Schlagwort-Archive: Ruhr

Auf dem Bergbauwanderweg im Muttental

Auf dem Bergbauwanderweg im Muttental
Witten-Herbede, 8.07.2018

Ruine der Burg Hardenstein an der Ruhr bei Witten-Herbede

Immer wenn es im Sommer so richtig heiß wird, fühle ich mich draußen im kühlen Wald am besten aufgehoben. Für den heutigen Tag hatte ich deshalb eine Wanderung mit hohem Waldanteil heraus gesucht. Bei Witten-Herbede ging es südlich der Ruhr über eine verlängerte Variante des Bergbauwanderwegs Muttental. Der Weg wurde 1972 eröffnet und gilt als eine der schönsten Wanderstrecken im Ruhrgebiet.

Entlang des Wanderweges stoßen wir auf zahlreiche Zeugnisse aus mehr als fünf  Jahrhunderten Ruhrbergbau. Dazu zählen Stollen, Pingen, Fördergerüste, Halden, Verladeanlagen und mehr. Manche dieser Relikte sind im Gelände gar nicht so einfach zu erkennen. Die verschiedenen Stationen werden deshalb durch Infotafeln hervorgehoben und  erläutert.

Zu den Attraktionen des Wanderwegs zählen mehrere Stollenmundlöcher, ein Bethaus und das LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall. Die schönen Waldabschnitte, Wiesen und der Muttenbach machen den Weg zu einem Naturerlebnis.

Ein Teil des Weges verläuft durchs Naturschutzgebiet Hardenstein mit der Burgruine Hardenstein direkt an der Wanderstrecke. Die Wasserburg wurde zwischen 1345 und 1354 erbaut und war bis ins 18. Jahrhundert bewohnt, bevor sie langsam verfiel.

Der Sage nach lebte zu Zeiten des Burgherren Neveling von Hardenstein ein unsichtbarer Zwergen-König namens Volmar auf der Burg. Man speiste, trank und feierte zusammen. Nachdem ein Küchenjunge Mehl gestreut hatte, um die Fußspuren des Zwergenkönigs sichtbar zu machen, tötete der Zwergenkönig den Jungen und belegte die Familie des Burgherren mit einem Fluch, bevor er für immer verschwand.

Unmittelbar hinter der Ruine fließt die Ruhr. Dort verbindet seit 2006 die Ruhrtalfähre Hardenstein als einzige Fähre im Radwegenetz des Ruhrtals die beiden Flußufer. Am selben Anleger verkehrt auch das Ausflugsschiff MS Schwalbe II der Stadtwerke Witten.

Unsere verlängerte Variante des Bergbauwanderwegs führt uns hinter der Hardenburg zur etwas entfernt liegenden Zeche Egbert, der letzten erhaltenen Kleinzeche des Ruhrgebietes. Nach vier Stunden und rund 14 Wanderkilometern erreichen wir schließlich wieder unseren Startpunkt auf einem Waldparkplatz bei Herbede. In der prallen Sonne merke ich, wie schön kühl es im Wald tatsächlich war. Diese Tour hat sich wirklich gelohnt.

( MITI )

Zweiter Besuch auf der Halde Rheinpreussen

Zweiter Besuch auf der Halde Rheinpreussen
Moers, 15. April 2018

Biker-Treffen oben am Geleucht

Ende Dezember war ich zum ersten Mal auf der Halde Rheinpreussen an der Stadtgrenze zwischen Duisburg und Moers. Damals war es ein trocken-sonniger Wintertag und ich konnte den weiten Blick von der Halde in das Ruhrgebiet richtig genießen.

Jetzt ist der Frühling da und ich bin zum zweiten Mal hier, diesmal mit Jutta. Wieder scheint die Sonne, doch es ist fast zwanzig grad wärmer und die ersten Bäume treiben aus. Viele Pflanzen und Sträucher blühen gerade in voller Pracht, so dass ein ganz lieblicher Duft in der Luft liegt. Herrlich ist das!

Oben am Geleucht, dem Wahrzeichen der Halde, treffen wir auf eine Gruppe von Bikern auf Motorrad-Ausflug. Unter Aufsicht der Polizei sind sie den Schotterweg bis zur Haldenspitze hinauf gefahren.

