaum sein kann. Lieber Chester, solange dieser Blog besteht, wirst du uns auch hier in fester Erinnerung bleiben. Wir wünschen dir einen guten Weg in die ewigen Jagdgründe, da wo die Leckerchen niemals aus gehen.

vor zwei Wochen:

Erich Kästner: Der Januar

Erich Kästner: Der Januar
Büttgen, 8. Januar 2026

Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Der Weihnachtsmann ging heim in seinen Wald.
Doch riecht es noch nach Krapfen auf der Stiege.
Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Man steht am Fenster und wird langsam alt.

Die Amseln frieren.
Und die Krähen darben.
Und auch der Mensch hat seine liebe Not.
Die leeren Felder sehnen sich nach Garben.
Die Welt ist schwarz und weiß und ohne Farben.
Und wär so gerne gelb und blau und rot.

Umringt von Kindern wie der Rattenfänger,
tanzt auf dem Eise stolz der Januar.
Der Bussard zieht die Kreise eng und enger.
Es heißt, die Tage würden wieder länger.
Man merkt es nicht. Und es ist trotzdem wahr.

Die Wolken bringen Schnee aus fremden Ländern.
Und niemand hält sie auf und fordert Zoll.
Silvester hörte man’s auf allen Sendern,
dass sich auch unterm Himmel manches ändern
und, außer uns, viel besser werden soll.

Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Und ist doch hunderttausend Jahre alt.
Es träumt von Frieden. Oder träumt’s vom Kriege?
Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Und stirbt in einem Jahr. Und das ist bald.

vor drei Wochen:

Einhundert Jahre Tonhalle

Einhundert Jahre Tonhalle
Düsseldorf, 1. Januar 2026

Neujahrskonzert der Düsseldorfer Symphoniker unter der Leitung von Axel Kober

Im Jubiläumsjahr der Düsseldorfer Tonhalle komme ich zu meinem ersten symphonischen Neujahrskonzert überhaupt. Meine Schwiegermama ist leider verhindert, und so sitze ich an ihrer statt an der Seite meines Schatzes im Oberrang mit hervorragendem Blick auf das Orchesterpodium (noch einmal besten Dank für die Karte!).

Das 1926 als größtes Planetarium der Welt eingeweihte Haus direkt am Rheinufer gilt heute als wichtiges Bauwerk des Backsteinexpressionismus. Nur durch Zufall hat der markante Kuppelbau des Architekten Wilhelm Kreis den Zweiten Weltkrieg überstanden.

Die vollständige Restauration der Außenfassade inklusive Ausbau des Innenraums zu einem akustisch hervorragend klingenden Konzertgebäude erfolgte in den Jahren 1975 bis 1978.

Heute sind unter dem Dach der grünen Kuppel die Düsseldorfer Symphoniker zu Hause. Außerdem gastiert in dem bis zu 2.000 Besucher fassenden Saal ein breites Spektrum zeitgenössischer Künstler – von Helge Schneider bis Helen Grimault.

Nun höre ich zwar regelmäßig Klassische Musik, aber bei einem Blick auf das Programm das Neujahrskonzerts war ich schon ein wenig skeptischZu viel Operette, zu viel Leicht-Beschwingtes in großer Besetzung. Und so kam es dann auch.

Doch als Laienmusiker habe ich immer großen Respekt vor den Profis. Von daher war es auch für mich ein durchaus interessanter Nachmittag mit viel Tamtam, Musik und Gesang in diesem ehrwürdigen Haus, das nun ein ganzes Jahr lang seinen einhundertjährigen Geburtstag feiert.

vor drei Monaten:

Herbst am Hofgarten

Herbst am Hofgarten
Düsseldorf, 22. Oktober 2025

Schauspielhaus und Dreischeibenhaus am Gustav-Gründgens-Platz

Heute Morgen war ich zwei Stunden mit der Kamera rund um den Düsseldorfer Hofgarten unterwegs. Ich hatte mir vorgenommen, einige herbstliche Motive zwischen Natur und Architektur einzufangen. Oper, Kunstpalast, Schauspielhaus, Dreischeibenhaus, Malkasten: überall kommen mir die bunten Bäume in ihren festlich geschmückten Ballkleidern entgegen. Die Architektur wird da fast zur Kulisse. Und weil zuletzt wenig Wind herrschte, sehen die Bäume gerade noch ganz fein und unzerzaust aus. Wird aber nicht so bleiben, schon morgen soll Sturm aufziehen.

vor sechs Monaten:

Klausurzulassung widerrufen, Schock!

