Schlagwort-Archive: Mülheim

In den Sarn-Mintarder-Ruhrauen

In den Sarn-Mintarder-Ruhrauen
Essen, 27. April 2021

Landschaft an der Ruhr

Zwischen Mühlheim und Essen-Kettwig erstrecken sich entlang der Ruhr die Sarn-Mintarder-Ruhrauen. Das Schutzgebiet umfasst einen etwa 1.600 m langen Streifen Brachfläche am südlichen Ruhrufer. Dort waren Heike und ich heute bei herrlichem Sonnenschein unterwegs.

Ruhr ist in diesem Bereich bis kurz vor Kettwig schiffbar, doch außer den Ausflugsbooten der Weißen Flotte sind hier vor allem Ruderer, Paddler und kleine Motorboote unterwegs.

Gleich hinter dem Naturschtzgebiet befinden sich Feldflächen und einige prächtige Bauernhöfe. Mehrere Bäche, die von den Ruhrhängen herabströmen, münden hier in den Fluss.

Und als ikonisches Bauwerk überquert die mit 1.830 Meter längste deutsche Straßenbrücke aus Stahl in 65 Meter Höhe das Ruhrtal: Die Mintarder Ruhrtalbrücke.

Darauf verbindet die Autobahn 52 die Städte Düsseldorf und Essen. Von unten betrachtet ein wirklich beeindruckend hohes Bauwerk. das noch heute zu den wichtigsten Brückenbauprojekten Europas nach dem Zweiten Weltkrieg zählt.

( MITI )

Im Zentrum von Mülheim

Im Zentrum von Mülheim
Mülheim a.d. Ruhr, 14. April 2021

Historisches Rathaus von Mülheim a.d. Ruhr

Bei meiner Wanderung von Schloss zu Schloss in Mülheim a.d. Ruhr unternehme ich vom Schloss Broich aus einen Abstecher in das Stadtzentrum. Ich schaue mir die Stadthalle, das imposante Rathaus und die Reste der historischen Altstadt an.

Viel ist dort nicht zu sehen, nachdem die Stadt im Verlauf der Jahre 1943 und 1944 mehrfach zum Ziel von alliierten Luftangriffen wurde. Rund Zwei Drittel der Bausubstanz wurde dabei zerstört.

( MITI )

Mülheim: von Schloss zu Schloss

Mülheim: von Schloss zu Schloss
Mülheim a.d. Ruhr, 14. April 2021

Südseite von Schloss Styrum mit neobarocker Freitreppe

In Mülheim a.d. Ruhr gibt es zwei Schlösser, die ich mir heute auf einer ausgedehnten Wanderung durch das Stadtgebiet angeschaut habe.

Ich starte an der Rennbahn, übequere am Wasserkraftwerk Raffelberg die Ruhr und laufe ein Stück durch die grünen Ruhrauen. Dann geht es durch den Ruhrpark und den Ortsteil Styrum.

Ich überquere die Autobahn A40 just dort, wo ein brennender Tank-LKW im September 2020 zwei von fünf nebeneinander liegenden Eisenbahnbrücken soweit in Mitleidenschaft zog, dass diese abgerissen werden mussten.

Vorbei am Bahnhof Styrum geht es weiter in Richtung Ruhr zum Schlosspark Styrum. Der Park liegt in der Ruhrniederung am rechten Ufer des Flusses.

Im 11. Jahrhundert befand sich hier ein Oberhof des deutschen Königs Heinrich IV., der diesen „Stirhim“ genannten Besitz 1067 dem Reichsstift Kaiserswerth überließ.

Das Schloss war Wiege der Herrschaft Styrum und wurde später Stammsitz der Grafen von Limburg-Styrum. Seit November 1986 steht es unter Denkmalschutz und wurde anlässlich der Landesgartenschau MüGa 1992 von Grund auf renoviert.

Daneben befindet sich in einem pittoresken ehemaligen Wasserturm das Wassermuseum Aquarius und dahinter die Zentrale von Aldi Süd.

