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Verborgene Pfade im Siebengebirge

Blick hinauf zur Burg Drachenfels. Davor der verlassene Burghof.

Am Drachenfels im Siebengebirge bei Königswinter ist immer eine Menge los. Deshalb haben wir für unsere heutige Wanderung eine Tour mit dem verheißungsvollen Titel „Auf verborgenen Pfaden durchs Siebengebirge“ gewählt. Wir hoffen, so den ganz großen Touristenströmen aus dem Weg zu gehen. Doch zunächst starten wir ganz konventionell an der Talstation der Drachenfelsbahn.

Wir folgen einem schmalen und steilen Asphaltweg hinauf zum Lemmerzbad. Dann passieren wir die Nibelungenhalle und kommen bald durch einen schönen Hohlweg zum mittlerweile verlassenen Burghof. Von dort haben wir einen feinen Blick hinauf zur Burgruine Drachenfels, hinüber zum Schloss Drachenburg und über den Rhein hinweg hinunter nach Bonn.

Die Burgruine Drachenfels ist der verbliebene Rest einer Höhenburg, die 1138 vom Kölner Erzbischof Arnold I. am strategisch wichtigen Übergang vom Siebengebirge zur Kölner Bucht errichtet wurde. Die Burg und der Drachenfels unter ihr bestehen aus wertvollem Trachyt, der im Mittelalter vor allem für den Bau von Kirchen verwendet wurde. So bestand die ursprüngliche Außenfassade des Kölner Doms komplett aus Drachenfelser Trachyt.

Schloss Drachenburg ist ein schlossartiges Anwesen unterhalb der Burg Drachenfels, das zwischen 1882 bis 1884 im historisierenden Stil der Neogotik und Neorenaissance errichtet wurde. Bauherr war der Börsenmakler und spätere Baron Stephan von Sarter, der jedoch nie in dem Schloss wohnte.

Wir nehmen den steilen Weg am Mammutbaum vorbei in Richtung Wolkenburg und biegen kurz vor dem Ausflugslokal „Milchhäuschen“ nach rechts in eine schmale Serpentine Richtung Rhöndorf ab. Durch schönen Buchenwald gelangen wir zur Schutzhütte am Kuckuckstein mit einem tollen Blick durch den Wald hinunter zum Rhein. Weiter geht es zur Jungfernhardt und dann zum Geisberg mit Ausblick auf den Drachenfels und die Löwenburg hoch über dem Rhein.

Wer passieren das Milchhäuschen und biegen in einen steilen und rutschigen Pfad ein, der uns an den Höhleneingängen zu den Ofenkaulen vorbei führt. In den heute verschlossenen Stollen wurde ab dem späten Mittelalter Trachyttuff abgebaut, der für die Auskleidung von Backöfen unverzichtbar war. Am Ende des Zweiten Weltkrieges mussten Zwangsarbeiter in den bombensicheren Stollen unter entsetzlichen Bedingungen Rüstungsgüter für die Wehrmacht herstellen. Heute werden die Stollen von Fledermäusen bewohnt.

Wir wandern weiter abwärts bis zur Auffahrt zum Petersberg. Dort nehmen wir den Waldweg in Richtung Königswinter. Dieser mündet in den Bittweg zum Kloster Heisterbach mit zahlreichen steinernen Wegkreuzen.

Dieser Weg führt uns schließlich zurück nach Königswinter und zu unserem Ausgangspunkt, wo wir nach vier Stunden, elf Wanderkilometern und 500 Höhenmetern wieder eintreffen. Die Tour hat gehalten, was ihre Name verspricht. An einigen Stellen haben wir viel genutzte Wege gekreuzt, aber dazwischen waren wir immer wieder fast alleine auf naturnahen Pfaden unterwegs. Vielen Dank an den Autor der Tour Christian Kotterba alias „Topograf“.

( MITI / )

Über drei Berge im Siebengebirge

Blick ins Siegburger Land

Blick vom Ölberg nach Osten ins Siegburger Land

Wieder ein schöner Tag, wieder bin ich mit Doxi im Siebengebirge bei Bonn unterwegs. Wir starten an dem beliebten Wanderparkplatz auf der Margarethenhöhe und steigen zunächst auf den Ölberg, die höchste Erhebung im Siebengebirge. Auf dem Weg dorthin passieren wir eine pittoresk angebrochene Basaltwand mit einem malerischen Teich davor. Wenige Meter daneben der Ausblickpunkt  „Dittmanns-Ruh“, der einen tiefen Blick Richtung Osten in das Siegburger Land bietet.

Hier im hoch gelegenen Teil des Siebengebirges liegt noch überall Schnee, die Wege sind vereist und wahnsinnig glatt, was die Tour an diesem Tag zu einer echten Herausforderung macht. Wir wandern den Ölberg hinab durch den „Wasserfall“ bis zur Brücke über die vielbefahrene Landstraße. Dann wenden wir uns in Richtung der Ruine Löwenburg.

Vorbei am Ausblickspunkt „Löwenburgblick“ erreichen wir das beliebte Ausflugslokal „Löwenburger Hof“. Gleich dahinter beginnt der Aufstieg zur Ruine Löwenburg, die einen grandiosen Fernblick auf den Rhein, das gegenüberliegende Ufer und das Siebengebirge gebietet. Leider sind mittlerweile Wolken aufgezogen und der Weg wirklich schwierig.  Auf dem Rückweg zum Startpunkt erreichen wir den „Lohrberg“, der wiederum einen schönen Ausblick in das Siebengebirge bietet.

Als wir nach 12 Kilometern Wegstrecke wieder unser Auto erreichen, sind wir doch etwas k.o. Gar nicht so sehr wegen der Streckenlänge und der 500 Höhenmeter, sondern weil wir so viel auf gefrorerem Untergrund balanciert sind. Das hat uns ordentlich Konzentration abverlangt. Und den vielen anderen Wanderern an diesem Tag auch, wie wir immer wieder beobachten konnten. Kommen wir besser noch mal wieder, wenn der Frühlung Einzug gehalten hat.

( MITI / )

Zwischen Winter und Frühling

Blick von der nördlichsten Weinbergen Deutschlands auf Bonn

Blick von der nördlichsten Weinbergen Deutschlands auf Königwinter (vorn) und Bonn (hinten)

Bei herrlichem Sonnenschein bin ich heute mit Doxi, meinem Freund Manfred und seinem Hund Jimy, durchs Siebengebirge gewandert. An den Westhängen auf der Rheinseite hatten wir einen herrlichem Fernblick auf Bonn. Dort war in der Mittagssonne bereits ein Hauch von Frühling spürbar, oben im Wald dagegen lag noch Schnee. Ein wunderbarer Kontrast.

Vom Wanderparkplatz beim Ort Vinxel ging es auf der 12 Km-Runde zunächst durch die nördlichsten Weinberge Deutschlands zum Kloster Heisterbach. Anschließend durch den Wald weiter zu den markanten Felsformationen am Stenzelberg, wo fast hundert Jahre lang Stein abgebaut wurde. Über die Kassler Heide und am Ort Heisterbacherrott vobei führte uns der Weg dann wieder zum Ausgangspunkt zurück.

Die beiden Hunde hatten unterwegs viel Spaß und wir haben die Wanderung, das Wetter und die vielen schönen Fernblicke auch genossen.

( MITI / )