vor einer Woche:
Alaaf Rock ’n’ Roll

Kleines Bühnenbild, aber maximal viel herausgeholt
Lange schon war ich nicht mehr im Theater, doch am Sonntag flatterte mir eine spannende Werbung des Rheinischen Landestheaters Neuss ins E-Mail-Postfach, die sich nach etwas Besonderem anhörte. Da habe ich spontan zugegriffen.
„Alaaf Rock ’n’ Roll“ ist ein rasantes, humorvolles und musikalisches Theatererlebnis mitten aus dem Rheinland. Das flott inszenierte und abwechslungsreiche Stück verbindet Karneval, Rockmusik und rheinische Lebenslust zu einer mitreißenden Geschichte über Freundschaft, Identität und die Frage, was Tradition heute bedeuten kann. Bekannte Karnevalshits treffen auf rockige Sounds, Wortwitz auf Herz – laut, bunt und mit veel Jeföhl, wie man hierzulande sagt.
„Ein Abend zum Lachen, Mitsingen und Mitfeiern – auch für alle, die sonst nicht jeck sind!“ verhieß die Ankündigung und das war nicht zu viel versprochen. Sehr schön anzuschauen und anzuhören, was die beiden Protagonisten abseits aller Karnevalsklischees an witzigem, überraschendem und nachdenklichem aus dem Thema rausgeholt haben. Jede Menge Konfetti eingeschlossen. Dieser Besuch hat sich wirklich gelohnt.
vor drei Wochen:
Mein Jahresrückblick 2025

Regenbogen auf dem Weg Richtung Neuss
2025 wird mir als ein anstrengendes Jahr in Erinnerung bleiben. Und als ein Jahr, in dem die Aussicht auf das Älterwerden etwas mehr in den Vordergrund gerückt ist. Noch sind wir alle da, aber die Uhr tickt: Doxi, meine Mom, ich selbst. Letztendlich sind wir alle nur ein Durchgang durch die Zeit.
Für mich war in den vergangenen 12 Monaten mein Studium der Psychologie das beherrschende Thema. Und so richtig glücklich bin ich damit gerade nicht. Einfach weil es doch sehr fordernd ist, sofern man einigermaßen zügig durchkommen möchte. Nachgeworfen wird einem da jedenfalls nichts. Auch wegen des Studiums war ich in 2025 nur noch halb so viel mit dem Wohnmobil unterwegs wie in den Jahren zuvor. Ich glaube, das hat mir nicht so wirklich gutgetan.
Hier waren wir 2025 unterwegs
Dennoch waren in 2025 erneut wunderbare Touren dabei: durch die Ober- und Niederlausitz, durch die Pfalz und die Mitte Deutschlands, durch den Schwarzwald und den Nordwesten der Niederlande. Dass ich mir dabei in Den Helder das Wohnmobildach an dem Kanonenrohr eines niederländischen Kriegsschiffs aufgerissen habe, wird sicher noch eine Weile in lebhafter Erinnerung bleiben.
Langweilig war es jedenfalls nie. Dass in 2025 wieder eine Menge passiert ist, lässt sich vielleicht an einer Zahl festmachen. 376 neue Blog-Beiträge sind in den vergangenen 12 Monaten entstanden. 376 mal Texte, Bilder, Action. Und erneut habe ich mehr als 200 Mal Yoga praktiziert, auch wenn ich mich dafür manchmal ganz schön antreiben musste.
Sogar ein fünftes, aber vermutlich letztes Jahr in Folge bin ich erneut mehr als 3.000 km gewalkt. Das sind 8,3 km an jedem Tag des Jahres. Auch meine Uni-Klausuren, Vorprüfungsleistungen und Quizze habe ich allesamt bestanden (hört, hört). Aber da war insgesamt zu viel Kampf und zu wenig Leichtigkeit im Spiel.
Vielleicht ist es an der Zeit, meine Ziele an mein Lebensalter anzupassen. Aber vielleicht geht es in 2026 ja auch einfach von allein wieder ein klein wenig aufwärts. Auf Regen folgt Sonnenschein, hinter dem Gipfel wartet das Licht und beim Absturz in die Delle holt man neuen Schwung. Ich meine, hoffen darf man ja. Deshalb: 2026 let`s go.
Hier meine ganz persönlichen Bilder des Jahres 2025, verbunden mit einem Riesenschmatz an meinen one-and-only Schatz …
vor einem Monat:
Die Adventsbeleuchter

