Kalenderblatt-Beiträge

vor einem Monat:

Mehr Glitzer war nie

Mehr Glitzer war nie
Düsseldorf, 19. Dezember 2025

Weihnachten im TV kann man hier das ganze Jahr haben. Dazu noch etwas Räucherduft gefällig?

Warum die Abendrunden immer durch die stockdunklen Felder rund um mein Heimatdorf drehen? Heute bin ich im Herzen von Düsseldorf zwischen den Adventslichtern der großen und kleinen Weihnachtsmärkte unterwegs.

Von Roncallis romantischer Weihnachtspromenade am Rheinufer gehts zum Riesenrad auf dem Burglatz, weiter zum traditionsreichen Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus und einmal quer durch die Altstadt rüber zum Adventsvergnügen mit Eislauffläche am Kö-Bogen. Die Märkte sind gut besucht, aber jetzt außerhalb des Wochenendes auch nicht übervoll. Was mir auffällt: Viele Touristen aus den Niederlanden sind in der Stadt unterwegs. Eeenendertig, tweeëndertig.

Im Anschluss an meine Zentrumstour unternehme ich noch einen Abstecher zum Weihnachtsmarkt am Benrather Schloss, wo sich die Lichterketten der Verkaufsstände romantisch im Schlossweiher spiegeln. Auf diese Weise kommen auch ein paar Kilometer Strecke zusammen. So viel Lichter und so viel Glitzer habe ich auf meinen Abendrunden sonst jedenfalls nie. 

vor drei Monaten:

Regierungsbunker an der Ahr

Regierungsbunker an der Ahr
Bad Neuenahr-Ahrweiler, 19.10.2025

Eingang zum ehemaligen Bundesbunker

Eines der touristischen Highlights an der Ahr ist der ehemalige Regierungsbunker. Er wurde in den 1960er Jahren rund 20 km westlich der Bundeshauptstadt Bonn zum Schutz der Bundesregierung und zum Fortbestand der legislativen Ordnung im Falle eines Atomkriegs errichtet.

Die 17 km lange Anlage, die 3.000 Personen für bis zu 30 Tage Schutz vor Atombomben und radioaktiver Strahlung bieten sollte, war eines der geheimsten Projekte der Bundesrepublik Deutschland. Alle Unterlagen dazu liegen weiterhin im Bundesarchiv noch für mehrere Jahrzehnte unter Verschluss.

Doch im Stasi-Unterlagenarchiv lassen sich längst eine Vielzahl dieser Dokumente einsehen, weil die DDR-Auslandsspionage frühzeitig ihre Agenten unter den Handwerkern und Hausmeistern der Anlage platziert hatte. Ein Treppenwitz der Geschichte.

Die Bunkeranlage mit eigener Strom-, Wasser- und Luftversorgung, Krankenhaus, Großküchen, Materiallager und Dekontaminationseinrichtungen wurden in zwei Eisenbahnstollen des Ahrgebirges errichtet, die vor dem Ersten Weltkrieg erbaut, aber nie für den Eisenbahnverkehr genutzt wurden.

Regierungsbunker an der Ahr

Spartanisch: Schlafzimmer des Bundespräsidenten

Mit ihren 25 Tonnen schweren Sperrtoren waren die Bunker gegen nahe Explosionen von Atombomben in der Größe einer Hiroshima-Bombe geschützt. Doch im Kalten Krieg waren die Atombomben bereits einhundert mal so stark. Der tatsächliche Schutz im Ernstfall wäre also höchst fraglich gewesen.

Dennoch wurden die Bunker alle zwei Jahren im Rahmen von NATO-Übungen bezogen und dort für ein bis zwei Wochen gelebt. Die Spitzenbeamten der Bonner Ministerien mussten mit, Bundeskanzler, Bundespräsident und Bundestagspräsident ließen sich gerne vertreten. Unter Tage war man in der riesigen Anlage per Fahrrad oder mit einer Art Grubenbahn unterwegs.

