Dampfende Erft

Dampfende Erft
Neuss-Reuschenberg, 6. Dezember 2021

Heike mit Doxi an der Erft

Heute waren wir bei nur 2 Grad an der Erft zwischen dem Park Reuschenberg und dem Selikumer Kinderbauernhof unterwegs. Der Fluss, der zu nicht geringen Teilen aus dem warmen Sümpfungswasser des Tagebaus Garweiler gespeist wird, dampft in der Kälte mächtig aus.

Den Tieren im Park und im Kinderbauernhof scheint das nasskalte Wetter wenig auszumachen. Wir jedoch frösteln ganz schön vor uns hin. Gut, dass wir Mützen dabei haben.

( MITI )

Doxi ist wieder heiß

Doxi ist wieder heiß
Büttgen, 30. November 2021

Upps, was ist das denn?

Wir warten schon eine Weile darauf, nun ist Doxi tatsächlich wieder heiß – nach 242 Tagen. Hat sich ganz schön Zeit gelassen, die Gute.

Aber man konnte schon beobachten, wie sich ihre Hitze langsam aufbaut: Das vermehrte Schnuppern an Hauswänden und anderen Stellen, wo Rüden gerne ihre Duftmarken hinterlassen. Und das Gequietsche, wenn wir bei ausgewählten Kavalieren am Gartenzaun vorbeikommen …

Jetzt müssen wir 14 Tage gut aufpassen, bis sich die Hysterie wieder gelegt hat.

  1. Hitze: 15. Juni 2014
  2. Hitze: 16. Februar 2015 (246 Tage Abstand)
  3. Hitze: 30. Dezember 2015 (317 Tage Abstand)
  4. Hitze: 28. September 2016 (273 Tage Abstand)
  5. Hitze: 08. August 2017 (314 Tage Abstand)
  6. Hitze: 17. März 2018 (221 Tage Abstand)
  7. Hitze: 6. Dezember 2018 (264 Tage Abstand)
  8. Hitze: 8. August 2019 (245 Tage Abstand)
  9. Hitze: 24. Februar 2020 (200 Tage Abstand)
  10. Hitze: 13. Oktober 2020 (232 Tage Abstand)
  11. Hitze: 2. April 2021 (171 Tage Abstand)
  12. Hitze: 30. November 2021 (242 Tage Abstand)
( MITI )

Zwischen Schmithof und Petergensfeld

Zwischen Schmithof und Petergensfeld
Schmithof, 27. November 2021

Doxi in der Inde kurz hinter Schmithof

Vor zwei Wochen bin ich von Roetgen hinauf ins Venn gelaufen, heute bin ich 5 km weiter nördlch an der Inde zwischen Schmithof und Roetgen unterwegs.

Mehrmals bin ich die beliebte Wanderung entlang der Inde Richtung Raeren bereits gelaufen – heute laufe ich ohne konkretes Ziel durch den Wald, quasi Freestyle 🙂

Zunächst geht es auf bekannten Wegen links und rechts der Inde durch den Wald. Kurz hinter der belgischen Grenze verlasse ich die Talsohle und laufe Richtung Roetgen.

Sechs große Windräder stehen hier gut verteilt mitten im Wald und produzieren fleißig Strom. Eines gibt im Abstand von etwa 30 Sekunden merkwürdig metallisch hallende Geräusche von sich, die aus seinem Innenleben zu stammen scheinen.

Doxi guckt jedes Mal ganz erstaunt zur Kanzel hoch. Mich erinnert der Klang an das Singen der Wale unter Wasser, aber vermutlich ist es nur das Getriebe.

Kurz vor Roetgen drehen wir um und laufen durch den Wald zurück nach Schmithof. Knapp zehn Kilometer sind wir auf dieser Tour bei einstelligen Plusgeraden aber herrlichem Sonnenschein unterwegs.

( MITI )

Abenteuertour Berghalde Noppenberg

Abenteuertour Berghalde Noppenberg
Herzogenrath, 26. November 2021

Steile Flanken: Die Halde Nordstern zwischen Herzogenrath und Alsdorf-Busch

Wenn man über die Autobahn von Düsseldorf Richtung Eifel fährt, tauchen kurz vor Aachen mehrere Halden mit sehr steilen Flanken auf. Schon oft habe ich mich gefragt, ob man dort so schön wandern kann, wie auf der Sophienhöhe bei Jülich oder den Halden bei Grevenbroich.

Heute habe ich einen Abstecher von der Autobahn unternommen, um eine dieser Halden zu erkunden: Die Berghalde-Noppenberg zwischen Herzogenrath und Alsdorf-Busch.

Die zugehörige Steinkohlengrube Nordstern wurde ab 1876 erschlossen und lieferte bereits im ersten Jahr 600.000 Tonnen Kohle. Auf dem Gelände befanden sich auch eine Kokerei mit 180 Öfen und eine Ammoniakgewinnungsanlage.

1890 bekam die Grube einen Anschluss an die Bahnstrecke Stolberg–Herzogenrath, doch bereits 1927 wurde die Förderung aufgrund rückläufiger Erträge aufgegeben.

