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Grenzwald – Maaskante – Galgenvenn

Grenzwald – Maaskante – Galgenvenn
Kaldenkirchen, 23. Februar 2018

Ehemalige Tongruben im Grenzwald, die sich später mit Wasser gefüllt haben

Heute waren wir bei sonnig-kaltem Winterwetter im Deutsch-Niederländischen Grenzgebiet südlich von Venlo unterwegs. Der Grenzwald liegt im Westen von Kaldenkirchen und findet seinen Abschluss am Maas-Abhang, der hie die Landesgrenze bildet.

Das Gebiet gehört zum Naturpark Maas-Schwalm-Nette und wird von nährstoffarmen Böden geprägt, die zumeist aus Sand bestehen. Im Wald befinden sich einige kleine Moor- und Sumpfgebiete (Langes Venn, Galgenvenn und Kempkes Venn), die die letzten ihrer Art am Niederrhein sind und unter Naturschutz stehen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Grenzwald zur Sperrzone erklärt und der Baumbestand den Niederländern als Reparationsleistung zur Abholzung überlassen. Im heißen Sommer 1947 brannte der Wald vollständig ab. Zurück blieb reiner Sandboden, der dem Wind eine große Angriffsfläche bot und schnell erodierte.

Es dauerte mehrere Jahre, bis mit der großflächigen Wiederaufforstung begonnen werden konnte. 1951 wurden 650.000 Kiefern gepflanzt, Später kamen unter anderem auch Roteichen hinzu. Um die Waldbrandgefahr zu mindern, wurden Schutzschneisen ausgebaut und Löschwasserteiche angelegt.

Heute zeigt der Grenzwald eine große Baumvielfalt. Unter den Beständen hat sich längst wieder eine neue Humusschicht gebildet. Der Wald ist ein beliebtes Naherholungsgebiet, in dem u.a. der Premium-Wanderweg „Galgenvenn“ verläuft.

Wir laufen heute eine erweiterte Variante dieses Weges, der am Gasthaus „Galgenvenn“ beginnt. Zunächst passieren wir die schönen Heidemooren Sonsbeck-Venn und Langes Venn und erreichen bald die Abbruchkante der Maas, die schöne Blicke ins Tal bietet.

Auf niederländischer Seite geht es ein kurzes Stück durch Agrarlandschaft zu den renaturierten Tongruben des Naturschutzgebiets Holtmühle. Anschließend führt uns der Weg zum Heidegebiet Hühnerkamp und durch Waldalleen vorbei am Galgenvenn zurück zum Ausgangspunkt, den wir nach dreeinhalb Stunden und 13 Wanderkilometern wieder erreichen. Die Hände sind ein wenig durchgefroren, aber die Tour war echt toll.

( MITI )