vor einer Woche:
Hier blüht das Nutella

Haselblüten bereit zum Abflug
Ungewöhnlich früh und stark hat bei uns im Westen Deutschlands die Haselblüte begonnen. Auf meiner großen Feldrunde heute konnte ich den Abflug der Pollen aus den gelben Kätzchen bereits an mehreren Stellen beobachten. Tatsächlich warnt der Deutsche Wetterdienst für Nordrhein-Westfalen, das Rhein-Main-Gebiet und den Oberrhein aktuell vor mittelstarkem Pollenflug.
Jetzt, Mitte Januar, sind in den besonders betroffenen Regionen nach Aussagen des DWD schon mehr als die Hälfte der Haselsträucher in Blüte. Das ist außergewöhnlich früh. Im Osten Deutschlands sind die Frühblüher dagegen noch nicht so weit. Dort haben kühlere Luftmassen die Entwicklung der Haselsträucher gebremst.
vor zwei Wochen:
Drei-Besen-Tag vorgezogen

Hinterher: Geht doch
Anfang April ist bei uns in Kaarst wieder Drei-Besen-Tag, wo die Bürger und Vereine eingeladen sind, einen Vormittag lang durch die Stadt zu ziehen und öffentliche Flächen von Unrat zu befreien. Aber das kann man ja eigentlich zu jeder Jahreszeit machen.
Bei uns am Parkplatz hat im Dezember mehrere Nächte lang ein junger Mann in seiner schwarzen VW-Limousine mit Neusser Kennzeichen genächtigt, der einfach alles dort hinterlassen hat: Essens- und Getränkeverpackungen, Tablettenblister, Toilettenpapier, Kondome, BHs. Ich habe mir das Kennzeichen aufgeschrieben und seine Hinterlassenschaften dokumentiert, aber für eine Anzeige bei der Polizei hat meine Wut dann doch nicht ausgereicht.
Stattdessen habe ich seinen ganzen Müll jetzt zusammen mit anderem Unrat am Parkplatz weggeräumt. Mein persönlicher Drei-Besentag-Tag im Januar 2026. Sieht nun auf jeden Fall nicht mehr so eklig aus.

Vorher: Einfach eklig, alles voll mit Siff.
vor drei Wochen:
Drei Jahre Benzinpreise im Blick

Vor drei Jahren war der Diesel tatsächlich teurer als heute (jeweils Tageshöchst- und Tagestiefstpreise)
Im Winter 2023/2024 habe ich für mich eine kleine Software entwickelt, die die Diesel-Preise an den vier Tankstellen in meiner Umgebung viertelstündlich abruft und visualisiert. Grundlage dafür sind die Daten, die die Anbieter an die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (MTS-K) des Bundeskartellamts melden müssen. Diese Preise sind frei verfügbar, sofern man sich unter einem plausiblen Grund als Nutzer dafür registriert, Stichwort Open-Data.

Mein Preispanel, viertelstündlich aktualisiert, rund um die Uhr, das ganze Jahr
Die Software läuft unabhängig von meinem Arbeitsplatz-PC rund um die Uhr und verbraucht nur wenig Strom. Nach drei Jahren und rund 65 tausend Messerhebungen ist jetzt die Zeit für eine erste Bewertung gekommen.
Im großen Maßstab sieht man sehr deutlich, wie die Spritpreise von den zentralen Themen am Ölmarkt beeinflusst werden und diesen in ihrer Entwicklung folgen: Kriege, Krisen, Konjunktur und die Drosselung bzw. Erhöhung der Produktionsquoten durch die Förderländer hinterlassen teils deutlich ihre Spuren.
Lokal betrachtet, lassen sich auf der kurzfristigen Zeitebene immer wieder die gleichen Muster feststellen: Am Morgen ist der Sprit zunächst einmal sehr viel teurer als am Abend. In der Mittagszeit sackt der Preis für eine Weile ab, bevor es wieder aufwärts geht. Die Differenz über den Tag beläuft sich häufig auf fünfzehn Cent und mehr. Die günstigsten Wochentage sind regelmäßig der Dienstag, Mittwoch und Donnerstag, während es rund um die Wochenenden teurer wird.
Überraschend war für mich, dass einige Anbieter in ihrer Preisgestaltung doch sehr hektisch schwanken und dabei regelmäßig ihren lokalen Mitbewerbern folgen. Bei anderen Tankstellen bewegen sich die Preise ab Nachmittags dagegen praktisch gar nicht mehr, etwa bei der einzigen Supermarkttankstelle in meiner Beobachtung, die insgesamt fast immer am günstigsten ist. Auch der teuerste Anbieter ist regelmäßig derselbe.
Ganz aktuell sieht man, wie die erhöhte CO2-Bepreisung seit Anfang 2026 ihre Spuren im Benzinpreis hinterlassen hat, bei Diesel etwa mit drei bis fünf Cent. Aber insgesamt ist der Benzinpreis in den letzten drei Jahren nicht gestiegen, eher im Gegenteil. Das macht die rote Grafik deutlich.
vor einem Monat:
Frostwanderung am Lampertsbach

