vor drei Wochen:
Alaaf Rock ’n’ Roll

Kleines Bühnenbild, aber maximal viel herausgeholt
Lange schon war ich nicht mehr im Theater, doch am Sonntag flatterte mir eine spannende Werbung des Rheinischen Landestheaters Neuss ins E-Mail-Postfach, die sich nach etwas Besonderem anhörte. Da habe ich spontan zugegriffen.
„Alaaf Rock ’n’ Roll“ ist ein rasantes, humorvolles und musikalisches Theatererlebnis mitten aus dem Rheinland. Das flott inszenierte und abwechslungsreiche Stück verbindet Karneval, Rockmusik und rheinische Lebenslust zu einer mitreißenden Geschichte über Freundschaft, Identität und die Frage, was Tradition heute bedeuten kann. Bekannte Karnevalshits treffen auf rockige Sounds, Wortwitz auf Herz – laut, bunt und mit veel Jeföhl, wie man hierzulande sagt.
„Ein Abend zum Lachen, Mitsingen und Mitfeiern – auch für alle, die sonst nicht jeck sind!“ verhieß die Ankündigung und das war nicht zu viel versprochen. Sehr schön anzuschauen und anzuhören, was die beiden Protagonisten abseits aller Karnevalsklischees an witzigem, überraschendem und nachdenklichem aus dem Thema rausgeholt haben. Jede Menge Konfetti eingeschlossen. Dieser Besuch hat sich wirklich gelohnt.
vor einem Monat:
Frost von außen, Feuer von innen

Endlich mal wieder Dal und Kirchererbsen mit Spinat
Passend zum kalten Wintertag kochen wir heute ein feuriges indisches Dal aus gelben Linsen mit Kreuzkümmel, Chili, Kurkuma und Garam Marsala. Dazu gibt es eine Pfanne mit Kirchererbsen und Spinat in einer cremigen Kokossauce, serviert an köstlichem Basmati-Reis. Das wärmt so richtig schön von Innen.

Es ist angerichtet
vor drei Monaten:
Herbst auf Dyck 2025

Auf der Jagd nach dem schönsten Herbstbild
Der Schlosspark Dyck ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Sobald sich das Wetter von seiner freundlichen Seite zeigt, zieht es Menschen aus Nah und Fern in die großzügige Parkanlage. Jetzt im Herbst präsentieren sich die vielen Baumriesen rund um das mittelalterliche Wasserschloss in ihrem schönsten Gewand. Majestätisch sieht das aus.
vor sechs Monaten:
Wo soll die Dame hin?

Der Platz auf der Treppe zwischen den Drucken ist im Moment noch mein Favorit
Nun habe ich mir so ein feines kleines Kunstwerk aus Finca-Draht und Holz gegönnt, aber jetzt weiß ich gar nicht so genau, wohin damit. Platz ist eigentlich genug da, aber der ist natürlich schon ordentlich vollgestellt. Da müsste also etwas Anderes weg.
Und die Dame „Yao“ fühlt sich aufgrund ihrer Dreidimensionalität auch nicht überall wohl. Zumal sie eigentlich einen neutralen Hintergrund benötigt, weil sie so filigran wirkt. Sonst kommen ihre zarten Konturen gar nicht zur Geltung. Ich glaube, ich werde sie mal eine Weile regelmäßig von A nach B versetzen und schauen, wo sie mir am besten gefällt.
vor neun Monaten:
Altrheinschlinge Kühkopfaue

