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Sauerländer Seen und Gipfel

Sauerländer Seen und Gipfel
Hochsauerland, 9. Mai 2018

Bei uns am Niederrhein sind die Löwnzähne bereits verblüht, hier auf 500 Metern Höhe läuft die Blüte noch

Eine Woche war ich bei schönstem Frühlingswetter im Sauerland unterwegs. Von den fünf großen Stauseen der Region habe ich vier besucht: Den Möhnesee, den Sorpesee, den Hennesee und den Diemelsee. Nur den Biggesee habe ich ausgelassen.

Darüber hinaus war ich auf verschiedenen Gipfeln des Hochsauerlandes, darunter der Kahle Asten bei Winterberg und der Vogelsberg bei Meschede. Mehr als 160 Kilometer habe ich in der Region wandernd zurück gelegt und viel schöne Natur erlebt.

Hier haben wir haben bei dieser Tour mit dem Wohnmobil gestanden:

OrtBezeichnungAnfahrtPreisSt
Delecke / Möhnesee
Sauerländer Seen und GipfelEiner meiner Lieblinge. Terrassierte Stellplätze unmittelbar am See mit tollem Ausblick. Strom, Wasser, Dusche und V/E im Preis inklusive. Zahlreiche Freizeitmöglichkeiten: Wandern, Radfahren, Schwimmen, Paddeln.
Stellplatz Strandbad DeleckeLinkstraße 20
59519 Möhnesee / Delecke
Sauerländer Seen und Gipfel15€ (Sommferferien 20€)Sauerländer Seen und GipfelStrom verfügbar
Heringhausen
Sauerländer Seen und GipfelTerrassierter großer Schotterparkplatz für PKW und Womo unmittelbar am See. Ruhig und naturnah. Keine Infrastruktur.
Stellplatz Hohes RadHohes Rad
34519 Diemelsee
5€
Meschede
Sauerländer Seen und GipfelÖffentlicher PKW-Parkplatz am Zugang zum See und zu den Fahrgastschiffen.
Parkplatz am Hennesee Sauerländer Seen und Gipfelkein offizizeller StellplatzBerghausen 14
59872 Meschede
0€
Winterberg
Sauerländer Seen und GipfelParkplatz für Busse und PKW direkt am Astenturm mit tollem Fernblick über die Gipfel des Sauerlands. Tagesparkticket 4€. Parken von 18:00 bis 8:00 kostenlos. Herrliche Wanderwege in alle Richtungen.
Parkplatz auf dem Kahlen AstenAstenturm 1
59955 Winterberg
4€
( MITI )

Rundtour über das Dach des Sauerlandes

Rundtour über das Dach des Sauerlandes
Winterberg, 9. Mai 2018

Abendblick vom Gipfel des Kahlen Asten über das Hochsauerland

Oben auf den Kahlen Asten treffen sich viele Wanderwege. Wenn man von dort loswandern möchte, hat man deshalb die Qual der Wahl. Ich entscheide mich für eine zwölf Kilometer lange Tour mit dem schönen Titel „Rundtour über das Dach des Sauerlandes“. Die will ich mit Doxi heute als Abendrunde laufen.

Am Astenturm vorbei geht es zunächst zu der rund dreihundert Meter enfernten Quelle der Lenne, wo Doxi erst einmal die Qualität des Quellwassers testet. Dort ensprint der Fluss auf einer Höhe von 830 Meter ü.N.N., um nach 130 Kilometern bei Hagen an der Hohensyburg in die Ruhr zu münden.

Dann laufen wir bergab und folgen ein Stück dem Rothaarsteig bis zum Hotel Astenrose auf freier Fläche am Ortsrand von Neuastenberg. Weiter bergab geht es durch die hübsche kleine Siedlung Lenneplätze. Dahinter erreichen wir den Wald und laufen in westlicher Richtung entlang des munter plätschernden Baches Balzsiepen hinunter ins Lennetal.

Als nächstes führt uns die Tour ein Stück parallel zur Lenne bergauf. Wir umrunden die Westseite des Berges „Hinterster Hoher Knochen“ und kommen zur Westflanke des Kahlen Asten und zum Skigebiet „Sahnehang“. Dann laufen wir am Ostrand von Altastenberg entlang in nördlicher Richtung ein Stück auf dem Hochsauerland-Kammweg.