Auf einer ehemaligen Bahntrasse, die heute als Rad und Wanderweg dient, geht es von dort entlang der Ruhrauen und über die Ruhr in Richtung Innenstadt. Ich durchquere das Gelände der ehemaligen Landesgartenschau MüGa am Westufer der Ruhr und erreiche das Schloss Broich.

Mülheim: von Schloss zu Schloss

Prächtige Baumblüte im Schlosspark Styrum

Die seit 2020 komplett renovierte Anlage liegt an der historischen Ruhrfurt des alten Hellwegs. Sie gehört zu den ältesten erhaltenen Wehrbauten der späten Karolingerzeit nördlich der Alpen.

Von dort führt mich die Tour durch den Ortsteil Speldorf zurück zu meinem Startplatz an der Rennbahn. Auf halber Strecke werde ich in einer Grünanlage von einem freilaufenden Rottweiler-Rüden angegriffen. Seine Halter sind nirgendwo zu sehen.

Glücklicherweise habe ich den Angriff kommen sehen und kann ihn abwehren. Fast zwei Minuten stehen wir uns gegenüber. Ich schreie das Tier permanent an, um es in Schach zu halten. Der kärftige untersetzte Rüde steht unmittelbar vor mir, fletscht total aggressiv die Zähne, bellt, und weicht kein Stück zurück. Sicherlich wäre er auf mich losgegangen, wenn ich nicht eine gewisse Erfahrung im Einschüchtern von Hunden hätte.

Als er sich endlich von dannen macht, muss ich erst einmal durchatmen. Keine zweihundert Meter weiter treffe ich auf einen Spielplatz mit zwei Müttern und ihren Kindern. Ich warne diese vor dem Hund, worauf sich eine der beiden Frauen mit einem großen Stock bewaffent und die andere die Polizei ruft. Puh, was für ein Erlebnis.

( MITI )

Grünen Seiten von Mülheim

Grünen Seiten von Mülheim
Mülheim a.d. Ruhr, 13. April 2021

Blick vom „Aussichtsbalkon der Stadt Mülheim“ in das Ruhrtal

Auf einer wunderbar grünen Wanderung war ich heute rund um das Zentrum von Mülheim an der Ruhr unterwegs. Die 15 km lange Wanderung startet an der Schleuseninsel mit dem Wasserbahnhof und dem großen Ruhr-Wasserkraftwerk Kahlenberg.

Dahinter geht es über die Ruhrinsel und dann zum Leinpfad entlang der Ruhr. Ich steige hinauf zum Bismarckturm und zum Aussichtspunkt oberhalb der Ruhr mit herrlichem Blick in das Ruhrtal.

Durch den Kahlenbergswald laufe ich weiter zum Wittbusch mit seinem Tiergehege „Arche-Park“. Angrenzend passiere ich den Ruhrhöhenweg und laufe entlang des Hauptfriedhofs von Mülheim in das Forstbachtal.

Bald erreiche ich auf offener Fläche den höchsten Punkt der Stadt Mülheim. Von dort reicht der Blick in Richtung Nordwesten bis zu den großen Kraftwerken und Schloten der Stahlwerke bei Duisburg.

Von der Höhe steige ich in das schöne Naturschutzgebiet am Rumbachtal hinab. Ich folge dem Rumbach über mehrere Kilometer und erreiche am Talende die alte Walkmühle.

Weiter geht es unterhalb der B1 durch das Feuchtgebiet am Oppspring und dahinter durch eine Wohnsiedlung zur Freilichtbühne der Stadt Mülheim am Carlo-Wenzel-Park. Kurz darauf erreiche ich nach rund dreieinhalb Stunden wieder meinen Startpunkt an der Schleuseninsel.

So grün und naturnah hatte ich mir Mülheim gar nicht vorgestellt. Ich bin hin und weg von dieser perfekt geplanten Tour.

( MITI )

Von Mülheim um die Sechs-Seen-Platte

Von Mülheim um die Sechs-Seen-Platte
Saarner Mark, 6. Dezember 2017

Am Wildförstersee

Unsere heutige Wanderung führt uns in das Waldgebiet zwischen Mülheim und Duisburg, das von der Autobahn A3 durchschnitten wird. Wir starten an einer kleinen Waldsiedlung in der Saarner Mark mit dem schönen Straßennamen „Weidmannsheil“ und laufen durch den Steinder Forst in Richtung Westen.

