vor zwei Wochen:
Wintersonne an der Ahr

Blick von den Ahrhöhen hinunter zur Ahrschleife in Schuld. Die leeren Flächen am Fluss waren vor der Flut komplett bebaut.
Nach zwei frostigen Wochen mit Schnee in ganz Deutschland bekommen wir an diesem Wochenende einen ersten Vorgeschmack auf den Frühling. Volle Sonne, acht Grad, das fühlt sich doch schon ganz anders an, als Schneeschaufeln bei Minustemperaturen im Wintersturm.
Wir nutzen das einladende Wetter für den Wanderauftakt 2026, heuer im hinteren Teil der Ahreifel zwischen Schuld, Winnerath und Insul. Hier sieht man den Orten die Beschädigungen durch die Flut von 2021 noch an.Die meisten der betroffenen Häuser sind längst abgerissen oder wieder aufgebaut, auch relativ nah am Fluss. Doch einige Brücken und Uferbefestigungen wurden immer noch nicht vollständig wiederhergestellt. Dort wird noch gebaut.
Der wunderschöne Schuld-Panoramaweg No 6 führt Heike und mich auf einer Länge von 12 km erst von Schuld entlang des Ahrsteigs steil hinauf auf die Ahrhöhen in Richtung Winnerath. Auf den Feldern zwischen Winnerath und Insul genießen wir die einladenden Strahlen der Wintersonne und weite Fernblicke in die Ahreifel. Bis auf die Schüsse der Jäger und das Gebell ihrer Hunde in der Ferne ist es hier oben ganz still. Nur ab und zu hört man die ersten Vöglein zwitschern.
Vor Insul geht es auf einem schmalen Kammweg von den Höhen wieder hinunter zur Ahr. Dann laufen wir von Insul über den Ahrtalweg zurück nach Schuld. Die Häuser auf dem Bergsporn in der Dorfmitte von Schuld sind von der Flutkatastrophe verschont geblieben, doch unten im Tal, wo die Ahr eine doppelte Schleife schlägt, haben die Wassermassen brutal gewütet. Teile des Dorfes, das sich jahrhundertelang eng an den Fluss schmiegte, werden wohl für die kommenden Jahrzehnte unbewohnt bleiben.
vor einem Monat:
Mein Jahresrückblick 2025

Regenbogen auf dem Weg Richtung Neuss
2025 wird mir als ein anstrengendes Jahr in Erinnerung bleiben. Und als ein Jahr, in dem die Aussicht auf das Älterwerden etwas mehr in den Vordergrund gerückt ist. Noch sind wir alle da, aber die Uhr tickt: Doxi, meine Mom, ich selbst. Letztendlich sind wir alle nur ein Durchgang durch die Zeit.
Für mich war in den vergangenen 12 Monaten mein Studium der Psychologie das beherrschende Thema. Und so richtig glücklich bin ich damit gerade nicht. Einfach weil es doch sehr fordernd ist, sofern man einigermaßen zügig durchkommen möchte. Nachgeworfen wird einem da jedenfalls nichts. Auch wegen des Studiums war ich in 2025 nur noch halb so viel mit dem Wohnmobil unterwegs wie in den Jahren zuvor. Ich glaube, das hat mir nicht so wirklich gutgetan.
Hier waren wir 2025 unterwegs
Dennoch waren in 2025 erneut wunderbare Touren dabei: durch die Ober- und Niederlausitz, durch die Pfalz und die Mitte Deutschlands, durch den Schwarzwald und den Nordwesten der Niederlande. Dass ich mir dabei in Den Helder das Wohnmobildach an dem Kanonenrohr eines niederländischen Kriegsschiffs aufgerissen habe, wird sicher noch eine Weile in lebhafter Erinnerung bleiben.
Langweilig war es jedenfalls nie. Dass in 2025 wieder eine Menge passiert ist, lässt sich vielleicht an einer Zahl festmachen. 376 neue Blog-Beiträge sind in den vergangenen 12 Monaten entstanden. 376 mal Texte, Bilder, Action. Und erneut habe ich mehr als 200 Mal Yoga praktiziert, auch wenn ich mich dafür manchmal ganz schön antreiben musste.
Sogar ein fünftes, aber vermutlich letztes Jahr in Folge bin ich erneut mehr als 3.000 km gewalkt. Das sind 8,3 km an jedem Tag des Jahres. Auch meine Uni-Klausuren, Vorprüfungsleistungen und Quizze habe ich allesamt bestanden (hört, hört). Aber da war insgesamt zu viel Kampf und zu wenig Leichtigkeit im Spiel.
Vielleicht ist es an der Zeit, meine Ziele an mein Lebensalter anzupassen. Aber vielleicht geht es in 2026 ja auch einfach von allein wieder ein klein wenig aufwärts. Auf Regen folgt Sonnenschein, hinter dem Gipfel wartet das Licht und beim Absturz in die Delle holt man neuen Schwung. Ich meine, hoffen darf man ja. Deshalb: 2026 let`s go.
Hier meine ganz persönlichen Bilder des Jahres 2025, verbunden mit einem Riesenschmatz an meinen one-and-only Schatz …
vor neun Monaten:
Abendstimmung über Bernau

