Tag 5Erfurt, Mühlhausen, Bad Langensalza, Gotha – überall in diesen thüringischen Städten sind mir prächtige historische Türen und Portale begegnet. Einflügelige und zweiflügelige, halbrunde und eckige, barocke, mittelalterliche und solche aus dem Biedermeier. Und die fotografiere ich ja alle so gerne. Ob es wirklich die „schönsten Türen von Thüringen“ sind, wie oben verkündet, weiß ich natürlich nicht. Aber mir haben sie auf jeden Fall sehr gut gefallen. Hier eine kleine Auswahl …
Hoftür für den Ein- und Auslass von Pferden und Gespannen
Das Frauentor – Eingang zur historischen Altstadt von Mühlhausen
Mühlhausen, 15. Mai 2018
Hier haben wir gestanden:
Stellplatz:
Parkplatz Blobach (kein offizieller SP)
Ort:
Mühlhausen
Adresse:
Johannisstraße 8
99974 Mühlhausen/Thüringen
Preis pro Nacht:
Tagesticket 3€, am Wochenende und Werktags von 17:00 bis 8:00 kostenlos / kein Strom verfügbar (Daten vom 15.05.2018)
Zusatzinfo:
Großer Parkplatz direkt am Zugang zur wunderschönen Altstadt. Womos stören dort nicht.
Tag 5Von Gotha sind wir am Morgen nach Mühlhausen weiter gefahren, unserer letzten Station in Thüringen auf dieser Reise. Im Mittelalter war Mühlhausen nach Erfurt die zweitmächtigste Stadt im Thüringer Raum.
Die Stadt ist bekannt für ihr reichhaltiges historisches Erbe. Hier wirkten Johann Sebastian Bach und Thomas Müntzer, der bedeutende Theologe, Agitator und Revolutionär in der Zeit des Bauernkrieges.
Im Gegensatz zu Luther stand Müntzer für die gewaltsame Befreiung der Bauern. Als Pfarrer an der Marienkirche von Mühlhausen versuchte er, seine Vorstellungen einer gerechten Gesellschaftsordnung umzusetzen: Privilegien wurden aufgehoben, Klöster aufgelöst, Räume für Obdachlose geschaffen, eine Armenspeisung eingerichtet.
Doch seine Bestrebungen, als Bauernführer verschiedene Thüringer Freibauern zu vereinigen, scheiterten. Nach der Schlacht bei Frankenhausen wurde er im Mai 1525 gefangen genommen, gefoltert, öffentlich enthauptet und aufgespießt. Zu DDR-Zeiten galt er deshalb als Held.
Stadtmauer mit Innerem Frauentor von Westen gesehen
Blick aus der Altstadt auf das Frauentor
Blick aus der Altstadt auf den Rabenturm
Bach-Denkmal vor der Doivi-Blasis-Krche
Divi-Blasii-Kirche, an der Bach wirkte
Turm der Marienkirche
Seitenanischt der Marienkirche
Portal der Marienkirche
Altstadtgasse
Verträumtes Lädchen in der Rathausgasse
Gedenktafel für Thomas Müntzer
Häuser am Brunnen auf dem IUntermarkt
Haus am Untermarkt
Brunnen am Untermarkt
Brunnen am Untermarkt
Brunnen am Untermarkt
Das Alte Rathaus
Das Alte Rathaus
Doxi tringt am Brunnen im Innenhof des Alten Rathaus
Philosophisches in einem Schaufenster
Jakobikirche,Sitz der Stadtbibliothek
Blumenanlage im Lindenbuhl
Das Kulturhistorische Museum vom Linenbuhl aus gesehen
Skulptur im Lindenubhl
Die Kilianikirche, Domizil der 3K-Theaterwerkstatt
Tag 4Nachdem wir den heißen Nachmittag in Gotha ausgesessen haben, starten wir nach 18:00 zu einer Abendrunde in Richtung des Galbergs nordwestlich von Gotha. Dort steht der 2009 errichtete Bürgerturm, ein 35 Meter hoher stählerner Aussichtsturm mit weitem Blick auf Gotha und in das Thüringer Land.
Wir laufen zunächst rund zwei Kilometer durch Gotha bis zum Ortsrand und dann stetig bergauf durch Buchenwald zum Galberg.
Bald passieren wir das beliebte Ausflugslokal „Berggarten“, dessen Biergarten an diesem lauen Frühlingsabend gut gefüllt ist. Und dann taucht auch schon der Bürgerturm auf einer Lichtung im Wald auf.
Ich leine Doxi unten am Turm an und steige die 158 Stufen der Wendeltreppe zur Spitze auf. Jede Stufe tragen die Namen ihrer Spender.
Oben erwartet mich ein fantastischer Rundblick. Die Aussicht reicht im Norden weit über das Thüringer Becken hinaus. Im Süden kann ich am Horizont den Kamm des Thüringer Waldes erkennen. Dieser Aufstieg hat sich auf jeden Fall gelohnt.
