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In der Vulkaneifel und an der Mosel

Die Genovevaburg in Mayem mit illuminiertem Bergfried

Meine letzte Womo-Tour des Jahres führt mich in die Vulkaneifel und den angrenzenden Teil der Mosel. Wir stehen vier Tage auf dem kostenlosen Womo-Stellplatz in Mayen mit Blick auf die schöne Genovevaburg, deren Bergfried jetzt in der Adventszeit wie eine überdimensionale Adventskerze illuminiert ist. Tagsüber wandern wir verschiedene Traumpfade in der Umgebung, darunter auch den wunderschönen „Monrealer Ritterschlag“.

Von Mayen sind es nur 25 Kilometer bis zur Mosel. Dort machen wir für weitere zwei Tage Station, um die Traumpfade „Bergschluchtenpfad Ehrenburg“ und „Hatzenporter Laysteig“ zu wandern. Noch haben wir nicht alle 24 Traumpfade an Rhein-Eifel-Mosel erwandert, aber viele fehlen jetzt nicht mehr.

Und weil es während dieser Tage doch ganz schön kalt war, beenden wir die Tour mit einem Besuch in Bad Ems und seiner neuen, wunderschönen Therme. Quasi zum Aufwärmen 🙂  Ich liebe es!

Alle Beiträge von dieser schönen Adventstour mit vielen Bildern gibt es hier.

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An der Lahn in Bad Ems

Russisch-Orthodoxe Kirche in Bad Ems

Russisch-Orthodoxe Kirche in Bad Ems

Zum Abschluss einer schönen Wanderwoche zwischen Vulkaneifel und Mosel bin ich mit Doxi nach Bad Ems, östlich von Koblenz, gefahren. Nach einem ausgedehnten Spaziergang durch die ehrwürdige Kurstadt lasse ich es mir in der 2012 eröffneten Therme gut gehen.

Die Anlage ist sehr modern und schön designt. Ein besonderes Highlight ist das schwimmende Saunahaus in der Lahn direkt gegenüber eines 150 Meter breiten Wehrs. Aus den Panoramafenstern der Sauna schaut man direkt auf den Fluss und das Wehr.

Im 17./18. Jahrhundert galt Ems als einer der berühmtesten Badeorte Deutschlands. Seine Glanzzeit erlebte der Ort im 19. Jahrhundert als „Weltbad“ und Sommerresidenz zahlreicher europäischer Monarchen und Künstler, unter anderem Kaiser Wilhelm I., die Zaren Nikolaus I. und Alexander II. von Russland, Richard Wagner, Fjodor Dostojewski und vielen weiteren. Der Zar hat der Stadt sogar eine prächtige Russisch-Orthodoxe-Kirche gespendet.

Die Veröffentlichung der Emser Depesche trug 1870/71 zum Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges bei, der zur Gründung des Deutschen Reiches führte. Heute ist der Ort erkennbar in die Jahre gekommen. Der Kurtourismus der Vergangenheit funktioniert nicht mehr so richtig. Aber die moderne Therme ist wirklich toll.

( MITI / )

Hatzenporter Laysteig

Blick Richtung Hatzenport

Blick von der Hangkante Richtung Hatzenport

Hurra, die Farben sind in die Welt zurückgekehrt! Gestern habe ich mich noch über die Tristesse des winterlichen Einheitsgraus beschwert, doch heute ist die Sonne wieder da und taucht die Landschaft in ein malerisches Licht.

Von Brodenbach sind wir auf die andere Moselseite gewechselt und fünf Kilometer nach Westen in den malerischen Ort Hatzenport gefahren. Hier wollen wir heute dem Traumpfad „Hatzenporter Laysteig“ folgen.

Der Rundweg startet am Bahnhof von Hatzenport. Ein schmaler Pfad führt uns stetig bergauf. Auf Tuchfühlung mit den Weinstöcken geht es idyllisch weiter Richtung Osten, wobei sich fantastische Ausblicke auf das Moseltal, auf Hatzenport und auf die St. Johanniskirche am Ortsrand ergeben.