Doxi vor Wachholderheide auf Kalkmagerrasen im Lampertsbachtal
Einen weiteren Tag mit strahlend klarer Frostluft nutze ich für eine Wanderung in der schönen Eifel-Toskana zwischen Ripsdorf und Mirbach an der Landesgrenze von Rheinland-Pfalz und NRW.
Von der imposanten Erlöserkirche in Mirbach steige ich mit Doxi über den Baumberg hinab ins Lampertstal, wo der Lampertsbach die meiste Zeit des Jahres heimlich, still und leise in seinem Bachbett versickert und im Kalkgestein verschwindet.Nur nach starken Regenfällen bleibt an der Oberfläche genügend Wasser zurück, damit der Bach seinen Weg durch das Tal Richtung Dollendorf fortsetzen kann.
An den Talhängen sorgt der kalkhaltige Untergrund für eine markante Flora aus Magerwiesen, die mit solitären Lorbeersträuchern bewachsen sind.
Doch nicht überall kann die tief stehende Dezembersonne die Hänge vollständig erreichen. In schattigen Zonen klebt der weiß glitzernde Nachtrost noch in den frühen Nachmittagsstunden auf den herbstlich vergilbten Wiesen. Schön sieht dieses Wechselspiel der Farben aus.
vor drei Monaten:
Doxi läuft wieder voraus

Doxi in der Ilvericher Altrheinschlinge zwischen Meerbusch-Büderich und -Strümp
Mehr als 20.000 Kilometer ist meine liebe Doxi in ihren 12 Lebensjahren bereits mit mir gewandert. Doch seit Mitte dieses Jahres wollte sie einfach nicht mehr. Ihre Mini-Pipi-Runde zur nahen Grünfläche ja, aber keinen Schritt weiter.
Wir haben diese Verweigerung auf ihre Vergreisung und zunehmende Arthrose-Schmerzen zurückgeführt. Doch nun stellt sich heraus: Es lag tatsächlich nur an ihren schlimmen Zahnschmerzen aufgrund von faulen Zähnen und Entzündungen im Mundraum.
Eine Woche nach ihrer Zahn-OP (14 Zähne gezogen) zeigte sie wieder Bereitschaft, mit uns auf kleinen Runden durchs Dorf zu laufen. Weitere zehn Tage später konnten wir bereits sieben Kilometer mit ihr wandern, ohne dass sie Schwäche oder Unwillen erkennen ließ. Im Gegenteil: Die meiste Zeit ist sie vorausgelaufen, hat sogar mal ein Stöckchen aufgenommen. Was für eine Wendung.
Natürlich, es wird nicht mehr wie früher. In Menschenjahren ist die alte Dame nun Mitte 80. Ihre Hüfte ist etwas wackelig und der Muskelschwund an den Hinterläufen ein typisches Altersmerkmal bei Hunden. Aber sie hat offensichtlich wieder Freude, die Welt mit uns zu durchstreifen. Dafür sind wir sehr, sehr dankbar, denn das heißt, dass sie noch ein gutes Restleben haben kann und dass wir auch wieder mit dem Wohnmobil verreisen können. Damit hatten wir schon gar nicht mehr gerechnet. Wunderbar!
vor sechs Monaten:
Spaß mit Midjourney V7

Lasst’s Euch schmecken, Jungs!
Ein oder zweimal im Jahr gönne ich mir etwas Rechenzeit auf Midjourney, der führenden Online-Plattform für die Erzeugung von KI-Bildern. Es ist immer wieder faszinierend zu sehen, wie die Entwicklung seit meinen letzten Versuchen vorangeschritten ist: Welche neuen Stilrichtungen die KI erlernt hat und ob sie nun weniger Artefakte produziert (die berühmten sechs Finger) oder besser mit Perspektive und Reflexionen umzugehen weiß.

