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An der Sengbachtalsperre

An der Sengbachtalsperre
Solingen, 31. Mai 2018

Sperrmauer der Sengbachtalsparre (Foto Michael Tettinger, Solingen | http://commons.wikimedia.org | Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE)

Heute ist Fronleichnahm und bei uns im Westen soll es wieder ein für den Monat Mai ungewöhnlich heißer Tag werden. Bereits früh am Morgen breche ich deshalb mit Doxi zu einer Wanderung ins Bergische Land auf. Unser Ziel: Die Sengbachtalsperre in einem abgeschiedenen Seitental der Wupper zwischen den Solinger Ortslagen Höhrath und Glüder.

Die von Wäldern umschlossene Talsperre zählt zu den ältesten deutschen Trinkwasserspeichern. Sie wurde zwischen 1900 und 1903 errichtet und versorgt die Bewohner der Stadt Solingen mit Trinkwasser. Bei den Einheimischen ist sie deshalb auch als „Solinger Talsperre“ bekannt.

Der Stausee ist zwischen 100 und 180 m breit und hat eine Längsausdehnung von ca. 2,4 km. Bei Vollstau werden darin rund 2,8 Mio. m³ Wasser gespeichert. Von der Gründungssohle ragt die Staumauer 43 m in die Höhe. Ihre Breite beträgt an der Sohle 36,6 m und an der 178 m langen Krone 5 m.

Als wir nach einstündiger Fahrt auf dem Wanderparkplatz am Waldrand oberhalb der Talsperre eintreffen, ist dieser bereits gut gefüllt. Offensichtlich waren wir nicht die einzigen, die die „Kühle“ des frühen Vormittags nutzen wollen. Neben Wanderern und  Spaziergängern mit ihren Hunden auf Morgenrunde sind sehr viele Mountainbiker unterwegs, wie sich bald herausstellt.

Wir laufen eine zehn Kilometer lange Runde um die Talsperre und queren dabei zahlreiche Bäche, die in die Talsperre münden. Die Luft im dichten Wald ist entsprechend feucht. An manchen Stellen kommt es mir fast wie im tropischen Regenwald vor. Immer wieder begegnen uns am Wegesrand kleine Kolonien von Fingerhüten mit ihren charakteristischen lilafarben Blüten. Ganz bezaubernd sieht das aus.

An einer Lichtung oberhalb des Stausees öffnet sich der Blick hinunter ins Tal der Wupper. Am Horizont erscheint Schloss Burg, wo wir bereits einige Male waren. Damit hatte ich gar nicht gerechnet. Da wir zügig unterwegs sind, haben wir die Tour schon nach zwei Stunden beendet.  Für unsere Verhältnisse eine sehr kurze, aber landschaftlich durchaus reizvolle Runde.

( MITI )

Durch die Ohligser Heide

Durch die Ohligser Heide
Solingen, 7. November 2017

Offene Heidefläche zwischen Hilden und Solingen

Ohligser Heide, dieser Begriff ist staugeplagten Autofahrern in NRW vor allem als Name einer Autobahnraststätte an der A3 bekannt. Tatsächlich verbirgt sich dahinter jedoch ein hübsches Naturschutzgebiet zwischen Hilden und Solingen, das von eben dieser Autobahn durchkreuzt wird.

Heute war ich mit Doxi auf einer zehn Kilometer langen Wanderung in diesem ehemaligen Heidegebiet unterwegs, das heute in Teilen bewaldet ist. Neben feuchten und trockenen Heideflächen begegnen uns offene Sandflächen, Eichen- und Birkenwälder und zahlreiche kleine Fließgewässer.

Mitten in der Ohligser Heide liegt der Engelsberger Hof, ein ehemaliges Gut, das heute ein beliebtes Ausflugslokal ist. Außerdem gibt es einen kleinen See, der an diesem windstillen und sonnenverwöhnten Novembertag ganz ruhig daliegt. Schön, dies einmal gesehen zu haben.

