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Von Melick nach Sint Odilienberg

Von Melick nach Sint Odilienberg
Melick, 10. Juni 2018

Die Prinz-Bernhard-Mühle am Rande von Melick

Auf nach Holland! Heute geht es zu einer Wanderung in die Provinz Limburg. Südlich von Roermond sind wir zwischen den Orten Melick und Sint Odilienberg unterwegs. Auch heute Wieder ist die Luft sehr feucht und dunstig, genau wie gestern, als wir in den belgischen Ardennen gewandert sind. Aber dafür haben wir heute in der flachen Landschaft im Südosten der Niederlande nur ganz wenige Höhenmeter zu bewältigen.

Wir starten am Rande von Melick an der Prinz-Bernhard-Mühle, eine 1999 nach historischem Vorbild wiederrichtete Bockwindmühle. Von dort laufen wir in einem großen Bogen über Feld- und Wirtschaftswege nach Sint Odilienberg.

Am Rande des Ortes überqueren wir zum ersten Mal die Rur, die aus der Eifel kommt und sich bei Roermond („Rur-Mündung“) mit der Maas vereinigt.

Der Ort geht auf eine römische Siedlung zurück. 706 gründeten die Missionare Wiro, Plechelmus und Otgerus hier eine Abtei, die bedeutsam für die Christianisierung der Niederlande wurde. Diese befand sich auf einem als Sint-Petrusberg bezeichneten Hügel unmittelbar an der Rur.

Heute stehen dort zwei römisch-katholische Gotteshäuser, zum einen die den Heiligen Wiro, Plechelm und Otger geweihte Basilika und daneben die Kapelle „Onze Lieve Vrouwekapel“.  Am Fuße des Hügels machen wir kurz Rast.

Doxi möchte gerne aus dem Brunnen auf dem Dorfplatz trinken, doch sie kommt nicht an das Wasser heran. Eine freundliche Anwohnerin sieht das und bringt uns spontan eine Schüssel mit Wasser. Ich kratze meine wenigen Brocken Holländisch zusammen und bedanke mich ganz herzlich. Wirklich sehr nett!

Weiter geht es durch kleine Waldabschnitte und zwischen landwirtschaftlich genutzten Feldflächen zurück in Richtung Melick. Auf halber Strecke kreuzen wir auf der erst vor wenigen Jahren errichteten „Fiedsbrug“ (Fahrradbrücke) erneut die Rur, die sich in diesem Abschnitt ganz naturbelassen präsentiert.

In der Ferne können wir auf einem Hügel bereits wieder die Prinz-Bernhard-Mühle erkennen, die wir schließlich nach knapp drei Stunden und 11 Wanderkilometern wieder erreichen. Das war eine schöne entspannte Tour, die ich demnächst bestimmt noch einmal mit Freunden oder Verwandten wiederholen werde.

( MITI )

Am Oberlauf der Rur bei Monschau

Am Oberlauf der Rur bei Monschau
Monschau, 18. Februar 2018

Winter an der Rur

Heute waren wir auf einer meditativen Wanderung am Oberlauf der Rur bei Monschau unterwegs. Meditativ deshalb, weil die Wege am Flussufer stark vereist waren und deshalb jeder Schritt vorsichtig und bedacht gesetzt werden musste. Außerdem sind wir gerade am Heilfasten und haben seit nunmehr fünf Tagen nichts mehr gegessen. So kommt es, dass wir für gerade einmal neun Kilometer Strecke mehr als dreieinhalb Stunden benötigt haben.

Aber schön war es dank des herrlichen Sonnenscheins, der klaren Luft und der schönen Natur an der Rur und oberhalb des Rurtals dennoch. Lustigerweise war ich auf den Tag genau vor zwei Jahren zum letzten Mal an dieser Stelle wandern. Müssen wir also wohl in genau zwei Jahren wiederkommen, um das Gesetz der Serie fortzuschreiben 🙂

 

( MITI )

In der Zitadelle Jülich

In der Zitadelle Jülich
Jülich, 12. November 2017

Das Residenzschloss mit der Schlosskapelle im Ostflügel

Nach unserer Wanderung entlang der Rur bei Jülich besuche ich die Zitadelle Jülich, das Wahrzeichen der Stadt. Die Zitadelle war einst Bestandteil der Festung Jülich und gilt heute als eine der am besten erhaltenen Festungen in Deutschland. Sie wurde in den Jahren nach 1545 als Bestandteil einer „idealen Stadt“ im Stile der Renaissance erbaut und ist die älteste Zitadelle nördlich der Alpen. Ihr Baumeister war Alessandro Pasqualini.