Auch diese Kollegen sind cool unterwegs. Beim nächsten Mal aber mit Helm, bitte 🙂
Für etwas mehr als 30 € erhält man derzeit 18 sogenannte „Fast-Hours“. Die reichen aus, um rund einen Monat lang täglich Dutzende von Bildern zu produzieren. Was sich nach viel anhört, schmilzt in der Praxis schnell zusammen. Einfach, weil man selten schon beim ersten Anlauf zu einem Motiv gelangt, wie man es sich in der Fantasie ausgemalt hat.
Die hohe Kunst ist das sogenannte „Prompt-Engeniering“, die schrittweise Verfeinerung der Ansagen an die KI, um sie in die gewünschte Richtung zu lotsen. Ich bin da definitiv kein Schnellschussmeister.
Was jedoch ein komplexer Prompt wie „close-up, cinemanitc, three dogs one big, small and middle but cute wearing colorful hoodies, gold chains and sunglasses, riding a motorcycle through a street, fisheye lens, sunny day, stylish and funny“ aus der Midjourney-KI herauszukitzeln vermag, kann man hier in den Bildern sehen.
Für die vorliegenden Motive habe ich übrigens mehr als drei Stunden benötigt. Ist also kein Fingerschnippen. Aber das Ergebnis der Mühen ist schon beeindruckend. Ich bin immer wieder begeistert, was dabei nach einer Weile des Herumtüftelns herauskommen kann.
vor neun Monaten:
Wahrzeichen des Pfälzerwaldes

Doxi unter dem Teufelstisch
Der Teufelstisch von Hinterweidenthal ist ein 14 m hoher, an einen Tisch erinnernder Pilzfelsen im deutschen Teil des Wasgaus, dem südlichen Pfälzerwald. Er ist beileibe nicht der einzige Teufelstisch in Deutschland, aber für den Pfälzerwald gilt er als das meistbesuchte Wahrzeichen und als Symbol der Region.
Es handelt sich um einen sogenannten „frei stehenden Turm“ aus Buntsandsteinfelsen, dessen Gewicht auf rund 280 Tonnen geschätzt wird.Durch Erosion wurden die ihn umgebenden weicheren Oberflächenbestandteile im Laufe von Jahrmillionen abgetragen, während der harte Felskern stehen blieb.
Möglich wird dies, weil die Schichtungen des Buntsandsteins in unterschiedlichen Erdzeitaltern mit ganz eigenen Charakteristiken hinsichtlich des abgelagerten Materials entstanden.
Die verkieselten härteren Felszonen liegen weicheren Dünnschichtlagen auf, die wesentlich anfälliger für Verwitterung und Erosion sind. Der tischartige Block schützt den Rest der noch vorhandenen weicheren Dünnschichten vor weiterer Abtragung.
So liegt nun eine überdimensionierte „Tischplatte“ von etwa 3 bis 4 m Stärke quer über einem ebenso massiven „Tischfuß“ von etwa 10 bis 11 m Höhe. Dieser Fuß weist eine teilweise bröselige Schichtung auf. Er besitzt bizarre Vorsprünge und läuft zur Südwestseite spitz wie ein Schiffskiel zu. Die Platte darüber ist rund 50 m² groß. Darauf wachsen Kiefern. Ein bemerkenswerter Anblick.
vor neun Monaten:
Dahn und das Dahner Felsenland

