Kalenderblatt-Beiträge

vor zwei Wochen:

Der Januar der 48 Türchen

Der Januar der 48 Türchen
Büttgen, 19. Januar 2026

Auch noch nach Weihnachten ein Genuss

Im Dezember habe ich gefastet und musste deshalb die Finger von den beiden hübschen Adventskalendern lassen, die mir der Nikolaus freundlicherweise beschert hat. Aber jetzt im Januar sieht die Lage schon wieder ganz anders aus. Und deshalb öffnen sich nun jeden Morgen für mich verheißungsvoll zwei Türchen. Dahinter verbirgt sich einmal köstlicher Marzipan in verschiedensten Variationen und einmal ein feines kleines Lindt-Pralinchen mit weißer oder dunkler Schokolade. So lecker … da könnte der Januar doch gerne noch etwas länger währen …

vor einem Monat:

Der Winter ist da

Der Winter ist da
Liedberg, 2. Januar 2026

Winterwolken verdecken die Sonne beim Blick Richtung Dyck

Pünktlich zum Start des neuen Jahres hat auch der Winter in ganz Deutschland Einzug gehalten. In fast allen Landesteilen liegt ein wenig Schnee, nur bei uns, ganz im Westen, ist es lediglich eine dünne Schicht Raureif. Dabei ist es windig und eisig kalt. Daran werden wir uns in den kommenden Wochen wohl gewöhnen müssen.

vor drei Monaten:

Fotografieren wie Arthur Tress

Fotografieren wie Arthur Tress
2. November 2025

Alle Bilder erstellt nach meinen Vorgaben

Neu aus der KI auf meiner Festplatte: Frisch imaginierte Fotografien im Stile des US-Amerikaners Arthur Tress (*1940), die perfekt zu dieser Jahreszeit passen, weil sie Einsamkeit, Hoffnungslosigkeit, Katastrophen und Niedergang thematisieren.

Tress Eltern waren Juden, die aus Europa eingewandert waren. Er wuchs im New Yorker Stadteil Coney Island auf und begann schon als Jugendlicher, dort verfallene Gebäude zu fotografieren. 1962 erwarb er einen Bachelor of Fine Arts am Bard College im Bundesstaat New York.

Nach Reisen durch Europa, Afrika und Asien begann er ab den späten 1960er Jahren, inszenierte Fotos mit surrealer Motiven über Kinderträume zu erstellen. Mit diesen Aufnahmen und realen Motiven von zerfallenden Zivilisationsprodukten wurde er über Fachkreise hinaus bekannt.

vor sechs Monaten:

Vierschicht-Bulgur-Gemüse-Auflauf

Vierschicht-Bulgur-Gemüse-Auflauf
Büttgen, 2. August 2025

Der Auflauf beim Aufschichten

Ich mag ja Rezepte, wo man ein Stück weit selbst entscheiden kann, was hineinkommt. So auch bei diesem Auflauf, der aus zweimal zwei Schichten aufgehäuft wird, bevor er in den Ofen kommt.

Die erste Schicht besteht aus Bulgur, das man übergossen mit Gemüsebrühe und orientalischen Gewürzen ca. 30 Minuten hat quellen lassen: Kurkuma, Curry, zerstoßenem Kardamom, gemahlenem Schwarzkümmel plus eine Prise Salz.

Der Bulgur wird anschließend mit dem in der Pfanne angebratenem Gemüse (Auswahl ganz nach Gusto) vermischt. Ich habe hier französisches Pfannengemüse plus etwas Blumenkohl und Stangenbohnen verwendet, alles aus der TK.

Die Zweite, etwas weniger massereiche Schicht wird aus getrockneten und in Öl eingelegten Tomaten gebildet, dazu kommt Fetakäse, geröstete Pinienkerne und frische Minzblätter – alles ein wenig kleingehackt.

Das Ganze dann in eine mit Öl ausgestrichene Auflaufform geben. Unten eine Schicht Bulgur mit Gemüse, dann eine Schicht Tomaten mit Fetakäse und das alles noch einmal. Anschließend in geschlossener Auflaufform für 30 Minuten bei 200 Grad ausbacken. Das ergibt ein wunderbar aromatisches, fleischloses Gericht.

vor neun Monaten:

Auf dem Bernauer Panoramaweg

Auf dem Bernauer Panoramaweg
Bernau-Dorf, 2. Mai 2025

Doxi testet die Wasserqualität der Bernauer Alb im Talgrund

Ein weiterer wunderbar sonniger Tag im Berner Hochtal beginnt für uns mit einer knapp zehn Kilometer langen Wanderung auf dem Bernauer Panoramaweg. Dieser verläuft in Teilstrecken parallel zum Bernauer Hochtalsteig.

