Kalenderblatt-Beiträge

vor einer Woche:

Goethes „Märchen“ heute

Goethes „Märchen“ heute
Düsseldorf, 27. Januar 2026

Goethe-Museum Düsseldorf im Schloss Jägerhof

In seiner Winterausstellung nimmt sich das Goethe-Museum Düsseldorf einem ganz und gar wundersamen Stück deutscher Literaturgeschichte an, über dessen Interpretation bis heute debattiert wird: Goethes geheimnisvolles „Märchen“, verfasst in einer Zeit voller Umbrüche, Kriege und Flucht, ist keine gewöhnliche volkstümliche Erzählung, sondern ein Kunstmärchen.

Wunder, Magie, sprechende Tiere, tödliche Pflanzen, das alles kommt darin vor. Erstmals erschien die fantastische Erzählung 1795 in der von Friedrich Schiller herausgegebenen Zeitschrift „Die Horen“ als letzter Beitrag zu Goethes Novellenzyklus „Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten.“

Die stark verkürzte und um einige Nebenstränge reduzierte Handlung geht in etwa so:

Schauplatz des Geschehens ist eine erst allmählich erkennbare antike Landschaft, die durch einen Fluss geteilt ist. Überquert werden kann dieser nur mithilfe des Fährmanns oder der Schlange, wenn sie sich am Mittag in eine Brücke verwandelt, oder über den abendlichen Schatten eines gewaltigen Riesen. Unterirdisch befindet sich nahe dem Fluss ein Tempel, der vier Könige in Form von Statuen beherbergt.

Goethes „Märchen“ heuteNeben einer Alten, die einen toten Mops zu beklagen und außerdem Schulden beim Fährmann hat, machen sich auch die grüne Schlange und ein Jüngling auf den Weg zur schönen Lilie. Diese vermag es, durch bloße Berührung Totes lebendig zu machen und Lebendiges zu töten.

Die schöne Lilie hat den Tod ihres geliebten Kanarienvogels zu betrauern und der Jüngling richtet sich selbst durch die freiwillige Berührung der schönen Lilie, die er liebt. Um beide zu retten, opfert sich die grüne Schlange auf. Aus ihren Überresten entsteht eine dauerhafte Brücke über den Fluss.

Obendrein setzt sich der unterirdische Tempel in Bewegung, unterquert den Fluss, steigt am gegenüberliegenden Flussufer wieder empor und nimmt die Hütte des Fährmanns als Altar in sich auf. Der Jüngling wird zum König ernannt und nimmt die schöne Lilie zu seiner Frau. Das Volk ist begeistert, drängt in den Tempel und bestaunt dort seinen König, seine Königin und deren Gefolge. Soweit die Erzählung.

Die Ausstellung im Goethe-Museum Düsseldorf thematisiert die Handlung und die Figuren des Märchens, zeigt Zeitzeugnisse und geht Fragen nach, etwa: Warum wählte Goethe hier einmalig die Literaturform des Märchens? Was sagen uns solche Geschichten inmitten von Krisen und Konflikten heute? Oder: Kann KI Märchen so erzählen wie einst Goethe oder die Brüder Grimm?

Das alles ist liebevoll inszeniert, aber die wesentliche Erkenntnis war für mich heute, dass Goethe überhaupt eine solch fantastische Geschichte verfasst hat. Davon hatte ich bis dato noch nie etwas gehört. Alles so ganz anders, als in Goethes sonstigen Werken. „Wenn da vor 230 Jahren nicht auch mal Drogen im Spiel waren“, kam es mir spontan in den Sinn. Sollen abends am lauschigen Kaminfeuer ja gerne mal geknastert haben, die Herren Goethe und Schiller…

vor zwei Wochen:

Hier blüht das Nutella

Hier blüht das Nutella
Büttgen, 20. Januar 2026

Haselblüten bereit zum Abflug

Ungewöhnlich früh und stark hat bei uns im Westen Deutschlands die Haselblüte begonnen. Auf meiner großen Feldrunde heute konnte ich den Abflug der Pollen aus den gelben Kätzchen bereits an mehreren Stellen beobachten. Tatsächlich warnt der Deutsche Wetterdienst für Nordrhein-Westfalen, das Rhein-Main-Gebiet und den Oberrhein aktuell vor mittelstarkem Pollenflug.

