Kalenderblatt-Beiträge

vor drei Wochen:

Jazz-Auftakt 2026 ein Hit

Das Clemens Orth-Trio in der Jazz Schmiede

Das erste Jazz-Konzert für Heike und mich in diesem Jahr war gleich ein echter Hit. Das Clemens Orth Trio mit Hendrik Smock an den Drums, Bruno Müller an der Gitarre und Clemens Orth an der Orgel hat in der Jazz-Schmiede in bester Hammond-Jazz-Tradition der 50er- und 60er-Jahre vortrefflich aufgespielt: dynamisch, energetisch, mitreißend und virtuos, jeder auf seinem Instrument.

Clemens Orth, Bruno Müller und Hendrik Smock v.l.n.r

Dabei konnte sich die Kölner Formation einer wunderbar restaurierten Original Hammond-Orgel bedienen, die die Jazz-Schmiede regelmäßig leihweise von einem Sammler zur Verfügung gestellt bekommt. Das Instrument muss klanglich eine solche Perle sein, dass es Orgel-Virtuosen von nah und fern zum Aufspielen in die Jazz-Schmiede lockt.

Die Musiker des Clemens Orth Trios kennen sich seit ihrem Studium an der Musikhochschule Köln und waren schon auf zahlreichen Bühnen im In- und Ausland zu hören. Ihr Repertoire ist geprägt von Ikonen wie Jimmy Smith, Les Strand, Jack McDuff oder Shirley Scott. An diesem Abend waren es aber auch Songs von Earth, Wind & Fire und zeitlose Soul- und RnB-Themen, die die Zuschauer von den Stühlen gerissen haben. Ein tolles Konzert in kleiner Besetzung.

vor einem Monat:

Drei Jahre Benzinpreise im Blick

Drei Jahre Benzinpreise im Blick
6. Januar 2026

Vor drei Jahren war der Diesel tatsächlich teurer als heute (jeweils Tageshöchst- und Tagestiefstpreise)

Im Winter 2023/2024 habe ich für mich eine kleine Software entwickelt, die die Diesel-Preise an den vier Tankstellen in meiner Umgebung viertelstündlich abruft und visualisiert. Grundlage dafür sind die Daten, die die Anbieter an die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (MTS-K) des Bundeskartellamts melden müssen. Diese Preise sind frei verfügbar, sofern man sich unter einem plausiblen Grund als Nutzer dafür registriert, Stichwort Open-Data.

Drei Jahre Benzinpreise im Blick

Mein Preispanel, viertelstündlich aktualisiert, rund um die Uhr, das ganze Jahr

Die Software läuft unabhängig von meinem Arbeitsplatz-PC rund um die Uhr und verbraucht nur wenig Strom. Nach drei Jahren und rund 65 tausend Messerhebungen ist jetzt die Zeit für eine erste Bewertung gekommen.

Im großen Maßstab sieht man sehr deutlich, wie die Spritpreise von den zentralen Themen am Ölmarkt beeinflusst werden und diesen in ihrer Entwicklung folgen: Kriege, Krisen, Konjunktur und die Drosselung bzw. Erhöhung der Produktionsquoten durch die Förderländer hinterlassen teils deutlich ihre Spuren.

Lokal betrachtet, lassen sich auf der kurzfristigen Zeitebene immer wieder die gleichen Muster feststellen: Am Morgen ist der Sprit zunächst einmal sehr viel teurer als am Abend. In der Mittagszeit sackt der Preis für eine Weile ab, bevor es wieder aufwärts geht. Die Differenz über den Tag beläuft sich häufig auf fünfzehn Cent und mehr. Die günstigsten Wochentage sind regelmäßig der Dienstag, Mittwoch und Donnerstag, während es rund um die Wochenenden teurer wird.

Überraschend war für mich, dass einige Anbieter in ihrer Preisgestaltung doch sehr hektisch schwanken und dabei regelmäßig ihren lokalen Mitbewerbern folgen. Bei anderen Tankstellen bewegen sich die Preise ab Nachmittags dagegen praktisch gar nicht mehr, etwa bei der einzigen Supermarkttankstelle in meiner Beobachtung, die insgesamt fast immer am günstigsten ist. Auch der teuerste Anbieter ist regelmäßig derselbe.