Nach wenigen Kilometern erreichen wir knapp unterhalb der Moselhöhen die markante Schutzhütte Rabenlay mit ihrer atemberaubenden Aussicht. Nun ändert sich das Landschaftsbild, da sich der Pfad vom Moseltal abwendet. Unser Blick schweift über weite Felder. In der Ferne erscheinen die Spitzen der Berge auf der anderen Moselseite.

Über die sanft gewellten Kuppen des Schromberger Thalsberges erreichen wir einen Wald mit knorrigen Krüppeleichen. Wir steigen hinab in das stille Schrumpftal und von dort wieder bergauf zu den Höhen des Maifeldes. Bald erreichen wir erneut die Hangkante und dort einen Startplatz für Gleitschirm- und Drachenflieger.

Das Wetter ist so schön, spontan entschließe ich mich, die Runde noch ein wenig zu verlängern. Bevor wir den Rückweg nach Hatzenport antreten, wandern wir auf den Moselhängen noch bis zum Ort Lasserg, um von dort durch den urwüchsigen Bischofsteinergraben zur schönen Burg Bischofstein abzusteigen.

Nach 17 Kilometern erreichen wir schließlich wieder unseren Startpunkt. Leider steht die Sonne schon tief am Himmel., sonst würde ich am liebsten einfach noch zwei Stunden weiterwandern. Ein perfekter Tag.

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Moselhänge im Morgennebel

Hatzenport im Nebel

Hatzenport im Nebel

Wir haben die Nacht in Brodenbach an der Mosel verbracht. Als ich am Morgen aufwache, liegt der Fluss voll im Nebel. Sichtweite unter 50 Meter. Doch der Dunst reicht nur bis zu halben Höhe der Moselhänge hinauf. Darüber lacht uns die Sonne vor einem blauen Himmel entgegen. Toll sieht das aus.

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Bergschluchtenpfad Ehrenburg

Blick Richtung Brodenbach in das Moseltal

Blick von der Teufelsley Richtung Brodenbach und in das Moseltal

Hilfe, wer hat nur all die schönen Farben geklaut? Für heute haben wir uns den längsten und steilsten aller 24 Traumpfade an Eifel-Mosel-Rhein vorgenommen. Und ausgerechnet heute will die Sonne gar nicht durch die Wolken brechen, um der tristen Herbstlandschaft ein wenig Glanz und Farbe zu verleihen. Alles ist grau und braun. Nur Farne, Moose und Gräser bringen noch ein wenig dunkles Grün in die Landschaft. Aber egal, wir ziehen es durch. Immerhin regnet es nicht 🙂

Der Traumpfad „Bergschluchtenpfad Ehrenburg“ beginnt in Brodenbach am Ufer der Mosel und führt uns zunächst ins Brodenbachtal. Zwischen steilen Hängen geht es eine halbe Stunde auf schmalen und laubbedeckten Pfaden bergauf. Die folgende Passage durch den Moselhang führt zur Teufelslay Schutzhütte, die einen weiten Blick in das Moseltal bietet.

Wir umrunden den Schafberg, kommen an einer Wiese mit wetterfesten Schottischen Hochlandrindern vorbei und erfreuen uns an dem Panoramablick über die gesamte Region. Am langen Berg führt uns der Weg anschließend über Nörtershausen wieder in das Brodenbachtal.

Wir folgen dem bereits halb zugefrorenen Brodenbach erneut bergauf und kommen an der uralten germanischen Kultstätte „Donnerloch“ vorbei. Es folgt eine äußerst steile Passage, die wir dummerweise dreimal gehen müssen (rauf, runter und wieder rauf), weil ich genau dort meine Mütze verloren habe.

Auf der Hochebene angekommen, wandern wir weiter zur mächtigen Ehrenburg, einem beliebten Ausflugsziel auf einem Felssporn hoch über dem Ehrbachkamm. Leider stehen wir vor verschlossenen Toren: Geöffnet von Ostern bis Allerheiligen. Da sind wir wohl zu spät dran. Also unterqueren wir die Burgbrücke und steigen in das ursprüngliche Ehrenbachtal hinab.

