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In der Altstadt von Marburg

Der Weg hinauf zum Landgrafenschloss führt über viele Stufen
Marburg, 13.04.2016

Der Weg hinauf zum Landgrafenschloss führt über viele Stufen

Tag
12
Wow, so viel altes Fachwerk und gleichzeitig so viele junge Menschen, so hatte ich mir Marburg, die alte Universitätsstadt, gar nicht vorgestellt. Wir stehen mit dem Wohnmobil mit Blick ins Grüne an den Lahnauen in unmittelbarer Nähe zur Lahn, nicht weit von der Oberstadt entfernt, die den historischen Kern von Marburg bildet.

Bei einem ausgedehnten Abendspaziergang erkunde ich mit Doxi die Oberstadt bis hinauf zum Landgrafenschloss am höchsten Punkt. Würden Autos und Menschen nicht auf die Jetztzeit verweisen, man könnte sich gleich wie im Mittelalter fühlen. Schön ist das hier.

( MITI )

Am schönen Edersee

Blick über den Edersee zum Schloss Waldeck
Waldeck, 12.04.2016

Blick über den Edersee zum Schloss Waldeck

Tag
12
Wir haben Thüringen verlassen und sind weiter gefahren in den Westen von Hessen, zum schönen Edersee, dem flächenmäßig zweitgrößten Stausee in Deutschland. Mit dem Wohnmobil stehen wir in wunderbar naturnaher Lage direkt an einem Fischteich in unmittelbarer Nähe zum Edersee.

Von hier aus unternehmen wir am Abend eine schöne Wanderung entlang des Sees zur 48 Meter hohen Staumauer. Gleich gegenüber liegt auf einer Anhöhe das Schloss Waldeck.

Am nächsten Morgen starten wir zu einer Wanderung in den Naturpark Kellerwald, der auf der Nordseite direkt an das südliche Ende des Sees grenzt. Unser Ziel ist der Peterskopf, wo EON auf 506 Meter ü.N.N: ein großes Pumpspeicherbecken betreibt, das ein Kraftwerk am Fuße des Berges antreibt.

Der Kellerwald ist ein beliebtes Ausflugsgebiet, aber an diesem Dienstagmorgen ist hier gar nichts los. Wir genießen die Wanderung durch die ausgedehnten Buchenwälder und wandern auf dem Rückweg am Seeufer entlang zu unserem Stellplatz zurück.

( MITI )

Wartburg und Drachenschlucht

Die Wartburg, UNESCO Weltkulturerbe am Nordrand des Thüringer Waldes
Eisenach, 11. April 2016

Die Wartburg, UNESCO Weltkulturerbe am Nordrand des Thüringer Waldes

Tag
11
Die Wartburg, auf der einst Martin Luther Zuflucht fand, ist heute eines der meist besuchten touristischen Ziele Deutschlands. Das UNSECO Weltkulturerbe war im Mittelalter der Stammsitz der Landgrafen von Thüringen.

Von der Eisenacher Altstadt erreicht man die Burganlage zu Fuß in rund 25 Minuten. Als Kind war ich das erste Mal dort, im Rahmen eines DDR-Besuchs bei unseren „Ost-Verwandten“ in Erfurt. Damals war die Burg zwar geschlossen, die Gaststätte unterhalb der Burg aber geöffnet. Bis heute erinnere ich mich an das große Glas Himbeer-Brause, das ich dort getrunken habe. So etwas kannte ich aus dem Westen nicht.

Vierzig Jahre später stehe ich wieder vor der Wartburg, und diesmal ist sie geöffnet. Früh am Morgen bin ich mit Doxi von unserem Stellplatz am Automuseum losmarschiert, um dem ganz großen Besucherandrang vorzukommen. Und tatsächlich sind wir fast die Ersten an diesem Morgen. Leider ist der Himmel bedeckt und das Licht für Fotoaufnahmen nicht so schön. Aber egal. Endlich auf der Wartburg!

Nach einem Rundgang durch die Burganlage geht es von dort auf eine 15 Km-Wanderung durch die angrenzenden Ausläufer des Thüringer Waldes. Wir steigen zunächst hinab zur „Sängerwiese“ unterhalb der Wartburg. Dann geht es weiter durch das Naturschutzgebiet „Wartburg – Hohe Sonne“ hinab in die Drachenschlucht, einem wirklich faszinierenden Ort.

Denn die drei Kilometer lange, von einem Bach durchflossene Schlucht verengt sich immer wieder so stark, dass der Bach mit Holzstegen oder Eisengittern überdacht werden musste, damit man als Fußgänger überhaupt weiterkommt. An der schmalsten Stelle ist der Durchgang nur 68 Zentimeter breit. Links und rechts erheben sich steile Felswände, die mit Moosen bewachsen sind und von denen es herabtropft. Unter den Füßen der tosende Bach. Doxi findet es ein wenig unheimlich, aber ich finde es ganz toll.

