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Drei-Brückentour zwischen Rhein und Main

Drei-Brückentour zwischen Rhein und Main
Wiesbaden, 21. April 2018

Blick auf die Skyline von ;Mainz von der anderen Rheinseite aus

Wenn man die Skyline von Mainz richtig sehen will, muss man auf die andere Rheinseite nach Hessen rübermachen. Dort waren wir heute auf einer Drei-Brücken-Wanderung zwischen Rhein und Main unterwegs.

Von unserem Stellplatz am Mainzer Fußballstadion (Bruchwegstadion) liefen wir zunächst zweieinhalb Kilometer zur Rheinpromenade und dann noch ein Stück rheinabwärts zur Theodor-Heuss-Brücke. Auf der anderen Rheinseite ging es zunächst am alten Mainzer Kastell vorbei rheinabwärts über die Rheinhalbinsel am großen Campingplatz und verschiedenen Werften vorbei in Richtung Main-Mündung.

Die hatte ich mir in Anlehnung an die Mosel-Mündung am Deutschen Eck in Koblenz ein wenig spektakulärer vorgestellt, aber so „fett“ ist der Main eben auch nicht. Anschließend ging es entlang des Mainufers nach Kostheim, früher das letzte Dorf am Main, heute der südlichste Ortsbezirk der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden.

Dieser Stadtteil gehört zu den sogenannten rechtsrheinischen AKK-Stadtteilen, die im Zeitraum zwischen 1908 bzw. 1913 und 1945 zur Stadt Mainz gehörten und nach dem Krieg von der amerikanischen Militärregierung unter die Verwaltung der Stadt Wiesbaden gestellt wurden. Aus diesem Grund blieb der Namenszusatz „Mainz-“ trotz der politischen Zugehörigkeit zu Wiesbaden erhalten.

Über die Kostheimer Brücke wechselten wir bald auf die andere Mainseite und liefen dann durch den Burgpark wieder auf die Mainmündung zu. Direkt neben der Mainmündung befindet sich die große Eisenbahnbrücke (Südbrücke), über die auch Fahrradfahrer und Fußgänger auf die andere Rheinseite nach Mainz wechseln können.

Dahinter liefen wird durch den Mainzer Stadtpark und anschießend am antiken Römischen Theater auf die mittelalterliche Zitadelle von Manz zu. Wir durchqueren die Zitadelle und den dahinter liegenden früheren Mühlenberg, auf dem heute ein riesiges Kinderspielgerät mit Windrad und Rutsche an den früheren Mühlenstandort erinnert.

Dann ging es noch zwei Kilometer durch die Stadt zurück zu unserem Stellplatz im Stadtteil Hartenberg/Münchfeld, wo wir nach dreieinhalb Stunden und 14 Wanderkilometern um einige interessante Eindrücke reicher wieder eintrafen.

( MITI )

Historisches Mainz

Historisches Mainz
Mainz, 20.04.2018

Blick über das historische Mainz von der alten Zitadelle aus

Mainz, ich war noch nie in Mainz! Fast das Einzige, was ich mit der Rheinland-Pfälzischen Landeshauptstadt verbinde, ist der Karneval und die Vorstellung, dass sie dort etwas komisch „spresche dun“. Und natürlich, dass Johannes Gutenberg dort den Buchdruck erfunden hat.

Nach unserer sehr schönen Morgenwanderung rund um Eppstein fahre ich am Mittag sofort nach Mainz weiter, um dem nachmittäglichen Berufsverkehr zu umgehen. Aus den Verkehrsnachrichten im Radio weiß ich, dass es sich im Ballungszentrum Mainz-Wiesbaden mindestes zweimal am Tag an diversen Stellen ganz heftig staut. Darauf kann ich gerne verzichten.

Wir kommen auf dem Stellplatz am Mainzer Fußballstadion im Stadtteil Hartenberg/Münchfeld unter, rund zweieinhalb Kilometer vom historischen Stadtzentrum entfernt. Da wir dort sicher und sonnengeschützt im Schatten stehen, kann ich es wagen, Doxi im Womo bei geöffneten Fenstern allein zu lassen, um das historische Mainz mit dem Fahrrad zu erkunden.