Mit dem  Fernglas suche ich den Horizont ab. Ich kann Duisburg, Mülheim, Essen und sogar den UKW-Sender Langenberg auf den Wupperhöhen hinter Velbert ausmachen. Dazwischen in der Ferne ein großer Zeppelin, der über dem Ruhrgebiet zu Werbezwecken seine Kreise zieht.

Wir steigen über die Serpentinen am Ostrand der Halde zum angrenzenden Waldsee im Baerler Busch hinab und umrunden den See auf seinem schönen Uferpfad. Anschließend machen wir mit dem Auto noch einen kleinen Abstecher zum Kloster Kamp, das von hier gerade einmal 12 Kilometer entfernt ist. Im berühmten Barockgarten lässt sich gerade ein türkisches Brautpaar in festlicher Kleidung fotografieren. Und die Gartenbesucher schauen staunend zu …

( MITI )

Rund um den Innenhafen Duisburg

Rund um den Innenhafen Duisburg
Duisburg, 28. Dezember 2017

Der fünfgliedrige Bürokomplex “Five Boats” im Innenhafen Duisburg vor der Marina

Nach unserer Wanderung an der Halde Rheinpreussen fahren wir 15 Kilometer weiter in östlicher Richtung bis zum Innenhafen von Duisburg und drehen dort an historischer Stelle eine kleine Runde. Seit dem Beginn der Industriellen Revolution im 19. Jahrhundert war der Innenhafen für mehr als einhundert Jahre der zentrale Hafen- und Handelsplatz der Ruhrgebietsstadt. Nur wenige hundert Meter nördlich fließt die Ruhr vorbei, um kurz darauf in den Rhein zu münden.

Seit Mitte der 1960er Jahre verlor der Innenhafen zunehmend an Bedeutung und lag 20 Jahre nahezu brach, bis das Areal ab dem Ende der 1980er Jahre neu entwickelt wurde. Heute gilt der Innenhafen Duisburg als Musterbeispiel für den Strukturwandel im Ruhrgebiet mit zahlreichen beeindruckenden Bauten u.a. vom britischen Stararchitekten Lord Norman Foster.

Nicht weit entfernt steht das historische Rathaus von Duisburg am alten Marktplatz, an den sich mit der Königstraße die Haupteinkaufsstraße von Duisburg anschließt. Direkt am heutigen Innenhafen floss viele Jahrhunderte der Rhein vorbei und bildete bis ins 5. Jahrhundert n.Chr. die Grenze zum römischen Reich.

Im frühen Mittelalter befand sich an dieser Stelle ein fränkischer Königshof. Später entstanden dort die alte Duisburger Stadtkirche, die Salvatorkirche, der Burgplatz, die Duisburger Markthalle und die Stadtmauer, die im Bereich des Innenhafens noch heute teilweise erhalten ist.

Etwa im Jahre 1000 n.Chr. verlagerte der Rhein sein Bett westwärts. Die Stadt lag dadurch nicht mehr unmittelbar am Rhein, war jedoch noch für mehrere hundert Jahre über einen schiffbaren toten Rheinarm mit dem Fluss verbunden. Danach wurde aus der ehemals sehr bedeutenden Handelsstadt ein kleines Ackerbürgerstädtchen.

Erst im 19. Jahrhundert war eine Initiative zur Wiederbelebung der Verbindung zum Rhein erfolgreich. Zunächst wurde der Außenhafen vom westlich gelegenen Rhein bis zur heutigen Marientorbrücke gegraben, anschließend wurde die östliche Erweiterung gebaut, der Innenhafen.

Nach dem Ende der fast einhundertjährigen industriellen Nutzung hat sich das Areal in den letzten 25 Jahren zu einem Ort entwickelt, der Wohnen, Arbeiten, Kultur und Freizeit am Wasser erfolgreich verbindet. Schön, das endlich einmal gesehen zu haben.