Jetzt, Mitte Januar, sind in den besonders betroffenen Regionen nach Aussagen des DWD schon mehr als die Hälfte der Haselsträucher in Blüte. Das ist außergewöhnlich früh. Im Osten Deutschlands sind die Frühblüher dagegen noch nicht so weit. Dort haben kühlere Luftmassen die Entwicklung der Haselsträucher gebremst.

vor drei Wochen:

Drei-Besen-Tag vorgezogen

Drei-Besen-Tag vorgezogen
Büttgen, 13. Januar 2026

Hinterher: Geht doch

Anfang April ist bei uns in Kaarst wieder Drei-Besen-Tag, wo die Bürger und Vereine eingeladen sind, einen Vormittag lang durch die Stadt zu ziehen und öffentliche Flächen von Unrat zu befreien. Aber das kann man ja eigentlich zu jeder Jahreszeit machen.

Bei uns am Parkplatz hat im Dezember mehrere Nächte lang ein junger Mann in seiner schwarzen VW-Limousine mit Neusser Kennzeichen genächtigt, der einfach alles dort hinterlassen hat: Essens- und Getränkeverpackungen, Tablettenblister, Toilettenpapier, Kondome, BHs. Ich habe mir das Kennzeichen aufgeschrieben und seine Hinterlassenschaften dokumentiert, aber für eine Anzeige bei der Polizei hat meine Wut dann doch nicht ausgereicht.

Stattdessen habe ich seinen ganzen Müll jetzt zusammen mit anderem Unrat am Parkplatz weggeräumt. Mein persönlicher Drei-Besentag-Tag im Januar 2026. Sieht nun auf jeden Fall nicht mehr so eklig aus.

Drei-Besen-Tag vorgezogen

Vorher: Einfach eklig, alles voll mit Siff.

vor sechs Monaten:

Classic Days 2025

Classic Days 2025
Rittergut Birkhof, 3. August 2025

Historisches US-Feuerwehr-Fahrzeug auf der Rundstrecke

Seit 2006 locken die Classic Days jährlich Anfang August tausende von Oldtimer-Besitzern und noch mehr Besucher ins Rheinland. Viele Jahre wurde die Veranstaltung auf dem Gelände von Schloss Dyck bei Jüchen durchgeführt, anfangs mit 500 klassischen Fahrzeugen, später mit bis zu 7.000, darunter immer auch ganz besondere Liebhaber- und Einzelstücke.

In diesem Jahr finden die Classic Days erstmalig auf dem Rittergut Birkhof bei Korschenbroich statt. Der Veranstalter erwartet bis zu 30.000 Besucher, denen ein vielfältiges Programm geboten wird: Autos, Motorräder, Clubs, Picknick für jedermann, Zeitreise in alter Kleidung und bunten Dekorationen, Demonstrationsfahrten auf abgesperrter Rundstrecke mit historischen Motorsport-Legenden, offenes Fahrerlager und Paddock mit modernen und alten Rennwagen und vielfältigen Exponaten.

Nun bin ich kein ausgewiesener Oldtimer-Fan, aber die Veranstaltung wollte ich mir zum ersten Mal in all den Jahren dennoch anschauen. Schon allein, weil sie quasi bei mir am Dorfrand stattfindet, dort wo ich sonst regelmäßig meine Abendrunden drehe. Schon in den letzten zwei Wochen konnte ich deshalb den aufwändigen Aufbau für die Veranstaltung verfolgen.

Leider herrschte an den ersten beiden Veranstaltungstagen regnerisches Wetter, doch der heutige Sonntag zeigt sich freundlich und stellenweise sogar richtig sonnig. Das habe ich für einen Besuch genutzt. In der Anfahrt aus allen Richtungen lange Schlangen von PKWs, darin viele prächtige Youngtimer und PS-starke Fahrzeuge. Mich konnte der Stau nicht schrecken, denn ich war natürlich mit dem Motorrad unterwegs und rollte dynamisch vorbei 🙂

vor neun Monaten:

Ein Riesenfaß aufgemacht

Ein Riesenfaß aufgemacht
Bad Dürkheim, 3.05.2025

Ist gar kein Wein drin, aber wer sollte das auch alles trinken?

Bad Dürkheim ist jedem in der Pfalz und in den angrenzenden Regionen ein Begriff, weil dort jährlich im Herbst der Wurstmarkt stattfindet, das mit über 700.000 Besuchern größte Weinfest der Welt.

Der Wurstmarkt entstand im Jahr 1416 durch den Handel mit Wurst und Wein. Heute zieht das Weinfest nicht nur überregionale, sondern auch viele internationale Touristen an.

Neben dem Festgelände steht unübersehbar das größte Weinfaß der Welt. Bei einem Durchmesser von 13,5 m bietet es ein Volumen von etwa 1.700.000 Litern, beherbergt allerdings gar keinen Rebsaft, sondern ein beliebtes Weinlokal.