Sonnenuntergang hinter dem Bergwald
Hurra, ich bin wieder in Bernau im südlichen Hochschwarzwald. Wir sind vom Kaiserstuhl über Freiburg, den Titisee und den Schluchsee angereist.
Als ich vor acht Jahren das letzte Mal hier war, hatte ich mir vorgenommen, jährlich in das wunderschöne Hochtal zu kommen, so gut hatte es mir damals und im Jahr zuvor gefallen. Doch dann kamen viele andere Reiseziele dazwischen …Doch nun stehen wir endlich wieder mit dem Womo am Sportplatz von Bernau-Dorf, wo im Winter die Skipisten auslaufen. Unweit von uns fließt die Bernauer Alb mit ihrem glasklaren Wasser durch den Talgrund.
Weil wir heute schon genug gelaufen sind, drehe ich mit Doxi am Abend nur eine kleine Runde hinauf in den Bergwald, wo die Skipisten beginnen. Die untergehende Sonne leuchtet durch den Wald und bemalt die Unterseite der Wolken in warmen Farben. Schön sieht das aus.
vor neun Monaten:
Sammlung & Kunstgalerie Messmer

Skulpturengarten vor dem Museum
Völlig unerwartet treffe ich am Rande des Kaiserstuhl auf eine ambitionierte Kunsteinrichtung, die von dem privaten Sammler und Stifter Jürgen A. Messmer eingerichtet und betrieben wird. Das Museum ist im vorderen Teil der ehemaligen Brauerei Riegel untergebracht.
Es werden dort jährlich bis zu vier Wechselausstellungen mit moderner Kunst präsentiert, außerdem widmet sich eine Galerie dem Verkauf von Werken ausgewählter Künstler.Im großen Skulpturengarten vor dem Museum werden Plastiken von Gegenwartskünstlern wie Gerald Baschek, Hellmut Bruch, Gerhard Frömel, Friedrich Geiler, Bernhard Licini, Rüdiger Seidt, Michel Jouët und Michael Schwarze präsentiert.
Die aktuelle Wechselausstellung präsentiert u.a. Werke des Künstlers und Kabarettisten Dieter Nuhr, was insofern lustig ist, dass Nuhr aus meiner Heimatregion stammt und ich seine Werke hier im Schwarzwald 500 km von zu Hause entfernt anschauen kann. Ob ich vielleicht deshalb mit meiner Düsseldorfer ArtCard beim Eintritt eine Ermäßigung erhalte? Vermutlich nicht 🙂
vor neun Monaten:
Dieter Nuhr als Künstler

Eingangsbereich der Ausstellung
Als Kabarettist und Buchautor ist Dieter Nuhr regelmäßig in den Medien präsent. Weniger bekannt ist sein künstlerisches Schaffen, dem ein Kunststudium an der Essener Folkwangschule in den 1980 Jahren vorausging.
Nuhrs künstlerischer Schwerpunkt lag zunächst auf der Malerei, später wechselte er zur Fotografie. Diese beiden Metiers hat er während der Corona-Zeit wieder zusammengeführt auf der Basis von Fotografien, die bei Reisen in zahlreiche nahe und ferne Länder entstanden sind.

Den überwiegend dokumentarischen Charakter der Aufnahmen verfremdet Nuhr durch digitale Überarbeitung und Übermalung am Computer. Verblassende Gedanken, Spuren des Erlebten und Gewesenen, der Ablauf der Zeit liegen wie ein Netz über den ursprünglichen Fotografien.
Die Kombination des fotografischen Materials mit Acryl- und Lackübermalungen, Mustern und Strukturen macht Vertrautes fremd, Fremdes vertraut, Nahes fern und Fernes nah (Zitat). Die Bilder wirken zunehmend rätselhaft in ihrem Bezug zur „wahren“ Welt.
Ich war früher ein Fan des Kabarettisten Dieter Nuhr. Mit seinem anhaltenden Grünen-Bashing ist er mir in den letzten Jahren aber zunehmend auf die Nerven gegangen. Jetzt als Künstler wird er mir wieder sympathischer, denn seine Arbeiten gefallen mir ausnehmend gut. Respekt für so viel metierübergreifende Kreativitä!
vor neun Monaten:
Kunst von Claire Hoerdt