( MITI )

Auf der Halde Rheinpreussen

Auf der Halde Rheinpreussen
Moers, 28. Dezember 2017

Die Leuchte auf der Spitze der Halde Rheinpreussen bei Duisburg

Endlich wieder wandern! Nach fast einer Wache mit zahlreichen Weihnachtsfeierlichkeiten und einer großen Weihnachtsparty bei uns zu Hause geht es wieder hinaus in die Natur. Und wir haben sogar schönes Wetter. Wenn auch nur für ein paar Stunden.

Unser Ziel heute ist die Halde Rheinpreussen bei Duisburg mit einem weithin sichtbaren Leuchtturm als Landmarke auf ihrer Spitze. Schon oft habe ich dieses merkwürdige rotleuchtende Objekt von der nahegelegenen Autobahn A42 aus gesehen und mich gefragt, was das wohl ist.

Es handelt sich um den stilisierten Nachbau einer Grubenlampe mit dem Titel „Das Geleucht“, geschaffen vom Künstler Otto Piene, einem der Wegbereiter moderner Lichtkunst. Das Objekt wurde im Jahre 2007 eingeweiht. Seitdem tauchen 35 Leuchtmasten einen Teil der Halde allabendlich in rotes Licht.

Wir parken am Fuß der 74 Meter hohen Halde, die aus dem Abraum der nahen Zeche Rheinpreussen aufgeschüttet wurde. Rheinpreussen war das erste linksrheinische Bergwerk im Ruhrgebiet. Es erstreckte sich auf einer Fläche von rund 90 km² zwischen Duisburg-Homberg und Moers-Rheinkamp und förderte ab dem Jahre 1877 Steinkohle zunächst aus einer Tiefe von rund 130 Metern.

Die Zeche war bis Ende der 1970er Jahre in Betrieb und hatte auf dem Höhepunkt der Förderung Mitte der 1960er Jahre eine Förderleistung von mehr als  vier Millionen Tonnen Steinkohle jährlich bei fast zehntausend Beschäftigten. Nach der Zechenstilllegung wurde die zugehörige Halde als eine der ersten Halden im Ruhrgebiet begrünt.

Auf der Haldenspitze am Geleucht erwartet uns ein fantastischer Panoramablick hinüber nach Duisburg und in das Ruhrgebiet. Wir blicken auf den Rhein und die Mündung der Ruhr, auf die großen Stahlwerke in Duisburg und mehrere Kraftwerke im nördlichen Ruhrgebiet. Von hier sieht man ganz deutlich, wie grün das Ruhrgebiet tatsächlich ist.

Nach dem Abstieg von der Halde umrunden wir den angrenzenden Waldsee mit seinem schönen Uferpfad. Viele Hundehalter sind hier unterwegs und Doxi hat mächtig Spaß dabei, mit einigen ihrer Artgenossen herum zu tollen. Es macht richtig Freude, den Hunden dabei zuzuschauen.

( MITI )

Duisburg: Alte und neue Hüttenwerke

Duisburg: Alte und neue Hüttenwerke
Duisburg, 4. Dezember 2017

Der Landschaftspark-Nord in Duisburg

Heute waren wir im Norden von Duisburg zwischen dem Landschaftspark an der 1985 stillgelegten Meidericher Eisenhütte und dem modernen Stahlwerk von Thyssen-Krupp im Stadtteil Bruckhausen unterwegs.

Der mehr als 200 Hektar große Landschaftspark-Nord bietet zahlreiche Freizeitmöglichkeiten wie Klettern in alten Erzbunkern und Tauchen in einem früheren Gasometer. Er dient darüber hinaus als Spielstätte für vielfältige Kulturveranstaltungen. Abends verwandelt eine Lichtinszenierung des britischen Künstlers Jonathan Park das ehemalige Hüttenwerk in ein buntes Lichtspektakel.

An schönen Tagen ist hier jede Menge los, denn der Landschaftspark-Nord ist nach dem Kölner Dom die meist besuchte Sehenswürdigkeit in Nordrhein-Westfalen. Doch an diesem verregneten Dezember-Morgen haben wir den Park fast für uns alleine.