Bad Dürkheim liegt östlich der Haardt, dem Ostrand des mittleren Pfälzerwalds, bereits in den Weinbergen. Die 18.000 Einwohner-Stadt ist Teil der Weinstraße, und Wein wird hier wirklich gerne konsumiert, wie ich bei einem Bummel durch das Zentrum feststellen konnte.

Überall sind die Weinlokale an diesem warmen Samstagabend gut besucht. Eine nette Atmosphäre liegt über der Altstadt. Die Stimmung ist gelöst, es geht gesellig zu. In vino veritas, kommt mir dabei in den Sinn 🙂

vor neun Monaten:

Rund um die Burg Battenberg

Rund um die Burg Battenberg
Battenberg / Pfalz, 3.05.2025

Blick von der Burg in die Rheinebene

Am nordöstlichsten Zipfel des Pfälzerwalds, 10 km nördlich von Bad Dürkheim, liegt das schöne Krumbachtal, über dem sich die Burg Battenberg erhebt.

Der angrenzende Wohnort gleichen Namens ist eine privilegierte Wohnlage, weil man von dort oben geradewegs in die Rheinebene und darüber hinaus bis zum Odenwald schauen kann. Bei trockener Luft und guter Fernsicht reicht der Blick an Ludwigshafen und Mannheim vorbei bis nach Heidelberg in 40 km Entfernung.

Unten am Eingang zum Krumbachtal gibt es einen schönen Wanderparkplatz ohne Verbotsschilder für Wohnmobile, wo wir heute Station machen.

Am Morgen regnet es noch ein wenig, aber als sich der Himmel aufklart, marschieren wir gleich los auf eine 6 km lange Wanderung hinauf zur Burg und rund um das Krumbachtal.

Unmittelbar am Wanderparkplatz hat sich ein Schwarm wilder Bienen einen Rebstock als Nest auserkoren. Es ist ein wilder Gewusel tausender Individuen direkt neben dem Wanderweg, an dem ich mich nur vorsichtig vorbeizugehen traue. Doxi halte ich sicherheitshalber an der kurzen Leine. Aber, außer dass wir von einigen Bienen umschwärmt werden, passiert nichts.

Rund um die Burg Battenberg

Überall blüht es in diesen Tagen

Die Tour führt uns durch die Weinberge hinauf zur Burg mit der eingangs erwähnten beschriebenen fantastischen Fernsicht. Dann geht es durch den Ort, wo das Krumbachtal gleich hinter der ersten Häuserreihe steil abfällt.

Am Ende der Wohnlage steigen wir ins Tal hinab und streben entlang des Krumbachs wieder unserem Parkplatz und der Rheinebene entgegen.

Wären wir an der entscheidenden Stelle der Wanderung nicht nach links, sondern nach rechts abgebogen, wir hätten 60 km quer durch den Pfälzerwald bis zu den Vogesen laufen können. Hätten wir aber vermutlich irgendwann gemerkt …

vor neun Monaten:

Spiel mit Schwarzwald-Klischees

Spiel mit Schwarzwald-Klischees
Traumfabrik Schwarzwald, 3. Mai 2025

Eine der Ikonen des Schwarzwalds: die berühmte Kirschtorte, hier als Streetart

Bevor wir den Schwarzwald endgültig verlassen, hier noch etwas Streetart, die ich rund um das Schwarzwälder Freilichtmuseum bei Gutach entdeckt habe. Eine sehr kreative Art, mit den etwas überkommenen Klischees der Region umzugehen, wie ich finde. Man beachte die Details.

vor neun Monaten:

Bezauberndes Gengenbach

Bezauberndes Gengenbach
Gengenbach a.d. Kinzig, 3.05.2025

Brunnen am Marktplatz

Die mittelalterliche Reichsstadt Gengenbach liegt bereits im Übergangsbereich vom Schwarzwald in das Rheintal. Es ist die letzte Stadt im Kinzigtal, die wir heute besuchen. Dahinter folgt nur noch Offenburg (waren wir schon 2017), bevor die Kinzig in etwa 20 km Entfernung von Gengenbach in den Rhein mündet.

Gengenbach verfügt über eine große, gut erhaltene und prächtige Altstadt, weshalb es viele Besucher anzieht.

Schon zu Römerzeiten existierte hier ein Gutshof, wie archäologische Funde zeigen. Die heutige Stadt ging aus einer bäuerlichen Ansiedlung hervor, die im Umfeld des Benediktinerklosters Gengenbach entstand und für das Jahr 1231 erstmals urkundlich belegt ist.