Nach der Wiedervereinigung beschloss der Bundestag, die Anlage stillzulegen und aufgrund brandschutztechnischer Mängel und der hohen Unterhaltungskosten zurückzubauen. Von den 17 km blieben nur rund 230 Meter im Originalzustand zurück, in denen ein Museumsverein heute Führungen anbietet. Der Rest der Anlage ist nun wieder nackter Eisenbahntunnel.

vor sechs Monaten:

Der Lantz’sche Park

Der Lantz’sche Park
Düsseldorf-Lohausen, 19. Juli 2025

Begräbniskapelle der Famile Lantz im Lantz’schen Park

Ein Düsseldorfer Park, den ich noch nie besucht habe? Das darf nicht sein! Also bin ich heute ganz im Norden von Düsseldorf unterwegs, auf einem 14 Hektar großen Gelände, das der Kaufmann Heinrich Balthasar Lantz 1804 in einen englischen Landschaftsgarten verwandeln ließ.

Im Eingangsbereich entstand das Herrenhaus der Familie Lantz, im hinteren Teil – nach dem frühen Tod der Gattin Mathilde Lantz – später eine prächtige Begräbniskapelle.

Seit 1972 gehört der Park der Stadt Düsseldorf und ist öffentlich zugänglich. Die gut gepflegten Wege laden zum Flanieren ein, ein Spielplatz lockt Eltern mit ihren Kindern auf das Gelände.

Mit der Totenruhe auf dem früher einsam gelegenen Areal ist es allerdings vorbei, seit es den Düsseldorfer Flughafen gibt. Die beiden Haupt-Lande- und Startbahnen liegen nur wenige hundert Meter weiter östlich, und der Park genau in ihrer Verlängerung.

An diesem Morgen starten die Flugzeuge wie so häufig gen Westen. Beim initialen Steigflug über den Park haben sie ihre Triebwerke voll aufgedreht. Ohrenbetäubend ist dieses Schauspiel, das sich in den Hauptverkehrszeiten alle drei Minuten wiederholt. Was für ein krasser Gegensatz zur Lieblichkeit des Parks. Und drumherum wohnen heute überall Menschen. Der Preis für unsere moderne, beinahe grenzenlose Mobilität: Immer muss ihn jemand zahlen.

vor neun Monaten:

Ich liebe Frites Goulasch!

Ich liebe Frites Goulasch!
Büttgen, 19. April 2025

Stovfles made in NRW

Pommes mit Frikandel Spezial, die gibt es in Holland an jeder Ecke. Mein Favorit sind jedoch Frites Goulasch – Pommes mit Rinder-Goulasch obendrauf. Diese Kombination wird nur in den etwas besseren Frituren angeboten, wie die niederländischen Pommesbuden heißen. Und eigentlich nennen sie ihr Goulasch auf flämisch auch Stovfles.

Ich habe mir heute mein eigenes Stovfles aus einer Dose mit qualitativ hochwertigen Rindergoulasch kreiert: leicht angedickt mit Speisestärke, damit die Sauce nicht über den Pommes zerläuft, ein paar Tropfen Bier (wichtig bei Stovfles) dazu gegeben, etwas süßes Paprikapulver darüber und eine kleine Portion Chili für etwas mehr Schärfe.

Oh, man, wie das mundet. Als wäre man in Holland oder besser noch im flämischen Teil von Belgien. Dazu noch ein feiner Selleriesalat mit Apfel und auf die Pommes ordentlich Mayo, da ist der kleine Michi glücklich – auch wenn es ausnahmsweise einmal Fleisch gibt.

vor einem Jahr:

Reif in unserem Garten

Reif in unserem Garten
Büttgen, 19. Januar 2025

Die Farben des Winters

Heute will die Sonne westlich des Rheins gar nicht herauskommen. Über der Landschaft liegt eisige Nebelluft bei -2,1 Grad und 97 % Luftfeuchtigkeit. Das zähe Grau verschluckt alle Geräusche und überzieht die Pflanzen mit Reif. Hat auch was Schönes und passt irgendwie zu einem ruhigen Januar-Sonntag.

vor zwei Jahren:

Schnee an der Schwalm

Schnee an der Schwalm
Brüggen, 19. Januar 2024

Die Alte Wassermühle am Ortseingang von Brüggen

Unterwegs in der herrlichen Wintersonne an der Schwalm. Vom Hariksee laufen wir entlang der Schwalm durch eine verwunschene Auenlandschaft erst zum Borner See und dann weiter in die historische Altstadt von Brüggen.