Wir folgen dem Flussbett der Alten Emscher durch den Landschaftspark, laufen an dem seit 2014 geschlossenen und im Juni 2017 abgebrannten Delta-Musikpark vorbei und durchqueren das Gelände der ehemaligen Zeche Friedrich Thyssen 4/8. Die Grube lieferte früher die Kohle und den Koks für das alte Meidericher Stahlwerk und wurde im Jahr 1959 als erste Großschachtanlage im Ruhrgebiet stillgelegt. Heute erinnert auf dem Gelände fast nichts mehr daran, dass hier mehr als 60 Jahre eine Zeche stand.

Nach einer längeren Passage durch ehemalige Zechensiedlungen erreichen wir das Gelände des modernen Stahlwerks von Thyssen-Krupp in Duisburg-Bruckhausen. Hier beginnt unser Rückweg durch Parks und dicht besiedelte Stadtteile zum Landschaftspark-Nord, den wir nach dreieinhalb Stunden und 13 Wanderkilometern wieder erreichen.

Es war wirklich kein schönes Wanderwetter heute und die Tour hatte für meinen Geschmack etwas zu viel Asphalt, aber egal. Es ist auf jeden Fall interessant, diese Gegend einmal gesehen zu haben. Denn vieles hat hier hat sich noch immer den Schimanski-Charme der Achtziger Jahre erhalten.

( MITI )

Henrichshütte und Hattinger Höhen

Henrichshütte und Hattinger Höhen
Hattingen, 16. November 2017

Das ehemalige Stahlwerk Henrichshütte, heute ein Industriemuseum

Heute haben wir eine sehr abwechslungsreiche Wanderung im südlichen Ruhrgebiet bei Hattingen unternommen. Die 17 Kilometer lange Tour 15 aus dem Rother Wanderführer „Ruhrgebiet“ startet an der ehemaligen Henrichshütte, die nach ihrer Schließung im Jahre 1987 in ein Museum für Industriekultur umgewandelt wurde.

Wenige hundert Meter weiter stoßen wir auf die Ruhr. Wir folgen dem Ruhrradweg, der parallel zum historischen Leinpfad verläuft, auf dem früher die Schiffe flussaufwärts gezogen („getreidelt“) wurden. Wir jedoch bewegen uns flussabwärts und erreichen beim Landhaus Grum ein großes Wehr, an dem die Ruhr auf ihrer gesamten Breite rund einen halben Meter in die Tiefe stürzt.

Wir passieren die alte Birschel Mühle und kommen in einen naturbelassenen Flussabschnitt, wo Kühe auf den flussnahen Wiesen grasen. Eine kleine Gruppe von Wiederkäuern versperrt uns den Weg. Vorsichtig schleiche ich mit Doxi an ihnen vorbei. Die Gruppe folgt uns schnaufend einige Meter, aber es passiert nichts.

Bald macht die Ruhr einen scharfen Rechtsknick, um der Hügelkette der sogenannten Winzermark auszuweichen. Kurz darauf verlassen wir die Ruhr und beginnen unseren Aufstieg am Rande des Balkhauser Tals hinauf zur Ruine der Isenburg. Die Burg wurde für Arnold von Altena in den Jahren 1193 bis 1199 errichtet, aber bereits 1225 vollständig zerstört.

Wir durchqueren das frühere Burggelände, auf dem der Künstler und Baumeister Josef Custodis im Jahre 1858 ein noch heute existierendes Landhaus errichten ließ, und folgen ein Stück weit dem Kammweg des Isenbergs, bis wir über Serpentinen wieder in das Tal hinabsteigen und den Hattinger Ortsteil Nierenhof erreichen.

Hinter dem Ort laufen wir parallel zum Wodantal den Hang hinauf, bis wir die Kammhöhe des Hansbergs erreichen. Von dort haben wir einen schönen Blick in die herbstlich bunte Landschaft der Elfringhauser Schweiz.

Wir wandern weiter in Richtung Hattingen, kommen am alten Bismarckturm und am Haus Schulenberg vorbei, und erreichen schließlich die Hattinger Altstadt mit zahlreichen gut erhaltenen Fachwerkhäusern.