Es wird eine sehr interessante dreistündige Tour, auf der mir viele Zeugnisse aus den verschiedenen Epochen der Mainzer Zeitgeschichte begegnen. Die Stadt liegt gegenüber der Mündung des Mains auf der westlichen Rheinseite bei Rheinkilometer 500, ungefähr auf halbem Wege zwischen Bodensee und Nordsee. Durch Mainz verläuft der 50. Breitengrad nördlicher Breite.

Erste dauerhafte Ansiedelungen im Mainzer Stadtgebiet gehen auf die Kelten im ersten Jahrtausend vor Christus zurück. Nach dem Gallischen Krieg verdrängten die Römer die Kelten vom Rhein. Im Jahre 13 v. Chr. soll das erste Militärlager und damit die Stadt Mainz von Drusus unter dem Namen „Mogontiacum“ errichtet worden sein. Der Name des römischen Feldherrn begegnet mir auf meiner Stadtbesichtigung immer wieder.

Fast 500 Jahre lang gehörte die Stadt zum Imperium Romanum. Ab 89 n. Chr. wurde sie zur Hauptstadt der Provinz Germania superior. Vor allem die von den Römern errichtete Rheinbrücke machte den Ort wirtschaftlich und strategisch bedeutend. In der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts entstand die erste Stadtmauer. Ich sehe unterwegs eine ganze Reihe von Zeugnissen der römischen Besiedlung, etwa das ausgegrabene römische Stadttheater unterhalb der Zitadelle oder ein rekonstruiertes Rheinschiff der Römer vor dem Stadtmuseum.

Weitaus zahlreicher sind jedoch die Zeugnisse von Mainz großer Bedeutung als Bischofssitz. Spätestens ab der Mitte des 4. Jahrhunderts bestand in der Stadt eine christliche Gemeinde unter Leitung eines Bischofs. 782 wurde Mainz zum Erzbistum erhoben. Der Einfluss der Mainzer Erzbischöfe ließ diese zu Reichserzkanzlern, Landesherren des kurmainzischen Territoriums (Kurfürsten) und Königswählern aufsteigen.

Als eine der ersten Stationen auf meiner Tour besuche ich die spätmittelalterliche Zitadelle, die ab der Mitte des 16. Jahrhunderts entstand und teil einer moderneren Festungsanlage war, die die ganze Stadt umfasste. Außerhalb dieser Festung durften keine Steinbauten errichtet werden, was das Wachstum der Stadt bis in das 20. Jahrhundert hinein stark begrenzte. Erst kurz vor dem Ersten Weltkrieg wurde die alte Festung endgültig abgerissen, sodass die Stadt nun auch außerhalb der alten Mauern wachsen konnte

Im Altstadtbereich fallen mir vor allem die vielen Kirchen und repräsentativen Bauten aus der Barockzeit auf, die die Wirrungen des 18., 19. und 20. Jahrhunderts überstanden haben. In dieser Zeit war Mainz mehrfach durch die Franzosen besetztt: Erst unter Napoleon, dann nach dem Ersten Weltkrieg und wieder nach dem Zweiten Weltkriegg, in dem Mainz durch Luftangriffe der Alliierten zu fast 80% zerstört wurde. Ich vermute, dass deshalb so wenige mittelalterliche Fachwerkbauten in der Altstadt erhalten geblieben sind.

Der Rhein bildete damals die Grenze zwischen der französischen und der amerikanischen Besatzungszone, weshalb die rechtsrheinischen Stadtteile von Mainz dem von der Amerikanern besetzten Wiesbaden zugeschlagen wurden – Ursache für eine bis heute anhaltende Rivalität der beiden Städte. Nun, in Wiesbaden war ich noch nicht, aber das historische Mainz gefällt mir auf jeden Fall ausnehmend gut.

( MITI )

Bei den Naturfreunden Haßfurt

Hinter unserem Wohnmobil: Der Main.
Haßfurt, 31.07.2016

Hinter unserem Wohnmobil: Der Main.