Der Altrheinarm umschließt das Naturschutzgebiet
Der Kühkopf ist die größte hessische Rheininsel, ein 17 Quadratkilometer großes Areal bei Stockstadt, das auf der Westseite von der Hauptfahrrinne des Rheins und an den drei anderen Seiten vom Stockstadt-Erfelder Altrhein umschlossen wird.
Lediglich zwei Brücken führen in das weitläufige Auen-Gebiet, das bei Rheinhochwassern als Überflutungsfläche dient, und dessen Auenlandschaft tatsächlich auf regelmäßige (aber nicht permanente) Überschwemmungen angewiesen ist.Für die Menschen aus der Metropolregion Mannheim, Frankfurt und Darmstadt ist der Kühkopf und das nördlich anschließende Gebiet Knoblochsaue ein beliebtes Ausflugsziel.
Die Insellage entstand Zuge der Rheinbegradigung 1829, die das Gebiet vollständig vom linksrheinischen Festland trennte, womit die bisherige Halbinsel zur Flussinsel wurde.
Die bis dahin der Halbinsel vorgelagerten Rheininseln haben sich im Laufe der Zeit durch Verlandung mit dem Kühkopf verbunden, und aus dem früheren Hauptlauf des Rheins wurde ein Altrheinbogen, der Stockstadt-Erfelder Altrhein.
Der nahezu unbebaute Kühkopf bildet heute zusammen mit der nördlich gelegenen Knoblochsaue das Naturreservat „Kühkopf-Knoblochsaue“. Lediglich ein Forsthaus und ein Bauernhof sind auf der Insel vorhanden.
vor neun Monaten:
Weltkulturerbe Kloster Lorsch

Rathaus von Lorsch gleich neben der ehemaligen Klosteranlage
Ein UNESCO-Weltkulturerbe, von dem kaum etwas erhalten ist – auch das gibt es. Das Kloster Lorsch war eine Benediktinerabtei im Landkreis Bergstraße, der heute zu Hessen gehört.
Es wurde um 764 gegründet und war bis zum Hochmittelalter als Reichskloster ein Macht-, Geistes- und Kulturzentrum. Wichtige überlieferte Zeugnisse sind der Lorscher Codex, das Lorscher Evangeliar, die ehemalige Bibliothek und die Torhalle des Klosters, auch Königshalle genannt.
Sie gilt als eines wenigen vollständig erhaltenen Baudenkmale aus der Zeit der Karolinger. Das übrige Kloster wurde, mit Ausnahme weniger Gebäude, im Dreißigjährigen Krieg 1621 niedergebrannt und später als Steinbruch beräumt.
Lediglich die Torhalle des Klosters blieb unversehrt und kann heute besichtigt werden. Gleich daneben befindet sich ein Museum, das exklusiv der historisch bedeutsamen Rolle des Klosters gewidmet ist.
vor neun Monaten:
Zuckersüßes Ladenburg

Marktplatz vor der Kirche
Huch, eben noch war ich in der Pfalz, nun bin ich am Neckar. Das ging aber schnell. Von Battenberg am Nordostzipfel des Pfälzerwaldes habe ich die A6 genommen und zwischen Ludwigshafen und Mannheim den Rhein und damit auch die Landesgrenze zwischen Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg überquert. Und bei Mannheim mündet bekanntlich der Neckar in den Rhein.
Fünfzehn Kilometer vor der Neckarmündung liegt das traditionsreiche Städtchen Ladenburg, das bereits von den Römern besiedelt wurde, wie archäologische Funde überall in der Stadt zeigen
Die Altstadt am Neckar ist wirklich zuckersüß, nicht nur, weil es hier so viele gute erhaltene Fachwerkbauten und schöne Plätze gibt, sondern weil ich in der Konditorei am Marktplatz wunderbaren Kuchen bekomme. Mein Sonntag ist damit gerettet.
vor einem Jahr:
Brokkoli-Nudeln mit Feta und Kirschtomaten

Yumyum
Neue Woche, neues Nudelrezept. das erstmals auf meinen Teller kommt. Das oben abgebildete Gericht kombiniert Spaghetti mit Brokkoli, Feta-Käse und Kirschtomaten.
Die Sauce basiert aus einer Melange aus Creme-Freche, die mit etwas Nudelwasser, Salz und Senf angerührt wird. Ich habe das noch um getrocknete italienische Kräuter erweitert. Die Sauce wird kurz in einem Top erwärmt und dann zunächst die abgekochten Brokkoli und die gekochten Spaghetti hinzugegeben.
Noch einem kurzen Moment der Erwärmung führt man die halbierten Kirschtomaten und den in Stücke geschnittenen Feta-Käse hinzu. Zu lange sollte das Gericht dann nicht mehr erwärmt werden, sonst schmilzt der Feta.
Aber auch so ist das alles im erwärmten Zustand relativ weich, weshalb ich hier noch Steirische Kürbiskerne als gustatorisches Element hinzugefügt habe. Passt alles gut zusammen und schmeckt richtig lecker.
vor zwei Jahren:
Februarschwimmer