Von hier sind es eigentlich nur wenige hundert Meter bis zu unserem Startpunkt der Tour, doch die Wandergötter haben anders geplant und noch einmal eine vier Kilometer lange Schleife um Brodenbach vorgesehen.

So kommt es, dass wir westlich des Ortes noch einmal den Moselhang hinauf und wieder hinabsteigen, wodurch wir auf dieser 18 Kilometer langen Runde fast die 1.000 Höhenmeter voll machen. Glücklich, aber auch ein wenig erschöpft, kommen wir nach fünfeinhalb Stunden wieder an unserem Wohnmobil an. Jetzt werden erst Mal die Beine hochgelegt …

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Advent, Advent, ein Riesenkerzlein brennt

Blick vom Marktplatz zur illuminierten Genovevaburg

Blick vom Marktplatz zur illuminierten Genovevaburg

Auf Nachtspaziergang in Mayen. Die Einkaufsstraße und der Marktplatz sind schon weihnachtlich dekoriert. Überall leuchtet und glitzert es. Besonders auffällig: Der runde, 30 Meter hohe Bergfried der Genovevaburg. Er ist in der Dunkelheit wie eine überdimensionale Adventskerze illuminiert. Total romantisch sieht das aus.

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Traumpfad Förstersteig

Aussichtspunkt oberhalb von Schloss Bürresheim

Aussichtspunkt oberhalb von Schloss Bürresheim mit Nlic ins Hochtal der Nette

Ein neuer Tag beschert uns eine schöne Waldwanderung mit vielen Aussichtspunkten: Heute sind wir den 15 Kilometer langen Traumpfad „Förstersteig“ nordwestlich von Mayen gelaufen.

Der Weg startet auf den Eifelhöhen und führt über mehre Stationen hinunter ins Hochtal der Nette zum Schloss Bürresheim. Gemeinsam mit Burg Eltz und der Burg Lissingen ist es eine der wenigen Anlagen in der Eifel, die niemals erobert oder verwüstet wurden

Durch seine einzigartige Lage im Grenzgebiet der Besitzungen von Kurköln und Kurtrier bestimmten diese Erzbistümer die Geschichte des Schlosses maßgeblich mit. Ein Teil der Burganlage gehörte den Kölnern, ein anderer den Trierern. Heute ist die Trierer Burg verfallen, jene der Kölner jedoch erhalten und an ausgewählten Terminen zu besichtigen.

Mit Schloss Bürresheim hatten wir den tiefsten Punkt unserer Wanderung erreicht. Von nun an ging es über eine Strecke von sechs Kilometern stetig aufwärts und am Nitztal vorbei zurück zum Startpunkt der Tour.

Insgesamt gab es bei dieser abwechslungsreichen Tour 850 Höhenmeter zu bewältigen. Leider zeigte sich die Sonne nur selten, so dass wir die zahlreichen Fernblicke in die verschiedenen Täler nicht wirklich genießen konnten. Im Frühjahr sieht das bestimmt schon ganz anders aus. Müssen wir noch mal wiederkommen …

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Durch den vereisten Zauberwald

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Puh, die letzten Nächte hat es in der Eifel mehrmals heftig gefroren. Und wo die tiefstehende Dezembersonne einzelne Wald- und Talabschnhitte nicht mehr erreicht, ist der Raureif auf Wiesen und Bäumen auch tagsüber nicht getaut. So wurde es Nacht für Nacht mehr.

An manchen Stellen sieht es dadurch schon richtig winterlich aus. Besonders fasziniert hat mich ein karger Steilhang im Monrealer Wald, der mit nunmehr blattleeren und vom Frost in Weiß getauchten Krüppeleichen bewachsen ist. Wie in einem Zauberwald sieht es dort aus.

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Traumpfad Monrealer Ritterschlag

In Monreal am Ufer der Elz

In Monreal am Ufer der Elz

Wir sind weiterhin in der Region um Mayen unterwegs. Heute bin ich mit Doxi den Traumpfad „Monrealer Ritterschlag“ gewandert, der im Jahre 2011 mit dem prestigeträchtigen Titel „Deutschlands schönster Wanderweg“ ausgezeichnet wurde.

