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Heimatblick-Runde bei Alfter

Heimatblick-Runde bei Alfter
Alfter, 12. August 2018

Blick Richtung Siebengebirge. Davor Bonn und die Ausläufer des Kottenforst.

Traumhafte Fernblicke in die Kölner Bucht haben wir heute bei einer 19 km langen Wanderung durch die Ville genossen. Wir starten am Sportplatz oberhalb von Alfter und erreichen nach wenigen Kilometern das früher sehr beliebte, aber seit einigen Jahren geschlossene Ausflugslokal „Heimatblick“.

Von dort, am Ostrand der Ville,  blickt man gen Norden bis nach Köln und gen Süden bis nach Bonn und zum Siebengebirge.

Deutlich sind die Skylines der beiden Großstädte mit ihren markanten Gebäuden zu erkennen, darunter der Dom zu Köln, der Fernsehturm Colonius, der Post-Tower in Bonn und der Petersberg im Siebengebirge.  Leider lässt sich dieser tolle Ausblick mit dem Handy nur sehr bedingt einfangen.

Anschließend geht es durch die sehr abwechslungsreiche Landschaft der (Wald-) Ville. Streuobstwiesen wechseln sich mit Pferdekoppeln, Waldabschnitten und Feldflächen ab.

Überall recken sich uns am Wegesrand wilde Brombeersträucher entgegen, von denen wir uns ausgiebig bedienen. Herrlich ist das.

Nur für Doxi fehlen Bäche und Wasserflächen, weil der fruchtbare Boden auf dem Kamm der Ville alle Feuchtigkeit aufsagt. Doch wir haben genug Wasser dabei, damit auch sie nicht zu kurz kommt.

Fast fünfeinhalb Stunden sind wir auf diese Weise unterwegs. Die Tour ist lang und angesichts der sommerlichen Temperaturen durchaus anstrengend, aber wirklich sehr schön. Es hat sich gelohnt, dass wir früh aufgestanden und zu dieser Wanderung aufgebrochen sind.

( MITI )

Durch das Neandertal

Durch das Neandertal
Mettmann, 11. August 2018

Hier wurde er gefunden, der Neandertaler

Nach einer langen und anhaltenden Hitzeperiode ist heute der erste Tag mit erträglichen Temperaturen. Den wollen wir für eine entspannte Wanderung rund 35 km von unserem zu Hause entfernt nutzen. Auf dem Wanderweg A1 geht es durch das schöne Neandertal zwischen Mettmann und Erkrath-Hochdahl.

Wir starten auf dem Wanderparkplatz oberhalb der Winkelsmühle und laufen am Hitzberg hinunter in das lauschige Tal der Düssel. Nachdem wir dem Fluss ein Stück weit gefolgt sind, steigen wir hinauf zum Wildgehege für Auerochsen und Wisente.

Zwei urtümliche Wisente weiden direkt am Zaun. Ich versuche mich ihnen langsam zu nähern, doch der Bulle gibt mir unmissverständlich zu verstehen, dass Zweibeiner hier unerwünscht sind. Ist ja gut, Brauner.

Wir steigen wieder hinab in das Tal der Düssel und treffen kurz vor dem Neandertal-Museum auf die markierte Stelle, an dem der erste Urmensch im Jahre 1856 gefunden wurde. Nach der Fundstelle wurde die Gattung als Neandertaler bekannt.

Hinter dem futuristischen Museumsgebäude laufen wir in das Tal des Mettmanner Baches und folgen diesem durch schattigen Buchenwald über mehrere Kilometer in östlicher Richtung. Am Ortsrand von Mettmann drehen wir nach Süden ab und laufen durch Feldflächen auf die waldlose Hochebene bei Diepensiepen. Gut, dass der Himmel heute teilweise bewölkt ist, denn sobald sich die Sonne zeigt, wird es gleich wieder richtig warm.

Dahinter geht es wieder hinab in das Tal der Düssel, der wir bis zu unserem Startpunkt folgen. Nach knapp drei Stunden und 13 Wanderkilometern erreichen wir wieder unser Auto. Und wir sind ausnahmsweise einmal gar nicht so verschwitzt. Super!

( MITI )

Dreiburgenstadt Lüdinghausen

Dreiburgenstadt Lüdinghausen
Lüdinghausen, 23.07.2018

Alte Mühle an der Stever

Die letzte Station meiner kleinen Wochenend-Womo-Tour durch das westliche Münsterland ist Lüdinghausen im Kreis Coesfeld. Der Ort an der Stever und am Dortmund-Ems-Kanal bezeichnet sich selbst als „Deiburgenstadt“. Er liegt rund 20 km südwestlich von Münster und 30 km nördlich von Dortmund.

Am Rande der Innenstadt befinden sich die repräsentativen Wasserburgen Burg Vischering und Burg Lüdinghausen. Nicht mehr so richtig als Burg zu erkennen ist die Dritte im Bunde, die Burg Wolfsberg, die heute eher wie ein herkömmliches Stadthaus wirkt.

Besonders gut gefällt mir, dass es am Rande der Altstadt zwischen den Burgen so viel Grün und Wasser gibt. Neben den wirklich schönen Burgen entdecke ich bei meinem ausgiebigen Ortsspaziergang jedoch nur relativ wenig historische Bausubstanz. Ein Grund dafür ist der große Brand von 1832, bei dem die gesamte innere Stadt um den Markt und auch das Rathaus vollständig zerstört wurden.