Ganz aktuell sieht man, wie die erhöhte CO2-Bepreisung seit Anfang 2026 ihre Spuren im Benzinpreis hinterlassen hat, bei Diesel etwa mit drei bis fünf Cent. Aber insgesamt ist der Benzinpreis in den letzten drei Jahren nicht gestiegen, eher im Gegenteil. Das macht die rote Grafik deutlich.

vor sechs Monaten:

Tschugger weggebincht

Tschugger weggebincht
3SAT-Mediathek, 6. August 2025

Tschugger – eine Krimi-Komödienserie des Schweizer Fernsehens

Ich bin ja kein großer Serien-Gucker. Breaking Bad, Game of Thrones, The Walking Dead und Co. habe ich alle komplett verpasst. Aber alle paar Jahre bringen meine Lieblingssender Arte und 3Sat dann doch mal als Dritt- oder Viertverwerter eine Serie, die ich als etwas ganz Besonderes empfinde und fasziniert verfolge: 2013 und 2015 die israelische Produktion Hatufim, 2017 Peaky Blinders, 2020 die dritte Staffel von Babylon Berlin und jetzt die schweizerische Krimi-Komödien-Serie Tschugger aus den Jahren 2021 bis 2024.

Tschugger spielt im schweizerischen Wallis. Im Mittelpunkt der ersten beiden Folgen steht ein Regionalposten der Walliser Kantonspolizei. Als Hauptfigur wird der Ich-Erzähler Johannes „Bax“ Schmidhalter präsentiert, eine für Schweizer Verhältnisse durchaus unkonventionelle Figur. Der Polizist wird verkörpert von David Constantin, der auch als Co-Autor und Co-Regisseur der Serie wirkt.

Bax scheint seine größten Zeiten als Polizeiermittler bereits hinter sich zu haben, als er in actionreiche Kriminalgeschichten von teils surrealem Ausmaß hineingezogen wird. Immer wieder muss er sich dabei nicht nur gegen Kriminelle und Verschwörer, sondern auch gegen die eigenen Leute stellen, darunter seine Ex-Partnerin, die Polizistin Gerda.

Mir kommt es ein wenig vor wie eine ironische Mischung aus Schimanski auf Speed und Miami Vice für Arme. Das Ganze vor dem Hintergrund schlimmster Schweiz-Klischees, die hier liebevoll verballhornt werden. Ständig geht alles schief, unglaubliche Zufälle reihen sich aneinander, und der Held ist eher ein Antiheld, ohne dass die Persiflage zur Karikatur gerät. Aber eine gehörige Portion Slapstick ist immer mit im Spiel.

In der Schweiz war die Serie ein Riesenerfolg. Ich habe beim Zuschauen immer wieder herzhaft lachen müssen und bin in den spannenden Momenten voll mitgegangen. Für alle, die die Eigenarten der Schweizer zu schätzen wissen, ein echtes Muss. Ich gebe der Serie auf jeden Fall 4,5 Sternchen. Jetzt noch bis Anfang September 2025 in der 3Sat-Mediathek.

vor neun Monaten:

Bad Mergentheim an der Tauber

Bad Mergentheim an der Tauber
Bad Mergentheim, 6. Mai 2025

Heute ist Markttag und das historische Zentrum entsprechend gut besucht

Vom kleinen Lauda fahren wir weiter in die deutlich größere Kreisstadt Bad Mergentheim mit fast 25.000 Einwohnern, einem Mittelzentrum der Region Heilbronn-Franken.

Die 1058 erstmals urkundlich erwähnte Stadt war von 1525 bis 1809 Dienstsitz des Hochmeisters des katholischen Deutschherrenordens, der in der Nachfolge der Ritterorden aus der Zeit der Kreuzzüge stand.

Von der Macht dieses Ordens zeugt bis heute das große Schloss am Rande der prächtigen Altstadt, die sich an die Tauber schmiegt. Beeindruckend u.a. die riesige Reitertreppe im Schloss.