Übersichtskarte
Das Auflugslokal „Berggarten“
Doxi an einem Weiher im Wald
Da ist der Turm
Bick hinauf zur Sptze
Blick nach Süden Richtung Thüringer Wald
Blick nach Osten in Richtung Gotha
Windrose mit Entfernungsangaben auf der Turmspitze
Unmittelbar am Schlosspark und nahe der Altstadt. Offiziell nur drei Stellplätze, aber dort ist viel Platz für weitere Womos.
Tag 4Mit Erfurt habe ich die östlichste Station meiner aktuellen Womo-Tour erreicht. Jetzt arbeite ich mich langsam wieder nach Westen vor. Die nächste Station ist Gotha, rund 30 Kilometer westlich von Erfurt.
Die fünftgrößte Stadt des Freistaats Thüringen befindet sich im Westthüringer Berg- und Hügelland am Übergang zwischen dem Thüringer Becken und dem Einzugsgebiet des Thüringer Waldes. Sie war von 1640 bis 1825 Residenzstadt des Herzogtums Sachsen-Gotha-Altenburg und ab 1826 Haupt- und Residenzstadt des Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha.
Das herzogliche barocke Schloss Friedenstein dominiert bis heute das Stadtbild. Es ist der größte frühbarocke Feudalbau in Deutschland und verfügt über den ältesten Englischen Garten auf dem europäischen Kontinent. Am Schlosspark befinden sich das Winterpalais, das Prinzenpalais sowie das Herzogliche Museum.
In Gotha wurde im Jahre 1820 mit der Gothaer Versicherung auf Gegenseitigkeit das deutsche Versicherungswesen begründet. Und hier gründete sich 1875 die Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands, die heutige SPD. Ich befinde mich also an einem geschichtsträchtigen Ort.
Am Vormittag drehe ich mit Doxi bei prächtigem Wetter eine große Runde durch die Stadt. Wir laufen zunächst zum Schloss und von dort mit prächtigem Blick auf die Stadt und die sogenannte „Wasserkunst“ hinunter in die Altstadt zum Markt mit dem Alten Rathaus.
Über den alten Markt verlief die bedeutende mittelalterliche Handelsstraße Via Regia. Sie kreuzte in Gotha mit einer wichtigen Verbindung von Mühlhausen über Bad Langensalza nach Oberhof als Übergang über den Thüringer Wald. So wurde Gotha bereits frühzeitig zu einem wichtigen Marktplatz und Etappenstation auf diesen Handelswegen.
Wir schauen uns die zahlreichen gut erhaltenen Kauf- und Patrizierhäusern in der Altstadt an und laufen dann zur Orangerie mit ihrem schönen Park und den sich daran anschließenden englischen Landschaftsgarten. Eigentlich wollte ich heute noch weiter nach Mühlhausen fahren, aber es gefällt mir wirklich ausnehmend gut hier. Ich glaube, wir bleiben noch etwas in Gotha.
Übersichtsplan von Schloss und Schlosspark
Blick hinauf zum Schloss Friedenstein
Im Innenhof von Schloss Friedenstein
Eingang zum heutigen Scllossmuseum
Blick aus den Arkaden in den Innenhof (Exzerzierplatz)
Blick vom Schloss zum Herzoglichen Museum
Das Herzogliche Museum, Seitenansicht
Portal des Herzoglichen Museum
Blick vom Schloss hinunter zur Wasserkunst und zum Hauptmarkt mit dem Alten Rathaus
Oberste Etage der Wasserkunst
Denkmal für Herzog Ernst der Fromme
Mittlere Etage der Wasserkunst
Untere Etage der Wasserkunst
Häuser an der Wasserkunst
Das Alte Rathaus mit Turm, Ansicht aus Richtung des Schlosses
Das Alte Rathaus, Ansicht aus Richtung des Marktplatzes
Häuser am Marktplatz
Der Gothardusbrunnen
Häuser am Hauptmarkt
Brunnen auf dem Hauptmarkt
Margaritenkirche am Neumarkt
Chor der Margaretenkirche
Haus in der Altstadt
Denkmal für Ernst Wilhelm Arnoldi, dem Gründer der Gothaer Versicherung
Haus auf der Erfurter Straße
Portal des Prinzenpalais
Prinzenpalais, Seitenansicht
Eingangstor zur Oramgerie
Englischer Landschaftsgarten hinter dem Herzoglichen Museum
Blick hinauf zum Dom (links) und der St. Serveri Kirche (rechts)
Erfurt, 13. Mai 2018
Tag 2Von Bad Langensalza bin ich nach Erfurt weitergefahren, wo mich meine Verwandten väterlicherseits bereits erwarten. Mit ihnen verbringe ich ein schönes Wochenende in der thüringischen Landeshauptstadt. Wir erzählen viel, gehen spazieren und genießen das schöne Wetter in ihrer Gartenlaube. Ich werde mit köstlichem Spargel verwöhnt und Doxi mit ganz vielen Leckerchen.