Am Ortsende drehen wir in östlicher Richtung ab und laufen über den Wanderweg „Winterberger Hochtour“ hinab ins romantische Bachtal der Renau. In dem Feuchtgebiet links und rechts das Baches blühen jetzt viele Wasserpflanzen. Auf Holzstegen über dem feuchten Untergrund folgen wir dem Lauf der Renau und bald bergauf zu ihrer Quelle am Fuße des Kahlen Astens.

Dort beginnt am Nordhang unser Weideraufstieg auf den Gipfel, der uns durch die geschützten Heideflächen nördlich und westlich des Gipfels führt. Nach rund drei Stunden treffen wir kurz nach 20:00 wieder oben auf die Spitze des Kahlen Astens ein. Die meisten Besucher haben zu dieser Uhrzeit den Gipfel bereits wieder verlassen, so dass wir auf einer Bank ungestört den Sonnenuntergang über dem Gipfelpanorama des Hochsauerlands genießen können. Ein wunderschöner Tag auf dem Kahlen Asten geht damit langsam zu Ende.

( MITI )

Rund um Winterberg

Rund um Winterberg
Winterberg, 9. Mai 2018

Blick von der St.-Georg-Schanze auf Winterberg

Als erste Wanderung von unserem Stellplatz auf dem Kaheln Asten habe ich eine Tour nach Winterberg herau sgesucht, international bekannt als Austragungsort von Weltcuprennen des Bob- und Rennrodelsports sowie als Wintersportort. Winterberg liegt im Nordosten des Rothaargebirges im Hochsauerland auf der Winterberger Hochfläche und weist durch die Höhenlage überdurchschnittlich viele Schneetage im Jahr auf.

Ich hatte angenommen, dass hier nur im Winter touristisch sehr viel los sei, aber auch jetzt im Frühjahr sind die Straßen, Plätze und Cafes gut gefüllt. Viele Holländer sind unterwegs und nicht wenige Schilder an Geschäften und Plätzen sind in Deutsch und in Niederländisch gehalten.

Wir laufen zunächst hinunter in den Ort und drehen dort eine Runde durch das Zentrum, bevor es über ein Teilstück des Rothaarsteigs zurück zum Gipfel des Kahlen Astens geht. Überall entlang des Weges begegnen uns Lifte und Wintersportstätten wie das Biathlon-Station, die Skisprungschanze oder die Bob-/Rodelbahn.

Fast vier Stunden sind wir so in der starken Frühlingssonne unterwegs. Die Tour ist landschaftlich nicht übermäßig reizvoll, vermittelt aber einen sehr schönen Eindruck von der Stadt Winterberg und ihrer Fokussierung auf den Skisport. Sehr interessant das alles einmal zu erleben.

( MITI )

Auf dem Kahlen Asten

Auf dem Kahlen Asten
Winterberg, 9.05.2018

Hotel-Restaurant und Astenturm auf dem Gipfel des Kahlen Asten

Wir sind auf dem Kahlen Asten angekommen, dem mit 841,9 Meter ü.N.N. „höchsten Berg in NRW“, wie er oft genannt wird (obwohl der zehn Kilometer entfernte Langenberg tatsächlich noch anderthalb Meter weiter in den Himmel ragt). Der Gipfel des Kahlen Asten erhebt sich 3 km südwestlich der Innenstadt von Winterberg zwischen den Ortsteilen Altastenberg Neuastenberg und Lenneplätze.

Da wir früh dran sind, können wir uns den Parkplatz am Gipfel aussuchen. Wir wählen eine Position mit wunderbarem Fernblick über die Gipfel des Rothaargebirges. und bleiben so einen ganzen Tag und eine Nacht stehen.

Der Kahle Asten ist Standort einer Wetterwarte und des Astenturms mit angegliedertem Hotel-Restaurant.  Über den Gipfel verläuft die Rhein-Weser-Wasserscheide. Nahe des Gipfels liegt die Lennequelle auf einer Höhe von 825 Meter. Ihr Wasser fließt in Richtung Westen zur Ruhr und darüber in den Rhein und in die Nordsee. Es ist die höchstgelegene Quelle Nordwestdeutschlands.

Aufgrund der Höhenlage liegt die Temperatur auf dem Kahlen Asten im Schnitt um 4 bis 5 Grad unter den Werten im Tiefland. Im Winter fallen die Niederschläge daher meist als Schnee. Durchschnittlich liegt an 120 Tagen im Jahr eine Schneedecke,

Auf dem Gipfel befindet sich das höchst gelegene Naturschutzgebiet von NRW – eine Zwergstrauchheide. Die Vegetation besteht vorwiegend aus Heidekraut, Borstgras und Zwergsträuchern, darunter Heidelbeeren und Ginster.