Klausurzulassung widerrufen, Schock!
Büttgen, 22. Juli 2025

Oh, nein, hier geht’s nicht weiter

Da büffelt man sechs Monate und arbeitet stetig und konzentriert auf den Klausurtermin am Ende des Semesters hin, und dann das. Heute um 11:39 flatterte eine E-Mail vom Prüfungsamt der Universität in mein Postfach: Ich bin von der angemeldeten Semesterklausur in Statistik am 25. August ausgeschlossen.

Und dass, obwohl ich keine Vorlesung versäumt und alle acht (!) Prüfungsvorleistungen erfolgreich bestanden habe. Der Grund, ich habe die Frist für einen popeligen Techniktest meines PCs versäumt. Also gar nichts inhaltsmäßiges, sondern eine komplette Nebengeschichte.

Nach dem ersten Schock und dem Kopfkino „was nun“, habe ich eine freundliche Antwort formuliert und um Kulanz gebeten. Schließlich ist so ein Techniktest in zehn Minuten absolviert, und von dem Fristende fünf Wochen vor der Klausur hatte ich wirklich nichts mitbekommen. Ist wohl in den vielen Nachrichten der Studienleitung am schwarzen Brett untergegangen.

Viel versprochen hatte ich mir von meiner Bitte nicht. Schließlich kann das System Universität eine ganz schön unpersönliche, bürokratische Wand sein. Doch dann, am Nachmittag, die Vergebung. Offensichtlich war es vielen Studenten genau so ergangen, wie mir. Fristverlängerung für den Techniktest aus Kulanz. Puh, noch mal Glück gehabt. Das hätte ich auch nicht gedacht, dass ich mich auf meine alten Tage einmal so freuen würde, an einer Prüfung teilnehmen zu dürfen 🙂

vor neun Monaten:

Marc Chagall im K20

Marc Chagall im K20
Düsseldorf, 22. April 2025

Die Ausstellung präsentiert mehr als 100 Werke

Die Kunstsammlung NRW zeigt im K20 Düsseldorf noch bis August eine sehr sehenswerte Ausstellung mit Werken des russisch-französisch Malers, die in Kooperation mit der ALBERTINA, Wien, entstanden ist.

Der als ältestes Kind einer jüdisch-orthodoxen Familie im heutigen Belarus aufgewachsene Chagall reflektierte Chagall zeitlebens seine Herkunft aus einem jüdischen Schtetl. Seine Bilder erzählen vom jüdischen Alltag und Gebräuchen, aber auch von Ausgrenzung und Pogromen. Sie handeln vom Trauma der Verfolgung, aber auch vom Traum eines besseren Lebens.

Chagalls fantastisch-poetischen Bildwelten sind von leuchtend intensiver Farbigkeit, seine Motive bleiben teilweise rätselhaft. Als junger Künstler in Paris experimentierte Chagall mit Fauvismus und Kubismus und verband die neuen stilistischen Tendenzen mit jüdischen Motiven und russischer Folklore.

Das war einzigartig in seiner Zeit und machte ihn zum „Wunderkind der Moderne“. In der Ausstellung werden nicht nur die malerischen Einflüsse auf das Frühwerk Chagalls nachvollziehbar. Zu entdecken ist ebenso die weniger bekannte gesellschaftskritische Seite des Künstlers, der lange mit der russischen Revolution sympathisierte und versuchte am revolutionären Umbruch mitzuwirken.

vor zwei Jahren:

Schön in die Pfütze gesetzt

Schön in die Pfütze gesetzt
Büttgen, 22. Januar 2024

Alles hinten ordentlich nass geworden, aber besser, man ärgert sich nicht, sondern quittiert’s‘ mit einem Lächeln

Die neue Woche beginnt mit einer lustigen Episode. Über Nacht ist eine Warmfront mit Regen aufgezogen und hat den letzten Schnee geschmolzen. Entsprechend matschig ist es bei uns im Feld nun.