Die vierzackige bastionierte Festung hat einem Umfang von rund 1200 Metern und ist umgeben von einem 10 Meter tiefen und 20 bis 30 Meter breiten Graben, der teilweise mit Wasser gefüllt ist. Die Anlage grenzte unmittelbar an die ebenfalls mit einem Befestigungswall gesicherte Stadt Jülich.

Bereits im 4. Jahrhundert n. Chr. befand sich an dieser Stelle ein befestigtes Kastell zum Schutz des strategisch bedeutenden Rurübergangs an der Römerstraße Boulogne – Heerlen – Köln.  Diese Befestigung geriet beim Rückzug der Römer im 5. Jahrhundert in fränkische Hand und wurde zur Keimzelle des Jülichgaus, aus dem später erst die Grafschaft und im 14. Jahrhundert das Herzogtum Jülich hervorgingen.

In der Zitadelle befindet sich heute ein Gymnasium, das die Gebäude des ehemaligen herzoglichen Residenzschlosses mit nutzt. Das Schloss im Stil der italienischen Hochrenaissance wurde mangels geeigneter Steinbrüche in der Umgebung aus Ziegeln gemauert. Die vierflügelige Anlage besaß zwei Etagen, vier Ecktürme, sowie eine Kapelle in der Mitte des Ostflügels. Sie bildete den architektonischen Höhepunkt der Anlage. Der damalige Herzog als Bauherr sympathisierte stark mit reformatorischen Ideen. Deshalb könnte die Kapelle der erste evangelische Kirchenbau im gesamten Rheinland gewesen sein.

Die hervorragend erhaltene Anlage leidet heute unter den Grundwasserabsenkungen durch die vielen umliegenden Braunkohle-Tagebaue. Sie haben die Gründung der Festung trockenfallen lassen und erzeugen erhebliche Bergschäden, weil die Zitadelle in weiten Teilen lediglich auf Sand steht, der nun ins Fließen gerät. Eine stetig wachsende Verwerfung läuft von Nordwesten nach Südosten quer durch die Zitadelle. Bereits in den 1980er Jahren musste der Südflügel des Schlosses aufwendig gesichert werden. Der Niveauunterschied zwischen dem westlichen und dem östlichen Teil des Südflügels beträgt inzwischen fast 50 cm.

Bei unserem Besuch werden die Grünanlagen rund um das Residenzschloss für die Ausstellung zahlreicher Stahlstelen des Künstlers Ren Rong genutzt. Der deutsche Künstler chinesischer Herkunft lebt und arbeitet vorwiegend in Bonn und in Peking. Er gilt als einer der international bekanntesten Künstler chinesischer Herkunft der Gegenwart. Die Stelen fügen sich ganz wunderbar in die Anlage ein. Ein tolles Bild!

( MITI )

Von der Rur zum Haus Overbach

Von der Rur zum Haus Overbach
Jülich, 12.11.2017

Haus Overbach

Zweiter Testtag für meine neue Wanderregenjacke. Heute sind wir im Regen an der Rur bei Jülich unterwegs. Wir starten am Brückenkopfpark, der nach einer Festungsanlage aus napoleonischer Zeit benannt ist, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts errichtet wurde und die Stadt von Westen her schützen sollte.

Die Anlage befand sich an einer bereits in der Antike bedeutenden Stelle. Hier kreuzte die Römerstraße „Boulogne – Heerlen – Köln“ an einem der wenigen gangbaren Rurübergänge den wilden Fluss und eröffnete damit den Zugang ins Rheinland. Wir wandern in nördlicher Richtung an der Rur entlang und laufen durch die Rurauen, in denen sich der Fluss bei Hochwasser ungestört ausdehnen kann.