Bis heute hat die Stadt ihre mittelalterliche Silhouette aus zwei Kirchtürmen und fünf Türmen der einstigen Stadtbefestigung bewahrt. Im Herzen der Altstadt befindet sich der Marktplatz mit Brunnen und dem Rathaus. Drumherum gruppieren sich zahlreiche prächtige Fachwerkbauten, aber auch das repräsentative Korn- und Kaufhaus aus späterer Zeit.

Auch Juden war im Mittelalter die Ansiedlung in Gengenbach gestattet. Sie lebten in der leicht geschwungenen Judengasse (ab 1877 Engelgasse) am Rande der Altstadt, unmittelbar an der Stadtmauer. Auch diese Häuser sind sehr gut erhalten und wie alles hier definitiv einen Besuch wert.

vor neun Monaten:

Haslach im Kinzigtal

Haslach im Kinzigtal
Haslach im Kinzigtal, 3.05.2025

Stadtkirche von Hasloch

Kurz hinter dem Schwarzwälder Freilichtmuseum mündet die Gutach in die Kinzig, die in einem breiter werdenden Tal durch den mittleren Schwarzwald in Richtung Westen zur Rheinebene hin strömt. Doch bis dahin sind es noch mehr als 70 Kilometer.

Im Kinzigtal liegen eine Reihe historischer Schwarzwaldorte, von denen wir uns zunächst das hübsche Hasloch anschauen, rund 40 km nördlich von Freiburg und 20 km südlich von Offenburg.

Haslach ist eine sehr alte Stadt. Römerzeitliche Funde lassen eine Besiedlung bereits zu Zeiten des Baus der Militärstraße durch das Kinzigtal um 74 n. Chr. vermuten.

Das heutige Haslach war von den Zähringern im 11. Jahrhundert als Marktstadt und Zentrum des lokalen Silberbergbaus gegründet worden. Bereits im Jahre 1278 wurde ihr das Stadtrecht verliehen.

Die schöne Haslacher Altstadt mit vielen Fachwerkhäusern aus dem späten Mittelalter und neuzeitlichen Bauten wirkt sehr aufgeräumt und gepflegt. Sie steht seit 1978 als Gesamtanlage unter Denkmalschutz des Landes Baden-Württemberg.

Im Herzen der Altstadt befindet sich die Kath. Kirche St. Arbogast, drumherum gepflegte Grünflächen und Parks am Hofstetterbach. Ein wirklich einladender Ort, in dem es auch ein Schwarzwälder Trachtenmuseum gibt, wie ich im Nachhinein festgestellt habe. Doch das habe ich heute leider verpasst.

vor neun Monaten:

Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof

Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof
Gutach, 3.05.2025

Keimzelle des Freilichtmuseums: der Vogstbauernhof von 1612

Unsere zweite Station heute ist das schöne Schwarzwälder Freilichtmuseum bei Gutach im mittleren Schwarzwald. Das Museum ist ein Besuchermagnet, wie bereits die Größe des Parkplatzes erkennen lässt. Bei unserer Ankunft stehen dort bereits mehrere Busse mit Besuchern aus Frankreich, Spanien und Italien.

Kein Wunder eigentlich, denn auf dem Gelände kann man die historische gewachsene Tradition des Schwarzwälder Hausbaus, des Handwerks und der Traditionen komprimiert an einem Ort entdecken. Schwarzwald-Klischee pur sozusagen, aber vor einem echten, unverfälschten Hintergrund.

Das Freilichtmuseum ist ab 1964 um den tatsächlich an dieser Stelle seit 1612 stehenden Vogtsbauernhof entstanden. Im Laufe der Jahrzehnte wurden weitere typische Häuser und -gehöfte aus anderen Regionen Schwarzwaldregionen dorthin reloziert und die Anlage weiter ausgebaut und professionalisiert. Heute empfängt man dort mehr als 230.000 Besucher pro Jahr.

vor neun Monaten:

An den Triberger Wasserfällen

An den Triberger Wasserfällen
Triberg / Schwarzwald, 3. Mai 2025

In mehreren Kaskaden stürzt das Wasser 157 m in die Tiefe

Jetzt haben wir das schöne Bernauer Hochtal wieder verlassen. Es steht ein Wetterwechsel zu Regen und kühler Luft an, deshalb möchte ich noch einige Stationen im mittleren Schwarzwald besuchen, bevor uns das Wetter Richtung Heimat zwingt.

Wir starten den Tag mit einem Besuch der Triberger Wasserfälle, rund 70 km nördlich von Bernau. Mit einer Fallhöhe von insgesamt 163 Metern gehören sie zu den höchsten und bekanntesten Wasserfällen Deutschlands.