Claire Hoerdt, Finsteraarhorn, 80 x 100 cm, Öl auf Leinwand
Ihre Welt sind die Berge – die Schweizerin Claire Hoerdt (*1948) fängt mit ihren Bergbildern die Sehnsucht und Verbundenheit mit der Natur ein. Die Aargauerin hat nahezu jeden markanten Schweizer Gipfel schon gemalt – zumeist mit intensiver Farbdramaturgie und einem kraftvollen Wechselspiel von Licht und Schatten. Damit reiht sie sich in eine lange Tradition der Bergmalerei ein.
Ihre Gipfelbilder versteht sie als lebendige Metaphern der Erhabenheit. Für sie sind die Berge nicht nur touristische Impressionen, sondern tief verwurzelte Erinnerungen und Wahrnehmungen, die sie in eine emotionale Bildsprache übersetzt. Dabei legt sie sich nicht auf eine Ausdrucksform fest. Das Repertoire reicht von realistisch bis abstrakt, von kontrastreich bis harmonisch.
Mehr als zwei Dutzend ihrer Werke stehen nun in der Galerie Messmer in Riegen am Kaiserstuhl zum Verkauf. Die Preise reichen je nach Bildgröße von 2.800 Euro bis rund 10.000 Euro. Hier kommen meine Favoriten aus der Ausstellung.
vor einem Jahr:
Mein Womo: Gerettet

Am Schweller und im Radkasten, da saß der Rost.
Rost am Fahrzeug – manchmal bemerkt man ihn von außen gar nicht. Aber wenn man dann unter die Karosserie schaut, wird es gruselig. So ist es mir mit meinem geliebten Womo ergangen, als ich das Fahrzeug im Dezember turnusmäßig zur Hauptuntersuchung vorführen musste.
Am vorderen Radkasten und dem angrenzenden Schweller: Alles morsch und nur noch vom Lack zusammengehalten. Wohl ein nicht untypischer Altersverschleiß an älteren Ducatos, insbesondere auf der rechten Seite (und auffallend seltener links).
Da gab es erst einmal keine Plakette vom Prüfer, wohl aber einige kostenlose Schauergeschichten über Ducatos, die eigentlich noch ganz fit aussahen, aufgrund ihres Rostes aber nur noch Schrottwert hatten. Das fand ich natürlich gar nicht lustig, wo ich gerade erst einmal 100.000 km auf dem Tacho habe.
Allerdings ist das Fahrzeug nun doch schon 20 Jahre alt. Da nagt der Zahn der Zeit natürlich, ist ja klar. Doch meine Heimwerkstatt hat mich gerettet. Austauschen konnte man an den betroffenen Stellen allerdings nichts, nur wegschneiden, abschleifen, neue Bleche einschweißen und drüber lackieren. Geht ja glücklicherweise nicht um tragende Teile. Kein billiger Spaß, aber ich will meinen Liebling ja noch eine Weile fahren. Und eine Plakette hat er nun auch wieder, hurra!
vor zwei Jahren:
Endstation Kronenburger See

Am Abfluss der Kyll aus dem Kronenberger See
Eigentlich wollte ich noch ein paar Tage mit dem Wohnmobil in der Eifel unterwegs sein. Doch hier am Kronenburger-See unweit von Stadtkyll endet meine Reise. Ich habe mich erkältet, friere am ganzen Leib und fühle mich schlapp.
Gut, dass ich nur noch 120 km von zu Hause entfernt bin. Gut zwei Stunden später liege ich zu Hause in der Badewanne und wärme mich erst einmal richtig auf.
Aber immerhin: Fünf Tage war ich jetzt unterwegs und das ist doch ein guter Auftakt für das Womo- und Wanderjahrt 2024.