Bald passieren wir den kleinen Ort Broich und biegen dahinter in Richtung Westen zum Barmener Baggersee ab, einer ehemaligen Kiesgrube, die heute als Naherholungsgebiet dient. Wir umrunden den See auf ufernahen Pfaden und laufen anschließend auf das Haus Overbach zu, einer früheren Wasserburg im Jülicher Stadtteil Barmen.

Die erste urkundliche Erwähnung von Haus Overbach als Rittersitz datiert aus dem Jahre 1341 in einer Urkunde von Johannes de Overbach. Der Gebäudekomplex ist heute im Besitz der Ordensgemeinschaft der Oblaten des hl. Franz von Sales. Die Gebäude werden als Verwaltungsgebäude des Ordens, als Kloster und auch für ein kirchliches Gymnasium genutzt. Zwei meiner Jugendfreunde haben hier vor 30 Jahren ihren Zivildienst abgeleistet und so lange war ich nicht mehr hier. Ich bin überrascht, so unvermittelt auf die Anlage zu stoßen und bekomme ein wenig nostalgische Gefühle. Damals waren wir noch jung …

Durch schönen Wald geht es auf einem Waldlehrpfad weiter in südöstlicher Richtung nach Jülich-Koslar, das wir entlang eines Baches mit dem schönen Titel „Altdorf-Kirchberg-Koslaer-Mühlenteich“ durchlaufen. Bald erreichen wir die Rurauenstraße, eine prächtige Allee mit alten Kastanien, die uns zurück zu unserem Startpunkt am Brückenkopfpark bringt.

Dreieinhalb Stunden waren wir heute größtenteils im Regen unterwegs und haben 13 Kilometer zurückgelegt. Unter meiner neuen Jacke plus Regenhose bin ich schön trocken geblieben. So soll es sein 🙂

( MITI )

Auf dem Eifelsteig über dem Rurtal

Auf dem Eifelsteig über dem Rurtal
Eicherscheid, 15. Oktober 2017

Herbstlich bunter Mischwald an der Wanderhütte „Weißes Krezuz“ über dem Rurtal

Heute bin ich mit Bellis und Doxi bei wunderschönem Wetter eine durchaus anspruchsvolle Runde in der herbstlich bunten Rureifel gelaufen. Die Tour 13 aus dem Rother Wanderführer „Eifel“ startet in Eicherscheid und führt zunächst hinab in das wildromantische Belgenbachtal. Dort stoßen wir auf die alte Belgenbacher Mühle mit angrenzender Kapelle, in der an diesem Sonntagmorgen gerade ein Gottesdienst gelesen wird. Da wollen wir natürlich nicht stören.

Im weiteren Verlauf kommen wir an mehreren Gedenkkreuzen vorbei. Das Meier-Kreuz erinnert an den 1875 irrtümlich erschossenen königlichen Förster. Das Alsdorfer Kreuz auf der Weidehüsjes Lei am Steilhang des Belgenbachtals gedenkt der 271 Toten beim verheerenden Grubenunglück in Alsdorf im Jahre 1930.

Wir steigen hinunter zur Mündung des Belgenbachs in die Rur und folgen dann der wild rauschenden Rur entlang des Eifelsteigs. Bald geht es wieder aufwärts auf die Höhen über dem Rurtal, wo wir an der Wanderhütte „Weißes Kreuz“ einen herrlichen Talblick in Richtung des Ortes Widdau genießen.

Dann geht es durch schönen Mischwald erneut hinunter zur Rur in Richtung des beliebten Campingplatzes beim Ort Hammer. Eigentlich macht die Tour ab hier noch einen großen Schlenker auf die andere Seite der Rur und dort hinauf zum Ort Dedenborn. Doch die alte Dame Bellis wirkt auf mich schon ein wenig angestrengt von dem vielen auf und ab.

Spontan entschließe ich mich, uns den Schlenker zu ersparen und die 19 Kilometer lange Tour ein wenig abzukürzen. Trotzdem werden es am Ende 14 Kilometer und 680 Höhenmeter, bis wir wieder unseren Startpunkt in Eicherscheid erreichen. Auf der Rückfahrt sind die beiden Hunde kaum zu vernehmen. Und nicht nur Bellis und Doxi sind k.o. Ich auch.

