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Senfsuppe in Doesburg

Senfsuppe in Doesburg
Doesburg, 28.09.2021

Blick über den Teich am Turfhaven zum Stadtzentrum von Doesburg

Tag
12
Die siebzehnte und letzte Station unserer Holland-Tour ist Doesburg an der Ijssel, gerade einmal 130 Km von unserem Zuhause entfernt.

Das 10.000-Einwohner-Städtchen mit seinem gut erhaltenen historischen Stadtkern ist in den Niederlanden weithin für seine Senfproduktion bekannt. Im prominenten Bierhaus am Markt wird eine Senfsuppe serviert, die für Besucher seit Jahrthunderten ein Muss ist.

Die Stadt kam durch den Handel und die Schifffahrt auf der IJssel im 15. Jahrhundert zu Wohlstand und trat 1447 der Hanse bei. Als die IJssel von niedrigen Wasserpegeln heimgesucht wurde und der Doesburger Flusshafen zu versanden begann, erlebte sie einen wirtschaftlichen Niedergang.

Die Stadt wird überragt von der Großen Martinikirche, die in ihrer Geschichte mehrmals durch Blitzeinschläge und Brände zerstört wurde. Im Jahre 1783 erhielt die Kirche deshalb als erste in den Niederlanden einen Blitzableiter.

Am Ende des Zweiten Weltkriegs war Doesburg heftig umkämpft. Deutsche Truppen zerstörten beim Rückzug im April 1945 unter anderem den Turm der Martinikirche aus dem 15. Jahrhundert. Später wurde er wieder originalgetreu aufgebaut.

Wir wollten eigentlich einen Tag in Doesburg bleiben und unsere Holland-Tour hier gemütlich abschließen. Aber der Womo-Stellplatz am Yachthafen gefällt uns nicht so gut. Also machen wir uns nach einer ausgiebigen Stadtbesichtigung auf den Heimweg.

( MITI )

Die Türen von Doesburg

Die Türen von Doesburg
Doesburg, 28. September 2021

Markante Doppeltür nahe der Martinikirche von Doesburg

Tag
12
Dies sind die letzten Türen, die ich auf unserer Womo-Tour durch die Niederlande im Herbst 2021 aufgenommen habe. Für meine Türensammlung war es eine sehr ergiebige Tour.

( MITI )

Zutphen bei Nacht

Zutphen bei Nacht
Zutphen, 27. September 2021

Blick von unserem Womo über die Vispoortgracht zum frühnächtlich erleuchteten Stadttor von Zutphen

Tag
11
Wir haben auf dieser Tour durch Nord-Holland so viele schöne historische Städte gesehen – aber nur bei Tage. Jetzt, zum Abschluss der Tour, haben wir endlich Mal einen Nachtspaziergang unternommen – durch Zutphen.

Und sofort wird klar, was wir da in Groningen, Leeuwarden, Kampen, Dokkum, Franeker, Deventer etc. verpasst haben. Aber meist waren wir abends von den vielen Aktivitäten des Tages eoinfach zu k.o oder wollten auf das abendliche Yoga nicht verzichten. Na, ja, man kann eben nicht alles haben.

( MITI )

Im Flüsterboot durch Zutphen

Im Flüsterboot durch Zutphen
Zutphen, 27. September 2021

Ablegestelle der Flüsterboote in der Molengracht am früheren Wassertor der Stadtbefestigung

Tag
11
Am Nachmittag unternehmen wir eine schöne Bootsfahrt durch die Grachten von Zutphen. Für nur 6 Euro geht es fast 90 Minuten mit einem elektrisch angetriebenen Holzboot unter ortskundiger Führung eines Fährmanns durch die Stadt.

Unterwegs erfahren wir viel über die Geschichte der Stadt und lokale Besonderheiten. So etwa, dass das Wasser der Grachten nicht aus der Ijssel stammt, sondern aus der Berkel, die aus dem Münsterland kommt und hier bei Zutphen in die Ijssel mündet.

Oder dass es am Rande des Zentrums schon im späten Mittelalter Sozialsiedlungen und Altersheime für die weniger Betuchten gab.

Berührend die Geschichte von einer versteckten Jüdin, die unter deutscher Besatzung eines natürlichen Todes starb, aber natürlich nicht offiziell von jemandem als tot gemeldet oder beigesetzt werden konnte.

Also setzte man die Tote auf ein Fahrrad und ließ sie in die Berkel gleiten. Für die Nazis sah es so aus, als sei die Dame Nachts heimlich in der Stadt unterwegs gewesen und in den Kanal gestürzt. So konnten man sie keinem Beschützer oder Unterschlupf zuordnen und diesen bestrafen.

Wir unterqueren viele Brücken und müssen teils ordentlich den Kopf einziehen, was immer wieder zur allgemeinen Erheiterung beiträgt. Als dann zum Ende der Tour noch Nieselregen einsetzt, spannen wir den Schirm auf und kuscheln uns im Boot eng aneinander. So wird es noch gemütlicher

( MITI )

Die Türen von Zutphen

Die Türen von Zutphen
Zutphen, 27. September 2021

Rote Türen sind eine Ausnahme in Zutphen, es dominieren Blau und Dunkelgrün

Tag
11
Zutphen an der Ijssel (gesprochen: Sütfen) hat mir wirklich ausgesprochen gut gefallen. Und auch die Ausbeute an schönen Haustüren und Portalen war beträchtlich. Hier meine Favoriten.

( MITI )

Bezauberndes Zutphen

Bezauberndes Zutphen
Zutphen, 27.09.2021

Blick über den Zaadmarkt zum Weinhausturm

Tag
11
16 Städte haben wir auf unserer Tour durch die Niederlande bislang besucht, und Zutphen (gespr. Sütfen) gehört eindeutig zu meinen Favoriten. Die 50.000-Einwohner-Stadt an der Ijssel hat einen ganz bezaubernden historischen Stadtkern, der von Wasserläufen eingegrenzt wird.

Zutphen war im Mittelalter Mitglied der Hanse. Am Rande der Stadt mündet der Fluss Berkel, der aus dem Münsterland gen Westen strömt, in die Ijssel.

Drei historische Türme überragen die Stadt: Der Turm der St.-Walburgis-Kirche, die mächtige Weinhausturm am Markt und der Drogenapsturm als früheres Stadttor.

Wir stehen auf dem kleinen Wonmobilstellplatz an der Vispoortgracht und haben über das Wasser einen wunderbaren Blick auf den Drogenapsturm. Bis ins Zentrum der Stadt sind es nur wenige Gehminuten.

Eine Besonderheit sind die zahlreichen „Hofjes“ aus dem späten Mittelalter, Hinterhöfe in karreeförmigen Wohnblocks, die als Gemeinschaftsgärten mit Obstbäumen und Spielplätzen dienen.

Die Menschen sind sehr freundlich hier und es herrscht ein entspanntes Flair. Bei den letzten Kommunalwahlen schnitten die Grünlinken der Niederlande als stärkste Partei ab. Ich finde, das passt.

( MITI )