Kalenderblatt-Beiträge

vor neun Monaten:

Regenmangel auch in der Eifel

Regenmangel auch in der Eifel
Gemünd, 12. April 2025

Die Urft kurz vor dem Zulauf zur Urfttalsperre

Ganz Deutschland wartet auf den Frühlingsregen. Seit Anfang März hat es in den meisten Landesteilen nicht mehr nennenswert geregnet. Der Rhein und der Bodensee auf Tiefstand, Pflanzen und Sträucher ohne tiefes Wurzelwerk ächzen in der starken Frühlingssonne.

Auch in der Eifel spürt man das Regendefizit allenthalben. Die Urft als einziger Zufluss der Urfttalsperre führt kaum Wasser. Und im Wald liegt das Laub noch hoch wie im Herbst.

Bei jedem Schritt raschelt es unter meinen Füßen, als hätten wir November oder Dezember. Mangels Feuchtigkeit ist da bislang noch nichts richtig zusammengepappt. Das habe ich Mitte April auch noch nicht erlebt.

Zum Abschluss unserer Eifeltour drehe ich mit Doxi eine zehn Kilometer lange Runde hinauf in den Kermeter und wieder hinunter zur Urft.

Es herrscht herrliches Frühlingswetter, doch ab Morgen sollen atlantische Tiefausläufer endlich Regen bringen. Hoffentlich wird es nicht zu wenig.

vor einem Jahr:

Kunst zurück im Labyrinth

Kunst zurück im Labyrinth
Museum Insel Hombroich, 12. Januar 2025

Zentraler Saal im wieder eröffneten „Labyrinth“ im Museum Insel Hombroich

Das von mir sehr geschätzte Museum Insel Hombroich zeigt internationale Kunst in markanten Gebäuden, eingebettet in eine sehenswerte Parklandschaft, in den Erftauen kurz vor Neuss.

Vor kurzem wurde das größte Ausstellungsgebäude im Park wiedereröffnet, nachdem es aufgrund eines massiven Wasserschadens über mehrere Jahre aufwändig renoviert werden musste.

Das „Labyrinth“ getaufte Gebäude, das im Jahr 1987 von Gotthard Graubner als Gesamtkunstwerk konzipiert worden war, präsentiert jetzt wieder Gegenwartskunst im Dialog mit archäologischen Funden aus China sowie Objekte aus Südostasien, Afrika und Latein­amerika.

Schwerpunkte der künstlerischen Sammlung im Labyrinth sind Arbeiten von Lovis Corinth, Hans Arp, Kurt Schwitters, Jean Fautrier, Francis Picabia und Gotthard Graubner. Die besondere Verbindung aus Kunst, Architektur und Natur erschafft ein äußerst intensives Kunsterlebnis, Ich bin begeistert.

vor zwei Jahren:

Thai-Buddha total von der Rolle

Thai-Buddha total von der Rolle
Büttgen, 12. Januar 2024

Dieser 25 cm hohe Thai-Buddha kommt aus meinem neuen 3D-Drucker

Zum Jahreswechsel habe ich mir einen neuen 3D-Drucker gegönnt, mit größerem Bauraum als mein bisheriges Gerät und mit einigen fortgeschrittenen Zusatzfunktionen.

Dazu zählen u. a. eine eingebaute Videokamera für die Remote-Überwachung per PC oder Smartphone. Außerdem ein beheiztes und automatisch kalibriertes Druckbett, sowie intelligente Funktionen zur Erkennung von Druckfehlern.

Damit sollte der 3D-Druck eigentlich ganz einfach sein, doch ein paar Fallstricke bleiben, wie ich bei meinem ersten Druckversuchen feststellen musste. Mittlerweile habe ich das Gerät aber gut im Griff und freue mich über die ersten großen, erfolgreich gedruckten Modelle.

Etwa den vorliegenden, 25 cm hohen Thai-Buddha, für dessen Druck die Maschine knapp 75 Meter Filament von der Rolle verbraucht hat. Was in der Praxis fast acht Stunden in Anspruch genommen hat, schrumpft in dem Zeitraffer-Video unten auf 40 Sekunden zusammen: Ein Thai-Buddha von der Filament-Rolle.

