vor drei Wochen:
Frostwanderung am Lampertsbach

Doxi vor Wachholderheide auf Kalkmagerrasen im Lampertsbachtal
Einen weiteren Tag mit strahlend klarer Frostluft nutze ich für eine Wanderung in der schönen Eifel-Toskana zwischen Ripsdorf und Mirbach an der Landesgrenze von Rheinland-Pfalz und NRW.
Von der imposanten Erlöserkirche in Mirbach steige ich mit Doxi über den Baumberg hinab ins Lampertstal, wo der Lampertsbach die meiste Zeit des Jahres heimlich, still und leise in seinem Bachbett versickert und im Kalkgestein verschwindet.Nur nach starken Regenfällen bleibt an der Oberfläche genügend Wasser zurück, damit der Bach seinen Weg durch das Tal Richtung Dollendorf fortsetzen kann.
An den Talhängen sorgt der kalkhaltige Untergrund für eine markante Flora aus Magerwiesen, die mit solitären Lorbeersträuchern bewachsen sind.
Doch nicht überall kann die tief stehende Dezembersonne die Hänge vollständig erreichen. In schattigen Zonen klebt der weiß glitzernde Nachtrost noch in den frühen Nachmittagsstunden auf den herbstlich vergilbten Wiesen. Schön sieht dieses Wechselspiel der Farben aus.
vor einem Monat:
Best of Doxi 2025

Mai 2025: Doxi auf dem Panoramaweg in Bernau Dorf im Hochschwarzwald
Nein, dieses Jahr war anders. Das Wetter war schön, die Laune war gut – dennoch waren wir gerade einmal halb so viel unterwegs wie sonst, nur 59 Tage. Erst weil ich so fürchterlich viel mit dem Studium und seinen Begleiterscheinungen zu tun hatte, dann weil es Doxi zwischenzeitlich nicht gut ging und schließlich, weil ich mir das Dach meines Wohnmobils am Kanonenrohr eines niederländischen Kriegsschiffs aufgerissen habe. Das muss man auch erst einmal hinbekommen.
Doxi hat in den vergangenen 12 Monaten in den Hinterläufen deutlich an Kraft verloren. Auf gerader Strecke können wir noch so acht oder neun Kilometer mit ihr wandern, sofern es nicht zu heiß ist. Aber Treppensteigen, Bergauflaufen oder Rennen funktioniert nicht mehr gut. Das ist dem Alter geschuldet. Es geht allerdings schon wieder etwas besser seit einer großen Zahn-OP im Oktober. Davor muss sie eine Weile schlimme Zahnschmerzen gehabt haben.
Aber unser kleiner zotteliger schwarzblonder Schatz lebt noch, Hurra! Hier die schönsten Doxi-Bilder, die auf unseren Ausflügen und Reisen im Jahr 2025 entstanden sind. Übrigens: Mehr von „Best of Doxi“ gibt es hier.
vor drei Monaten:
Konzeptkunst á la Feldmann

Hans-Peter Feldmann, Seestücke, 2011-2016
Hans-Peter Feldmann (1941-2023) war ein deutscher Konzeptkünstler, der sich mit Fotografie, Malerei und Bildhauerei beschäftigte und in seinem Œuvre immer wieder auch alltägliche Dinge und Handlungen zusammenstellte – oftmals mit einem Augenzwinkern.
Seinem umfangreichen Schaffenswerk hat der Kunstpalast Düsseldorf nun eine Retrospektive mit rund 80 Arbeiten in zehn Räumen gewidmet. Immer wieder drehen sich Feldmanns Arbeiten um die Fragen „Was ist Kunst? Wo fängt sie an, wo hört sie auf? Wer bestimmt, was Kunst ist? Was macht einen Künstler, eine Künstlerin aus?“
Die Ausstellung präsentiert seine Werkserien chronologisch ab den späten 1960er Jahren. Schon in den frühen Arbeiten lassen sich zentrale, immer wiederkehrende Themen erkennen: Alltag, gesellschaftliche Klischees, Voyeurismus, private und öffentliche Sphären, Geschmacksbildung, Humor und Satire, Träume und Projektionen. Von Beginn an verfolgte Feldmann konsequent die Strategien der künstlerischen Aneignung, Verfremdung und Neukontextualisierung.
Gut sichtbar wird das unter anderem in der Bilderwand „Seestücke“, für die Feldmann 15 Gemälde mit maritimen Motiven auf Flohmärkten und Auktionen erwarb und anschließend übermalen lies. Zurück blieben reine Meeresbilder, bei denen erst der zweite Blick offenbart, dass hier überall etwas fehlt. Ikonisch auch Feldmanns Büste einer schielenden Nofrete von 2012. Wie viele seiner Arbeiten ein scheinbar plakatives, aber tatsächlich hintergründiges Werk.
vor sechs Monaten:
Die Große 2025

Skulptur im Innenhof des Geländes
Ein fester Termin in meinem persönlichen Kulturkalender ist „Die Große“, die jährlich im Juli in Düsseldorf stattfindet. Die Kunstausstellung geht auf eine Selbstvermarktungsinitiative Düsseldorfer Künstler zurück, die bis ins Jahr 1902 zurückreicht.
Alle im Kunstpalast und im forum.NRW gezeigten Werke können direkt vor Ort und ohne die Beteiligung von Galerien erworben werden. Die Werkauswahl wird durch eine jährlich wechselnde Jury getroffen.
Im letzten Jahr hatten mich nicht so viele Werke begeistert, doch in diesem Jahr sind in meinen Augen wieder viele tolle Arbeiten dabei. Lustigerweise kleben neben meinen Favoriten fast ausnahmslos bereits rote Punkte, was ja nichts anderes heißt als „bereits verkauft“. Teilweise werden auch die Käufer genannt: vom Landtag NRW über große Unternehmen bis hin zu vermögenden Einzelpersonen.
Die Preise insbesondere für großformatige Werke reichen bis zu 30.000 Euro. Allerdings liegen die Durchschnittsprise deutlich niedriger. Und kleine Kunst für kleines Geld ist auch in jedem Jahr dabei: Hier beginnen die Preise nach meiner Beobachtung bei etwa 300 Euro.
vor neun Monaten:
Es tulpt wieder schön