Gesehen in Kaarst
Spannend zu sehen, was im Advent so alles die Nacht erhellt. Auf der Suche nach pittoresken Weihnachtsmotiven bin ich ein wenig mit dem Motorrad durch die verschiedenen Ortsteile meiner Heimatstadt Kaarst gecruised. Hier meine Ausbeute.
vor drei Monaten:
Zurück an den Rhein

Ganz ähnlich wie um 1900 sieht es heute an der Rheinuferpromenade wieder aus
Vor etwas mehr als 30 Jahren wandelte sich mit dem Bau des Rheinufertunnels die Stadtansicht von Düsseldorf noch einmal radikal. Die Errichtung dieses Jahrhundertbauwerks dokumentiert jetzt das Schifffahrtsmuseum am Burgplatz im Herzen der Altstadt.
Um das Jahr 1900 hatte sich die Stadt mit einer Uferpromenade zwischen Altstadt und Rhein schon einmal hübsch gemacht. Die erste stählerne Rheinbrücke existierte bereits, Dampfschiffe auf dem Fluss kündeten von der Aufbruchstimmung einer neuen Zeit. Doch dann kam der Erste Weltkrieg und 20 Jahre später der Zweite Weltkrieg und mit ihm massive Zerstörungen in der städtischen Infrastruktur. Wie viele westdeutsche Großstädte wurde auch Düsseldorf beim anschließenden Wiederaufbau als autogerechte Stadt neu gedacht.

Schlossturm und B1 Ende der 1970er Jahre
Für den Autoverkehr entstanden zusätzliche Rheinbrücken und am Rheinufer die vierspurige B1 mit mehr als 60.000 Fahrzeugen täglich. Ihr Lärm und Gestank schnitt die Altstadt und das Zentrum vom Rhein ab.
Nachdem der Warenverkehr im angrenzenden Rheinhafen stetig abnahm, sah man Mitte der 1970er Jahre die Chance gekommen, den Hafen und das Rheinufer neu zu planen und gestalten.
Ab den späten 1980er Jahren entstanden der Landtag, der Medienhafen und zwischen 1990 und 1993 auch der heutige Rheinufertunnel. Er brachte den Verkehr in den Untergrund und verwandelte das Rheinufer wieder in eine Flaniermeile mit Ausstrahlungskraft weit über Düsseldorf hinaus.
Der vierspurige Tunnel mit zwei Betonröhren, teils neben- teils untereinander, gilt heute als ingenieurtechnische Meisterleistung, weil er im Grundwasser steht und auch bei Rheinfluten vor den Wassermassen geschützt ist. Zwischen den Röhren werden sogar noch zwei Altarme der Düssel zum Rhein hin abgeführt. Mehr als 125.000 LKW-Ladungen Erde mussten ausgehoben werden, damit auf einer Länge von 2 km wieder Platz für die Menschen im Obergrund geschaffen werden konnte.
Ich finde es spannend, die Baustellenbilder von damals zu sehen, aber auch die Stadtansichten aus den Jahrhunderten zuvor, als das Rheinufer mal prächtig, mal geschäftig und auch mal ganz schön abgerockt aussah. Heute bin ich mit dem Motorrad von zu Hause aus in 15 Minuten an der Rheinuferpromenade und genieße regelmäßig den freien Blick auf den Fluss mit dem schönen Stadtpanorama der Landeshauptstadt.
vor sechs Monaten:
Die Brombeeren sind reif 2025

Die stacheligen Sträucher hängen voll mit reifen Früchten
Letzte Woche schmeckten einige noch etwas sauer, jetzt sind die meisten zuckersüß: Die Brombeeren sind reif.
Auch in diesem Jahr nutze ich wieder die Tage Mitte Juli, um mit Doxi erst am Rhein spazieren zu gehen und dort anschließend Brombeeren zu sammeln. Nicht zu viele auf einmal, sonst können wir sie gar nicht verarbeiten.
Aus den drei Schüsselchen heute gehen zwei in die Brombeerquarkspeise, die dritte ist zum Naschen für zwischendurch. Einfach köstlich, dieses Geschenk der Natur.
vor neun Monaten:
Erich Kästner: Der April