In der ersten Hälfte der Tour wandern wir von unserem Stellplatz nach Bernau-Dorf und dort hinauf zu den Weiden am nördlichen Ortsrand. Auf der Höhe umrunden wir die umliegenden Ortsteile immer mit herrlichen Fernblicken über den Talgrund hinweg.

Die frisch ergrünten Bäume strahlen uns entgegen, die Wiesen sind mit Millionen von gelben Löwenzähnen bedeckt. Aus der Ferne sind Kuhglocken zu vernehmen.

Nach einigen Kilometern geht es wieder hinunter in den Talgrund zur ruhig dahin strömenden Bernauer Alb. Deren lauschige Ufer sind jetzt mit blühenden Wasserpflanzen bedeckt. Links und rechts des Flusses erstrecken sich saftige grüne Wiesen durchtränkt vom Gelb der Löwenzähne.

Wir folgen dem Fluss zurück nach Bernau-Dorf und zu unserem Stellplatz, den wir nach zweieinhalb Stunden wieder erreichen. Ich könnte noch zehn Kilometer weiter wandern, sol schön ist es hier. Aber Doxi reicht es für heute. Ist gut, mein Schatz.

vor einem Jahr:

Helden des Grauens

Helden des Grauens
Düsseldorf, 2. Februar 2025

Der Vampir in der ersten Version des Filmklassikers von 1921

Nosferatu – ein Film so untot wie sein Protagonist. In diesen Wochen läuft eine moderne Version des Stummfilmklassikers bei uns in den Kinos. Auch sie hat wieder Bram Stokers Roman Dracula zum Vorbild. Diesmal spielt Bill Skarsgård den Vampir.

Die erste Fassung von F. W. Murnau entstand 1921 und war geprägt von Erfahrungen des Ersten Weltkriegs und der Spanischen Grippe. 1979 erweckten Werner Herzog und Klaus Kinski Nosferatu erneut zum Leben.

Das Filmmuseum Düsseldorf nimmt die Neuverfilmung zum Anlass für eine Sonderausstellung, in der die Geschichte der drei Inszenzierungen thematisiert und auch die Trailer zu allen drei Filmen gezeigt werden.

Daneben sind Plakate, historische Vorbilder und Requisiten aus den ersten beiden Verfilmungen zu sehen, unter anderem Kinskis Originalkostüm sowie Klauen, Ohren und Zähne aus Herzogs Wiederbelebung des Mythos.

In der Originalfassung von Murnau verkörperte Schauspieler Gerd J. Pohl sowohl den Vampirjäger Maximilian von Hassler als auch wie Nosferatu selbst, letzteren unter Verwendung einer meisterlich gearbeiteten Großfigur. Auch diese ist in der Ausstellung zu sehen. Schön schaurig das Ganze.

vor zwei Jahren:

Weißkohl mit Paprika indisch

Weißkohl mit Paprika indisch
Büttgen, 2. Februar 2024

Winterlich defitg und rleativ schnll zubereitet

Ein ausgesprochener Fan von Weißkohl bin ich ja nicht, aber kein Grund, nicht mal ein neues Rezept mit dem beliebten Herbst- und Wintergemüse auszuprobieren, das bei uns am Niederrhein als „Kappes“ durchgeht.

In der nordindischen Variante wird der Kohl zusammen mit einer grünen und einer roten Paprika in kleine Streifen geschnitten und dann mit ganz vielen indischen Gewürzen scharf angebraten.

Zum Einsatz kommen dabei Kreuzkümmel, Kurkumapulver, Korianderpulver, Chilipulver, Garam Masala und natürlich etwas Knoblauch und eine Zwiebel.

Das macht den Kohl nicht nur pikant, sondern sorgt auch für eine bessere Verdaubarkeit, wofür hierzulande typischerweise Kümmel verwendet wird.

