Schlagwort-Archive: Westerwald2017

Bei Yoga Vidya im Westerwald

Bei Yoga Vidya im Westerwald
Oberlahr, 4.03.2017

Außenterrasse für die Yogaübungen bei gutem Wetter

Tag
1
Om Namah Shivaya. Für sechs Tage war ich mit dem Wohnmobil und Doxi im Seminarzentrum von Yoga Vidya im Westerwald. Als Individualgast konnte ich an den Mediationen, Yoga-Sitzungen und Satsangs teilnehmen und das reichhaltige vegane Buffet genießen.

Dazwischen blieb viel Zeit, um mit Doxi die schöne Umgebung im Grenzbachtal und an der Wied zu erkunden. Leider wurde ich während meines Aufenthalts krank, so dass ich weniger Yoga praktizieren konnte, als ich mir das eigentlich vorgestellt hatte.

Aber so ist das halt manchmal und mir ging es auch vor allem darum, das Zentrum im Westerwald kennenzulernen, nachdem ich bereits einmal bei einem anderen Zentrum im Teutoburger Wald war.

Das Haus liegt total idyllisch im Grenzbachtal, wo man außer dem Zwitschern der Vögel fast gar nichts hört. Der Grenzbach bildete über Jahrhunderte die politische und soziale Grenze zwischen den lokalen Zentren Neuwied und Altenberg. Am Talende mündet er in die Wied.

Heute weiden im Tal urige Rinder, die die Talwiesen vom Bewuchs durch Bäume und Sträucher freihalten. Sowohl der Wiedtalweg, als auch der Westerwaldsteig führen hier vorbei. Eine wirklich schöne Gegend und ideal geeignet für die innere Einkehr.

( MITI )

Im Dauerregen nach Oberlahr

Im Dauerregen nach Oberlahr
Oberlahr, 8. März 2017

Der Grenzbach überflutet das Tal

Tag
7
Ich bin weiterhin bei Yoga Vidya im Westerwald und praktiziere fleißig Yoga und Meditation. Eigentlich wollte ich nur zwei Tage bleiben, doch nun bin ich schon seit sechs Tagen im Yoga-Ashram. Und eigentlich möchte ich gar nicht mehr weg 🙂

Dabei ist das Wetter wirklich ekelhaft. Es regnet und regnet und regnet. Und weil ich Doxi dabeihabe, muss ich trotzdem mindestens zwei Mal am Tag raus. Also packe ich mich dick ein und laufe am Nachmittag mit Doxi im strömenden Regen durch das Grenzbachtal in Richtung Oberlahr.

Der Grenzbach hat in den letzten Tagen immer mehr Wasser aufgenommen und überflutet nun Teile des Talgrunds. Planmäßig verwandelt sich dieser dadurch in eine Auenlandschaft. Die Heckrinder im Tal stehen zwar noch einigermaßen trocken, doch die Fläche rund um ihre Futterstelle hat sich mittlerweile in knietiefen Matsch verwandelt. Die stoischen Wiederkäuer scheint das allerdings nicht sonderlich zu stören. Sind sie vielleicht gewohnt.

Auf dem Weg ins drei Kilometer entfernte Oberlahr begegnen uns immer wieder Zeugnisse des Bergbaus, der die Region vom Mittelalter bis in die Neuzeit geprägt hat: Ein aufgelassener Stollen, der heute von Fledermäusen als Winterquartier genutzt wird, alte Loren und zahlreiche Hinweistafeln mit Details aus der langen Bergbaugeschichte in dieser Gegend, die einstmals als “Lahrer Herrlichkeit” bekannt war. Interessant ist das.

( MITI )

Altenkirchen im Westerwald

Altenkirchen im Westerwald
Altenkirchen, 9.03.2017

Das Kreisständehaus in Altenkirchen

Tag
8
Nach sieben sehr intensiven Tagen bei Yoga Vidya im Grenzbachtal toure ich mit Doxi und dem Wohnmobil noch ein wenig durch den Westerwald. Unsere erste Station ist die Kreisstadt Altenkirchen, die am Ende des zweiten Weltkriegs durch Luftangriffe der Alliierten fast vollständig zerstört wurde. Die Stadt weist deshalb heute nur noch wenig historische Bausubstanz auf.