Thai-Buddha total von der Rolle

vor zwei Jahren:

Auberginen orientalisch

Auberginen orientalisch
Büttgen, 12. Januar 2024

Gebackene Aubergine gekrönt von Bulgursalat

Auberginen – früher habe ich sie gar nicht gemocht, doch mittlerweile entdecke ich immer mehr köstliche Gerichte mit der dunkelvioletten Frucht der Eierpflanze (Solanum melongena).

Gemeinsam mit Heike habe ich heute ein spannendes orientalisches Gericht gekocht, bei dem die halbierten Auberginen zunächst mit Chermoula bestrichen und anschließend für rund 40 Minuten in den Backofen gegeben werden.

Die Chermoula rühren wir kalt aus einem guten Olivenöl gemeinsam mit viel Knoblauch, Kreuzkümmel, Koriander, Chilipulver, Salz und etwas Zitronensaft an. Die Auberginen haben wir zuvor auf der Fruchtseite kreuzweise angeritzt, damit die Soße besser eindringen kann.

Während die Auberginen im Ofen sind, lassen wir Bulgur in heißem Wasser quellen und fügen dann Sultaninen, Koriander, Minze, Mandelblättchen und klein geschnittene Frühlingszwiebeln hinzu.

Diesen Bulgursalat geben wir auf die Auberginen, nachdem wir diese aus dem Ofen geholt haben. Darauf kommt noch etwas frischer Joghurt, und fertig ist ein wunderbares Gericht, das herrlich orientalisch schmeckt.

vor sechs Jahren:

Bei Schimmi im Pott

Bei Schimmi im Pott
Duisburg-Ruhrort, 12. Januar 2020

Wo sonst, außer in Duisburg kann es diesen Straßennamen geben?

Ich war noch ein Teeny, als der legendäre Tatort-Kommissar Horst Schimanski, verkörpert von Götz George, regelmäßig sonntagabends über die TV-Bildschirme flimmerte. Damals ich habe den ruppigen Charme dieses Charakters und das leicht gammelige Industriemilieu im Hafen von Duisburg geliebt.

Mehr als dreißig Jahre später bin ich auf meiner ersten Wanderung im Jahr 2020 zum ersten Mal mitten im Ort des Geschehens, in der 2014 so benannten „Horst-Schimanski-Gasse“ in Duisburg Ruhrort. Mit Doxi und meiner Wanderfreundin Gabi wandere ich rund um die Mündung der Ruhr in den Rhein.

Wir starten in Duisburg-Homberg und laufen auf der Westseite des Rheins mehrere Kilometer am Rande alter Industrieanlagen am Rheinufer entlang. Es ist grau, kalt und regnerisch. Winter halt, und so sind an diesem Sonntagnachmittag nur wenige Menschen draußen unterwegs.

Auf dem Fußweg der viel befahrenen Autobahnbrücke A40 wechseln wir unter ohrenbetäubenden Verkehrslärm die Rheinseite. Von der Brücke haben wir einen pittoresken Blick auf die Industrie- und Hafenkulisse von Duisburg und die durch einen großen roten Pylonen markierte Mündung der Ruhr in den Rhein.

Anschließend geht es auf den Rheinwiesen zur Ruhrmündung und weiter zum modernen Binnenhafen von Duisburg gleich neben dem historischen Zentrum mit dem prächtigen alten Rathaus.

Bei Schimmi im Pott

Ikonisch: Der 2016 verstorbene Götz George als Kommissar Horst Schimanski

Von dort laufen wir nach Duisburg-Ruhrort, wo wir auf der Uferpromenade die Horst-Schimanski-Gasse entdecken. Der Metallpfeiler mit dem Straßenschild ist übersät mit Stickern, darunter auch einer mit dem markanten Konterfei des Kommissars.

Zurück nach Duisbug-Homberg auf der gegenüberliegenden Rheinseite gelangen wir über die Friedrich-Ebert-Brücke, die von den historischen Hebetürmen der einstmaligen „Homberg-Ruhrorter Rheintrajektanstalt“ eingerahmt wird.

