vor einer Woche:
Rheinisches Dürüm

Gerollt, sodass man leichter abbeißen kann
Es sieht aus, wie ein türkisches Dürüm, die moderne Variante des Döner Kebap: Der saftige Inhalt eingerollt in einen weichen Fladen, damit man besser zubeißen kann, als bei einer klassischen Teigtasche. Doch es ist ein rheinischer Apfelpfannkuchen, bestrichen mit Nutella und dann schön eingerollt. Mein Rheinisches Dürüm. Soooo smakelijk – leckerer wird’s nicht.
vor zwei Wochen:
Frost von außen, Feuer von innen

Endlich mal wieder Dal und Kirchererbsen mit Spinat
Passend zum kalten Wintertag kochen wir heute ein feuriges indisches Dal aus gelben Linsen mit Kreuzkümmel, Chili, Kurkuma und Garam Marsala. Dazu gibt es eine Pfanne mit Kirchererbsen und Spinat in einer cremigen Kokossauce, serviert an köstlichem Basmati-Reis. Das wärmt so richtig schön von Innen.

Es ist angerichtet
vor einem Monat:
Erich Kästner: Der Dezember

Weihnachtsbaum vor dem Düsseldorfer Rathaus
von Erich Kästner, 1955
Das Jahr ward alt. Hat dünnes Haar.
Ist gar nicht sehr gesund.
Kennt seinen letzten Tag, das Jahr.
Kennt gar die letzte Stund.
Ist viel geschehn. Ward viel versäumt.
Ruht beides unterm Schnee.
Weiß liegt die Welt, wie hingeträumt.
Und Wehmut tut halt weh.
Noch wächst der Mond. Noch schmilzt er hin.
Nichts bleibt. Und nichts vergeht.
Ist alles Wahn. Hat alles Sinn.
Nützt nichts, dass man’s versteht.
Und wieder stapft der Nikolaus
durch jeden Kindertraum.
Und wieder blüht in jedem Haus
der goldengrüne Baum.
Warst auch ein Kind. Hast selbst gefühlt,
wie hold Christbäume blühn.
Hast nun den Weihnachtsmann gespielt
und glaubst nicht mehr an ihn.
Bald trifft das Jahr der zwölfte Schlag.
Dann dröhnt das Erz und spricht:
„Das Jahr kennt seinen letzten Tag,
und du kennst deinen nicht.“
vor drei Monaten:
Stadtwald und Baldeneysteig

Immer wieder bin ich überrascht, welch interessante Wanderungen das Stadtgebiet von Essen und sein Umland zu bieten haben. Heute waren wir auf einer 10 km langen Tour rund um die Essener Stadtteile Stadtwald und Baldeney unterwegs, ein gutes Stück davon auf dem Baldeneysteig.
Eigentlich hatten wir auf schönes Wetter gehofft, doch die Sonne kam nur bis ins Münsterland. Nachdem wir bereits einen halben Tag vergebens auf Lichtblicke gewartet hatten, sind wir doch noch spontan in den Essener Süden aufgebrochen. Ein wenig spät, wie sich später herausstellen sollte, dann am Ende unserer Tour hat uns die Dunkelheit auf holprigen Waldwegen eingeholt. Ist aber nichts passiert.Obwohl die Tour durch einen dicht bebauten Siedlungsraum führt, ist man vor allem auf ruhigen Waldwegen unterwegs und überwindet dabei mehr als 200 Höhenmeter. Vom Starpunkt bei Rüttenscheid geht es zunächst steil hinab ins Walpurgistal und weiter auf breiten Pfaden durch den Stadtwald.
Am Rande von Baldeney treffen wir auf die Klusenkapelle St. Aegidius, die hier bereits seit etwa 1.300 n.Chr. steht. Dahinter erreichen wir den Baldeneysteig. Bald geht es oberhalb des Baldenaysees regelmäßig steil auf und ab, immer wieder vorbei an beliebten Ausflugslokalen mit schönen Fernblicken über den größten der sechs Ruhrstauseen.
Dahinter erreichen wir den Schellenberger Wald und streben anschließend zwischen den Stadtteilen Stadtwald und Rellinghausen wieder auf das Walpurgistal zu. Der steile Wiederaufstieg zu unserem Startpunkt ist etwas mühsam, weil der Weg unbeleuchtet und es mittlerweile stockdunkel ist. Doch nach knapp drei Stunden und einer wirklich schönen Wanderung erreichen wir wieder wohlbehalten unser Fahrzeug.
vor sechs Monaten:
Preisträgerin 2025: Birgit Jensen