Blick hinunter nach Dahn vom Jakobfelsen
Der südliche Pfälzerwald – das sogenannte Wasgau – ist für seine bizarren Buntsandsteinformationen bekannt, die sich vielerorts über die zerklüftete Landschaft erheben. Im Herzen dieser Region liegt der Ort Dahn und das Dahner Felsenland.
Die höchste Erhebung bildet hier der Große Eyberg mit einer Höhe von 513 m ü. NHN. Rund um Dahn und diesen Berg war ich heute mit Doxi auf einer zehn Kilometer langen Wanderung unterwegs.In der waldreichen Gegend reiht sich eine markante Felsformation an die nächste, habe ich nach dieser herrlichen Tour den Eindruck. Viele davon tragen klangvolle Namen wie Ungeheuerfelsen, Lämmerfelsen oder Durstigfelsen.
Doch nicht alle sind wandertechnisch so gut erschlossen und bereits aus der Ferne weithin sichtbar wie der Jungfernsprung, ein mächtiger Felsvorsprung, der den Ortskern von Dahn teilt. Der Name geht auf eine Sage zurück, wonach ein junges Mädchen beim Beerensammeln im Wald von einem Unhold verfolgt wurde.
Auf ihrer Flucht kam sie an den Rand des 40 Meter hohen Felsens und stürzte sich aus Angst in die Tiefe. Doch wie durch ein Wunder fand sie nicht den Tod, weil sich ihr Rock wie ein Fallschirm aufblähte und den Sturz entscheidend abbremste. Also alles ganz schön pittoresk hier, nicht nur die Sagen 🙂
vor zwei Jahren:
Abends in BKS

Marktplatz an der historischen Moselbrücke
Am frühen Abend wandere ich in der aufziehenden Dunkelkeit von meinem Stellplatz auf dem Kuser-Plateau hinunter zur Mosel nach Bernkastel-Kues. Ich möchte einen kleinen Nachtspaziergang durch die Altstadt unternehmen.
In den Weinbergen ist es bitterkalt und stockdunkel, aber ich bin warm angezogen und habe meine fette Taschenlampe dabei.Unter mir leuchten die Lichter der Häuser und Straßen links und rechts der Mosel, sodass ich mein Ziel nicht verfehlen kann.
Über endlose Treppen geht es hinunter zum Ortsrand und dann entlang des Flusses zur großen Moselbrücke am historischen Marktplatz.
Die großen Uferparkplätze und die zahlreichen Anlegestellen für Mosel-Schiffe lassen mich vermuten, dass hier in der Saison richtig viel los ist.
Doch jetzt im Januar sind die meisten Weinschenken noch geschlossen und selbst am frühen Samstagabend sind nur wenige Menschen auf den Straßen unterwegs.
Aber das soll mich nicht stören, so kann ich wenigstens schöne Fotos machen und Doxi frei laufen lassen 🙂
vor zwei Jahren:
Weinberge bei Lieser

Endlich verzieht sich der Nebel – Blick aus den Weinbergen hinunter nach Lieser
Heute Morgen bin ich bei herrlichem Wetter und mit tollen Fernblicken ganz gemütlich mit dem Wohnmobil durch die Eifel an die Mosel gefahren, um meine Mom in der Reha zu besuchen.
Doch ausgerechnet an meinem Zielort in Bernkastel-Kues hält sich heute beharrlich ein dichter Nebel, während sonst in ganz Deutschland die Sonne scheint. Gemein!Während in den Nachmittag hinein wandere und mich dem Weinort Lieser nähere, lüftet sich der Nebelvorhang doch noch und gibt den Blick auf die Weinberge frei.
Bis kurz vor 15 Uhr konnte man keine zehn Meter weit sehen. Doch nun öffnet sich vor mir im abziehenden Dunst ein herrliches Moselpanorama an einem prämierten Aussichtspunkt („Beste Weinsicht 2020“). Habe ich doch noch Glück gehabt.
vor zwei Jahren:
Reha-Besuch bei meiner Mom

Bei einer Runde Rummy-Cup im Wohnmobil
Ich bin mit Doxi im Wohnmobil an die Mosel gekommen, um meine Mom nach ihrer Knieoperation in der Reha in Bernkastel-Kues zu besuchen.