Nach einer kurzen Ortsbesichtigung geht es durch das Naturschutzgebiet Tantelbruch wieder zurück zu unserem Startpunkt.

Eine schöne kleine Winterrunde, nur 8 km, aber dafür mit ordentlich Sonne und Schnee ganz im Westen der Bundesrepublik, kurz vor der niederländischen Grenze.

Nachdem sich bei Doxi in den vergangenen Tagen immer wieder lästige Schneeknubbel zwischen den Fußballen gebildet hatten, habe ich ihr die Tatzen heute vorsorglich mit Margarine eingeschmiert.

Und siehe da: Das wirkt. Am Ende der Tour ist zwar nichts mehr von dem glitschigen Streichfett unter ihren Füßen zu sehen, aber ich musste ihr untwergs nicht ein einziges Mal Shneeknubbel herauspulen. Sehr gut!

vor sechs Jahren:

In den Verklikkerduinen

In den Verklikkerduinen
Nieuw-Haamstede (NL), 19. Januar 2020

Bunenmasten am Strand hinter Nieuw-Haamstede

Nördlich von Niew-Haamstede erstreckt sich eine mehr als einen Kilometer tiefe Dünenlandschaft. Sie reicht vom Ortsrand bis zum endlos langen Sandstrand, der die südholländische Insel Schouwen-Duiveland an der Seeseite umgibt.

Von unserem Stellplatz in Renesse sind wir heute rund 15 km bis zu diesem schönen Naturschutzgebiet geradelt. Und Doxi war im Fahrradanhänger mit dabei. Die Natur ist hier noch etwas wilder als am Strand vor Renesse und die Dünen deutlich höher. Dahinter verläuft ein ausgedehnter Waldgürtel.

Am Strand sind wir rund 13 km in südlicher Richtung gewandert, bis wir die mächtigen Sperranlagen der Oosterschelde erblicken konnten.

Anschließend haben wir auf dem Rückweg nach Renesse mit den Fahrrädern eine langgestreckte Wiesenlandschaft durchquert, in der wilde Pferde und Kühe weiden. Teilweise mussten wir den Tieren auf dem Fahrradweg sogar ausweichen. Ein ganz schöner Ausflug war das.

vor sieben Jahren:

Meditationskursleiter-Ausbildung abgeschlossen

Meditationskursleiter-Ausbildung abgeschlossen
Horumersiel, 19. Januar 2019

Drei glückliche, frisch zertifizierte Meditationskursleiter. V.l.: Nils, Moksha, Micha

Nein, hier konnte meine feine Doxi ausnahmsweise einmal nicht mitkommen: Zwei Wochen war ich mit dem Wohnmobil im Yoga Vidya Ashram Nordsee in Horumersiel zur Ausbildung als Meditationskursleiter.

Das Thema Mediation begleitet mich bereits seit vielen Jahren. Ich meditiere regelmäßig und habe dabei schon wunderbare Erfahrungen gemacht. Meditation beruhigt den Geist, lässt ihn klarer, konzentrierter und ausgeglichener werden. Vieles, was das Gemüt zuweilen beunruhigt oder quält, lässt sich auf diese Weise abmildern oder sogar vollständig aus dem Weg räumen.

Jetzt wollte ich mein Wissen und meine Meditationspraxis auf eine breitere Grundlage stellen, um die segensreiche Wirkung der Meditation auch anderen Menschen vermitteln zu können. Mit 20 weiteren Teilnehmern aus der gesamten Bundesrepublik habe ich deshalb bei Yoga Vidya die Ausbildung zum Meditationskursleiter absolviert.

Das Ausbildungsprogramm war durchaus fordernd. Das Tagesprogramm erstreckte sich jeweils von 6:00 bis 22:00 und beinhaltete viel Theorie und Praxis, sowie Workshops in Kleingruppen, bei denen wir gleich als Meditationslehrer gefordert waren. Pausen gab es nur wenige, aber dafür tägliches Karma-Yoga, d.h. selbstloses Dienen in Form von Hilfstätigkeiten im Haus.

Meditationskursleiter-Ausbildung abgeschlossenAm Ende der ersten Woche haben wir eine theoretische Prüfung abgelegt und die zweite Woche komplett schweigend mit langen Meditationssitzungen verbracht. Dabei habe ich eine Reihe abstrakter Meditationstechniken kennen und schätzen gelernt, die mir bis dahin unbekannt waren.

