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An der Lahn in Bad Ems

Russisch-Orthodoxe Kirche in Bad Ems
Bad Ems, 11.12.2016

Russisch-Orthodoxe Kirche in Bad Ems

Tag
6
Zum Abschluss einer schönen Wanderwoche zwischen Vulkaneifel und Mosel bin ich mit Doxi nach Bad Ems, östlich von Koblenz, gefahren. Nach einem ausgedehnten Spaziergang durch die ehrwürdige Kurstadt lasse ich es mir in der 2012 eröffneten Therme gut gehen.

Die Anlage ist sehr modern und schön designt. Ein besonderes Highlight ist das schwimmende Saunahaus in der Lahn direkt gegenüber eines 150 Meter breiten Wehrs. Aus den Panoramafenstern der Sauna schaut man direkt auf den Fluss und das Wehr.

Im 17./18. Jahrhundert galt Ems als einer der berühmtesten Badeorte Deutschlands. Seine Glanzzeit erlebte der Ort im 19. Jahrhundert als „Weltbad“ und Sommerresidenz zahlreicher europäischer Monarchen und Künstler.

Unter anderem Kaiser Wilhelm I., die Zaren Nikolaus I. und Alexander II. von Russland, Richard Wagner, Fjodor Dostojewski kamen regelmäßg. Der Zar hat der Stadt sogar eine prächtige Russisch-Orthodoxe-Kirche gespendet.

Die Veröffentlichung der Emser Depesche trug 1870/71 zum Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges bei, der zur Gründung des Deutschen Reiches führte. Heute ist der Ort erkennbar in die Jahre gekommen. Der Kurtourismus der Vergangenheit funktioniert nicht mehr so richtig. Aber die moderne Therme ist wirklich toll.

( MITI )

Hatzenporter Laysteig

Blick Richtung Hatzenport
Hatzenport, 10.12.2016

Blick von der Hangkante Richtung Hatzenport

Tag
5
Hurra, die Farben sind in die Welt zurückgekehrt! Gestern habe ich mich noch über die Tristesse des winterlichen Einheitsgraus beschwert, doch heute ist die Sonne wieder da und taucht die Landschaft in ein malerisches Licht.

Von Brodenbach sind wir auf die andere Moselseite gewechselt und fünf Kilometer nach Westen in den malerischen Ort Hatzenport gefahren. Hier wollen wir heute dem Traumpfad „Hatzenporter Laysteig“ folgen.

Der Rundweg startet am Bahnhof von Hatzenport. Ein schmaler Pfad führt uns stetig bergauf. Auf Tuchfühlung mit den Weinstöcken geht es idyllisch weiter Richtung Osten, wobei sich fantastische Ausblicke auf das Moseltal, auf Hatzenport und auf die St. Johanniskirche am Ortsrand ergeben.

Nach wenigen Kilometern erreichen wir knapp unterhalb der Moselhöhen die markante Schutzhütte Rabenlay mit ihrer atemberaubenden Aussicht. Nun ändert sich das Landschaftsbild, da sich der Pfad vom Moseltal abwendet. Unser Blick schweift über weite Felder. In der Ferne erscheinen die Spitzen der Berge auf der anderen Moselseite.

Über die sanft gewellten Kuppen des Schromberger Thalsberges erreichen wir einen Wald mit knorrigen Krüppeleichen. Wir steigen hinab in das stille Schrumpftal und von dort wieder bergauf zu den Höhen des Maifeldes. Bald erreichen wir erneut die Hangkante und dort einen Startplatz für Gleitschirm- und Drachenflieger.

Das Wetter ist so schön, spontan entschließe ich mich, die Runde noch ein wenig zu verlängern. Bevor wir den Rückweg nach Hatzenport antreten, wandern wir auf den Moselhängen noch bis zum Ort Lasserg, um von dort durch den urwüchsigen Bischofsteinergraben zur schönen Burg Bischofstein abzusteigen.

Nach 17 Kilometern erreichen wir schließlich wieder unseren Startpunkt. Leider steht die Sonne schon tief am Himmel., sonst würde ich am liebsten einfach noch zwei Stunden weiterwandern. Ein perfekter Tag.

( MITI )

Moselhänge im Morgennebel

Hatzenport im Nebel
Brodenbach, 10. Dezember 2016

Hatzenport im Nebel

Tag
5
Wir haben die Nacht in Brodenbach an der Mosel verbracht. Als ich am Morgen aufwache, liegt der Fluss voll im Nebel. Sichtweite unter 50 Meter. Doch der Dunst reicht nur bis zu halben Höhe der Moselhänge hinauf. Darüber lacht uns die Sonne vor einem blauen Himmel entgegen. Toll sieht das aus.

( MITI )

Bergschluchtenpfad Ehrenburg

Blick Richtung Brodenbach in das Moseltal
Brodenbach, 9.12.2016

Blick von der Teufelsley Richtung Brodenbach und in das Moseltal

Tag
4
Hilfe, wer hat nur all die schönen Farben geklaut? Für heute haben wir uns den längsten und steilsten aller 24 Traumpfade an Eifel-Mosel-Rhein vorgenommen.