Wir folgen dem Bach und der Schlucht stetig aufwärts, bis wir am Ende den berühmten Rennsteig erreichen, der der Kammlinie des Thüringer Waldes folgt. Dem Rennsteig folgend gelangen wir nach einigen Kilometern wieder zur Sängerwiese und von dort über die Wartburg zurück nach Eisenach. Eine tolle Wanderung!

( MITI )

In der Altstadt von Eisenach

Der Marktplatz von Eisenach
Eisenach, 10.04.2016

Der Marktplatz von Eisenach mit dem Rathaus (rot). Links daneben das alte Stadtschloss.

Tag
10
Wir sind in Eisenach, der Stadt im Tal der Hörsel am Nordrand des Thüringer Waldes, in der Johann Sebastian Bach geboren und der legendäre Wartburg gefertigt wurde. Hier machen wir über Nacht Station, um am darauffolgenden Morgen zur Wartburg hinauf zu wandern. Doch zuvor unternehmen wir einen schönen Abendspaziergang durch die historische Altstadt, in der es eine Menge zu entdecken gibt.

Eisenach hat eine lange Tradition als Industriestandort. Im Jahre 1896 wurde hier die Fahrzeugfabrik Eisenach gegründet, die ab 1928 zu BMW gehörte und später zu DDR-Zeiten als Automobilwerk Eisenach (AWE) den Wartburg fertigte. Die Tradition des Automobilbaus wurde nach 1990 durch die Adam Opel AG fortgeführt. Die Werke der Automobilindustrie wie Opel und Bosch beschäftigen heute über 4.000 Mitarbeiter.

( MITI )

Rauf auf den Kickelhahn

Blick hinunter vom Kickelhahn auf die westlichen Randbezirke von Ilmenau
Ilmenau, 10.04.2016

Blick hinunter vom Kickelhahn auf den Ort Manebch, westlichen von Ilmenau

Tag
10
Heute bin ich mit Doxi auf den Kickelhahn gestiegen, den Hausberg von Ilmenau. Der bis zur Spitze komplett bewaldete Berg liegt am Nordrand des Thüringer Waldes. Er weist eine Höhe von 761 Meter u.N.N. auf und wurde vor allem durch verschiedene Aufenthalte Goethes bekannt, bei denen u.a. sein Gedicht „Wandrers Nachtliede“ (Über allen Gipfeln ist Ruh…) entstand. Goethe kratzte dieses Gedicht In die Holzwand einer Jagdhütte, die seither als „Goethehäuschen“  bekannt ist.

Auf dem Berggipfel befinden sich ein Aussichtsturm mit angeschlossener Gaststätte, ein Funkmast der Telekom, sowie die Fundamente einer alten Jagdhütte, die die Weimarer Hofgesellschaft zu Goethes Zeiten regelmäßig für ihre Jagden am Kickelhahn nutzte. Von der Hütte gingen drei überdachte, in den Waldboden eingelassene Gänge ab, an deren Ende jeweils ein oberirdischer Jagdstand errichtet war. So konnten die hohen Herrschaften unbemerkt vom Wild von der Hütte in eine gute Schussposition wechseln.

Eine weitere Sehenswürdigkeit am Kickelhahn ist der nordwestlich des Gipfels gelegene Felsen „Großer Hermannstein“, an dessen bergabwandter Seite eine natürliche Höhle Wanderern als Schutzraum dient. Dieser und andere Orte auf dem Kickelhahn sind heute über den „Goethe Wanderweg“ erschlossen, dem wir heute gefolgt sind.

( MITI )

Zwischenstopp in Arnstadt

Das Rathaus von Arnstadt am Marktplatz
Arnstadt, 10.04.2016

Das Rathaus von Arnstadt am Marktplatz

Tag
10
Ich bin auf dem Weg von Ilmenau am Nordrand des Thüringer Waldes zu Verwandten in Erfurt. Auf halber Strecke lege ich einen Zwischenstopp in Arnstadt ein. Bei herrlichem Sonntagswetter unternehme ich mit Doxi einen ausgedehnten Spaziergang durch den gut restaurierten historischen Stadtkern mit seiner teilweise erhaltenen Stadtmauer.

Arnstadt ist die älteste urkundlich erwähnte Stadt in Thüringen. Von hier stammen auch die ersten urkundlichen Erwähnungen der Thüringer Bratwurst (1404) und des deutschen Weizenbiers außerhalb Bayerns (1617). Darüber hinaus ist Arnstadt eine von fünf Bachstädten in Thüringen: Hier hatte Johann Sebastian Bach an der neuen Kirche seine erste Anstellung als Organist in den Jahren 1703 bis 1707.

( MITI )