Mehr als 500.000 Besucher zählt die Gemeinde pro Jahr, doch an einem Werktag morgens um 7:30 sind wir alleine auf den steilen Wegen neben der Wutach unterwegs.

Das Wasser kommt aus dem nordöstlichen Abhang der Schönwalder Hochfläche und stürzt unmittelbar vor dem Talort Triberg in zwei Kaskadengruppen in die Tiefe: Die oberen Fälle mit drei Hauptstufen fallen von 872 m auf 856 m ü. NHN. Nach einem steilen Sturzbachabschnitt folgen die bekannten siebenstufigen Hauptfälle, die auf einer Laufstrecke von ca. 230 Metern von etwa 805 m auf 713 m ü. NHN abstürzen.

Auf asphaltierten Wegen mit zwei Holzbrücken kann man die variationsreichen Abstürze von ganz oben bis hinunter nach Triberg erwandern, immer begleitet vom tosendem Rauschen des Wassers. Ein faszinierendes Naturspektakel.

vor einem Jahr:

Hildener Heide im Winter

Hildener Heide im Winter
Hilden, 3. Februar 2025

‚Heide und Wald im Naturschutzgebiet Sandberg

Heute war ich mit Doxi bei wunderbarer Wintersonne auf halber Strecke zwischen Düsseldorf und Wuppertal in der Hildener Heide unterwegs. Das beliebte Naherholungsgebiet mit Heide, Wald und zahlreichen Bächen trennt die Städte Hilden und Haan.

Wir starten am Sandberg, einer Kuppe, deren Hänge mit ausgedehnten Besenheide-Beständen bewachsen sind. Das gesamte Gebiet ist Teil der früheren Bergischen Heideterrasse, die sich bis zur Wahner Heide südlich von Köln erstreckt. Es markiert den Übergang vom flachen Rheinland zum Bergischen Land.

Ich bin heute vorsichtshalber mit Gummistiefeln unterwegs, für den Fall, dass die Wege stark vermatscht sind. Doch nach einer eiskalten Nacht ist am Boden noch alles gefroren. Dafür bewährt sich meine Schuhwahl, als wir zweimal Bäche ohne erkennbaren Übergang kreuzen müssen. Echt praktisch, wenn man es der Doxi gleichtun und einfach so durchs Wasser laufen kann!

vor zwei Jahren:

Rundgang Kunstakademie 24/I

Rundgang Kunstakademie 24/I
Düsseldorf, 3. Februar 2024

An Besuchern mangelt es wie immer nicht

Wieder geht ein Semester der Kunstakademie Düsseldorf dem Ende entgegen und erneut öffnen die Studierenden ihre Atelierräume für alle Kunstinteressierten zum legendären „Rundgang“.

Im letzten Jahr waren Heike und ich hier getrennt unterwegs, heuer wandeln wir wieder gemeinsam durch die endlos langen Flure am Rheinufer.

Der Akademie feiert in diesem Jahr ihr 250. Jubiläum, der heutige Bau ist allerdings jüngeren Datums und stammt aus dem Jahr1875.

Wie gewohnt wird vor allem Malerei gezeigt, außerdem Plastiken, ein wenig Architektur und Videokunst. Performances waren nach unserem Eindruck in diesem Jahr rar gesät, aber vielleicht haben wir da auch nicht aufmerksam genug hingeschaut.

Denn es sind einfach wahnsinnig viele Reize, denen man dort ausgesetzt ist. Nach zwei Stunden Rundgang auf den drei Etagen waren wir schon ein wenig k.o. und hatten absolut das Gefühl, für heute hätten wir erst einmal genug gesehen.

vor drei Jahren:

Erster Saunabesuch nach Corona

Erster Saunabesuch nach Corona
Neuss, 3. Februar 2023

Die Seesauna im Naturbadesee des Wellneuss

Früher habe ich regelmäßig öffentliche Saunaanlagen rund um Düsseldorf besuchtbis Corona kam. Dann wurde mir das im Hinblick auf das Infektionsrisiko zu gefährlich, und eine Weile waren die Anlagen ja auch geschlossen.

Drei Jahre ist das her, aber heute war ich zum ersten Mal wieder im Wellneuss, der wunderschönen Anlage in Neuss-Reuschenberg. Das hat mir richtig gutgetan.

Und zur Feier des Tages bin ich bei meinem ersten heißen Post-Corona-Aufguss extra lange sitzen geblieben. So lange, bis ich nicht mehr konnte. Die anderen 43 Mitschwitzer hatten sich da längst unter die kühlende Dusche gerettet 🙂