Schon von weitem hebt sich der mächtige Westturm der Felizitas-Kirche deutlich von der Stadtkulisse ab. Der über 70 Meter hohe viereckige Turm hat vier Geschosse, wobei jedes Geschoss um ein Drittel kleiner ist, als das darunter liegende. Das unterste Geschoss mit dem großen Westfenster ist in den Kirchenraum mit einbezogen. Ein wirklich imposanter Bau für eine Stadt dieser Größe.

( MITI )

Im Rosengarten Seppenrade

Im Rosengarten Seppenrade
Seppenrade, 23.07.2018

Mehr als 24.000 Exemplare aus 600 Arten von Rosen wachsen im 20.000 m² großen Rosengarten in Seppenrade

Vier Kilometer außerhalb von Lüdinghausen liegt Seppenrade, eine kleine Gemeinde, die seit 1975 zu Lüdinghausen gehört. Zu einer gewissen Bekanntheit kam der Ort, als dort im Jahre 1895 die versteinerte Schale des größten bis dahin entdeckten Ammoniten gefunden wurde.

Der urtümlicher Kopffüßler hatte einen Durchmesser von fast 2 Metern und wird heute im LWL-Museum für Naturkunde in Münster ausgestellt.

Mittlerweile ist der Ort vor allem aufgrund eines von rund 100 Freiwilligen liebevoll angelegten Rosengartens ein beliebtes Ausflugsziel. Auf den Flächen einer ehemaligen Mülldeponie zeigt der fast 20.000 m² große Garten über 600 Rosensorten mit blumigen Namen wie „Lady Rose“, „Burgund“ oder „Sommermorgen“.

Das parkartige Gelände ist über ein 2,5 km l­anges Wegenetz erschlossen. Bei meinem Rundgang bekomme ich einen Eindruck von der Vielgestaltigkeit dieser „Königin unter den Pflanzen“. Von Bodendeckerrosen, über die klassischen Beetrosen, Strauch- und Kletterrosen bis zu den englischen Rosen, die mit doppelten Blütenkelchen und besonders großen Blüten auffallen, sind viele bekannte Arten im Rosengarten vertreten.

Ich bin schwer beeindruckt von diesem schönen Anblick und dem herrlichen Duft, der von vielen Blüten ausgeht. Dieser kleine Abstecher hat sich wirklich gelohnt.

( MITI )

Tour durch Bocholt

Tour durch Bocholt
Bocholt, 21.07.2018

Das historische Rathaus von 1618 im Stil der Niederländischen Renaissance am am Alter Markt von Bocholt

Wenn ich schon einmal in Bocholt bin, muss ich mir natürlich auch die Innenstadt anschauen. Da es für einen längeren Stadtspaziergang jetzt am Nachmittag zu warm ist, setze ich mich auf mein elektrisches Pferdchen und lasse mich gemütlich durch den Stadtkern chauffieren.

Bocholt ist die größte Stadt im Kreis Borken und nach Aachen die zweitgrößte deutsche Stadt an der deutsch-niederländischen Grenze. Der Name wird traditionell als „Buchenholz“ gedeutet.

Von Einheimischen wird die Stadt auf plattdeutsch „Bokelt“ genannt. Der Wahlspruch eingefleischter Bocholter lautet: „Nörgens bäter as in Bokelt“ (Nirgends besser als in Bocholt).

Die Industrialisierung begann Bocholt im Jahre 1852 mit der Aufstellung der ersten Dampfmaschine für eine Spinnerei.

Bis zur Jahrhundertwende wurden mehr als 100 Textilfirmen gegründet, die der Stadt einen großen Bevölkerungszuwachs und einen gewissen Wohlstand brachten. Von den Früchten dieser Entwicklung ist heute nur noch wenig zu sehen, da die Stadt am Ende des Zweiten Weltkriegs durch Luftangriffe zu 85 % zerstört wurde.

Trotzdem fallen mir im Stadtbild einige repräsentative Gebäude auf: das historische Rathaus am Markt, mehrere große Kirchen, der alte Wasserturm und das städtische Gymnasium gegenüber dem Amtsgericht. Da habe ich schon hässlichere Städte gesehen 🙂

( MITI )

Am Bocholter Aasee

Am Bocholter Aasee
Bocholt, 21. Juli 2018

Wasserfontäne am nördlichen Seerand

Nach unserer langen Wanderung bei Isselburg sind wir am frühen Nachmittag nach Bocholt weiter gefahren. Der große Womo-Park dort grenzt an das Freizeitgebiet rund um den beliebten Aasee.

Der künstlich angelegte See mit 32 ha Wasserfläche. lockt seit 1983 Badegäste, Segler, Surfer und Kanuten mit seiner ausgezeichneten Wasserqualität.

Überregional bekannt ist der See auch durch den seit 1987 jährlich stattfindenden Aasee-Triathlon. Darüber hinaus werden die angrenzenden Wiesen für zahlreiche weitere Veranstaltungen genutzt.

Mit dem Fahrrad drehe ich eine Runde um den See. Ich hatte erwartet, dass es dort an diesem heißen Samstag mitten im Sommer sehr voll sein würde. Doch das Gelände ist so groß, dass sich die vielen Besucher nicht zu sehr knubbeln.

Gefällt mir sehr gut, dieser See, und das gesamte Areal drumherum. Hier müssen wir auf jeden Fall irgendwann noch einmal hinkommen.

( MITI )