Bei den Rindernschen Kolken

Bei den Rindernschen Kolken
Rindern, 7. Oktober 2019

Blick in einen der unter Naturschutz stehenden Kolke bei Rindern

Auf der Suche nach ein wenig Sonne war ich heute mit Doxi am oberen Niederrhein bei Kleve unterwegs. Am Naturschutzgebiet Salmorth beim Dorf Schenkenschanz bildet der Rhein über mehrere Kilometer die Grenze zwischen Deutschland und den Niederlanden. Bei Rheinhochwassern werden diese Flächen regelmäßig überflutet, wodurch das umdeichte Dorf zu einer Insel wird, die nur noch per Boot erreichbar ist.

Wir starten im kleinen Ort Wardhausen an der Schleuse des Spoykanals. Der künstliche 8,5 km lange Kanal verbindet Kleve seit dem Mittelalter mit dem angrenzenden Griethauser Altrhein, der einen Zugang zu dem nur zwei Kilometer entfernten Rhein schafft.

Wir laufen auf dem Deich am Rande des Naturschutzgebietes in nördlicher Richtung bis zum Dorf Düffelhard. Von dort geht es weiter in westlicher Richtung weg vom Rhein und hinein in das Naturschutzgebiet “Düffel-Kellener Altrhein und Flussmarschen”.

Durch die fruchtbaren und landwirtschaftlich intensiv genutzten Flächen laufen wir in Richtung des Ortes Rindern mit seinen sogenannten “Rindernschen Kolken”.  Als eine Folge kleiner Seen, die nach Deichdurchbrüchen des Rheins im Mittelalter entstanden sind, ziehen sich diese Kolke wie ein Finger durch das südliche Deichhinterland von Salmorth.

Das Landschaftsbild wird von Kopfweiden und lang gezogenen Hecken geprägt. Die Grünflächen zwischen den Kolken werden von weißen Charolaisrindern und Pferden beweidet. Die NABU-Naturschutzstation Niederrhein betreut dieses artenreiche Gebiet und setzt sich u.a. für die Pflege der Kopfbäume und Hecken, die Entschlammung einzelner Kolke und eine Extensivierung des Grünlandes ein.

Als wir nach dreieinhalb Stunden und 14 Wanderkilometern wieder unseren Startpunkt am Spoykanal erreichen, hat sich die Sonne leider immer noch nicht eingestellt. Doch dafür haben wir eine sehr interessante Landschaft kennen gelernt.

( MITI )