( MITI )

Am Balkhauser Kotten

Am Balkhauser Kotten
Leichlingen, 3. November 2017

Blick vom Pfaffenberg hinunter zur Wupper am Balkhauser Kotten

Heute sind wir sehr schön an der Wupper im Grenzgebiet zwischen Solingen und Leichlingen gewandert. Die Tour begann am Wanderparkplatz in Solingen-Glüder und führte uns zunächst in westlicher Richtung entlang des linken Wupper-Ufers durch Laub- und Nadelwald. Bald verließen wir den Uferpfad und stiegen hinauf auf die Wupperhöhen bis zum Pferdeland Leide. Dort begann unser Abstieg zurück zur Wupper und hinunter zum „Alten Zollhaus“ bei Wupperhof.

Durch flaches Gelände folgten wir anschließend der Wupper in südlicher Richtung und überquerten den Fluss auf der Hälfte der Wanderstrecke bei Rüdenstein. Nun ging es auf der anderen Flusseite in nordöstlicher Richtung zurück. Nach einigen Kilometern erreichten wir den Pfaffenberg und kamen am Balkhauser Kotten vorbei, einem von zwei weitgehend im Original erhaltenen Schleifkotten an der Wupper im Bereich der Stadt Solingen.

Der Kotten ist nach dem benachbarten Wohnplatz Balkhausen benannt. Ein Obergraben zweigt von einem Wehr ab und führt das Wasser dem unterschlächtigen Wasserrad zu. Darüber werden die Schleifsteine und Polierscheiben im Inneren des Kottens angetrieben. Das Bauwerk wird heute als Industrie- und Schleifermuseum genutzt und ist eines der bekanntesten Wahrzeichen von Solingen.

Nun ging es in einem Schlussanstieg hinauf auf den Pfaffenberg und von dort wieder hinunter nach Glüder, wo wir nach 13 Wanderkilometern und 500 Höhenmetern unseren Start- und Zielpunkt erreichten. Dort mussten wir erst einmal unsere Wanderschuhe ausschlagen, denn vor allem im ersten Teil der Tour waren viele Wege durch Pferdeberitt stark vermatscht. Doch das gehört beim Wandern in Herbst und Winter wohl einfach dazu. Kein Problem 🙂

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In der Altstadt von Gräfrath

In der Altstadt von Gräfrath
Solingen, 29.07.2017

Gasse hinunter zum Marktplatz

Nach unserer Wanderung östlich von Gräfrath besuchen wir noch die hübsche historische Altstadt des Ortes, der durch das im 12. Jahrhundert gegründete Augustinerinnenkloster lange Zeit zu den bedeutendsten Städten im Bergischen Land zählte.

In den ehemaligen Klostergebäuden ist heute das Deutsche Klingenmuseum untergebracht, das über die große Bedeutung der Region für die Produktion von Messern, Scheren und Klingen informiert. Grundlage dafür waren die vielen, teils steil abfließenden Bäche in der Umgebung, an denen seit dem Mittelalter zahlreiche Schleifkotten betrieben wurden.

Mit seiner gut erhaltenen Altstadt um den Marktplatz am Fuße der Klosterkirche zählt Gräfrath zu den ausgewählten 56 historischen Stadtkernen Nordrhein-Westfalens. Die schieferverkleideten Fachwerkhäuser mit den charakteristischen grünen Fensterläden stammen zu großen Teilen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Dazwischen mischen sich einige Gründerzeitvillen und Amtsbauten im klassizistischen Stil. Ein wirklich ganz hübscher Ort.

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Am Nordwestrand des „Bergischen“

Am Nordwestrand des „Bergischen“
Solingen, 29. Juli 2017

Hübsch anzusehen, aber für einheimlische Pflanzenarten eine Gefahr: Das drüsige Springkraut, früher auch „Bauernorchidee“ genannt, stammt eigentlich vom indischen Subkontinent

Östlich von Düsseldorf, zwischen Hahn und Solingen, geht die Rheinische Tiefebene in das höher gelegene Hügelland über. An dieser markanten Grenzlinie treffen das Rheinland, das Bergische Land und das Ruhrgebiet aufeinander. Dort, ganz im Nordwesten des „Bergischen“ liegt Solingen-Gräfrath, wo ich heute mit Doxi der Tour 3 aus dem Rother Wanderführer „Bergisches Land“ gefolgt bin.