Welcome to the jungle! Wir sind vom Taunus weiter nach Süden an den Main gefahren, nach Haßfurt zwischen Bamberg und Schweinfurt. Weil hier gerade heiße Luftmassen aus Südeuropa durchziehen und es eben erst kräftig geregnet hat, fühlt es sich an wie im Tropenhaus. Nur ohne Affen.

Wir wandern durch den Wald in den Haßbergen und sind schon komplett durchgeschwitzt, noch bevor wir überhaupt die ersten Berge erreichen. Man, ist das ein Wetter heute, aber egal.

Auf naturnahen Trampelpfaden folgen wir dem Fluss Wässernach und seinen Nebenbächen, die jetzt im Hochsommer weitgehend trocken liegen. Der Bachgrund ist übersät mit großen schwarzen Basaltsteinen, die sonst unter der Wasseroberfläche verborgen sind.

Nur in einigen wenigen Untiefen steht noch das Wasser und Doxi stürzt sich gleich hinein, egal wie steil die Uferkante abbricht: Hauptsache wasserschlabbern und die heißen Beinchen kühlen. Das könnte mir jetzt auch gefallen.

Nach der zweistündigen Wanderung steuern wir unseren heutigen Stellplatz bei den Naturfreunden Haßfurt an. Der Platz liegt einen Kilometer außerhalb der Stadt wunderbar im Grünen und direkt am Main. Ideal für Doxi und auch für mich, um das Kajak ins Wasser zu lassen.

Haßfurt selbst hat nicht so wahnsinnig viel zu bieten, wie ich bei einer kurzen Stadtbesichtigung mit dem Fahrrad feststelle. Aber der Platz der Naturfreunde ist wirklich ein Traum. Hier kann man es aushalten.

( MITI )

Staffelberg, Vierzehnheiligen, Kloster Banz

Der Staffelberg oberhalb von Bad Staffelstein
Bad Staffelstein, 5. April 2016

Der Staffelberg oberhalb von Bad Staffelstein

Bad Staffelstein, im „Gottesgarten am Obermain“ gelegen, hat in seiner näheren Umgebung viele Sehenswürdigkeiten zu bieten: Dazu zählen der nahe Staffelberg, die von Balthasar Neumann erbaute Basilika Vierzehnheiligen, sowie das Kloster und Schloss Banz. Diese drei Orte haben wir heute im Rahmen einer 21 Km langen Wanderung besucht.

Zunächst ging es hinauf auf den Staffelberg, den 539 m ü.N.N. hohen Hausberg von Bad Staffelstein. Sein Name leitet sich von den ausgeprägten Geländestufen („Staffeln“) ab, die einen aufschlussreichen Einblick in die Erdgeschichte geben. Von der Jungsteinzeit (um 5000 v. Chr.) bis zur Römischen Kaiserzeit (ca. 350 bis 420 n. Chr.) war der Berg mehrfach besiedelt, u.a. von den Kelten.

Heute befinden sich dort die Staffelbergklause mit Biergarten sowie die 1653 errichtete Aldegundiskapelle. Vom Gipfelplateau aus hat man einen wunderbaren Blick auf Bad Staffelstein und das gesamte umliegende Maintal.

Weiter ging es entlang der Mainhöhen zur Basilika Vierzehnheiligen, einem bedeutenden Wallfahrtsort, mit bis zu einer halben Million Besuchern im Jahr. Das ab 1743 errichtete Gotteshaus ist ein Prachtstück barocker Architektur.

Sie ist den heiligen vierzehn Nothelfern geweiht. Nach der Sage erschien dem Schäfer des Klosters Langheim anno 1445 das Jesuskind im Kreise anderer Kinder, halb rot, halb weiß gekleidet. Diese stellten sich als die vierzehn Nothelfer vor und verlangten, dass für sie eine Kapelle gebaut würde – und so geschah es.

Von den vierzehn Nothelfer wurden zwölf als Figuren in einen beeindruckenden Rokoko-Altar („Gnadenaltar“) integriert, der in der Mitte des Langhauses frei im Raum steht. Zwei weitere Nothelfer stehen an den beiden seitlichen Altären.