Altenkirchen befindet sich an der Einmündung des Erbachs in die direkt südlich der Kernstadt vorbeifließenden Wied. Wir begegnen dadurch wieder dem Wiedweg, dem wir schon im Grenzbachtal gefolgt sind. Die Stadt bietet einen kostenlosen Womo-Stellplatz am Bahnhof, hat aber touristisch nicht sehr viel zu bieten. Nach einem ausgedehnten Spaziergang durch die Innenstadt fahren wir deshalb weiter.

( MITI )

In der Altstadt von Hachenburg

In der Altstadt von Hachenburg
Hachenburg, 9.03.2017

Historische Häuser am Marktplatz von Hachenburg

Tag
9
Als echtes Kleinod entpuppt sich Hachenburg, die zweite Station auf unserer kleinen Tour durch den Westerwald. Anders als das nahegelegene Altenkirchen wurde Hachenburg durch den zweiten Weltkrieg weitgehend verschont und hat dadurch seine historische Bausubstanz erhalten können.

Das Stadtgebiet erstreckt sich zwischen den Flüssen Nister im Norden und Wied im Süden. Es wird gekrönt von der schön restaurierten Hachenburg, die seit den 1980er Jahren Sitz der Hochschule der Bundesbank ist.

Um den angrenzenden Marktplatz gruppieren sich zahlreiche historische Fachwerkhäuser. Am Rande der Altstadt befindet sich hinter dem Burgpark das Westerwälder Heimatmuseum, auf dessen Gelände mehrere typische Westerwald-Fachwerkhäuser aus verschiedenen Orten der Umgebung wiedererrichtet wurden.

Unterhalb der Burg gibt es einen kostenlosen Womo-Stellplatz, auf dem wir eine Nacht verbringen. Morgen soll es nach einer Woche Dauerregen zum ersten Mal wieder Sonne geben. Dann geht es mit unserer Tour weiter.

( MITI )

In der Kroppacher Schweiz

In der Kroppacher Schweiz
Limbach, 10.03.2017

In Limbach an der Nister

Tag
9
Ich bin in einem der beliebtesten Erholungsgebiete des Westerwalds eingetroffen: in der Kroppacher Schweiz zwischen Hachenburg, Altenkirchen und Wissen. Die Region liegt am unteren Lauf der Nister und trägt ihren ersten Namensteil nach dem Ort Kroppach, der über dem Nistertal thront. Der zweite Namensteil geht auf die charakteristischen Rippen und Felswände in der Gegend zurück.

Vom Ort Limbach aus unternehme ich mit Doxi am Morgen eine 13 KM-Wanderung entlang der Nister und über die Höhen des Westerwaldes. Zum ersten Mal seit einer Woche kommt die Sonne raus. Herrlich ist das! Richtig wohltuend.

( MITI )

Oh, diese süßen Galloways

Oh, diese süßen Galloways
Heimborn, 10. März 2017

Männliches Galloway-Hochlandrind

Tag
9
Hilfe, ich bin in eine Kuh verliebt. Okay, ganz so schlimm ist es vielleicht doch nicht, aber diese Galloway-Rinder, die uns heute im Westerwald begegnet sind, lassen einem wirklich das Herz aufgehen.

Ich musste eine ganze Weile freundlich rufen und auf mich aufmerksam machen, um die zotteligen Rindviecher heranzulocken. Aber dann waren sie ganz zutraulich und ließen sich gerne streicheln. Ich war dabei ganz vorsichtig, denn eine schnelle Kopfbewegung, und ihre spitzen Hörner werden zu einer gefährlichen Waffe, die einem mühelos den Arm aufschlitzen kann.

Auch Doxi war total neugierig auf die sympathischen Hochlandrinder, und das beruhte tatsächlich auf Gegenseitigkeit. Für einen Moment sah es so aus, als würden sich Doxi und die Chefin der kleinen Herde tatsächlich ein Küsschen geben. Doch dann blieb es bei einem ausgiebigen Beschnuppern. Eine wirklich ganz und gar bezaubernde Begegnung.

( MITI )