Auf der 11 km langen Wanderung liefen wir östlich von Gräfrath durch schönen Wald und durch wasserreiche Täler im Klosterbusch, dem Grenzgebiet zu Wuppertal. An einigen Stellen konnten wir zwischen den Bäumen die blau schimmernde Wupper im Tal dahinfließen sehen. Auf den Höhen ging der Blick über das Wuppertal hinweg bis nach Solingen, Cronenberg und Remscheid. Hier waren entlang der Felder auch schon die ersten Brombeeren reif. Hmmmm, lecker ….

Eine kurze, aber schöne Tour mit immerhin 300 Höhenmetern. Bei uns im flachen Rheinland wäre das nicht möglich 🙂

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Rund um die Müngstener Brücke

Ausstellungsstück an der Kunstschmiede neben der Müngstener Brücke
Müngsten, 24. Juli 2016

Ausstellungsstück an der Kunstschmiede neben der Müngstener Brücke

Heute habe ich mit Doxi eine sehr schöne 14 KM-Wanderung zwischen Remscheid und Solingen unternommen. Unser Ausgangspunkt: Die berühmte stählerne Eisenbahnbrücke bei Müngster, die das Tal der Wupper in 107 m Höhe überspannt.

Viele Jahre konnte sich die Müngstener Brücke mit dem Titel „höchste Eisenbahnbrücke der Welt“ schmücken. Als sie im Jahre 1897 eröffnet wurde, stellte sie eine bedeutende und vielfach bewunderte Ingenieursleistung dar, die auf zahllosen Postkartenmotiven festgehalten wurde. Auch der deutsche Kaiser Wilhelm II beehrte das Bauwerk durch einen Besuch im Jahr 1899.

Heute ist der 2006 eröffnete Brückenpark unterhalb der Brücke ein beliebtes Ausflugsziel. Hauptattraktion ist die handbetriebene Schwebefähre, mit der Fußgänger und Fahrradfahrer die Flussseite wechseln können. Außerdem gibt es eine Reihe stählerner Plattformen, auf denen themenspezifische Rätsel und deren Lösungen zu lesen oder zu hören sind.

Wir wandern oberhalb des Brückenparks parallel zur Wupper, verlassen bald den Wald, passieren eine Rehzucht, kreuzen die Burger Landstraße und laufen dann wieder durch den Wald zur alten Betramsmühle. Dort stoßen wir auf den hübschen Bertramsmühler Bach, dem wir bis zur Wupper folgen. Entlang der Wupper geht es dann nach Solingen-Burg, wo wir bereits aus der Ferne Schloss Burg oberhalb des Ortes sehen. Entlang der Wupper laufen wir von dort wieder zurück zur Müngstener Brücke.

Viel Wasser, viel Wald, dazu die beeindruckende Brücke – kein Wunder, dass hier an diesem Sonntagvormittag viele Menschen unterwegs sind. Sehr nett alles.

( MITI )

Schloss Burg an der Wupper

Schloss Burg an der Wupper (Foto Frank Stursberg)
Burg, 26. Februar 2016

Schloss Burg an der Wupper (Foto Frank Stursberg | http://commons.wikimedia.org | Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE)

Heute habe ich mit Doxi die größte wiederhergestellte Burganlage Nordrhein-Westfalens in Burg an der Wupper, einem Stadtteil von Solingen, besucht. Die im 12. Jahrhundert erbaute Residenz der Herzöge von Berg (Herrscher über das „Bergisches Land“) wurde im Dreißigjährigen Krieg zu großen Teilen zerstört und zwischen 1890 und 1914 historisierend wiederaufgebaut.

Seither ist Schloss Burg ein beliebtes touristisches Ausflugsziel mit Seilbahn und zahlreichen Ausflugslokalen. An diesem kalten Februarmorgen sind wir allerdings die einzigen Besucher und können dadurch ungestört Fotos machen.

( MITI )