Und ausgerechnet heute will die Sonne gar nicht durch die Wolken brechen, um der tristen Herbstlandschaft ein wenig Glanz und Farbe zu verleihen. Alles ist grau und braun. Nur Farne, Moose und Gräser bringen noch ein wenig dunkles Grün in die Landschaft. Aber egal, wir ziehen es durch. Immerhin regnet es nicht 🙂

Der Traumpfad „Bergschluchtenpfad Ehrenburg“ beginnt in Brodenbach am Ufer der Mosel und führt uns zunächst ins Brodenbachtal. Zwischen steilen Hängen geht es eine halbe Stunde auf schmalen und laubbedeckten Pfaden bergauf. Die folgende Passage durch den Moselhang führt zur Teufelslay Schutzhütte, die einen weiten Blick in das Moseltal bietet.

Wir umrunden den Schafberg, kommen an einer Wiese mit wetterfesten Schottischen Hochlandrindern vorbei und erfreuen uns an dem Panoramablick über die gesamte Region. Am langen Berg führt uns der Weg anschließend über Nörtershausen wieder in das Brodenbachtal.

Wir folgen dem bereits halb zugefrorenen Brodenbach erneut bergauf und kommen an der uralten germanischen Kultstätte „Donnerloch“ vorbei. Es folgt eine äußerst steile Passage, die wir dummerweise dreimal gehen müssen (rauf, runter und wieder rauf), weil ich genau dort meine Mütze verloren habe.

Auf der Hochebene angekommen, wandern wir weiter zur mächtigen Ehrenburg, einem beliebten Ausflugsziel auf einem Felssporn hoch über dem Ehrbachkamm. Leider stehen wir vor verschlossenen Toren: Geöffnet von Ostern bis Allerheiligen. Da sind wir wohl zu spät dran. Also unterqueren wir die Burgbrücke und steigen in das ursprüngliche Ehrenbachtal hinab.

Von hier sind es eigentlich nur wenige hundert Meter bis zu unserem Startpunkt der Tour, doch die Wandergötter haben anders geplant und noch einmal eine vier Kilometer lange Schleife um Brodenbach vorgesehen.

So kommt es, dass wir westlich des Ortes noch einmal den Moselhang hinauf und wieder hinabsteigen, wodurch wir auf dieser 18 Kilometer langen Runde fast die 1.000 Höhenmeter voll machen. Glücklich, aber auch ein wenig erschöpft, kommen wir nach fünfeinhalb Stunden wieder an unserem Wohnmobil an. Jetzt werden erst Mal die Beine hochgelegt …

( MITI )

Advent, Advent, ein Riesenkerzlein brennt

Blick vom Marktplatz zur illuminierten Genovevaburg
Mayen, 8.12.2016

Blick vom Marktplatz zur illuminierten Genovevaburg

ATag
3
uf Nachtspaziergang in Mayen. Die Einkaufsstraße und der Marktplatz sind schon weihnachtlich dekoriert. Überall leuchtet und glitzert es. Besonders auffällig: Der runde, 30 Meter hohe Bergfried der Genovevaburg. Er ist in der Dunkelheit wie eine überdimensionale Adventskerze illuminiert. Total romantisch sieht das aus.

( MITI )

Traumpfad Förstersteig

Aussichtspunkt oberhalb von Schloss Bürresheim
Mayen, 8.12.2016

Aussichtspunkt oberhalb von Schloss Bürresheim mit Nlic ins Hochtal der Nette

Tag
3
Ein neuer Tag beschert uns eine schöne Waldwanderung mit vielen Aussichtspunkten: Heute sind wir den 15 Kilometer langen Traumpfad „Förstersteig“ nordwestlich von Mayen gelaufen.

Der Weg startet auf den Eifelhöhen und führt über mehre Stationen hinunter ins Hochtal der Nette zum Schloss Bürresheim. Gemeinsam mit Burg Eltz und der Burg Lissingen ist es eine der wenigen Anlagen in der Eifel, die niemals erobert oder verwüstet wurden

Durch seine einzigartige Lage im Grenzgebiet der Besitzungen von Kurköln und Kurtrier bestimmten diese Erzbistümer die Geschichte des Schlosses maßgeblich mit. Ein Teil der Burganlage gehörte den Kölnern, ein anderer den Trierern. Heute ist die Trierer Burg verfallen, jene der Kölner jedoch erhalten und an ausgewählten Terminen zu besichtigen.

Mit Schloss Bürresheim hatten wir den tiefsten Punkt unserer Wanderung erreicht. Von nun an ging es über eine Strecke von sechs Kilometern stetig aufwärts und am Nitztal vorbei zurück zum Startpunkt der Tour.

Insgesamt gab es bei dieser abwechslungsreichen Tour 850 Höhenmeter zu bewältigen. Leider zeigte sich die Sonne nur selten, so dass wir die zahlreichen Fernblicke in die verschiedenen Täler nicht wirklich genießen konnten. Im Frühjahr sieht das bestimmt schon ganz anders aus. Müssen wir noch mal wiederkommen …

( MITI )