Zwischendurch setzte ich mich auf mein Fahrrad und drehe eine große Runde durch die Stadt. Ich versuche, alle populären Sehenswürdigkeiten anzusteuern, den Dom, die Krämerbrücke, den Anger, die Zitadelle Petersberg und noch vieles mehr.
Da Erfurt im Zweiten Weltkrieg nur wenig zerstört wurde und nach der Wiedervereinigung viele Bundesmittel in die Stadt geflossen sind, herrscht an schönen und liebevoll wieder hergerichteten historischen Bauten kein Mangel.
Kein Wunder, dass die Stadt viele Touristen anzieht, denn es ist wirklich schön hier. Und die von mir sehr geschätzte Häkel-Guerilla war auch schon da, wo ich an verschiedenen Stellen in der Stadt beobachten kann.
Ich bekomme fast ein wenig Heimatgefühle, da mich meine Besuche hier zu DDR-Zeiten immer sehr beeindruckt und als Kind bzw. Jugendlicher auch in gewisser Weise geprägt haben. Schön ist das, mal wieder bei meinen Leuten zu sein, noch dazu bei diesem herrlichen Wetter. Schade, dass mein Vater nicht mehr erleben kann, wie schön seine alte Heimatstadt wieder geworden ist.
Blick von der Zitadelle Petersberg auf den Dom und den Domplatz
Blumenrondelll auf dem Domplatz
Skulptur auf dem Domplatz vor dem Dom (links) und der St. Serveri Kirche (rechts)
Domportal
Das ehemalige Stasi-Gebäude an der Andreasstraße, heute eine Bildungs- und Gedenkstätte
Graffiti mit Motiven aus der Wendezeit an der Stasi-Gedenkstätte in der Andreasstraße
Brunnen am Hermannsplatz mit Blick auf die Rückseite des Doms
Restaurants in historischem Ambiente am Domplatz
Heutige Hauptbibliothek am Domplatz
Prähtiger Erker eines Hauses am Domplatz
Tafel am Domplatz zum historishen Verlauf der mittelalterlichen Handelsstraße „Via Regia“
Der Brunnen am Wenigermarkt nahe der Krämerbrücke
Haus „Hierana“ am Wenigermarkt
Blick auf die Krämerbrücke vom Ufer der Gera
Auf der Krämerbrücke
Arbeit der Häkel-Guerilla auf der Krämerbrücke
Blick auf die Krämerbrücke von der Stadtseite
Historische Studentenburse an der Gera in der Nähe der Krämerbrücke
Das historische Rathaus am Fischmarkt
Häuser neben dem Rathaus am Fischmarkt
Die Skulptur „Römer“ am Fischmarkt
Thüringer Staatskanzlei am Hirschgarten
Portal der Staatskanzlei am Hirschgarten
Portal der Staatskanzlei am Hirschgarten
Luther-Denkmal vor der evangelischen Kaufmannskirche am Anger
Der „Neue Angerbrunnen“ vor dem ehemaligen Ursulinenkloster
Portal des Angermuseums
Das Angermuseum
Prächtiger Erker am Anger
Häuser am Anger
Prächtiges Haus am Anger
Wandplastik an einem Schuhgeschäft auf dem Anger
Der Angerbrunnen ggü. der kath. Kiche St. Wigbert
Turm der Paulskirche
Barockhaus ggü. der Predigerkirche
Historischer „Speicher“ in der Waagegasse
Haus „zum Mohrenkopf“
Haus „zum Stockfisch“ mit dem Stadtmuseum Erfurt
Schon wieder diese Häkelguerilla
Infotafel an der Zitadelle Petersberg
Blick auf die Verteidigungswälle der Zitadelle Petersberg
Kanone auf der Zitadelle Petersberg
Blick von de Zitadelle Petersberg auf die Altstadt
Historischer Briefkasten auf der Zitadelle Petersberg
Blick von der Zitadelle Petersberg zum Dom
Zwillingshäuser in der Puschkinstraße
Der Kaisersaal in der Futterstraße
Allerheiligenkirche in der Marktstraße
Alter Oper ,heute Spielsättte des Kabaretts Erfurter Puffbohne
Die Häkelguerilla treibt’s ganz schön bunt hier
Hausbemalung im DDR-Stil an der Nordhauser-Straße
Wandskulptur an einem Universitätsgebäude an der Nordhauser-Straße
Tag 1Am frühen Abend besuche ich das Arboretum von Bad Langensalza. In dem großen Garten wachsen zahlreiche einheimische und exotische Gehölze. Hier die schönsten Bilder.
Ehemalige Kirche am Arboretum
Infotafel am Arboretum
Gedenksäule im Arboretum
Diese Website benutzt Cookies. Wenn du die Website weiter nutzt, gehen wir von deinem Einverständnis aus.