Tulpen bei Kapellen
Wer große Tulpenbestände sehen möchte, der muss in diesen Tagen nicht in die Niederlande reisen.
Auf halber Strecke von Düsseldorf nach Mönchengladbach gibt es zwischen Büttgen und Kapellen große Feldabschnitte, auf denen jetzt zehntausende von Tulpen ihre bunten Blütenköpfe in die Sonne recken.
Und dabei sind die Bauern gar nicht an den oberirdischen Pflanzenbestandteilen interessiert, die wir uns so gerne in die Vase stellen. Ihnen geht es um die Zwiebeln, die verkauft werden, um im kommenden Jahr irgendwo auf der Welt neue Tulpen hervorzubringen.
vor zwei Jahren:
Abendspaziergang im Schnee

Schnee in unserem Garten
Seit dem Nachmittag schneit es von der südlichen Eifel bis ins Ruhrgebiet – auch bei uns. Das hätten wir gerne zu Weihnachten gehabt, doch da war es lauwarm und stürmisch und kein Schnee in Sicht.
Aber jetzt liegen bei uns mindestens 15 cm Schnee. Nachdem ich zum ersten Mal in diesem Jahr großflächig Schnee geschippt habe, machen wir uns auf zu einer Abendrunde ins Feld.
Im Lichte des glänzenden Schnees und unter einer dichten Wolkendecke, aus der es weiter schneit, will es gar nicht richtig dunkel werden.
Doxi hat viel Spaß in der weißen Pracht. Der Schnee pappt gut, und so kann ich ihr mühelos Schneebälle werfen. Da gibt sie richtig Gas …
vor drei Jahren:
So ein Schietwetter

Aufmarsch im Galopp
Man ist das ungemütlich heute draußen. Es stürmt und regnet in Strömen bei lauen 11 Grad. Die Feldwege rund um unser Dorf sind mittlerweile total vermatscht. Alles hat sich so richtig schön mit Wasser vollgesogen.
Gut, dass ich mir für diese Wintersaison Wandergummistiefel zugelegt habe. Ohne die käme ich heute nicht trockenen Fußes durch unsere Standard-Feldrunde.
Doxi ficht das alles nicht an. Sie ist gut gelaunt, springt herum, verlangt nach Stöckchen und zerrt an ihrer Leine, wenn ich gerade nichts zum Herumbeißen für sie zur Hand habe.
vor sechs Jahren:
Renesse im Winter

Sonnenuntergang am Strand
Ist das schön, den Traumstrand von Renesse im Winter zu erleben! Für drei Tage sind wir mit dem Womo auf dem Camping-Park „De Zeeuwsekust“ gleich hinter dem Nordseedeich eingekehrt.
Jetzt, Mitte Januar, ist auf dem Womo-Stellplatz und am Strand einfach mal gar nichts los. Teilweise sind wir die Einzigen, so weit das Auge reicht. Sogar das Damwild wagt sich aus der Deckung und grast am helllichten Tag auf den Wiesen.
Zwar ist es am Strand kalt und windig, doch die herrlichen Ausblicke aufs Meer und das beruhigende Rauschen der Brandung lassen die Kälte schnell vergessen. Jeden Tag laufen wir mehr als zehn Kilometer am Strand entlang, mitunter bis tief in die Dunkelheit.
Und Doxi hat ganz viel Spaß im Sand und am Strand, an dem sie um diese Jahreszeit auch ganztägig ohne Leine unterwegs sein darf.
vor elf Jahren:
Von Aremberg nach Eichenbach

Luftbildaufnahme vom herbstlich gefärbten Aremberg
Der Aremberg im rheinland-pfälzischen Landkreis Ahrweiler ist mit einer Höhe von 623,8 m.ü.N. der höchste Berg des Ahrgebirges in der Ahreifel. Sportflieger aus der Region kennen ihn gut.
Auch ich bin während meiner Pilotenausbildung regelmäßig am Aremberg vorbei und manchmal auch darüber geflogen. Nun waren wir zum ersten Mal zum Wandern dort.
Vom Südhang des gleichnamigen Dorfes Aremberg unterhalb der Bergkuppe hat man bei guter Sicht einen prächtigen Fernblick in die Ahreifel.Gut konnten wir am Horizont die Nürburg bei Adenau erkennen, wo ein Teilstück des Nürburgrings nach dem Aremberg benannt ist.
Wie uns die Wanderschilder verraten, ist Aremberg auch Etappenort des im November 2012 eröffneten Ahrsteigs, der von der Quelle der Ahr in Blankenheim bis zu ihrer Mündung in den Rhein bei Sinzig führt.
Für uns ging es vom Dorf Aremberg (240 Einw.) zunächst hinauf zu den Überresten der Burg Arenberg, die 1862 von den Franzosen geschleift wurde. Aus den verbliebenen Steinen der ehemaligen Anlagen hat man in jüngerer Zeit einen Aussichtsturm errichtet.
Anschließend ging es durch prächtigen Buchenwald hinunter ins malerische Dorf Eichenbach und von dort in einer langen Schleife wieder hinauf nach Aremberg. Eine sehr schöne Wanderung bei Sonnenschein, allerdings mit ganz schön vielen Höhenmetern.