Gerda mit Doxi
Wir treffen uns auf einer Bank mit herrlichem Blick auf die Weinberge unweit ihrer Reha-Klinik auf dem Kuser-Plateau.
Doxi ist natürlich völlig überrascht, Gerda nach drei Wochen wiederzusehen und erst einmal völlig aus dem Häuschen.
Anschließend setzen wir uns bei einer warmen Tasse Milch gemütlich ins Wohnmobil und spielen zwei Runden Rummy-Cup.
Dazu gibt es ein Stück Marzipan-Torte, das ich extra von unserem Lieblingsbäcker zu Hause mitgebracht habe. So lässt sich der Therapie-arme Samstag-Nachmittag auch fernab der Heimat gut aushalten 🙂
vor fünf Jahren:
Erster Tagesausflug seit Wochen

Für einen kurzen Moment tritt die Sonne hinter den Wolken hervor
So langsam fällt mir die Decke auf den Kopf, weil ich Corona-bedingt seit Wochen nicht mehr unterwegs war. Stattdessen laufe ich immer nur von zu Hause aus los. Deshalb heute als Abwechslung mal ein Tagesausflug in die verschneite Nordeifel. Mein Ziel ist die Dreiborner Hochfläche oberhalb des Urftstausees bei Gemünd.
Ab morgen soll von Südwesten her heftiges Tauwetter einsetzen. Aber heute ist es hier oben noch so richtig winterlich mit eiskaltem Starkwind, geringer Sicht und kniehohen Schneeverwehungen. Winterwonderland ist etwas anderes.Mühsam arbeite ich mich von Dreiborn kommend auf der Hochfläche voran. Der Wind bläst mich fast weg und die vielen Schneeverwehungen tragen ihr Übriges bei. Doxi kann das alles nicht anfechten: Sie wälzt sich begeistert im Schnee und galoppiert über die offenen Flächen.
Wir überqueren die Hochfläche und steigen dann ein Stück weit in Richtung des angrenzenden Rurtals hinab. Kurz vor Hirschrott machen wir kehrt und begeben uns auf den Rückweg. Glücklicherweise sind auf diesem Teil der Hochfläche nicht mehr so viele Schneeverwehungen zu durchqueren.
Doch dafür trete ich gleich mal in eine Pfütze unterhalb der Schneedecke und hole mir nasse Füße. Aber nicht schlimm, ich habe extra Ersatzsocken im Auto mitgenommen. Und so kalt ist es auch gar nicht, gerade einmal Null-Grad. Nur der starke Wind lässt alles noch kälter erscheinen. Aber egal, ich genieße es, mal wieder unterwegs zu sein.
vor acht Jahren:
Naturpark Rodebach bei Gangelt

Am Rodebach. Rechts des Baches befindet man sich in Deutschland, links in den Niederlanden.
Heute haben wir eine Wanderung im Deutsch-Niederländischen Grenzgebiet bei Gangelt unternommen. Zum ersten Mal seit gefühlt acht Wochen schien wieder richtig die Sonne und so ließ es sich leicht verschmerzen, dass die naturnahen Wege total vermatscht waren.
Wir starten am Wildgehege Gangelt und der Etzenrather Mühle am Rodebach. Der Bach bildet seit dem Wiener Kongress von 1814 an dieser Stelle die Grenze zwischen Deutschland und den Niederlanden.Jahrhundertelang war der Rodebach eine wichtige Lebensader für die Region des Selfkants. 14 Wassermühlen wurden hier zwischen den Orten Stahe und Isenbruch betrieben.
Heute bildet der Rodebach das zentrale Element des 700 Hektar umfassenden Natur- und Landschaftsparks „Rodebach / Roode Beek“, der sich auf beiden Seiten der Grenze nördlich der Teverner Heide erstreckt.
Ein besonderes Highlight sind die frei laufenden Schottischen Hochlandrinder, die Strauch- und Baumtriebe anfressen und dadurch eine Verwilderung der Heidelandschaft verhindern. Man trifft die urigen Zottelviecher sowohl auf den offenen Feldflächen, als auch im Wald an.
Direkt an den Wald im niederländischen Naturschutzgebiet „Rode Beek / Heringsbosch“ grenzt die NATO-Airbase Geilenkirchen, die sich bereits wieder auf deutschem Gebiet befindet. Der Wald wird von zahlreichen Bächen durchzogen und beinhaltet mehrere schöne Waldseen. Am Uferpfad können wir beobachten, wie Biber Bäume angenagt und dadurch zu Fall gebracht haben.
Nördlich des Waldes treffen wir auf den Segelflugplatz Limburg. Dahinter erstreckt sich das Leiffender Ven, das wir in Richtung des Rodebachs durchqueren. Nun sind es nur noch zwei Kilometer zurück zu unserem Startpunkt, den wir nach knapp drei Stunden und 13 Wanderkilometern wieder erreichen. Unsere Schuhe und Hosen sehen total verdreckt aus, aber egal. Das war wirklich eine schöne Tour.
vor neun Jahren:
Traumpfad Hochbermeler