Die rund 14 Kilometer lange Strecke beginnt im idyllischen Ort Monreal an der Elz und führt über schöne Waldschluchten- und Bergrückenpfade mit zahlreichen Eifelpanoramen und wunderbaren Blicken in die Bachtäler von Elz und Thürelz. Am Ende der Wanderung warten dann noch die romantischen Burgruinen der Philipps- und der Löwenburg oberhalb von Monreal.

Einige Abschnitte der Tour auf engen und steinigen Pfaden waren aufgrund des nassen, gefrorenen Bodens heute nicht ganz einfach zu laufen. Aber dafür changierte die Landschaft immer wieder ganz malerisch zwischen gefrorenem Weiß und feuchtsattem Grün. Und die Streckenführung ist wirklich super! Eine ganz tolle Tour, die wir in rund vier Stunden bewältigt haben.

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Im Mayener Grubenfeld

Blick in einen der Basaltsteinbrüche

Blick in einen der Basaltsteinbrüche

Heute habe ich mit Doxi eines der ältesten Bergwerke nördlich der Alpen besucht, das Mayener Grubenfeld am nordöstlichen Rand der Stadt Mayen. Schon seit der Jungsteinzeit wurde hier das poröse Basaltgestein abgebaut, das bei einem Vulkanausbruch vor rund 12.000 Jahren entstanden ist.

Genutzt wurde der Basalt vor allem zur Herstellung von Reib- und Mühlsteinen, sowie als Baustoff (Pflastersteine, Schotter) und für bildhauerische Tätigkeiten. Früher wurden Grabsteine im Rheinland fast ausschließlich aus diesem Material gefertigt. Auch die Mühlen in meinem Heimatdorf Büttgen wurden über mehrere Jahrhunderte mit Mühlsteinen aus dem Basalt dieses Grubenfeldes betrieben.

Für die Erschließung des Basalts wurden zahlreiche offene Steinbrüche, aber auch fast 500 Schächte und untertägige Stollen angelegt. Nach dem Ende des untertägigen Abbaus ab etwa 1840 nutzten örtliche Brauereien die entstandenen Stollen als Felsenkeller für die Lagerung von Bier, weshalb sich in der Region zahlreiche Brauereien ansiedelten.

Nachdem auch die übertägigen Steinbrüche in den 1970er-Jahren ihren Betrieb eingestellt haben, hat die Natur das Gelände zurückerobert. Dadurch bietet das Grubenfeld zahlreichen bedrohten Pflanzen- und Tierarten einen Lebensraum, etwa als Überwinterungsquartier für Fledermäuse.

Ich finde es total faszinierend, dass hier seit fast 7.000 Jahren Steine abgebaut werden. Schon lange vor den Römern haben die Menschen mit diesen Steinen ihr Getreide gemahlen. Einige alte Krananlagen und verrostete Schienenstränge auf dem Gelände zeugen davon, dass sich diese Nutzung bis in die Neuzeit fortgesetzt hat.

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Kunst aus Basalt

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Am Rande des Mayener Grubenfeldes sind zahlreiche bildhauerische Werke aus Basalt im Skulpturenpark Lapidea ausgestellt. Zwischen 1985 und 2006 veranstaltete der Verein „Förderkreis Natursteine Mayen“ alle drei Jahre ein mehrwöchiges Symposion für Steinmetze und Steinbildhauer aus aller Welt.

Teilnehmer waren unter anderem die zeitgenössischen Künstler Thomas Resetarits, Wilfried Behre, Jinmo Kang, Susanne Specht, Heike Schaefer, Peter Rübsam, Elisabeth Juan, Yoshimi Hashimoto, Colin Foster, Jon Barlow Hudson, Luciano Massari, Peter Roller, Georg Miks, Tanja Preminger und Bernd Bodechtel.

Ein Teil der seinerzeit entstandenen Werke wurden mittlerweile verkauft oder an anderer Stelle in Mayen ausgestellt. Viele Werke sind jedoch nach wie vor hier zu sehen. Eine beeindruckende Sammlung vor der grandiosen Kulisse des von der Natur überwucherten Grubenfeldes. Hier einige der Werke, die mir besonders gefallen haben.