An der Autobahnraststätte Entenfang überqueren wir die A3 und laufen durch den Alteichelskamp auf das große Bahnwerk am Rande von Duisburg zu. Hier werden Bahnschienen und Bahnschwellen in großer Menge gelagert und verladen.

Durch die Grindsmark laufen wir entlang das Haubachs nun auf die Sechs-Seenplatte zwischen den Duisburger Stadtteilen Groeenbaum und Wedau zu. Zunächst kommen wir an einem großen Nudisten-Campingplatz im Wald vorbei, dem „LBN Duisburg“.

Wir wandern am Haubachsee vorbei und umrunden gerade den Wildförstersee, als unter enormem Getöse ein Rettungshubschrauber über dem angrenzenden Böllertsee hereinschwebt und in tiefem Flug zwischen mehreren großen Gebäuden verschwindet. Später sehe ich, dass es sich dabei um die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Duisburg handelt.

Wir laufen weiter und kommen am Freibad Wolfssee vorbei, bevor wir in südwestlicher Richtung abdrehen. Über eine hochgezogene Fußgängerbrücke queren wir am Sportboothafen den Übergang zwischen dem Masurensee und dem Wolfssee und erreichen am Haltepunkt Duisburg-Entenfang die große Eisenbahn-Werkstatt der DB. In einer Art überdimensionalem Sandkasten erlernt dort gerade eine Gruppe künftiger Gleisbauer das Pflastern.

Wir wandern am großen Campingplatz „Entenfangsee“ vorbei und überqueren erneut die Autobahn A3, um wieder in die Saarner Mark zu gelangen. Entlang des Rottbachs laufen wir zu unserem Startpunkt zurück, den wir nach dreieinhalb Stunden und 15 Wanderkilometern wieder erreichen. Oft schon habe ich die Duisburger Seen auf der Karte gesehen. Jetzt waren wir endlich einmal dort.

( MITI )

Durch die Saarner Mark

Durch die Saarner Mark
Mülheim, 13. November 2017

Hinter dem Auberg geht es in die Saarner Mark

Heute waren wir auf einer langen Rundwanderung im waldreichen Gebiet zwischen Ratingen, Essen, Mülheim und Duisburg unterwegs. Die 21km lange Tour startet in Ratingen Breitscheid und führt zunächst in südöstlicher Richtung aus dem Ort hinaus und auf das Schloss Linnep zu.

Im Rückblick auf Breitscheid hebt sich eine rote Pyramide markant vom Horizont ab – es ist die katholische St. Christophorus Pfarrkirche.

Wir laufen durch schönen Buchenwald auf Ratingen-Hösel zu und kommen mitten im Wald am östlichen Funkfeuer des Flughafens Düsseldorfs vorbei.

In wenigen hundert Meter Höhe donnern nun die Flugzeuge im Anflug auf Düsseldorf über uns hinweg.

Nun drehen wir in nördlicher Richtung ab und erreichen nach einer Weile den Ruhrhöhenweg, der uns zum Mintarder Berg führt. Wir laufen parallel zum Ruhrhang in nordwestlicher Richtung und unterqueren die große Autobahnbrücke der A52 über das Ruhrtal.

Als nächstes steuern wir den Auberg an, der bereits zu Mühlheim gehört. Dann geht es in westlicher Richtung in die Saarner Mark hinein.

Bald drehen wir nach Südwesten ab und laufen oberhalb des Wambachtals auf einer kilometer langen Allee auf das Rottbachtal zu. Dahinter passieren wir den Golfclub Mülheim a.d. Ruhr.

Nun geht es in südwestlicher Richtung durch die Lintorfer Mark wieder auf Breitscheid zu, wo wir nach viereinhalb Stunden unseren Startpunkt erreichen. Eine lange Tour, gespickt mit vielen schönen Aussichten in den bunten Herbstwald und die sonnengetränkte Landschaft. Das hat richtig Spaß gemacht.

( MITI )