Werke von Birgit Jensen
Bei der Düsseldorfer Künstlerausstellung „Die Große“ wird jährlich ein Preisträger aus den Reihen der lokalen Künstler ausgezeichnet. In diesem Jahr ist dies Birgit Jensen, die 1957 in Würzburg geboren wurde, in Berlin Malerei studiert hat und seit 1985 in Düsseldorf lebt.
Jensens Werke aus den letzten Jahren sind in den Motiven plakativ und in der Darstellung hintergründig. Sie malt ohne Pinsel und arbeitet ausschließlich mit Siebdruck. Dennoch sind ihre Bilder keine Massenproduktionen, sondern Unikate, die mit der Hand auf Leinwand gedruckt werden. Traditionelle Grenzen verwischen dabei.

Mit starken Hell-Dunkel-Kontrasten, klassischen Bildkompositionen und hervorstechenden Farben bezieht sich Jensen auf japanische Holzschnitte des 19. Jahrhunderts. Durch den Einsatz verschiedener Rastern und Siebe fingiert die Künstlerin eine malerische Gestik, die die Nähe zur expressiven Abstraktion sucht.
Ihre Motive sind Konstruktionen, die eine Idee der Natur – und keinen realen Ort – darstellen. Dieser künstliche Charakter wird noch durch die bewusste Sichtbarmachung des technischen Hintergrunds betont. Bei näherer Beobachtung ist die siebdrucktypische Rasterung, die einen Verfremdungseffekt bewirkt und damit die Illusion von Realität unterläuft, deutlich zu erkennen.
Schnell spürt man: Die konstruierte Natur auf der Leinwand hat mit der echten Natur wenig zu tun. Die Realität des Bildes ist eine andere als die Realität der Natur, und wir sind gehalten, die beiden Realitäten nicht miteinander zu verwechseln.
vor neun Monaten:
Frühling auf Hombroich

Grün, weiß, blau – Farben des Lebens
Auf den Tag genau vor drei Monaten war ich zuletzt auf der Museum Insel Hombroich. Damals lag Schnee und die ganze Anlage war winterlich erstarrt. Nun ist der Frühling da und überall grünt und sprießt es. Herrlich ist das, eine echte Augenweide. Oh süßer Moment, bleib doch hier und verweile.
vor drei Jahren:
Die India-Wochen gehen weiter

Kartoffel Sabji mit grünen Bohnen und Basmatireis
Ich koche mit weiter durch Nordindiens vegetarische Küche. Heute habe ich ein Kartoffel-Sabji (alternative Schreibwesen: Subji oder Sabzi ) mit grünen Bohnen zubereitet. Das geht relativ schnell und ist superlecker.
Hierzulande würde man wohl eher nicht auf Idee kommen, Reis zu Kartoffeln zu reichen, doch in der indischen Küche ist das kein Widerspruch. Dort gelten Kartoffeln eher als Gemüse.
Und ich finde auch: Das passt, wenn die Kartoffeln so stark gewürzt sind und fremdländisch schmecken, wie bei diesem Gericht.
vor neun Jahren:
An der Oleftalsperre im Schnee