Von dort sind es nur noch 1.500 Meter bis zu unserem Start- und Zielpunkt an der ehemaligen Heinrichshütte, den wir nach etwas mehr als vier Stunden wieder erreichen. Leider war der Himmel heut komplett Wolkenverhangen und die Landschaft dadurch sehr grau. Dennoch haben wir die Tour genossen.

( MITI )

Durch die Saarner Mark

Durch die Saarner Mark
Mülheim, 13. November 2017

Hinter dem Auberg geht es in die Saarner Mark

Heute waren wir auf einer langen Rundwanderung im waldreichen Gebiet zwischen Ratingen, Essen, Mülheim und Duisburg unterwegs. Die 21km lange Tour startet in Ratingen Breitscheid und führt zunächst in südöstlicher Richtung aus dem Ort hinaus und auf das Schloss Linnep zu. Im Rückblick auf Breitscheid hebt sich eine rote Pyramide markant vom Horizont ab – es ist die katholische St. Christophorus Pfarrkirche.

Wir laufen durch schönen Buchenwald auf Ratingen-Hösel zu und kommen mitten im Wald am östlichen Funkfeuer des Flughafens Düsseldorfs vorbei. In wenigen hundert Meter Höhe donnern nun die Flugzeuge im Anflug auf Düsseldorf über uns hinweg. Nun drehen wir in nördlicher Richtung ab und erreichen nach einer Weile den Ruhrhöhenweg, der uns zum Mintarder Berg führt. Wir laufen parallel zum Ruhrhang in nordwestlicher Richtung und unterqueren die große Autobahnbrücke der A52 über das Ruhrtal.

Als nächstes steuern wir den Auberg an, der bereits zu Mühlheim gehört. Dann geht es in westlicher Richtung in die Saarner Mark hinein. Bald drehen wir nach Südwesten ab und laufen oberhalb des Wambachtals auf einer kilometer langen Allee auf das Rottbachtal zu. Dahinter passieren wir den Golfclub Mülheim a.d. Ruhr.

Nun geht es in südwestlicher Richtung durch die Lintorfer Mark wieder auf Breitscheid zu, wo wir nach viereinhalb Stunden unseren Startpunkt erreichen. Eine lange Tour, gespickt mit vielen schönen Aussichten in den bunten Herbstwald und die sonnengetränkte Landschaft. Das hat Spaß gemacht.

( MITI )

Kettwigs wilde Seiten

Kettwigs wilde Seiten
Essen, 16. März 2017

An der Ruhr bei Kettwig

Sonne, Wasser, Wald und weite Blicke in die Landschaft. Was will man mehr als Wandersmann? Und das am Südrand des Ruhrgebiets, gerade einmal 40 KM von unserem Zuhause entfernt. Heute war ich mit Doxi auf unserer ersten 20 KM-Wanderung in diesem Jahr an der Ruhr im Süden von Essen unterwegs.

Von der S-Bahn-Station Kettwig ging es gleich in östlicher Richtung hinauf auf die Höhen über der Ruhr, erst an einem Campingplatz und dann an einem schönen Golfplatz vorbei in das Oefter Tal. Über Lampendahl wanderten wir anschließend zurück in Richtung Kettwig hinunter bis zur Rindersberger Mühle und von dort hinauf auf den Breitscheider Berg, wo wir wieder die Flugzeuge im Landeanflug auf Düsseldorf über uns hatten.

Durch schönen Wald ging es anschließend hinunter ins Untere Kettwiger Ruhrtal mit Blick auf die große Autobahnbrücke der A52, die hier das Ruhrtal überspannt. An Obstwiesen vorbei liefen wir parallel zur Ruhr bis nach Kettwig und zum Kettwiger Stausee, wo sich Doxi auf einer Hundewiese am Fluss noch Mal richtig austoben konnte. Und hier blühten auch schon die ersten Bäume – Wahnsinn.

Zum Abschluss besuchten wir dann noch die historische Altstadt von Kettwig, wo an diesem wunderschönen Frühlingstag viele Menschen vor den Cafés saßen und die Sonne genossen. Eine lange und anstrengende Wanderung mit 600 Höhenmetern, aber dafür auch mit vielen herrlichen Blicken in die Landschaft.