Gesehen beim Osterspaziergang in Liedberg auf dem Höhepunkt der Corona-Krise im Jahr 2022
von Erich Kästner, 1955
Der Regen klimpert mit einem Finger
die grüne Ostermelodie.
Das Jahr wird älter und täglich jünger.
Oh Widerspruch voll Harmonie!
Der Mond in seiner goldnen Jacke
versteckt sich hinter dem Wolken-Store.
Der Ärmste hat links eine dicke Backe
und kommt sich ein bisschen lächerlich vor.
Auch diesmal ist es dem März geglückt:
er hat ihn in den April geschickt.
Und schon hoppeln die Hasen,
mit Pinseln und Tuben
und schnuppernden Nasen,
aus Höhlen und Gruben
durch Gärten und Straßen
und über den Rasen
in Ställe und Stuben.
Dort legen sie Eier, als ob’s gar nichts wäre,
aus Nougat, Krokant und Marzipan.
Der Tapferste legt eine Bonbonniere,
er blickt dabei entschlossen ins Leere
Bonbonnieren sind leichter gesagt als getan.
Dann geht es ans Malen. Das dauert Stunden.
Dann werden noch seidene Schleifen gebunden.
Und Verstecke gesucht. Und Verstecke gefunden:
Hinterm Ofen, unterm Sofa,
in der Wanduhr, auf dem Gang,
hinterm Schuppen, unterm Birnbaum,
in der Standuhr, auf dem Schrank.
Da kräht der Hahn den Morgen an!
Schwupp, sind die Hasen verschwunden.
Ein Giebelfenster erglänzt im Gemäuer.
Am Gartentor lehnt und gähnt ein Mann.
Über die Hänge läuft grünes Feuer
die Büsche entlang und die Pappeln hinan.
Der Frühling, denkt er, kommt also auch heuer.
Er spürt nicht Wunder noch Abenteuer,
weil er sich nicht mehr wundern kann.
Liegt dort nicht ein kleiner Pinsel im Grase?
Auch das kommt dem Manne nicht seltsam vor.
Er merkt gar nicht, dass ihn der Osterhase
auf dem Heimweg verlor.
vor zwei Jahren:
Einbruch im Naturschutzgebiet

Hochstehendes und gefrorenes Grundwasser hinter dem Rheindeich
Heute kommt der Wetterwechsel: von minus 2 auf plus 11 Grad. Bevor der Schnee komplett wegschmilzt, drehe ich mit Doxi eine meiner Lieblingsrunden in der näheren Umgebung. Es geht durch das Naturschutzgebiet Ilvericher-Altrheinschlinge bei Meerbusch.
Der Rhein hat seine Höchststände der vergangenen Wochen deutlich hinter sich gelassen, da sollte das ja eigentlich kein Problem sein. Habe ich mir gedacht.Doch weit gefehlt: Weil das Naturschutzgebiet nur knapp über dem Grundwasser liegt, waren die Wege auch hinter dem Rheindeich ordentlich überschwemmt.
Beim Frost der letzten Tage ist alles gefroren und nun bereits brüchig geworden. Das macht die Passage stellenweise sehr schwierig.
Zweimal kann ich den breiten Pfützen kaum ausweichen und breche prompt am Rande des Weges ein. Nicht tief, aber schön in den Matsch. Hätte ich doch meine Gummistiefel angezogen, dann wären meine Schuhe und meine Hose jetzt nicht nass und verdreckt. Na, ja, kann man alles waschen.
vor drei Jahren:
Indisches Spinat-Kartoffel-Curry