Die Zahl der Besucher auf dem Kahlen Asten liegt bei mehr als eine Million pro Jahr. Neben den Besuchern, die mit dem Auto anreisen, kommen viele Wanderer zu Fuß. Es gibt mehr als 20 Wanderwege, von denen wir heute nur zwei laufen können. Aber wir kommen in der Zukunft bestimmt noch einmal wieder, denn es ist wirklich sehr schön hier oben.

( MITI )

Am Diemelsee

Am Diemelsee
Waldeck, 8.05.2018

Panoramablick vom Eisenberg auf den Diemelsee

Ein neuer Tag, einer neuer Stausee. Von Meschede fahren wir am Morgen über Olsberg und Willingen zum Diemelsee an der Grenze zwischen dem nordrhein-westfälischen Hochsauerlandkreis und dem hessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Der Diemelsee liegt in den Nordostausläufern des Rothaargebirges, dem Nordostteil des Rheinischen Schiefergebirges. Er wurde in den 1920er Jahren errichtet und dient mit seiner Staumauer der Wasserstandsregelung der Bundeswasserstraßen Weser und Mittellandkanal, dem Hochwasserschutz und der Wasserkrafterzeugung.

Außerdem ist er ein beliebtes Erholungsgebiet und Revier für Wassersportler. Der Stausee wird von der Diemel durchflossen und von deren Zufluss Itter gespeist.  Jeweils rund 15 Kilometer entfernt befinden sich die Städte Marsberg, Korbach und Brilon.

Wir kommen an einem großen Womo- und PKW-Stellplatz am Westufer des Sees unter. Hier gibt es keinerlei Infrastruktur, weder Strom, noch Wasser oder Entsorgungsmöglichkeiten, aber das passt für uns wunderbar.

Gleich nach der Ankunft breche ich mit Doxi zu einer 17 Kilometer langen Rundwanderung um den See auf, die größtenteils dem offiziellen Diemelseerundweg folgt. Das Wetter ist weiterhin frühsommerlich, deshalb kommt es uns sehr gelegen, dass ein großer Teil des Uferweges baumgesäut ist und dadurch zumindest teilweise im Schatten liegt.

Wir umrunden den Westteil des Sees, überqueren die Itter und wandern auf der Nordseite bis zur Staumauer. Gleich dahinter geht es auf schmalen Pfaden hinauf zur Spitze des angrenzenden Eisenbergs. Dort machen wir Rast und genießen den herrlichen Panoramablick auf den Stausee.

Durch den einzigen Seeort Heringhausen laufen wir anschließend bis zur Seebrücke, über die wir wieder ans andere Ufer und bald zur unserem Stellplatz gelangen. Aufgrund der zahlreichen Höhenmeter und ausgedehnter Passagen in der Sonne, sind Doxi und ich doch ein wenig geschafft. Sie verzieht sich gleich unters Wohnmobil, ich nehme erst einmal eine kalte Dusche, um mich abzukühlen. Und dann gibt es ein feines Calippo-Wassereis aus dem Gefrierfach. Das habe ich mir jetzt verdient 🙂

( MITI )

Von Meschede auf den Vogelsang

Von Meschede auf den Vogelsang
Meschede, 7. Mai 2018

Fernblick nahe des Vogelsang-Gipfels

Nach unserer herrlichen Morgenwanderung am Hennesee sind wir an unserem Stellplatz oberhalb von Meschede geblieben. Von dort starten wir am späten Nachmittag zu unserer Abendtour auf den Vogelsang, den mt 595 M. ü.N.N. höchsten Berg der Umgebung.

Dazu müssen wir erst einmal von der Talsperre hinunter ins Tal nach Meschede laufen. Dort angekommmen, geht es auf der anderen Seite der Stadt wieder hinauf in Richtung des Vogelsangs. Die starke Nachmittagssonne treibt uns dabei von einer Straßenseite zur anderen, immer dorthin, wo Schatten ist.

Wir erreichen den Waldrand und beginnen unseren Aufstieg zum Vogelsang über schmale Trampelpfade durch schattigen Kiefernwald. Bald erreichen wir die 2012 renovierte Gränserichkapelle unterhalb des Gipfels.

Noch einmal geht es steil bergan. Im Rückblick erscheint nun auch der Hennesee in einiger Entfernung. Deutlich kann man den in der Sonne glitzernden See und die Staumauer erkennen.