Auf der großen Morgenrunde mit Doxi bin ich deshalb mit Gummistiefeln unterwegs. Und wie ich so ganz vergnügt durch eine fette Pfütze stakse, rutsche ich aus und setze mich rückwärts mit dem Popo voll ins Wasser. Platsch, platsch, platsch – alles nass, bis auf die Unterhose.

Habe ich mich natürlich erst einmal erschrocken und ganz schnell wieder aufgerichtet. Und dann musste ich erst einmal lachen. Nur gut, dass das Handy nicht untergetaucht ist, weil ich es gerade in der Hand hielt.

Und weil der warme Wind heute Vormitag stark wie ein Föhn bläst, war mein Pops am Ende der langen Runde auch schon fast wieder trocken. Na, ja, nicht ganz, aber alles halb so schlimm.

vor drei Jahren:

Getreidespeicher wird Kunstmuseum

Getreidespeicher wird Kunstmuseum
Duisburg, 22. Januar 2023

Links das alte Kesselhaus der Küppersmühle, in der Mitte das ehemalige Hauptgebäude mit dem Eingang und rechts der Museums-Anbau von 2021

Seit Herbst 2021 ist Duisburg um eine Attraktion reicher: Im Innenhafen gleich neben dem Stadtzentrum hat der moderne Erweiterungsbau des MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst geöffnet.

Das Museum in einem ehemaligen Getreidespeicher (Küppersmühle) wurde im Jahre 1999 eröffnet und durch den großzügigen Anbau nun noch einmal deutlich erweitert.

Die Fertigstellung der Erweiterung war bereits für 2011 geplant. Doch das Projekt geriet in Schieflage, weil das ursprüngliche Konzept, einen scheinbar freischwebenden Quader auf die vorhandenen Getreide-Rundsilos aufzusetzen, an Baumängeln scheiterte.

Die beauftragten Baufirmen meldeten in der Folge Insolvenz an, und es dauerte bis 2016, bis die Arbeiten am Erweiterungsbau mit einem komplett überarbeiteten Konzept erneut begannen. Doch nun steht das erweiterte komplette Museum.

Wunderbar, wie sich alte und neue Bausubstanz zusammenfinden. Aus dem Erdgeschoss blickt man in die riesigen Getreidespeicher auf, die man in den darüber liegenden Etagen auch durchqueren kann.

Eine Abfolge von 36 hellen, klar strukturierten Sammlungsräumen bietet der Kunst viel Raum zum Wirken. Neben Wechselausstellungen wird auf den vier Etagen vor allem Nachkriegskunst von namhaften deutschen Künstlern wie Georg Baselitz, Jörg Immendorff, Anselm Kiefer, Imi Knoebel, Markus Lüpertz, A. R. Penck, Sigmar Polke, Gerhard Richter und weiteren gezeigt.

Eine echte Pracht dieses Museum, und ein großer Schatz für das Ruhrgebiet, wie ich finde.

vor 20 Jahren:

A-Wurf Tag 61: Großer Aufräumtag

A-Wurf Tag 61: Großer Aufräumtag
Büttgen, 22. Januar 2006

Nun können wir die Garage wieder in Beschlag nehmen

Kein Welpe mehr da. Schnief! Doch für Trübsal bleibt keine Zeit. Erst mal alles aufräumen: Welpenauslauf, Welpenschlafplatz in der Garage, das ganze Spielzeug, Futter und vor allem das Stroh, mit dem wir alles ausgelegt hatten. So geht der erste Tag ohne Welpen schnell vorbei.