Aloo Palak Sabji mit Basmati-Reis und indischem Brot
Heute habe ich zum dritten Mal in dieser Woche ein Gemüse-Curry gekocht. Langsam bekomme ich etwas Routine.
Aloo Palak Sabji ist ein klassisches Gericht aus der pakistanischen und nordindischen Küche, mit Kartoffeln, Spinat, Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer und zahlreichen Gewürzen.
Dazu gehört der unvermeidliche Kreuzkümmel, außerdem Kurkuma, Garam Masala und Chilipulver. Das ganze verfeinert mit gemahlen Cashew-Nüssen.
Mein Learning heute: TK-Spinat besser schon eine Weile vorher auftauen, damit man die Flüssigkeit herauspressen kann, bevor man ihn zu den anderen Zutaten in die Pfanne gibt. Sonst muss man das Ganze am Schluss länger köcheln, als man eigentlich möchte.
vor fünf Jahren:
Sonne im Herzen, Leere im Magen

Blick von Lanzerath über die Felder zu meinem Heimatdorf Büttgen
Gestern habe ich noch gelesen, der Januar hätte bei uns im Rheinland bislang nur 25% der üblichen Sonnenscheindauer gebracht. Stimmt gefühlt auch, aber heute scheint prompt mal wieder die Sonne.
Also mache ich mich mit Doxi auf zu einer 17 km langen Tour, die uns immer in Richtung Sonne über Lanzerath und Holzheim zur Raketenstation Hombroich führt. Die Wärme und das Licht, das tut jetzt in der dunklen Jahreszeit richtig gut, auch wenn ein eiskalter Wind weht.
Mit der Sonne im Rücken geht es anschließend über Lüttenglehn und das Rittergut Birkhof zurück.
Mit knurrt dabei immer wieder der Magen. Eigentlich komisch, wo ich doch schon seit sieben Tagen am Heilfasten bin. Das habe ich sonst nicht, aber in Corona-Zeiten ist ja irgendwie nichts mehr, wie es war 🙂
vor sieben Jahren:
Winter im Wurmtal

Feuchtlandschaft am Rande des Tals
Ich bin mal wieder zum Wandern im Wurmtal zwischen den Städten Würselen und Herzogenaurach an der Stadtgrenze zu Aachen. Im letzten Jahr war ich schon einmal hier, allerdings auf einer etwas anderen Route und zu einer anderen Jahreszeit.
Heute bin ich bei kaltem, aber sonnigen Winterwetter unterwegs. Die Landschaft wirkt ganz still. Über dem warmen Flusswasser lässt die kalte Winterluft Nebelschwaden aufsteigen, in denen sich die Sonnenstrahlen verfangen. Ganz malerisch sieht das aus.
Heute haben wir es mal überhaupt nicht eilig. Immer wieder bleibe ich stehen, blicke in die Landschaft und ziehe einen kleinen Merkzettel aus der Tasche, mit dem ich mich auf die theoretische Prüfung der Yogalehrer-Ausbildung vorbereite. Lernen und Wandern heißt das Motto auf dieser kurzweiligen, elf Kilometer langen Tour ….
vor 19 Jahren:
Happy Birthday, Frauchen
Unglaublich, aber wahr: Frauchen wird 40. Miti, Bloxi und Tochter Aika (Angie) wünschen alles Gute und weiterhin viel Freude und Erfolg im Hundesport und in der Hundezucht.
vor 20 Jahren:
A-Wurf Tag 60: Jetzt sind sie alle weg

So sah es hier noch vor 48 Stunden aus
An diesem Wochenende sind alle Welpen von ihren neuen Besitzern abgeholt worden. Einige Welpen hatten es nicht weit bis zu ihrem neuen Zuhause, andere mussten erst eine lange Autofahrt hinter sich bringen. Doch alle sind gut angekommen.
Es hat uns gefreut zu erfahren, dass sich die Kleinen schnell eingewöhnt und ihr neues Reich in Besitz genommen haben. Wir wünschen den Kleinen und ihren neuen Besitzern alles, alles Gute.
- Amanda ging nach Norditalien.
- Amelie ging nach Tönisvorst.
- Anastasia ging nach Karlsruhe.
- Angie ging nach Jüchen-Gierath.
- Aaron ging nach Kleinenbroich.
- Adorno ging in die Schweiz.
- Alwin ging nach Neuss-Rosellen.
- Arik ging nach Erkelenz.