Kurz bevor wir den bewaldeten Gipfel erreichen, passieren wir einen sehr schönen Aussichtspunkt, der den Blick in südlicher Richtung zum Tannenberg und zum Bracht frei gibt. Dort machen wir für einen Augeblick Rast.

Nun geht es langsam, aber stetig abwärts in einer großen Runde um den Vogelsang zurück zum Startpunkt unserer Wanderung am Rande von Meschede. Von dort sind es noch einmal fast vier Kilometer zurück zu unserem Womo-Stellplatz nahe der Staumauer. Glücklich, aber auch ein wenig erschöpft, treffen wir dort kurz vor dem Einsetzen der Abenddämmerung wieder ein.

Ein sehr schöner Wandertag am Hennesee geht damit zu Ende. Morgen wollen wir weiter fahren zum Diemelsee, der nächsten Station auf unserer kleinen Sauerländer-Seen-Tour. Ich bin schon gespannt, was uns dort erwartet. Das Wetter soll auf jeden Fall noch einmal sommerlich heiß werden.

( MITI )

Am schönen Hennesee

Am schönen Hennesee
Meschede, 7.05.2018

Doxi auf den Wiesen oberhalb des Hennesees

Weiter geht es auf unserer kleinen Sauerländer-Seen-Tour. Vom Möhnesee fahren wir am Morgen rund 40 Kilometer weiter östlich nach Meschede. Oberhalb der Stadt wird die Henne im Hennestausee bereits seit 1905 aufgestaut. 200 Meter hinter der alten, baufällig gewordenen Staumauer wurde  in den 1950er Jahren eine neue errichtet, die das Fassungsvermögen des Stausees deutlich erhöht hat.

Die Hennetalsperre befindet sich bereits im Naturpark Sauerland-Rothaargebirge, wo wir am Morgen eine wunderschöne 10 Kilometer lange Wanderung am Ostufer des Sees hinauf zum beliebten Landgasthof Xaver’s Ranch unternehmen. Die an Wochenenden stark frequentierten Uferwege sind an diesem frühen Montagmorgen nahezu leergefegt.

Wir laufen zunächst über die 370 Meter lange Staumauer, die einen schönen Blick hinunter nach Meschede bietet. Auf halber Länge passieren wir die 2015 eingeweihte „Himmelstreppe“, die vom Fuße des Staudamms geradewegs über 328 Stufen hinauf zur Dammkrone führt.

Dann folgen wir in südlicher Richtung ein Stück dem Uferweg, wobei es sich Doxi natürlich nicht nehmen lässt, die Wasserqualität des Stauesees zu testen. Auf dem See sind zu dieser Uhrzeit nur ganz wenige Segelboote und einige Angler unterwegs. Plötzlich ertönt eine laute Schiffsirene. Es ist das Ausflugsschiff „MS Hennesee“, das von Ostern bis Ende Oktober auf dem See verkehrt und Platz für 400 Personen bietet.

Bald steigen wir durch den Wald auf die Höhen östlich des Sees auf. Immer wieder eröffnen sich uns dabei herrliche Blicke auf den See und die umgebende Landschaft des Naturparks. Das Wetter ist einfach göttlich und die Frühlingsbliüte hier oben in 500 Metern Höhe noch in vollem Gange. Schöner geht’s fast nicht.

Ich überlege, ob  ich nach der Wanderung mein Faltboot auspacken soll, um den bezaubernden Hennesee auch vom Wasser aus zu erkunden. Aber ich habe von meinen ausgiebigen Touren auf dem Möhnesee in den letzten Tagen einen ganz ordentlichen Muskelkater in den Armen und den Schultern davon getragen. Na, mal sehen …

( MITI )

Am Sorpesee

Am Sorpesee
Langscheid, 6. Mai 2018

Blick von der Staumauer des Sorpesees auf das Ausgleichsbecken unterhalb

Der Möhnesee ist so schön, gerne möchte ich auch die anderen Stauseen im Sauerland kennen lernen. Den Anfang macht der Sorpesee bei Langscheid, einem Ortsteil von Sundern. Von unserem Womo-Stellpatz am Möhnesee fahren wir am Morgen zum 30 Kilometer entfernten Sorpesee. Ich habe uns eine vielversprechende Wanderung in den Wäldern am Ostufer des Sees heraus gesucht.

Wir queren zunächst die imposante 700 Meter lange Staumauer, die einen schönen Blick auf den See und auf Langscheid bietet. Auf der anderen Seite fällt der Blick hinunter zum Ausgleichsbecken unterhalb der Staumauer.