Alles noch ordentlich überschwemmt
Gummistiefelwetter auf der Ölgangsinsel am Rhein bei Neuss. Die Höchststände der vergangenen Wochen liegen hinunter uns, doch noch immer steht das Wasser hoch. Von den sonst breiten Sandstränden tauchen gerade nur Fitzelchen aus den Fluten.
Durch die wiederholten Überschwemmungen sind die Wege ein einziger glitschiger, zentimetertiefer Matsch. Immer wieder muss man gut aufpassen, um nicht auszurutschen.Meine Hovawartin ficht das natürlich nicht an. Und weil es mit 10 Grad für den Februar deutlich zu mild ist, möchte Doxi im Rhein schwimmen. Darf sie auch, nur was danach passiert, damit hätte ich nicht gerechnet:
Weil keine Grasflächen zum Abrollen zur Verfügung stehen, dreht sie sich mit dem klatschnassen Körper ein paar Mal komplett durch den Matsch. Das Ergebnis: Ein Hovawart mit Schlammkruste.
Habe ich sie natürlich an der letztmöglichen Stelle vor der Rückkehr noch einmal ins Wasser geschickt und anschließend darauf geachtet, dass sie sich nirgendwo durchwälzt. Sonst hätte ich sie heute gar nicht mehr ins Haus lassen können …
vor drei Jahren:
Lecker Döppekooche

Mein erster Döppekooche in diesem Winter
Döppekooche ist eine rheinische Kartoffelspezialität, ein Topfkuchen (daher der Name) aus geriebenen Kartoffeln mit Ei, Mehl, Speck, Zwiebeln, einem alten Brötchen, Muskat, Salz und Pfeffer.
Ich habe beim Reiben der 3 KG Kartoffeln schon fast lahme Arme bekommen, aber die Mühe hat sich gelohnt. Der „Döppe“ war echt lecker.
Gerne serviert man ihn mit Apfelmus, dann ergibt sich ein schöner Kontrast aus süß und salzig, ein wenig „Himmel un Ääd“, wie man bei uns sagt: Himmel und Erde.
vor fünf Jahren:
Die ersten Schneeglöckchen 2021

Schneeglöckchen am Selikumer Kinderbauernhof
Unglaublich, schon zum zweiten Mal innerhalb einer Woche ist bei uns im Rheinland die Sonne zu sehen. Wer hat das denn erlaubt?
Eigentlich wollte ich mit Doxi nur zwei Stunden unterwegs sein, aber mit der wunderbaren Sonne im Gesicht bin ich einfach immer weiter gelaufen.Letztendlich haben wir in fünf Stunden rund 26 km zurückgelegt. Und ich konnte dabei zum ersten Mal in diesem Jahr unterwegs sogar die Jacke ausziehen.
Wir sind über die Skihalle Neuss und die Langen Foundation zur Museumsinsel Hombroich gelaufen. Immer an der Erft entlang ging es dann in Richtung Rhein zur Eppinghover Mühle und dem Reuschenberger Park.
Dort habe ich am Kinderbauernhof Selikum auch meine ersten Schneeglöckchen in diesem Jahr entdeckt. Ich hoffe, das heißt, der Abschied vom Winter ist nicht mehr fern.
Dahinter verließen wir die Erft und liefen quer durch Neuss zum Nordkanal, dem wir ein Stück weit in Richtung Kaarst folgten. Auf halber Strecke sind wir dann wieder Richtung Westen abgebogen, um durch die Felder zurück nach Büttgen zu laufen. Eine feine Strecke mit ganz viel Sonne. Das hat richtig gut getan.
vor acht Jahren:
Hürtgenwald: Vier Täler im Schnee