( MITI )

Am Baldeneysee

Am Baldeneysee
Essen, 12. Januar 2017

Regattaturm am Baldeneysee. Im Hintergrund die Staumauer.

Heute war ich mit Doxi im grünen Süden von Essen rund um den Baldeney See und die Villa Hügel unterwegs. Wir folgten auf dieser 11 Km-Runde einer Tour aus dem Rother-Wanderführer Ruhrgebiet.

An einer Stelle wurde es kritisch, als wir einen steilen und matschigen Bahndamm hinunter mussten, um eine vielbefahrene zweigleisige Bahnstrecke auf offener Strecke zu queren. Gefährlich, gefährlich!

So etwas kenne ich von den Rother-Wanderführern gar nicht. Tatsächlich habe ich auf Google Earth ein Foto aus dem Jahre 2009 gefunden, das an dieser Stelle eine Fußgängerbrücke zeigt. Die muss wohl in den letzten Jahren abgerissen worden sein, ohne dass die Tour entsprechend angepasst wurde. Werde ich gleich Mal dem Verlag melden.

( MITI )

Am Harkortsee

Am Harkortsee
Wetter/Ruhr, 22.04.2015

Blick über den Harkortsee, einen wunderbarem Revier für Wassersportler

Zum Abschluss unserer kleinen Lippe-Tour ging es in südlicher Richtung nach Wetter an der Ruhr und zum Harkortsee, auf dem ich unbedingt einmal paddeln wollte. Eigentlich dachte ich ja, ich sei mit meinem Faltboot immer recht flott unterwegs. Doch hier wurde ich eines Besseren belehrt.

Mehrere Sportskollegen vom lokalen Kanuclub zogen mit ihren Prion-Booten in solcher Geschwindigkeit an mir vorbei, dass mir ganz schwindelig wurde. Muss ich wohl noch ein wenig an meiner Technik feilen 🙂

Vor meinem Paddelausflug war ich noch mit Doxi zwischen Witten und Herdecke wandern. Die schöne 12 km-Tour aus dem NRW-Wanderportal führte uns bei strahlendem Sonnenschein u. a. zum Aussichtsturm am „Hohenstein“, von dem man einen beeindruckenden Blick über das Ruhrtal hat. Mitten im Wald zwischen Witten und Herdecke dann eine Überraschung: Ein Nudisten-Camp des Sun Dortmund e.V. Sehr nett 🙂

Außerdem ist mir auf der Wanderung am Rande von Herdecke zum zweiten Mal ein Beitrag der „Häkel-Guerilla“ begegnet. Strickarbeiten im öffentlichen Raum, das ist eine richtige Bewegung, wie ich jetzt aus der Wikipedia erfahren habe. Zum ersten Mal hatte ich das auf dem Wohnmobilstellplatz am Möhnesee gesehen. Musste ich gleich an meine Abiturzeit Mitte der Achtziger Jahre zurückdenken, als wir strickend im Mathe-Leistungskurs saßen …

( MITI )

An der Ruhr zwischen Hattingen, Essen und Bochum

An der Ruhr zwischen Hattingen, Essen und Bochum
Hattingen, 3. April 2015

Doxi testet die Wasserqualität der Ruhr

Heute, am Karfreitag, sind wir früh morgens aufgebrochen, um eine Tour aus dem Rother Wanderführer Ruhrgebiet zu gehen. Von Hattingen führte uns der 15 km lange Weg durch das Hügelland in die südlichen Stadtteile von Essen und dort an die Ruhr heran, die im Moment ordentlich Hochwasser führt.

Auf dem Rückweg nach Hattingen schwappte uns das Wasser bis auf den Ruhrtalweg entgegen. Irgendwann mussten wir uns dann tatsächlich durch die Büsche hinauf zur parallel verlaufenden Bundesstraße durchschlagen, weil der Wander- und Radfahrweg komplett überflutet war.

Eine interessante Tour, die den abwechslungsreichen Charakter des Ruhrgebiets hervorgehoben hat – inklusive eines wirklich lohnenswerten Abstechers in die gut erhaltene Altstadt von Hattingen.

( MITI )