( MITI )

Dreiborn – Hirschrott – Schöneseifen

Dreiborn – Hirschrott – Schöneseifen
Dreiborn, 14. Februar 2017

Auf der Dreiborner Hochfläche: Weite Blicke in die Landschaft

Eine schöne Wanderwoche in der Eifel geht zu Ende. Gemeinsam mit Doxi bin ich rund 120 Kilometer gewandert, jeden Tag zwischen 15 und 20 Kilometern. Wir hatten großes Glück mit dem Wetter. Es war kalt, aber es hat kaum geregnet. Zwischendurch lag zwei Tage Schnee und jetzt zum Schluss schien auch noch einmal richtig die Sonne.

Zum Abschluss sind wir heute noch mal über die Dreiborner Hochfläche gewandert, von Dreiborn nach Hirschrott, weiter nach Schöneseifen und wieder zurück. Unterwegs konnten wir die herrliche Fernsicht über den Rursee und den Kermeter genießen. Dahinter waren sogar die weißen Kondenswolken aus den Braunkohlekraftwerken in der Rheinischen Tiefebene zu sehen. Perfekt!

( MITI )

Im Rurtal bei Dedenborn

Im Rurtal bei Dedenborn
Dedenborn, 12. Februar 2017

Die Rur bei Dedenborn

Heute sind wir mit Doxi an der Rur bei Dedenborn unterwegs. Die abwechslungsreiche 14 Kilometer lange Wanderung führt uns auf beiden Seiten des Flusses auf die Höhen über dem Rurtal.

Sehenswert sind die vielen Buchenhecken, die Häuser, das Weidevieh und auch uns Wanderer vor den zügigen Eifelwinden schützen.

Am Morgen ist noch viel Feuchtigkeit in der Luft, doch zum Nachmittag kommt dann auch einmal die Sonne durch. Auf vielen Wegen liegt noch Restschnee von gestern, der jedoch bei Temperaturen knapp über dem Nullpunkt weiter wegtaut.

Wir wandern über die Eichenscheider Hochfläche, passieren die markanten Felsformationen an der „Uhusle“Y und genießen die großartigen Fernsichten über das Heckenland und das verschlungene Rurtal. Eine sehr schöne Wanderung.

( MITI )

Auf der Burg Nideggen

Luftbild der Burg Nideggen (Foto Wolkenkratzer)
Nideggen, 25. November 2016

Luftbild der Burg Nideggen (Foto Wolkenkratzer | http://commons.wikimedia.org | Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE)

Im Anschluss an unsere Wanderung durch die Drover Heide sind wir ins zehn Kilometer weiter westlich gelegene Nideggen gefahren, um die Burg Nideggen zu besichtigen. Die rechteckige Höhenburg im Naturpark Hohes Venn-Eifel war einst Sitz der mächtigen Grafen und Herzöge von Jülich. Sie wurde ab dem Jahre 1177 im strategisch wichtigen Grenzgebiet zur damaligen Herrschaft Monschau errichtet und sollte das geerbte Gebiet der Grafen gegen die Interessen des Erzbischofs von Köln sichern.

Die Burg befindet sich westlich der Kernstadt von Nideggen auf einem nach Westen gerichteten Felssporn oberhalb der Rur. Aufgrund ihrer exponierten Lage genoss sie im frühen Mittelalter den Ruf, uneinnehmbar zu sein.

Das änderte sich jedoch mit dem Aufkommen immer leistungsfähigerer Artelleriegeschütze. Im Dritten Geldrischen Erbfolgekrieg (auch bekannt als Jülicher Fehde), wurden Burg und Stadt 1542 durch kaiserliche Artilleriegeschütze erstmals zerstört. 1689 wurde sie im Zuge des Pfälzischen Erbfolgekrieges von Truppen Ludwigs XIV. ein weiteres Mal ausgeplündert und niedergebrannt. Erdbeben in den Jahren 1755 und 1878 taten ihr Übriges. Die Burg verfiel zu einer Ruine und wurde erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts wiederaufgebaut. Heute ist sie einer der größten touristischen Anziehungspunkte in der Region.