Die Fassade der Basilika orientiert sich an der des Klosters Banz, das rund 6 Kilometer weiter auf der anderen Mainseite auf einem Hügel thront. Dorthin führte uns der weitere Weg und von dort wieder zurück über den Main nach Bad Staffelstein. Eine wirklich außergewöhnliche Wanderung bei herrlichem Wetter.

( MITI )

Start zu unserer Odenwald-Tour

Das Schloss am Main
Aschaffenburg, 14.03.2016

Das Schloss Johannisburg am Main

Auf geht’s zu unserer ersten Womo-Tour im Jahr 2016. Unser Ziel: Der schöne Odenwald zwischen Darmstadt und Heidelberg. Der Start fällt etwas holprig aus, passend zum schlechten Wetter, das uns in den letzten Wochen zu Hause festgehalten hat. Denn der Womo-Stellplatz in Heppenheim, den wir als erste Station ansteuern, existiert offensichtlich nicht mehr. Überraschung.

Also fahren wir weiter durch enge und steile Odenwaldsträßchen ins liebliche Fischbachtal und zum Wanderparkplatz Heuneburg. Doch der erweist sich für Womos als ungeeignet.

Kurzentschlossen starten wir durch und fahren weiter nach Aschaffenburg, wo wir endlich einen passenden Stellplatz vorfinden – direkt am Main und unmittelbar gegenüber der Altstadt. Perfekt!

Wir nutzen die späten Nachmittagsstunden bei herrlichem Sonnenschein für einen Spaziergang durch die historische Altstadt auf dem Stiftsberg. Vorbei am Rathaus mit seinen markanten Pforten geht es zur katholischen Stiftsbasilika und weiter über die evangelische Christuskirche zum Schloss Johannisburg, dem Wahrzeichen der Stadt. Ein wirklich imposanter Bau, der jedoch wie große Teile der Stadt im zweiten Weltkrieg zerstört und in den Fünfzigerjahren mühsam wieder aufgebaut werden musste.

Ein Merkmal von Aschaffenburg sind die vielen Gärten und Parks, die sich um die Innenstadt gruppieren: Park Schönbusch mit den gleichnamigen Schlösschen, der Nilkheimer Park, der Schlossgarten zwischen Schloss und Pompejanum und die  Fasanerie im Osten der Stadt. Nur einen kleinen Teil davon haben wir heute besuchen können. Ein guter Grund, noch einmal wieder zu kommen.

( MITI )

Wertheim – Wo Tauber und Main zusammenfließen

Am Stellplatz gegenüber der Burg Wertheim
Kreuzwertheim, 13.09.2015

Am Stellplatz gegenüber der Burg Wertheim

Ich bin mit Doxi und dem Wohnmobil auf dem Weg vom Rheinland ins südliche Bayern. Auf halber Strecke haben wir in Wertheim, der nördlichsten Stadt von Baden-Württemberg, Halt gemacht.

Der Main bildet hier die Grenze zwischen Bayern und Baden-Württemberg. Wir stehen auf der bayerischen Seite in Kreuzwertheim mit herrlichem Blick auf den Main und die Burg Wertheim, die den Ort überragt.

Innerhalb des Stadtgebietes mündet die Tauber in den Main. Ich habe die Gelegenheit genutzt und bin auf beiden Flüssen ein wenig mit meinem Faltkajak gepaddelt. Ein wirklich hübscher Flecken Deutschland ist das hier.

( MITI )

Kloster Vogelsburg – Doxi im Weinberg

Kloster Vogelsburg – Doxi im Weinberg
Volkach, 24.03.2014

Doxi im Weinberg oberhalb der Mainschleife

Auf dem Rückweg von Bamberg nach Neuss nehmen wir bewusst die Bundesstraße 22, die quer durch das Frankenland führt und bis Würzburg viele interessante Blicke auf die Landschaft bietet.

Bei Kloster Vogelsburg oberhalb der Mainschleife bei Volkach machen wir halt, spazieren ein wenig durch die Weinberge und genießen den Blick über die Landschaft. Ein schöner Flecken Erde, der bereits in frühester Zeit besiedelt wurde, wie mir die Wikipedia verrät.

( MITI )