Obwohl Kohl eine relativ lange Garzeit aufweist, ist das Gericht schnell zubereitet, denn der Kohl darf durchaus knackig bleiben. Ich weiß noch nicht, ob das mein Lieblingsgericht werden wird, aber schlecht geschmeckt hat es nicht 🙂

Weißkohl mit Paprika indisch

Aus der Pfanne duftet es richtig scharf, nicht dass ich es mit dem Chili übertrieben habe !?

vor sieben Jahren:

Der graueste Tag des Winters

Der graueste Tag des Winters
Hürth, 2. Februar 2019

Am Otto-Maigler-See: Wo sind nur all die Farben geblieben?

Kürzlich habe ich im Radio gehört, der Januar sei der schlimmste Monat des Jahres. Vielleicht sollte man den Februar da mit einbeziehen. Denn heute ist der graueste Tag, den ich in diesem Winter bislang erlebt habe.

Ich bin mit Doxi am Otto-Maigler-See bei Hürth unterwegs, südwestlich von Köln. Über der Landschaft liegt eine unglaublich dunstige, bleischwere Luft, die weder Sonnenstrahlen noch GPS-Signale durchlassen will. Mein Wandernavi bekommt überhaupt keine Ortung, das habe ich noch nie erlebt.

Im Sommer ist rund um den See und das beliebte Strandbad die Hölle los. Aber heute begegnen uns auf der rund 6 Kilometer langen Seerunde nur die ganz hart gesottenen Hundespaziergänger. Sonst ist überhaupt niemand unterwegs. Und das kann man bei diesem Wetter wirklich gut verstehen. Das weckt Sehnsucht nach dem Frühling.

vor neun Jahren:

Traumpfad Booser Doppelmaar

Traumpfad Booser Doppelmaar
Boos, 2. Februar 2017

Vorne Doxi, hinten das Booser Doppelmaar

Nachdem es für eine große Runde um die Hohe Acht dort heute einfach zu glatt war, sind wir zwanzig Kilometer weiter nach Boos gefahren.

Am Rande des kleinen Ortes wartete der Traumpfad Booser Doppelmaar auf uns.

Das Booser Doppelmaar besteht aus zwei verlandeten Maaren mit einem Durchmesser von jeweils rund 700 Metern. Sie sind von Tuffwällen umgeben und als kreisrunde Kessel im Gelände erkennbar.

Die beiden Maare bildeten sich vor 10.150 bis 14.160 Jahren und gehören zum jüngsten Vulkanfeld der Vulkaneifel.

Eigentlich wäre der Titel „Booser Doppelmaar Doppelmatsch“ für diese Tour heute passender gewesen. Denn die Wege waren nach der Schneeschmelze der vergangenen Tage unglaublich feucht und matschig.

Aber egal, so sind wir heute doch noch zu einer schönen Wanderung gekommen.

vor neun Jahren:

Rutschpartie an der Hohen Acht

Rutschpartie an der Hohen Acht
Adenau, 2. Februar 2017

Der Kaiser-Wilhelm-Turm auf dem Gipfel der Hohen Acht

Eigentlich wollte ich heute mit Doxi eine große Runde um die Hohe Achte drehen, den höchsten Gipfel der Eifel (746,9 m ü.N.N). Doch als wir dort eintreffen, sind die Bedingungen alles andere als einladend.

Während der Schnee in den meisten Teilen der Eifel bereits geschmolzen ist, liegt hier noch Restschnee, der sich durch mehrmaliges Antauen und Wiedergefrieren in eisige Rutschbahnen verwandelt hat.

Die anderthalb Kilometer vom Parkplatz zum Gipfel mit dem Kaiser-Wilhelm-Aussichtsturm gestalten sich wie eine buddhistische Gehmeditation: Jeder Schritt muss mit größter Achtsamkeit gesetzt werden, will man auf den steilen und vereisten Wegen nicht zu Fall kommen.

Ich bin froh, dass die letzten fünfzig Meter des Aufstiegs von einem Geländer gesäumt werden, an dem ich mich festhalten kann.

Nur Doxi hat mit ihrem Vierradantrieb und den eingebauten Spikes (vulgo: Krallen) wieder mal keine Schwierigkeiten. Fröhlich rennt sie über die vereisten Wege.

Vom Gipfel des Turms kann man bei gutem Wetter weit in die Eifel hinein und sogar bis ins Rheinland und zum Siebengebirge schauen.

Doch heute reicht der Blick keine zehn Meter weit. Und beim Abstieg auf den eisigen Wegen komme ich dann doch noch einmal zu Fall. War ja auch irgendwie nicht anders zu erwarten. Nein, die Hohe Acht, war kein gutes Ziel heute. Müssen wir ein anderes Mal wiederkommen.