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Mittelalterliches Monreal

Blick von der Elzbrücke Richtung Monreal

Blick von der Elzbrücke Richtung Monreal

Heute Nachmittag war ich mit Doxi in dem hübschen Städtchen Monreal im Tal der Elz unterwegs. Oberhalb des mittelalterlichen Ortskerns erheben sich die Ruinen der Löwen- und Philippsburg – eine wirklich romantische Kulisse.

Die ältesten erhaltenen Siedlungsspuren in Monreal stammen aus vorchristlicher Zeit. Urkundlich erstmals erwähnt wird es 1193 als „Cunisberch“ (Königsberg). Anfang des 13. Jahrhunderts weiteten die Grafen von Virneburg ihren Einflussbereich auf die kleine Siedlung aus. Der Mode der Zeit entsprechend verwendeten sie von nun an den französischen Namen „Monroial“ (= Königsberg). Später wurde daraus der heutige Name „Monreal“.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg entstand im Ort eine bedeutende Tuchindustrie, gestützt auf die Wolle der großen Schafherden in der Eifel. Viele Fachwerk- und Bruchsteinhäuser zeugen noch heute vom einstigen Wohlstand der Monrealer Tuchmacher.

1988 wurde Monreal Ziel einer Aktion des Satiremagazins Titanic. Deren Redakteure gaben sich als Team einer Produktionsfirma aus und erklärten, auf der Suche nach einem geeigneten Drehort für eine große ZDF-Serie zu sein. Es gelang ihnen, den Bürgermeister und weitere Amtsträger zu einer Neugestaltung des Ortes zu überreden. Dazu wurde ein ganzer Hügel gerodet, eine „störende“ Telefonzelle abgerissen und der Ausblick auf die Löwenburg durch eine Fabrikfassade verstellt. Was für ein Streich.

Im Jahr 2009 wurde Monreal dann tatsächlich zum Drehort für die deutsche Fernsehkrimiserie „Der Bulle und das Landei“. Insgesamt wurden bisher sechs Folgen der Serie in Monreal gedreht und von 2010 bis April 2016 im Ersten Programm der ARD ausgestrahlt.

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Mittags in Mayen

Blick von der Genovevaburg auf den Marktplatz von Mayen

Blick von der Genovevaburg auf den Marktplatz von Mayen

Wir sind unterwegs zwischen Vulkaneifel und Mosel. Heute stehen wir auf dem kostenlosen Womo-Stellplatz am alten Viehmarkt in Mayen. Die Stadt liegt am Übergang zwischen dem Neuwieder Becken und der Geländestufe der Eifel und schmückt sich deshalb mit dem Titel „Mayen, das Tor zur Eifel“.

Die Siedlung existiert bereits seit der Römerzeit und lag seinerzeit an der bedeutenden Römerstraße von Trier nach Andernach. Vom Ende des 3. Jahrhunderts bis ins Mittelalter waren hier zahlreiche Töpfereien angesiedelt. Deren Produkte fanden in ganz Mitteleuropa Verbreitung und verhalfen der Region zu einem gewissen Wohlstand.

Mayen wurde 1041 erstmals urkundlich erwähnt und erhielt am 29. Mai 1291 die Stadtrechte. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde die zu Kurtrier gehörende Stadt besetzt und stark zerstört, aber später wiederaufgebaut. Schlimmer waren jedoch die Verwüstungen im Zweiten Weltkrieg. Bei Luftangriffen im Dezember 1944 und Januar 1945 wurde die Stadt zu 90 Prozent zerstört. Erst durch eine besondere Abstimmung unter den Bürgern wurde der Wiederaufbau beschlossen.

Den Mittelpunkt der Stadt bildet der Marktplatz mit dem alten Rathaus von 1717 und der Genovevaburg aus dem 13. Jahrhundert. Heute ist in der Burg das Eifelmuseum mit dem Deutschen Schieferbergwerk untergebracht. Hier gibt es eine Menge Interessantes über die Eifel zu entdecken.

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