Blick von der Staumauer über die Oleftalsperre
In vielen Teilen Deutschlands liegt in diesen Tagen Schnee – bei uns im Rheinland natürlich nicht. Aber 50 Kilometer weiter westlich in der Eifel sehr wohl.
Ich bin mit Doxi an der Oleftalsperre bei Hellenthal unterwegs.Dort liegen rund 40 cm Schnee, die unter einem strahlend blauen Himmel wunderbar in der Wintersonne funkeln.
Der Weg um die Talsperre ist weitgehend geräumt, sodass wir gut vorankommen.
Wir umrunden die Talsperre zunächst auf der sonnigen Südseite und entschließen uns anschließend, auf der gleichen Seite wieder zurückzulaufen, weil die andere Seite vollständig im Schatten liegt.
Der Weg ist länger, als ich vermutet hatte. Als wir zu unserem Ausgangspunkt zurückkehren, meldet das Wandernavi eine Wegstrecke von fast 16 Kilometern. Allerdings ohne nennenswerte Höhenmeter. Eine perfekte Winterwanderung.
vor elf Jahren:
Rund um Nümbrecht

Panoramablick hinunter nach Nümbrecht
Bei kaltem Wind und schöner Sonne sind wir heute rund um Nümbrecht im Bergischen Land gewandert.
Die 13 km lange Tour führte von Nümbrecht nach Schloss Homburg und wieder zurück.
Es ging durch schöne Wald- und Wiesenlandschaft, vorbei an hübschen Fachwerkdörfern und zum Aussichtsturm „auf dem Lindchen“, der leider heute geschlossen war.
vor 14 Jahren:
Bloxi sucht Bräutigam
Je oller, je doller. Bloxi ist auf ihre alten Tage noch einmal heiß und dermaßen interessiert an Rüden, als wollte sie die Geburtenrate retten.
Da wird so mancher Bursche plötzlich attraktiv, den sie sonst mit dem Hinterteil nicht anschauen würde.
„Anwedeln statt anbellen“ lautet die Strategie hinter diesem hormongetriebenen Appeasement. Und so mancher Kamerad scheint tatsächlich nicht abgeneigt. Läuft aber nicht, meine lieben Freunde 🙂
vor 17 Jahren:
Fährtenseminar mit Bellis
Ein Bericht von Claudia:
An diesem Wochenende habe ich mit Bellis ein Fährtenseminar in Meppen absolviert. Bei minus 7 Grad und hartgefrorenem Boden zeigte Bellis, was sie in der Nase hat…
Der Eiseskälte trotzte Frauchen mit Skiunterwäsche und Fliespullover. Für Ablenkung sorgte die Bundeswehr, auf deren Gelände das Seminar stattfand. Ab und zu wurden zu Übungszwecken Raketen abgefeuert. Gefahr für Leib und Leben bestand aber zu keiner Zeit 😉
vor 18 Jahren:
Fährtenseminar in Meppen 2008
Unter dem Motto „wer rastet, der rostet“ hatte ich mich mit Bellis und Bloxi zu einem einwöchigen Fährtenseminar in Meppen angemeldet. Ausrichter war die Landesgruppe Westfalen des DVG.
Am Montagvormittag setzen wir uns Richtung Meppen in Bewegung und bezogen nach kurzer Fahrt in unserem Hotel Quartier. Nachmittags trafen sich alle Teilnehmer auf dem Hundeplatz in Meppen. Wir wurden in Gruppen eingeteilt und erhielten Gelegenheit, uns und unsere Hunde vorzustellen.
Am nächsten Tag fuhren alle Teilnehmer in das Fährtengelände. Die ersten Fährten wurden gelegt und abgesucht und anschließend die Leistung der Hunde besprochen. Bellis und Bloxi waren mit Begeisterung dabei.
vor 20 Jahren:
A-Wurf Tag 57: Ein Herz für Briefträger
Unsere Briefträgerin ist ein echter Hundefreund und hat selbst einen Schäferhund
Früh übt sich, was später ein freundlicher Briefträger-Hund werden will. Wir haben uns deshalb dem PPPP angeschlossen, dem „Positiven Postboten Prägungs-Programm“ für Hovawarte.
Bloxi hat unsere Briefträgerin bereits ins Herz geschlossen und freut sich über ihren Besuch bei den Kleinen. Die sind auch gleich ganz neugierig, wuseln herum und versuchen ein wenig zu knabbern. Aber bitte nicht an der Briefpost!