Blick aus dem Womo auf den See
vor zwei Jahren:
Gerolsteiner Felsenpfad

Die Kesselburg oberhalb von Gerolstein
Vor zehn Jahren war ich zum ersten Mal mit Doxi in den Gerolsteiner Dolomiten in der Vulkaneifel. Damals war Doxi gerade einmal 1,5 Jahre alt. Heute wird sie bald schon 11 und ist immer noch freudig dabei, wenn es ans Wandern geht,
Wir starten an der gut erhaltenen Kesselburg auf dem Hochplateau oberhalb von Gerolstein und folgen dem ausgeschilderten Felsenpfad.Er erschließt das Zentrum der Gerolsteiner Kalkmulde mit Auberg, Munterley, Hustley und Papenkaule.
Darin kann man fossilienführende Sedimentschichten und Dolomitfelsen bestaunen, die sich vor 380–320 Millionen Jahren als Kalkriff in einem tropischen devonischen Flachmeer bildeten.
In der 36 Meter langen Karsthöhle „Buchenloch“ unterhalb der Munterley haben nachweislich seit der Altsteinzeit Menschen gelebt. Dort siedelten sich später Kelten und Römer an, die auf dem Hochplateau Tempel und Heiligtümer errichteten.
vor fünf Jahren:
300 km durch Shietwetter

Wo sind nur die Farben geblieben?
Normalerweise ist der Januar kein bevorzugter Wandermonat, aber in Corona-Zeiten ist ja bekanntlich alles anders. Um der Pandemie auch im Herzen zu trotzen, bin ich in diesem Monat jeden Tag rund zehn Kilometer gelaufen, einige Male auch deutlich länger.
Fast immer war ich bei richtigem Schietwetter unterwegs, denn der erste Monat des Jahres war bei uns im Rheinland übermäßig nass und windig. Jeden Tag konnte man beobachten, wie die Pfützen auf den Feldern und Feldwegen größer und größer wurden.
Aber man kann sich ja an alles gewöhnen und mit der richtigen Kleidung und einem tröstenden Mantra auf den Lippen lässt sich auch das Schietwetter gleich viel besser ertragen. Und so haben wir auch den Januar hinter uns gebracht. Auf dass der Februar wettertechnisch besser werden möge. Das wünsche ich mir.
vor fünf Jahren:
Rheinhochwasser im Sonnenschein

Die Rheinwiesen sind größtenteils überflutet, hier bei Hamm
Der graue und nasse Januar verabschiedet sich mit dem ersten Rheinhochwasser des Jahres – und mit den ersten Sonnenstrahlen gefühlt seit Weihnachten.
Wir laufen von der Kardinal-Frings-Brücke am Düsseldorfer Rheinufer entlang bis zum Funkturm. Die Rheinwiesen stehen größtenteils unter Wasser, aber hier und da bleibt noch ein kleiner grüner Streifen, dem wir auf unserem Weg Richtung Zentrum folgen.
Es ist eisig kalt, doch wir genießen die Sonne und die kräftigen Farben, denn davon hatten wir in den letzten Wochen wirklich viel zu wenig.
vor sieben Jahren:
Venngras unter Schnnee

Doxi am Rande des Venns im NSG Struffelt zwischen Rott und Roetgen
Gestern hat es im Westen von NRW fast den gesamten Tag geschneit. Bei uns im Flachland sind trotzdem nur 5 cm zusammengekommen. Doch in der Nordeifel liegt jetzt richtig viel Schnee. Das will ich mir nicht entgehen lassen und breche am Mittag mit Doxi zu einer Tour südlich von Aachen bei Rott auf.
Wir wollen in das NSG Struffelt, das einige der wenigen Vennflächen auf deutscher Seite im Deutsch-Belgischen-Grenzgebiet umschließt. Vom Ortsrand von Rott wandern wir entlang eines Baches hinauf in das schöne Naturschutzgebiet. Doxi hat mächtig Spaß an der weißen Pracht und rollt sich unterwegs immer wieder mit großer Begeisterung im Schnee ab.
Auf einigen der Seitenwege sind wir tatsächlich die ersten Spaziergänger seit dem gestrigen Tag – dort ist der frische Schnee noch vollkommen unberührt. Als wir den Wald verlassen und uns den offenen Vennflächen nähern, kommt sogar die Sonne raus. Sofort fängt es überall um uns herum an, prächtig zu glitzern. Richtig malerisch sieht die Winterlandschaft jetzt aus.Auf verschneiten Holzstegen durchqueren wir das Venn und steigen dahinter zur Dreilägerbachtalsperre ab. Die große Talsperre hat eine wichtige Funktion für die Trinkwasserversorgung in der Region südlich von Aachen hat. Sie ist zurzeit halb zugefroren.
Wir laufen entlang des Nordrands der Talsperre und drehen dann wieder Richtung Rott ab. Ein kleines Stück müssen wir abseits aller Forstwege durch den Wald laufen. Dabei sinken wir ganz schön tief in den Schnee ein – bestimmt dreißig bis vierzig Zentimeter. Gut, dass ich entsprechend angezogen bin. Aber richtig anstrengend ist das.
Nach knapp drei Stunden erreichen wir schließlich wieder unseren Startpunkt. Ich bin ganz überrascht, dass wir in dieser Zeit gerade einmal zehn Kilometer gelaufen sind. Aber im Schnee kommt man einfach nicht so schnell voran. Schön war es natürlich trotzdem!
vor neun Jahren:
Am höchsten Punkt der Niederlande

