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In den Drevenacker Dünen

In den Drevenacker Dünen
Hünxe, 17. September 2020

Kiefernwald auf den bis zu vier Meter hohen Sanddünen im Naturschutzgebiet

Am Nordrand der Lippe war ich heute mit Doxi auf einer 13 km langen Wanderung in den Drevenacker Dünen zwischen Hünxe und Wesel unterwegs.

Das Landschafts- und Naturschutzgebiet ist weitgehend bewaldet und wird von zahlreichen Wander- und Reitwegen durchzogen. Binnendünen, die während der letzten Kaltzeit entstanden sind, prägen das Landschaftsbild. Sie erreichen eine Höhe von bis zu vier Metern und bestehen aus trockenem Sandboden mit geringem Lehm- und Tonanteil.

Aufgrund dieser Beschaffenheit kann der Boden nur wenig Wasser speichern und ist nährstoffarm. Im Baumbestand dominieren Kiefern und Eichen, die auf diesem Untergrund überleben können.

Es gibt in der Dünenlandschaft aber auch feuchte Senken, unter denen eine Lehmschicht den Abfluss von Regenwasser verhindert. Dadurch sind einige Heidemoore und Feuchtheiden entstanden.

Am Rande des Waldes befindet sich Haus Schwarzenstein, ein ehemaliger Rittersitz im Ortsteil Drevenack, der 1348 erstmals urkundlich erwähnt wurde.

Seit 1961 ist das Gut an den Rheinisch-Westfälischen Schleppjagdverein verpachtet, der hier vor allem im Herbst Jagden mit Pferden und Hunden trainiert und veranstaltet. Überall auf unserer Wanderung begegnen wir auf den Reitwegen Sprunghindernisse, an denen Reiter trainieren können.

Schon auf Weseler Gebiet laufen wir an dem großen Umspannwerk Niederrhein vorbei. Die imposante Anlage bildet einen wichtigen Kreuzungspunkt mehrerer Stromtrassen für die Versorgung des nördlichen Ruhrgebiets und des Niederrheins.

Zur Zeit wird der Anschluss der 380-kV-Leitung Wesel–Dörpen vorbereitet, mit der Strom von den Windkraftfeldern an der Nordsee nach Süden transportiert werden soll.

Gleich dahinter befindet sich die Lippe, die hier mit einer Seilfähre überquert werden kann. Ein wenig anstrengend aber sehr praktisch ist das, weil es in diesem Flußabschnitt nur wenige Brücken gibt. So wird eine Lücke im Fahrradnetz zwischen dem nördlichen Ruhrgebiet und dem westlichen Münsterland geschlossen.

( MITI )