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Abendtour zum Kloster Engelberg

Abendtour zum Kloster Engelberg
Großheubach, 10. Mai 2022

Wallfahrtsstätte Kloster Engelberg

Rund fünf Kilometer von Miltenburg entfernt thront auf einem Bergsporn hoch über dem Main das Franziskanerkloster Engelberg. Es ist das Ziel meiner heutigen Abendwanderung mit Doxi.

Bereits im Vorfeld hatte ich gelesen, dass bis dort oben 612 Sandsteinstufen, die so genannten „Engelsstaffeln“, entlang eines Kreuzwegs zu überwinden sind. Dies möchte ich Doxi ersparen.

Deshalb suchen wir uns einen kleinen Umweg durch den Wald, der diese Passage weitgehend umgeht. Und das funktioniert auch.

Schon in vorchristlicher Zeit soll sich am Ort des Klosters auf der damals noch „Rulesberg“ genannten Anhöhe eine heidnische Kultstätte befunden haben.

Etwa um 1300 wurde auf dem Berg eine einfache Kapelle aus Holz errichtet und dem Erzengel Michael geweiht. Mit der Zeit wurde aus dem alten „Rulesberg“ allmählich der „Engelberg“.

Anfang des 14. Jahrhunderts kam in die Kapelle auch eine Marienstatue, die dort bis heute als wundertätiges Gnadenbild verehrt wird und das Ziel von Wallfahrten ist.

Die fast unüberschaubere Zahl von Parkplätzen links und rechts des Klosters deutet darauf hin, dass viele Pilger und Touristen diesen Ort besuchen. So mancher kommt wohl nicht (nur) wegen der Marienverehrung hier hinauf. Denn das Kloster wird auch gerühmt für sein dunkles Bier aus Holzfässern, das in der Klosterschänke gereicht wird. Na, dann, wohl bekomms …

( MITI )

Rauf zur Mildenburg

Rauf zur Mildenburg
Miltenberg, 10. Mai 2022

Häuser am Marktplatz am Aufgang zur Burg (durch den Torbogen rechts)

Weithin sichtbar erhebt sich die Mildenburg über der Stadt Miltenburg, deren Keimzelle die Burg ist.

Die Mildenburg wurde am Ende des 12. Jahrhunderts vom Mainzer Erzbischof zur Grenzsicherung seines Einflussbereiches errichtet und 1226 erstmals urkundlich erwähnt.

Zunächst wurde der knapp 30 Meter hohe Bergfried errichtet. Später kamen weitere Gebäude hinzu. Mehrmals wurd die Burg teilweise zerstört und wieder aufgebaut.

Bis ins 18. Jahrhundert diente sie als Sitz der erzbischöflichen Burggrafen.

Seit 1979 befindet sich die Burg im Besitz der Stadt Miltenberg. Eine mehrjährige Sanierung und Restaurierung wurde im Jahr 2011 abgeschlossen.

Im Burginneren befindet sich heute  das Museum Burg Miltenberg mit der Kunstsammlung der Diözese Würzburg.

Der Weg hinauf zur Burg loht sich. Von dort oben hat man einen tollen Blick über die Stadt und auf den Main.

( MITI )

Besuchermagnet Miltenberg

Besuchermagnet Miltenberg
Miltenberg, 10.05.2022

Blick von der Mainbrücke auf das historische Zentrum von Miltenberg

Also, diese Stadt hat etwas. Miltenberg, in einer Biegung des Mains am Übergang zwischen Spessart und Odenwald gelegen, versprüht mit seiner historischen Altstadt viel Charme und lockt damit Besucher an.

Wir stehen mit dem Womo in wunderbarer Lage auf dem gegenüberliegenden Ufer direkt am Main.

Von dort blicken wir auf die historische Mainbrücke vor dem Panorama der Altstadt mit ihren Kirchen, den Resten der Wehranlagen und vielen historischen Fachwerkhäusern.

Überragt wird das alles von der Mildenburg, die wir im Laufe unser zweistündigen Stadtwanderung ebenfalls besuchen werden.

Die strategische Bedeutung des Ortes am Engpass am Mainknie zwischen Odenwald und Spessart war bereits den Menschen in vorchristlicher Zeit bewusst.

Schon die Kelten errichteten hier Siedlungen und mächtige Ringwälle auf dem Greinberg oberhalb des späteren Miltenbergs.

Später ließen die Römer den fast schnurgerade nach Süden verlaufenden „Vorderen Limes“ hier am Main auslaufen. Denn in nördlicher Richtung bildetet der Fluss ab hier die natürliche Grenze zwischen den „zivilisierten“ Römern und den „barbarischen“ Germanen.

Hoch über dem Flussufer errichteten die Römer ein Kastell, auf dessen Gelände in nachrömischer Zeit, etwa um das Jahr 1200, die Burg Mildenberg entstand. Im Schutze dieser Burg entwickelte sich später die heutige Stadt Miltenberg, die 1237 erstmals urkundlich erwähnt wird.

Im 14. Jahrhundert entstanden die beiden Stadttürme, das Mainzer und das Würzburger Tor, am Rande des zwischen Fluss und Berghang eingezwängten Altstadtbereichs, wie er bis heute existiert.

Von Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg weitgehend verschont geblieben, präsentiert sich das historische Zentrum noch vielfach in seiner ursprünglichen Fachwerkbebauung mit eingesprenkelten Barockelementen. Ein wirklich pittoreskes und absolut lohnenswertes Ausflugsziel.

( MITI )

Die Türen von Miltenberg

Die Türen von Miltenberg
Miltenberg, 10. Mai 2022

Danke liebes Miltenberg, so viele historische Türen und Portale habe ich lange in keiner Stadt mehr fotografiert. Unser zweistündiger Stadtspaziergang hat sich wirklich gelohnt – nicht nur in dieser Hinsicht.

( MITI )