Doxi am höchsten Punkt der Niederlande auf dem Vaalsberg
Heute habe ich mit Doxi eine sehr schöne Dreiländertour im Grenzgebiet bei Aachen unternommen. Die 13 Km lange Wanderung beginnt auf deutschem Gebiet am Rande des Aachener Waldes und führt im weiteren Verlauf sowohl über niederländisches, als auch über belgisches Staatsgebiet.
In diesem Abschnitt sind zahlreiche Wanderwege ausgewiesen und jeweils dreisprachig beschildert: in Deutsch, Niederländisch und Französisch. Und auch drei Türmen sollten wir auf dieser Wanderung begegnen – einem in jedem Land.
Nach einem Aufstieg durch Wald und Feld entlang des mittelalterlichen „inneren Landgrabens“ (mit schönem Blick auf Aachen) erreichten wir unterhalb des Vaalsbergs den ersten Aussichtsturm auf niederländischem Staatsgebiet.Kaum mehr als zwei Kilometer weiter passierten wir das eigentliche Dreiländereck am Vaalsberg, wo sich der höchste Punkt der Niederlande auf dem europäischen Festland befindet (ein Berg auf den Niederländischen Antillen ist noch höher).
Auf der belgischen Seite des Dreiländereckes ragt ebenfalls ein Aussichtsturm in den Himmel, der Baudouinturm. Leider waren beide Türme – der belgische und der niederländische – jetzt im Januar geschlossen, ebenso wie die angrenzende Gastronomie. Dabei hatte sich mein Magen schon so auf echte Flaamse Frites gefreut ….
Entlang der Deutsch-Belgischen-Grenze wanderten wir weiter durch den Wald und in ein kleines Tal, bis wir am Aufstieg zum Preußberg wieder deutsches Gebiet erreichten. Dort konnten wir schon von weitem den „Mulleklenkes“ erblicken, den Aachener Fernmeldeturm. Mit dem Erreichen des Turms waren es nur noch rund zwei Kilometer bis zu unserem Ausgangspunkt an der Waldschenke.
vor zehn Jahren:
Apollinarisschleife bei Remagen

Die Apollinariskirche oberhalb von Remagen direkt am Rhein
Der nächste graue Januar-Sonntag. Wir sind wieder wandernd unterwegs. Diesmal auf der Apollinarisschleife bei Remagen, einem Teil des RheinBurgenWegs.
Wir starten am Fuße des Apollinarisbergs, direkt neben der imposanten Apollinariskirche und dem zugehörigen Kloster.Der Name geht auf eine Schenkung durch den Kölner Erzbischof Reinald von Dassel zurück, der dem Kloster im Jahr 1164 Reliquien des heiligen Apollinaris übereignet haben soll.
Vom Apollinarisberg geht es zunächst nach Westen in Richtung Ahrtal und anschließend über den Scheidskopf, einen erloschenen Vulkan, zurück in Richtung Remagen.
Unterwegs kommen wir an einer der größten Straußenfarmen außerhalb von Südafrika vorbei.
Auf der Straußenfarm Gemarkenhof leben mehr als 500 dieser bis zu 120 Kilogramm schweren Tiere. Durch den Zaun können wir eine größere Gruppe von Straußen beim Grasen beobachten. Ein toller Anblick. Doxi guckt auch ganz erstaunt.
vor elf Jahren:
Das Perlenbachtal im Schnee

Der Winter hat die Landschaft fest im Griff
Wow, 40 cm Schnee an der Landesgrenze zwischen NRW und Belgien! Wir sind unterwegs zwischen Fuhrtsbach- und Perlenbachtal in der Nähe von Monschau, dort wo im Frühling die Narzissen blühen und ganze Busladungen von Wanderern die Wege bevölkern.
Aber heute nicht. Wir sind ganz allein unterwegs und kommen stellenweise kaum voran, angesichts von so viel Neuschnee. Das ist doch mal was ganz Feines! Doxi hat auch Riesenspaß.