Nach 15 Kilometern und dreieinhalb Stunden Wanderzeit erreichen wir reichlich durchnässt wieder unseren Startpunkt. Gabi und ich sind uns einig: Das war eine sehr stimmungsvolle Wanderung, auch wenn das Wetter nicht sehr einladend war. Doch zur Industriekulisse von Duisburg hat es absolut gepasst.

vor acht Jahren:

Auesee und Diersfordter Wald

Auesee und Diersfordter Wald
Wesel, 12. Januar 2018

Still liegt der Auesee da

Ein grauer und nasskalter Januar-Tag in Nordrhein-Westfalen. Trotzdem brechen wir zu einer Wanderung auf. Unser Ziel ist der Auesee bei Wesel, einer der saubersten Seen Nordrhein-Westfalens und im Sommer ein beliebtes Bade- und Wassersportrevier. Doch um diese Jahreszeit sind war fast allein am Ufer unterwegs.

Der See liegt nordwestlich der Innenstadt von Wesel und wird im Süden und Westen vom Rhein begrenzt, der gerade Hochwasser führt.

Vom Deich zwischen dem Rhein und dem Auesee hat man einen imposanten Blick auf die großen überfluteten Flächen in den Rheinauen.

Tausende von Wasservögel sind hier unterwegs und erzeugen eine enorme Geräuschkulisse. Ständig kommen und gehen größere und kleinere Schwärme von Wildgänsen.

Vom Ostrand des Sees folgen wir dem Uferweg in westlicher Richtung. Am Seeende steuern wir auf den Ort Flüren zu und durchqueren ihn. Dahinter beginnt der Diersfordter Wald, in dem wir auf naturnahen Wegen eine große Schleife drehen.

Besonders reizvoll ist die Umgebung des „Schwarzen Wassers“, einem nährstoffarmen Heidesee mitten im Wald.

Als wir wieder aus dem Wald heraustreten, erreichen wir kurz darauf den Rheindeich am riesigen Campingplatz der „Grav-Insel“ am Flürener Altrhein. Wir laufen auf dem Deich zurück zu unserem Startplatz am Auesee, den wir nach knapp vier Stunden und 16 Wanderkilometern wieder erreichen.

Kurz vor dem Ziel fällt mein Blick auf den Ultraleicht-Flugplatz Römerwardt am Rande der Weseler-Innenstadt. Hier bin ich im Rahmen meiner Pilotenausbildung mehrmals gelandet. Schon damals war mir beim Anflug der riesige Campingplatz zwischen dem Rhein und dem Auesee aufgefallen. Nun habe ich das alles einmal vom Boden aus gesehen. Sehr schön.

vor neun Jahren:

Am Baldeneysee

Am Baldeneysee
Essen, 12. Januar 2017

Regattaturm am Baldeneysee. Im Hintergrund die Staumauer.

Heute war ich mit Doxi im grünen Süden von Essen rund um den Baldeney See und die Villa Hügel unterwegs. Wir folgten auf dieser 11 Km-Runde einer Tour aus dem Rother-Wanderführer „Ruhrgebiet“.

An einer Stelle der Wanderung wurde es kritisch, als wir einen steilen und matschigen Bahndamm hinunter mussten, um eine viel befahrene zweigleisige Bahnstrecke auf offener Strecke zu queren. Gefährlich, gefährlich!

So etwas kenne ich von den Rother-Wanderführern gar nicht. Tatsächlich habe ich auf Google Earth ein Foto aus dem Jahre 2009 gefunden, das an dieser Stelle eine Fußgängerbrücke zeigt.

Die muss wohl in den letzten Jahren abgerissen worden sein, ohne dass die Tour entsprechend angepasst wurde. Zumindest nicht in der Auflage des Wanderführers, die mir vorliegt. Werde ich gleich mal dem Verlag melden.

vor 20 Jahren:

A-Wurf Tag 51: Mein Stock, dein Stock

A-Wurf Tag 51: Mein Stock, dein Stock
A-Wurf, 12. Januar 2006

Erst mal die Beute in den Bau schleppen.

A-Wurf Tag 51: Mein Stock, dein Stock

Jetzt hab ich den Stock.

Seitdem die Kleinen das Spielzeug für sich entdeckt haben, rangeln sie auch regelmäßig darum. Ob Stofftier, Minifußball oder Stöckchen – was interessant scheint, will jeder für sich haben.

Eine Weile zerren sie zu Zweit oder zu Dritt an der Beute herum, dann verliert einer nach dem anderen die Lust und wendet sich anderem Spielzeug zu, was dann natürlich wieder die anderen auf den Plan ruft.

So ergibt sich ein munteres Hin und Her in immer neuen Konstellationen, bis den Kleinen die Puste ausgeht und es wieder Zeit wird für ein Schläfchen.