Durch die Ordens-Präsenz in Mergentheim kam es im späten Mittelalter zu zahlreichen Hexenprozessen, bei denen auch prominente Bürger wie die Frau des Bürgermeisters Magdalena Nachtrab nicht verschont blieben. Allein für die Zeit von 1539 bis 1665 sind 74 Opfer namentlich bekannt.

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt aufgrund der Präsenz mehrere Heilquellen zu einem beliebten Kurort. Auf der nordöstlichen Seite der Tauber liegt heute der große und aufwändig inszenierte Kurpark mit Kurhaus, Brunnentempel, Aufführungsbühne und See. Insgesamt eine sehr sehenswerte Stadt, wie ich finde.

vor neun Monaten:

Winzerort Lauda an der Tauber

Winzerort Lauda an der Tauber
Lauda, 6. Mai 2025

Anfahrt durch den Neckar-Odenwaldkreis

Von Amorbach geht es in das schöne Taubertal, wo ich der Tauber flussaufwärts bis in das historische Rothenburg folgen möchten.

Meine erste Station ist der kleine Winzerort Lauda, wo der Rennfahrer Nicki Lauda geboren wurde (nein, nur Spaß).

Lauda liegt südlich von Tauberbischofsheim im Main-Tauber-Kreis, dem nördlichsten Landkreis Baden-Württembergs. Die Region ist historisch als Tauberfranken bekannt. Auf dem Weg durch die leicht hügelige Landschaft begegnen mir viele Rapsfelder, die jetzt weithin sichtbar gelb leuchten.

Zahlreiche künstlerisch bedeutende, im 16. Jahrhundert entstandene Bildstöcke, das Rathaus von 1561 und Fachwerkhäuser des 16. Jahrhunderts weisen auf einen beträchtlichen Wohlstand in Lauda hin. Auf mich wirkt der Ort heute ein wenig verschlafen, aber in jedem Fall hübsch anzusehen.

vor neun Monaten:

Gesucht wird: der Bach der Liebe

Gesucht wird: der Bach der Liebe
Amorbach, 6.05.2025

Blick auf den Marktplatz

Huch, plötzlich sind wir in Bayern. Von Michelstadt (Hessen) sind wir durch den südöstlichen Odenwald hinabgestiegen nach Amorbach und das gehört bereits zum unterfränkischen Kreis Miltenberg.

Der hübsche kleine Ort mit knapp 4.000 Einwohnern liegt im Mudtal, wo sich die Mudau auf den Main zubewegt, den sie knapp 10 km weiter nördlich bei Miltenberg erreicht. Amorbach ist Teil des Naturparks Bayerischer Odenwald, wo die ländlich geprägten Ortschaften von Wald, Wiesen und Feldern umgeben sind.

Die Gemeinde im heutigen Grenzgebiet von Hessen, Bayern und Baden-Württemberg entstand aus dem Benediktinerkloster Amorbach, und wechselte im Lauf der Jahrhunderte wiederholt den Landesherrn. Den Amorbach gibt es aber gar nicht, wie ich als Erstes erfahre. Das ist einfach ein historischer Name.

Von unserem Parkplatz am Billbach steigen wir zur katholischen Pfarrkirche St. Gangolf auf, die für ihre reiche Barockausstattung u.a. mit aufwändigen Deckenmalereien und einer großen Orgel bekannt ist.

Weiter geht es in das hübsche und gepflegt wirkende Orstzentrum mit historischen Bauten, darunter die Zehntscheune. Ursprünglich für die Aufbewahrung der Naturalsteuer (das Zehnt) an den Mainzer Kurfürsten erbaut, wurde sie seit den 1960er Jahren als Kino betrieben und beherbergt heute eine Kleinkunstbühne.

Am südlichen Ortsrand treffe ich auf das ehemalige Benediktinerkloster, das im Jahre 743 als eine der frühesten Klostergründungen im mainfränkischen Raum entstand. Die weitläufige Anlage wird nach außen durch eine imposante Klosterkirche mit prächtiger Barockfassade repräsentiert. Seit der Aufhebung des Klosters und Säkularisation 1803 gehören die Gebäude und Ländereien den Fürsten zu Leiningen.