Am Bosselbach bei Vossenack
Heute waren wir mit meinen Schwiegereltern auf dem beliebten Vier-Täler-Wanderweg bei Vossenack unterwegs. Vor genau zwei Jahren bin ich die Tour am Rande des Hürtgenwalds schon einmal gelaufen – damals allein und bei sonnigem, trockenem Hochdruckwetter.
Heute stapfen wir durch zentimeterdicken Schnee, der die Wiesen und Bäume in ein grenzenloses Weiß taucht. Der Himmel ist wolkenverhangen, sodass die Landschaft fast wie auf einem Schwarz-Weiß-Foto wirkt.
Doch es geht auch anders: Plötzlich lichten sich für einen Moment die Wolken und die Sonne kommt zum Vorschein. Und mit ihr kehren die Farben zurück. Was für ein Kontrast!
Wir starten an der Kirche in Vossenack und verlassen den Ort in nördlicher Richtung. Zunächst geht es hinunter in das Tal des Bosselbachs, dem wir mehrere Kilometer folgen. Doxi und Bentley laufen vergnügt voraus und freuen sich über den Schnee.Im zweiten Abschnitt führt der Weg parallel zum mäandernden Tiefenbach durch ein Tal mit Feuchtwiesen, in dem u. a. Biber zu Hause sind. Weiter geht es im dritten Tal entlang der Kall zur Mestrenger Mühle. Das frisch renovierte Haupthaus in traumhafter Lage stammt aus dem Jahr 1633.
Noch bis in die 1930er Jahre wurde hier mithilfe der Wasserkraft Getreide gemahlen und Öl aus Buchenhecken gepresst. Heute residiert auf dem Gelände eine beliebte Schankwirtschaft. Wir machen dort kurz Rast und stärken uns mit einem warmen Getränk.
Im letzten Abschnitt des knapp 12 Kilometer langen Rundweges verlassen wir schließlich die Kall und wandern durch das vierte Tal entlang des Richelsbaches zurück zu unserem Ausgangspunkt in Vossenack an der Kirche. Wir sind alle ganz angetan, so schön im Schnee unterwegs gewesen zu sein, denn bei uns zu Hause in den tieferen Lagen des Rheinlands ist schon seit Wochen gar nichts mehr weiß. Das hat richtig Spaß gemacht.
vor neun Jahren:
In der Altstadt von Langenberg

Ein für die Region typisches Schiefer- und holzverkleidetes Haus mit grünen Fensterläden
Auf dem Rückweg von der Elfringhauser Schweiz machen wir spontan in der Altstadt von Langenberg halt. Der Ort war mir bislang nur als Standort für den Sender Langenberg des Westdeutschen Rundfunks bekannt.
Die von der Anlage abgestrahlten UKW-Programme sind in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens zu empfangen und decken ein Einzugsgebiet mit weit mehr als 10 Millionen Einwohnern ab. Damit ist Langenberg der UKW-Sender mit der höchsten „technischen Reichweite“ in ganz Deutschland.Langenberg gehört zur Stadt Velbert und liegt am Zusammenfluss des Hardenberger Baches und des Deilbaches, Vom Zentrum Langenbergs gehen drei Täler aus.
Mit Doxi laufe ich durch den historischen Ortskern um die Alte Kirche mit Fachwerkhäusern aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Uns begegnen viele schöne schiefergetäfelte Häuser, aber auch ein markanter Jugendstilbau: das kürzlich renovierte Bürgerhaus aus dem Jahre 1916. Schön, dass wir das mal gesehen haben.
vor neun Jahren:
Durch die Elfringhauser Schweiz

Erholungsgebiet am südlichen Rand des Ruhrgebiets: die Elfringhauser Schweiz
Heute mal eine schöne Wanderung in der Bergisch-Märkischen Hügellandschaft südlich der Ruhr zwischen Hattingen, Wuppertal, Sprockhövel und Velbert.
Die sogenannte Elfringhauser Schweiz ist ein beliebtes Erholungsgebiet mit zwei tiefeingeschnittenen Bachtälern, dem Deilbachtal und dem Felderbachtal.Siepen führen von den bis zu 300 Meter hohen Berghängen in die Täler und ihre Bäche. Das Gebiet ist auch als „Hattinger Hügelland“ bekannt.
Der Deilbach fungiert hier als „Teilbach“ (Grenzbach) zwischen dem Bergischen Land auf seiner westlichen Seite und dem märkischen Teil Westfalens auf der Ostseite.
In der Elfringhauser Schweiz befinden sich einige die ältesten urkundlich erwähnten Steinkohlebergwerke des Ruhrgebietes. Mit der ehemaligen Schachtanlage Niederheide der Zeche „Alte Haase“ war hier die südlichste Zechenkolonie des Ruhrgebiets angesiedelt.
