Sonnenuntergang über dem Haff

Sonnenuntergang über dem Haff
Rieth, 7. Juni 2024

Doxi stakst durch das Wasser des Stettiner Haffs

Wir folgen der Deutsch-polnischen Grenze in Richtung Norden bis an den Südrand des Stettiner-Haffs, wo es nicht mehr weitergeht. Im Örtchen Rieth finden wir einen Stellplatz neben einer kleinen Marina direkt am Wasser.

Das Stettiner Haff ist ein inneres Küstengewässer im Mündungsbereich von Oder und Peene, das durch die Halbinsel Usedom von der Ostsee getrennt ist. Wir sind hier in einem südlichen Teilabschnitt, der Riether Werder genannt wird.

Durch das auch als Oderhaff oder Pommersches Haff bekannte große Binnengewässer verläuft seit 1945 die Grenze zwischen Polen und Deutschland. Der östliche polnische Teil wird als Großes Haff, der westliche deutsche Teil als Kleines Haff bezeichnet.

Leider ist das Wasser noch zu kalt und auch das Wetter nicht so wirklich schön, als dass man bereits baden möchte. Also unternehme ich mit Doxi eine kleine Wanderung durch den Ort und die Wälder in der näheren Umgebung.

Ich wundere mich zunächst, dass hier alle trotz des warmen Wetters in langen Hosen herumlaufen, doch bald verstehe ich warum: Es gibt einfach unglaublich viele Mücken in der Gegend. Auf freiem Feld geht es noch, doch im Wald werden wir ständig umlagert. Da hilft nur eines: Nicht stehenbleiben und sich mit Armen und Beinen möglichst permanent bewegen.

Im Wald stoßen wird bald auf die durch Zäune und Tore markierte Grenze. Diese sollen nicht Menschen aufhalten, sondern dem Schwarzwild einen Übertritt unmöglich machen, denn in Polen herrscht unter Wildschweinen die Afrikanische Schweinepest.

Zurück im Wohnmobil erleben wir dann doch noch so etwas wie einen Sonnenuntergang über dem Haff. An Tagen, wo sich der Himmel nicht komplett bewölkt gibt, sieht das sicher wunderschön aus.

Kaum ist die Sonne untergegangen und die Menschen in ihren Womos verschwunden, übernimmt auch schon der Fischreiher das Revier. Überall springen Fische aus dem Wasser, um sich Insekten zu schnappen, und wenn sie nicht aufpassen, werden sie dabei selbst zu Beute.

( MITI )