Und ich bin durch eine intensive körperliche Reinigungserfahrung gegangen, die so mancher erlebt, der sich auf diesen Weg begibt.

Bei sechs Stunden Meditation pro Tag wird schon das anhaltende bewegungslose Sitzen zu einer Herausforderung. Deshalb haben wir in der ersten und der zweiten Woche täglich Hatha-Yoga praktiziert, um den Körper entsprechend vorzubereiten.

Wer die Prüfung bestanden und beide Wochen erfolgreich absolviert hat, auf den wartete am Ende das begehrte Zertifikat als „Meditationskursleiter im Bundesverband der Yoga Vidya Yoga- und Meditationslehrer“. Beim Blick in die glücklichen Gesichter der Absolventen, konnte man erahnen, dass der Weg dorthin durchaus steinig war. Aber wir haben es geschafft. Halleluja!

vor neun Jahren:

Entlang der Wuppertalsperre bei Hückeswagen

Entlang der Wuppertalsperre bei Hückeswagen
Hückeswagen, 19. Januar 2017

Blick über die Wupper auf Hückeswagen

Gestern (be-)suchten wir den Schnee in der Eifel, heute haben wir die Seiten gewechselt und sind auf der anderen Rheinseite durch die weiße Pracht gestapft: bei Hückeswagen im Bergischen Land.

Die schöne Tour aus dem Rother-Wanderführer „Bergisches Land“ folgt auf der Hälfte der rund 12 Km langen Strecke dem Ufer der Wuppertalsperre. Anschließend geht es durch Wald und über Höhenlagen zurück nach Hückeswagen. Und alles im Schnee, bei strahlender Sonne und -3 Grad. Sehr schön!

vor 19 Jahren:

Höllenhunde im Orkan

Höllenhunde im Orkan
Büttgen, 19. Januar 2007

Gleich hebe ich ab ….

Sturmtief Kyrill fegt über Deutschland. Bloxi muss trotzdem raus – Frauchen hinterher. Gut, dass nichts passiert ist. Bloxi hat es mit dem untenstehenden Foto sogar in die lokale Tageszeitung (Neuss-Grevenbroicher) geschafft, unter der Rubrik „Sturmbilder“.

vor 20 Jahren:

A-Wurf Tag 58: Der kleine Arik ist vergeben

A-Wurf Tag 58: Der kleine Arik ist vergeben
Büttgen, 19. Januar 2006

Hallo, mein Name ist Arik.

Nun ist auch der letzte noch freie Welpe aus unserem A-Wurf vergeben. Der kleine Arik kommt zu einer Familie aus Erkelenz, die kürzlich ihren Hund jung verloren hat. Wir sind sicher, Arik wird es dort gut haben.

vor 20 Jahren:

A-Wurf Tag 58: Rolle vorwärts, Rolle zurück

A-Wurf Tag 58: Rolle vorwärts, Rolle zurück
A-Wurf, 19. Januar 2006

Spaß im Tunnel

Es ist lustig zu beobachten, wie die Kleinen aus unserem A-Wurf in ihrem Stofftunnel toben: Zwei rasen hinein, zanken sich, rollen mit dem Tunnel nach links und nach rechts.

Einer kommt vorne heraus, einer hinten. Dann drehen sie wieder um und rennen zurück in die Mitte des Tunnels, wo das Spiel von neuem beginnt.

A-Wurf Tag 58: Rolle vorwärts, Rolle zurück

Süßer kleiner Alwin

vor 20 Jahren:

A-Wurf Tag 58: Noch mal entwurmen

A-Wurf Tag 58: Noch mal entwurmen
Büttgen, 19. Januar 2006

Zum Entwurmen bitte hier anstellen.

Heute haben wir die Kleinen zum letzten Mal entwurmt. Die Entwurmungspaste mit Leberwurst vermengt – eine wahre Delikatesse! Auf einem kleinen Tablett schön angerichtet, für jeden Welpen eine Partition 😉 So lecker, dass sich einige gleich über zwei Portionen hermachen wollten. Läuft aber nicht! Der Küchenchef hat abgezählt.

A-Wurf Tag 58: Noch mal entwurmen

Dank Leberwurst: So lecker kann Entwurmungspaste sein.