Bei seiner Errichtung in den Jahren 1926 bis 1935 war der Staudamm die größte Baustelle in Europa. Im Zweiten Weltkrieg wurde er ebenso wie die Staumauern der Eder- und der Möhnetalsperre von den Alliierten mit speziellen Rollbomben angegriffen. Er hielt dem Bombardement jedoch stand und wurde nur wenig beschädigt.

Heute ist der rund 8 Kilometer lange Sorpesee ein beliebtes Ausflugsziel mit mehreren Campingplätzen und vielen Wassersportlern. Auf den gut ausgebauten Uferwegen sind bei schönem Wetter ganze Heerscharen von Spaziergängern, Radfahrern und Skatern unterwegs. Unsere Wandertour meidet deshalb den Uferweg und führt statt dessen durch die bewaldeten Hänge oberhalb des Sees.

Wir laufen zunächst in südlicher Richtung hinauf auf den Kamm bis zum Wegkreuz „Auf’m  Stück“. Dann geht es über mehrere Kilometer langsam bergab bis zum Sorpesee-Vorbecken und dem Amecker-Damm. Dort hält auch das Passagierschiff MS Sorpesee, das in der Saison zwischen dem Nord- und dem Südrand des Sees verkehrt. Als ich gerade mit Doxi zum Seeufer hinabgestiegen bin, um sie dort trinken zu lassen, kommt das Schiff angetuckert.

Wir nehmen aber nicht das Schiff, sondern wollen zurück zum Nordufer laufen. Nach einem kurzen Wegstück am Seeufer geht es wieder hinauf in die Hänge oberhalb des Sees. In der kräftigen Frühlingssonne duftet der mit trockenen Tannennadeln übersäte Waldboden unter den Kiefern ganz wunderbar aromatisch. Man möchte sich den Duft am liebsten in Flaschen abfüllen oder am velleicht besten gleich hineinbeißen, so intensiv und verlockend riecht das.

Über den Sorpeseerundweg laufen wir durch den Wald zurück zur Staumauer, wo wir nach viereinhalb Stunden und knapp 17 Wanderkilometer wieder eintreffen. Das war wirklich eine schöne Wanderung. Jetzt bin ich auf die weiteren Seen im Sauerland gespannt.

( MITI )

Paddeln auf dem Möhne

Paddeln auf dem Möhne
Delecke, 5. Mai 2018

Begegnung mit einem Ausflugsdampfer und einem Segelboot auf dem Möhnesee

Samstagnachmittag auf dem Möhnesee bei 24 Grad und herrlichem Sonnenschein: Jede Menge Segler und Ausflüger sind auf dem Wasser unterwegs und ich mit meinem Faltboot mittendrin. ich fahre von unserem Womo-Stellplatz Seeaufwärts gegen einen starken Wind und für Seeverhältnisse ganz ordentliche Wellen an.

Nach anderthalb Stunden suche ich kurz hinter Körbecke eine geschützte Bucht auf, um über mein Smartphone die Schlusskonferenz der Fußball-Bundesliga auf WDR2 zu hören.

Das ist schon etwas ganz Besonderes, so auf dem Wasser zu dümpeln, das Gesicht in der Sonne, und „meiner“ Mannschaft beim Siegen zuzuhören.

Nach dieser Pause mache ich mich auf den Rückweg, der nun mit dem Wind und den Wellen im Rücken viel schneller vonstatten geht. Ein wunderbarer Paddelausflug an einem perfekten Frühlingstag.

( MITI )

Möhne und Arnsberger Wald

Möhne und Arnsberger Wald
Möhnesee-Günne, 5. Mai 2018

Natürliches Wehr an der Möhne. Davor ist das aufgestaute Wasser ganz ruhig.

Unser zweiter Tag am Möhnesee. Früh am Morgen packe ich Doxi in den Fahrradanhänger und radele mir ihr zur Staumauer, die wir um diese Uhrzeit noch komplett für uns alleine haben. Dort beginnt unsere 12 km lange Wanderung durch den Arnsberger Wald und entlang der Möhne, die weitgehend der Beschilderung des A14 folgt.

Aber zunächst einmal gilt es, durch ein Feld umgestürzter Bäume zu klettern und zu krabbeln. Der letzte Wintersturm hat oberhalb des Auslaufbeckens an einem Steilhang gleich hinter der Staumauer alle Bäume umknicken lassen. Mindestens 150 große Fichten liegen kreuz und quer am Boden und versperren den Weg.