Wir haben Glück, dass dort an diesem kalten Freitagnachmittag wenig los ist. So kann ich ungestört einige Aufnahmen machen, während Doxi sich im Schlosshof austobt. Der Blick von der Burg hinunter ins Rurtal ist wirklich beeindruckend.

( MITI )

Von Einruhr zur Wüstung Wollseifen

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Einruhr, 7. Januar 2015

Blick von den Höhen hinunte nach Einrur

Heute das letzte Mal herrliches Januar-Winterwetter im Westen von NRW, bevor wieder transatlantischer Schmuddelregen aufzieht. Das wollte ich nutzen und bin mit Doxi in den Nationalpark Eifel gefahren.

Von Einruhr ging es hinauf auf die Dreiborner Hochfläche und zur Wüstung Wollseifen. Erst durch den Wald, dann über die sonnendurchflutete Hochebene, wo sich die Wanderwege durch den wiederholten Wechsel von Frieren und Tauen in wahre Natureisbahnen verwandelt hatten.

Mit Schlittschuhen unter den Füßen wären wir hier vermutlich besser durchgekommen. Mussten wir ein wenig Off-road laufen, um den gefährlichsten Stellen aus dem Weg zu gehen.

Doxi hatte auf jeden Fall wieder unheimlich Spaß mit den vielen kleinen verbliebenen Schneeflächen auf der Hochfläche. Nase hineinstecken, sich im Schnee wälzen und eifrig an Eisbrocken herumlutschen – sie weiß den Winter wirklich zu genießen.

( MITI )

Fahrradpanne auf der Staumauer

Fahrradpanne auf der Staumauer
Simmerath, 5. November 2013

Auf dem Urft-Radweg zwischen Gemünd und dem Urftstausee

Nach unseren zahlreichen Wanderungen am Standort Gemünd wollte ich heute Mal eine Fahrradtour unternehmen, und Doxi kam natürlich im Anhänger mit. Von unserem Stellplatz aus sollte es immer entlang das Wassers von der Urft zum Urftstausee gehen, dann weiter zum oberen und schließlich zum unteren Rurstausee und dort bis nach Heimbach. Eine Strecke von rund 35 Kilometer mit vielen herrlichen Aussichten auf das Wasser und die Eifel.

Leider sind wir nicht ganz so weit gekommen. Auf der Hälfte der Strecke – just auf der Staumauer bei Rurberg und in freier Fahrt auf glattem Asphalt – ist an meinem Hinterrad eine Speiche aus der Felge gerissen und hat im Akt des Untergangs den kompletten Umwerfer der Gangschaltung zerlegt.

Die Folge: Vollständige Blockade, abrupte Abbremsung, nichts ging mehr. Zunächst nicht mal schieben. Ich bin vom Rad runter und habe tatsächlich einen Moment gebraucht, um zu verstehen, was da wirklich passiert ist. Äußerst mysteriöse vorzeitige Materialermüdung.

An Zurücklaufen war nicht zu denken, viel zu lang die Strecke zum Stellplatz. Der Öffentliche Nahverkehr war auch keine Alternative. Im normalen Taxi wollte mich keiner der Anbieter mit Hund mitnehmen. Also habe ich ein Großraumtaxi organisiert und uns schön quer durch den Kermeter chauffieren lassen. Bis vor die Tür vom Wohnmobil.

So kam Doxi zu ihrer zweiten Taxifahrt – diesmal allerdings ganz bequem auf ihrer Decke hinten im Auto und nicht wie in München bei mir auf dem Schoss. Am Stellplatz haben natürlich alle geschaut … „Wieso kommt der denn jetzt mit dem Taxi zurück?“

Ich habe dann zügig das Womo reisefertig gemacht und bin nach Rurberg gefahren, Fahrrad und Anhänger abholen. Ganz schönes Gekurve auf und ab und links und rechts und schön bei Regen. Eine prima Übung im Langsam fahren. Immerhin sind wir anschließend doch noch an unserem Tagesziel Heimbach angekommen. Allerdings mit dem Wohnmobil und eben nicht mit dem Fahrrad. Das braucht jetzt erst mal eine richtig fette Reparatur 🙁

( MITI )