Wie ich feststellen muss, gibt es rund um die Halde zwar jede Menge Trampfelpfade, aber keine beschilderten Wanderwege. Mangels Hinweisschildern kämpfe ich mich mit Doxi durch verbuschtes Gelände und rutschige steile Flanken am Fuße der Halde.

Irgendwann treffen wir aber doch auf einen Weg, der offensichtlich auch von Mountainbikern genutzt wird, und uns geradewegs zur Spitze der Halde führt. Oben haben wir bei herrlichem Sonnenschein einen fantastischen Fernblick in alle vier Himmelsrichtungen.

Nach Osten geht der Blick über Jülich zur Sophienhöhe und den Kraftwerken bei Grevenbroich. Nach Nordwesten reicht der Blick über Herzogenrath hinweg zur deutsch-niederländischen Grenze bei Kerkrade und Landgraaf.

Und im Südwesten tauchen hinter dem Kohlkraftwerk Baesweiler an der A4 die Höhenzüge der Eifel auf. Toll sieht das aus.

( MITI )

Wieder von Roetgen ins Venn

Wieder von Roetgen ins Venn
Roetgen, 12. November 2021

Unterwegs auf wurzeligen Pfaden am Eschbach

Nach ziemlich exakt vier Jahren bin ich wieder auf einer abenteuerlichen Wanderung, die mich schon einmal von Roetgen an der deutsch-belgischen Grenze hinauf ins Hohe Venn geführt hat.

In der ersten Hälfe der 16 km langen Tour geht es immer am Wasser entlang durch den belgischen Staatsfort Oberweser. Auf wurzeligen und teilweise arg vermatschten Pfaden folgen wir erst der belgischen Weser, später dem Eschbach stetig aufwärts richtig Venn.

Auch hier hat der Starkregen, der im Juli das Flutdrama an der Ahr ausgelöst hat, Spuren hinterlassen. Eine wichtige Brücke über den Eschbach wurde weggespült und liegt nun neben dem Bach.

Ich habe etwas Mühe, den an dieser Stelle drei bis vier Meter breiten Bach auf großen Steinen im Bachbett zu überqueren. Aber ich schaffe es, ohne nasse Füße zu bekommen.  Doxi muss ein klein wenig schwimmen.

Die tiefstehende Herbstsonne scheint durch den Wald und erwärmt die kalte Luft. Wo sie nicht hinkommt, ist der Boden von der letzten Nacht noch mit Reif überzogen und ein wenig gefroren.

Ich bin froh, als wir das Venn erreichen, denn ab jetzt geht es auf breiten Waldwegen wieder zurück richtig Roetgen.

Im Wald ist heute Jagd. Wir treffen auf einige Jagdhelfer, die gerade das erlegte Wild in einen PKW-Anhänger hieven. Ich zähle drei Sauen und sechs Stück Dammwild, aber das ist bestimmt noch nicht alles.

Nach gut vier Stunden erreichen wir wieder unseren Startpunkt in Roetgen. Ab Morgen soll es bei uns eine Woche grau und nass werden. Ich bin froh. dass wir den Tag heute noch einmal genutzt haben, um das schöne Herbstwetter zu genießen.

( MITI )

Ruraue bei Düren

Naturbelassenes Rurwehr. Blick stromabwärts

Mehrere Male schon war ich in den letzten Jahren an der Rur (ohne H) unterwegs, die von der Eifel kommt und bei Roermond in die Maas mündet. Aber diesen Abschnitt zwischen Jülich und Düren kenne ich noch nicht.

Wir starten bei herrlichem Sonnenschin in der Nähe von Krauthausen, knapp 10 km südlich von Jülich.

Unmittelbar am Fluss laufen wir auf dem Rurradweg in südlicher Richtung der Sonne entgegen zunächst durch das Naturschutzgebiet Pierer Wald.

Kurz dahinter müssen wir bei Köttenich den Rurradweg verlassen und auf die andere Flusseite wechseln – dort wird gerade eine Brücke erneuert.

Auf schmalen Pfaden geht es weiter in Richtung Düren. Wir passieren mehrere Wehre und romantische Abschnitte der Rur mit kleinen Kiesbänken und Inseln im Fluss.

Bald unterqueren wir die Autobahn A4 und drehen kurz dahinter um. Nun geht es komplett auf schmalen Pfaden entlang der Rur und durch frisch gemähte Wiesenflächen zurück zu unserem Startpunkt, den wir nach rund zweieinhalb Stunden und zehn Wanderkilometern wieder erreichen.

Keine 500 Meter weiter westlich stehen wir kurz darauf am Rand des großen Tagesbaus Inden. Über den Tagebau hinweg blicken wir in westlicher Richtung zur großen Skultpur Indemann. Rechts daneben steigen die Wolken des Kraftwerks Weisweiler in den Himmel. Dort wird die Kohle aus dem Tagebau verstromt. Ein imposanter Anblick.

( MITI )