Während ich so vor mich hin schlendere und gerade denke, dass ich es hier in Amorbach richtig nett finde, stehe ich plötzlich vor einer Bank, über der ein Zitat des Frankfurter Philosophen und Soziologen Theodor W. Adorno prangt, der regelmäßig als Stammgast in Amorbach weilte: „der einzige Ort auf diesem fragwürdigen Planeten …, in dem ich mich im Grunde noch zuhause fühle“. Na, das ist doch mal ein Lob aus berufenem Munde.

vor einem Jahr:

Vom Leben, Altern und Sterben

Vom Leben, Altern und Sterben
Düsseldorf, 6. Februar 2025

Ausstellung im Aquazoo / Löbecke-Museum, Düsseldorf

Unter dem altrömischen Motto „Memento mori“ lädt eine Sonderausstellung im Aquazoo Düsseldorf die Besucher ein, sich der eigenen Sterblichkeit bewusst zu werden – am Beispiel der Tierwelt.

Schließlich ist der Tod ein fester Bestandteil des Lebens. Er schafft Platz für die Ausbreitung anderer Lebewesen und macht die Evolution der Arten überhaupt erst möglich.

Doch warum muss eigentlich alles sterben? Welche biologischen Gründe gibt es für das Altern und den Tod? Lässt sich der Tod am Ende vielleicht doch durch Medizin und Forschung überwinden? Und wie viele Tiere sterben eigentlich eines natürlichen Todes, ohne Beute des Menschen oder von anderen Tieren zu werden?

Die Ausstellung liefert Antworten auf diese Fragen und gibt Einblicke, was nach dem Tod passiert. Normalerweise schauen wir Menschen ja gerne am Tod vorbei, deshalb finde ich diese Ausstellung sehr spannend.

vor zehn Jahren:

Rund um Altenahr

Wildwasserpaddler auf der Ahr
Altenahr, 6. Februar 2016

Wildwasserpaddler auf der Ahr

Endlich mal ein Tag ohne Regen. Dafür stürmt es! Es ist der Karnevalssamstag, und ich bin mit Doxi unterwegs auf einer 20 Km-Wanderung rund um Altenahr.

Zunächst führt uns der Weg hinauf durch die Weinberge und den Wald nach Kalenborn auf den Ahrhöhen.

Von der Ostflanke der Höhen haben wir einen wunderbaren Blick über die rheinische Tiefebene bis hinüber zum Siebengebirge.

Anschließend steigen wir durch den Wald hinab nach Mayschoß und kreuzen dabei den bekannten Rotweinwanderweg.

Während wir bis dahin weitgehend allein unterwegs waren, kommen uns hier in der Mittagssonne eine Menge Wanderer und Spaziergänger entgegen.

Von Mayschoß geht es entlang der Ahr auf dem Ahrtalwanderweg über die berühmte Ahrschleife zurück nach Altenahr.

Wir sind zügig unterwegs, angetrieben vom zunächst kalten, später dann angenehm warmen Wind, und benötigen für die 20 Km rund vier Stunden und zehn Minuten. Für heute sind wir damit genug gelaufen, meint auch Doxi, die sich im Auto gleich schlafen legt.

vor 14 Jahren:

Bellis ist heiß

Bellis ist heiß
Büttgen, 6. Februar 2012

Erst hatte Bloxi ihre Winterhitze, wenige Wochen später dann Bellis.

Zum ersten Mal nach ihrer Trächtigkeit ist Bellis wieder heiß. Bald wird sie wieder ganz neugierig und aufgeregt nach Rüden Ausschau halten.

Bei dieser und der kommenden Hitze wollen wir sie jedoch noch nicht wieder belegen lassen. Aber dann vielleicht Anfang 2013 bei der dritten Hitze nach ihrem Wurf wieder.

Die Suche nach geeigneten Deckrüden läuft im Rahmen der Verbandsarbeit unterschwellig nebenher mit, erste vielversprechende Kandidaten haben sich bereits aufgetan.