Dahinter steigen wir auf bequemen Schotterwegen in den Arnsberger Wald auf. Auf den freien Flächen heizt uns die Sonne schon um diese frühe Uhrzeit ganz schön ein. Doxi freut sich über jede schattige Passage.

Im zweiten Teil der Tour steigen wir zur Möhne hinab und folgen dieser durch schöne Feldlandschaft mit weiten Blicken ins Tal. Die Möhne ist hier ganz urwüchsig und relativ flach. Doxi hat viel Spaß dabei, durch den Fluss zu stapfen und Stöckchen aus dem Wasser zu holen.

Bald erreichen wir den Ortsteil Möhnesee-Günne, der direkt am Auslaufbecken unterhalb der Staumauer liegt. Bei den alliierten Bombenangriffen auf die Staumauer im Zweiten Weltkrieg und der Flut nach dem partiellen Mauerbruch gab es hier die meisten Opfer zu beklagen.

Wir umrunden das Auslaufbecken und steigen anschließend zur unserem Startpunkt an der Staumauer auf. Jetzt, drei Stunden später, ist hier die Hölle los  Alle Parkplätze sind belegt und auf der Staumauer schieben sich die Besuchermassen über den Asphalt. Gut, dass wir so früh dran waren 🙂

( MITI )

Frühlingsgefühle am Möhnesee

Frühlingsgefühle am Möhnesee
Delecke, 4.05.2018

Doxi am Möhnesee

Wow, ist das schön hier! Ich bin mal wieder am Möhnesee, heuer als Auftakt zu einer Womo-Wander-Tour durch das Sauerland.  An diesem Wochenende stehen wir für zwei Tage auf dem beliebten Womo-Stellplatz am Strandbad Delecke.

Als wir am Mittag eintreffen, ist der Platz bereits gut gefüllt.  Die Sonne scheint von einem wolkenlosen Himmel herab und verbreitet eine frühsommerliche Stimmung. Rund um den See erstrahlt die frisch ergrünte Natur in den kräftigsten Farben. Ein blühendes Rapsfeld wetteifert mit der Sonne um das schönste Gelb – und gewinnt.

Ich packe Doxi in den Fahrradanhänger und radele mit ihr über die Seebrücke hinüber zum Parkplatz am Restaurant Torhaus. Dort stellen ich das Fahrrad ab und wandere mit Doxi den Höhenzug hinauf zum Möhneseeturm.

Bei dieser Witterung hat man oben auf dem Turm in 40 Meter Höhe einen fantastischen Fernblick über den Möhnesee, den Arnsberger Wald und die angrenzenden Gemeinden. Heute sind sogar die Kraftwerkstürme bei Hamm in der Norddeutschen Tiefebene nördlich des Haarstrangs ganz deutlich zu erkennen. Toll ist das.

Als ich oben noch die Aussicht bestaune, höre ich Doxi unten bellen. Ein großer blonder Hovawart-Rüde hat sich ihr genähert und das passt Madame gar nicht. Wieder unten angekommen, lerne ich den hübschen Bentley und seinen Besitzer kennen.  Unter Hovawart-Haltern tauscht man sich ja gerne aus. Es ergibt sich ein netter Plausch.

Wir drehen noch eine kleine Runde durch den Wald, kommen am schönen Jagdschloss Sankt Meinolf vorbei, beobachten einen Waldarbeiter beim Aufladen frisch geschlagener Stämme und erreichen bald wieder das Torhaus, wo ich das Fahrrad geparkt habe.

Zurück am Wohnmobil baue ich erst einmal mein Faltboot auf. Im letzten Jahr hatte ich mir beim Paddeln auf der Niers bei Wachtendonk einen fetten Riss in der Außenhaut eingefangen, der anschließend geschweißt wurde. Jetzt teste ich zum ersten Mal, ob der Boden wieder dicht ist und ich das Boot weiter nutzen kann. Und es funktioniert! Ich paddele fast eine Stunde in der tiefstehenden Abendsonne über den See und genieße die letzten Sonnenstrahlen. Um diese Uhrzeit bin ist fast alleine auf dem großen See unterwegs.

Als es anschließend ruhig wird auf dem Womo-Stellplatz, packe ich meine Yoga-Matte aus und praktiziere eine knappe Stunde mit Blick auf den langsam im Dunkel verschwindenden See. So geht ein wunderbarer Tag zu Ende. Morgen kommt mein Schatz zu uns. Denn wird’s noch schöner 🙂

( MITI )