Blick vom Hochbermeler in das Mayener Land
„Schnell noch mal in den Schnee, bevor ab der kommenden Woche Tauwetter einsetzt.“ Unter diesem Motto bin ich heute mit Doxi spontan in die Eifel gefahren, um einen der wenigen Traumpfade zu laufen, die auf unserer Liste noch fehlen.
Der Traumpfad Hochbermeler startet im idyllischen Eifelörtchen Fensterseifen und führt zunächst über den Schälskopf, einem Minivulkan, hinunter ins Thürelzer Bachtal. Vor uns waren schon einige andere Wanderer im tiefen Schnee unterwegs, dennoch ist der Weg nicht einfach zu laufen.Die Landschaft präsentiert sich unter einem wolkenverhangenen Himmel im winterlichen Weiß, Schwarz und Grau. Kein Geräusch ist zu hören, kein Wind, keine Vogelstimmen, keine Autos oder Flugzeuge. Für einen Moment kommt es mir vor, als sei ich in einem Schwarzweiß-Stummfilm gelandet. Fehlen eigentlich nur die Texteinblendungen.
Weiter geht es ins verträumte Kimpelbachtal, wo unser Aufstieg zum erloschenen Vulkan Hochbermel beginnt. Wir umrunden die Bergkuppe knapp unterhalb des Gipfels und genießen oberhalb eines alten Basaltsteinbruchs den weiten Blick in das Mayener Land. Anschließend geht es auf Waldwegen stetig abwärts zurück nach Fensterseifen.
Mit einer Länge von 10 Kilometern ist die Tour eigentlich etwas kurz für unsere Verhältnisse. Aber im tiefen Schnee reicht diese Distanz absolut aus. Fast dreieinhalb Stunden haben wir benötigt und dabei den Winter noch einmal so richtig genossen.
vor 19 Jahren:
Über mich
Hallo! Für alle, die mich noch nicht kennen: Mein Name ist Bloxi. Bei der Zuchttauglichkeitsprüfung wurde ich als Hündin „vom mittlerem Typ“ eingestuft.
Meine Schulterhöhe beträgt 65 cm. Man sagt mir nach, ich sei sehr lebhaft und besitze ein freundliches Wesen.
Offiziell heiße ich „Bella Aus Gutem Grund“. Ich stamme aus der Hovawart-Zucht von Wolfgang Graw aus dem Sauerland.
Im August 1999 wurde ich im Alter von acht Wochen von meinem Besitzer Miti ins Rheinland gebracht. Dort erwartete mich ein großes Haus mit Garten und Teich.
vor 20 Jahren:
Wiedersehen auf dem Hundeplatz

Ganz schönes Gewusel und Doxi schaut zu
Wie schön, einige der Kleinen aus unserem A-Wurf wiederzusehen. Aika (Angie), Amelie, Aaron und Alwin sind zur Welpenstunde auf den Hundeplatz nach Vorst (Kaarst) gekommen. Wir staunen, wie sehr die Kleinen in einer Woche gewachsen sind! Regelrecht hochgeschossen sind sie.
Fünfzehn Hunde sind insgesamt auf dem Platz, darunter unsere vier als die jüngsten. Entsprechend müssen sie sich gegen die älteren Hunde verteidigen. Doch es funktioniert gut. Wah-wah-wah bellen sie die anderen an, wenn sie sich zu sehr bedrängt fühlen.
Es folgen einige kleinere Übungen in der Gruppe, dann ist eine aufregende Welpenstunde auch schon vorbei. Auch für die Erwachsenen war es ein nettes Erlebnis.
Nur Bloxi durfte nicht zuschauen, damit die Kleinen nicht von ihr abgelenkt werden. Als kleine Entschädigung spielen wir anschließend noch ein wenig Frisbee mit Bloxi auf dem verschneiten Hundeplatz unter Flutlicht.

