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Familienwanderung rund um die Wildenburg

Blick aus dem Tal es Manscheider Baches hinauf zur Wildenburg

Es ist das erste richtig sonnige Frühlingswochenende in diesem Jahr und wird sind mit einem Teil der Familie rund um die Wildenburg  in der Nähe von Reifferscheid (Gemeinde Hellenthal) in der Eifel unterwegs.

Unsere 15 km lange Wanderung verläuft in leichtem auf und ab durch eine liebliche Eifellandschaft und bietet immer wieder grandiose Fernsichten. Wir durchwandern Bachtäler und bunte Wiesen, passieren hübsche Weiler und blicken immer wieder zur Wildenburg, unserem Startpunkt.

Die Burg wurde zwischen 1202 und 1235 auf einem Bergsporn erbaut und ist eine der wenigen Eifeler Höhenburgen, die niemals durch Kriegseinwirkung oder Abriss zerstört wurden. Sie war Mittelpunkt einer Herrschaft, die sich im Westen bis an die heutige belgische Grenze und im Osten bis vor die Tore der Abtei Steinfeld erstreckte.

Die Anlage liegt am Ende eines schmalen, weit ins Tal reichenden Bergvorsprungs, der nach drei Seiten stark abfällt. Diese geografische Lage bot den Burgbewohnern guten Schutz, verhinderte jedoch das Entstehen einer größeren Siedlung.

Die drei Damen beim Anstieg nach Kreuzberg

Wir parken an der Burg und laufen zunächst über einen urigen Pfad steil bergab ins Tal zum Manscheider Bach. In der schönen Wiesenlandschaft haben wir einen herrlichen Blick auf den gesamten Komplex der Wildenburg.

Weiter geht es bis zum Örtchen Kreuzberg, wo wir einen Blick in die hübsche und gepflegte Kirche am Ortseingang werfen. Dann steigen wir durch einen dichten Tannenwald abwärts zu den Weilern Unterschömbach und Linden. Dahinter geht es über einen Höhenweg hinauf zum Fuchsberg , wo sich uns herrliche Fernblicke in die Eifellandschaft eröffnen.

Über Feldwege laufen wir weiter zum Weiler Kradenhövel und steigen dann ins Tal des Wolferter Bachs hinab. Wir folgen dem Bach bis zum Dorf Wiesen. Über einen morastigen Pfad am Waldrand geht es nun weider steil bergan, wobei wir in der Ferne auf Reifferscheid und die Burg Reifferscheid blicken.

Nach kurzer Passage durch Wald, Ginster und Wiesen abwärts erreichen wir den Leiderbach. Ein kurzer, steiler Anstieg bringt uns schließlcih zurück zur Wildenburg und durchs Burggelände zur Burgschänke, wo wir ein köstliches Nachmittagsmahl genießen. Alle Mitwandernden sind sich einig: Das war wirklich eine ganz und gar gelungene Tour.

( MITI / )

Narzissenpracht im Oleftal

Doxi zwischen den Narzissen entlang der Olef

Zwischen Mitte April und Anfang Mai blühen in der Eifel die wilden Narzissen. Besonders große Bestände gibt es im Fuhrtsbachtal bei Monschau und im Oleftal bei Hellenthal. Dort sind die feuchten Wiesen links und rechts der Olef jetzt mit tausenden gelb blühender Narzissen durchsetzt. Tatsächlich sind wir fast schon ein wenig spät dran, denn in diesem Jahr hat die Narzissenblüte relativ früh begonnen.

Wir starten am Wanderparkplatz Hollerather Knie, einem historischen Ort, denn genau hier begann im Dezember 1944 mit der Deutschen Ardennenoffensive der letzte Versuch des Naziregimes, den bevorstehenden Zussammenbruch der Kriegsfront im Westen doch noch abzuwehren. Noch heute wird die Gegend von den Panzersperren des Westwalls durchzogen, den sogenannten „Drachenzähnen“, die das NS-Regime ab Mitte der 1930er-Jahre errichten ließ.

Wir wandern zunächst mehrere Kilometer über bequeme Waldwege Richtung Norden, bis wir entlang schöner kleiner Waldbäche hinunter ins Oleftal steigen. Wir kommen genau da aus, wo die Olef in die Oleftalsperre mündet. Von dort folgen wir dem Bachlauf sieben Kilometer flussaufwärts. Auf dieser Strecke  bildet die Olef die Grenze zwischen Deutschland und Belgien.

Anfangs begegnen wir nur kleinen Gruppen von Narzissen, doch mit jedem Kilometer werden es mehr. Irgendwann stehen wir in einer Wiese, die in ein unendliches Meer gelber Blüten getaucht ist. Ein wunderbares Schauspiel.

( MITI / )

An der Oleftalsperre im Schnee

Blick von der Staumauer über die Oleftalsperre

In vielen Teilen Deutschlands liegt in diesen Tagen Schnee – bei uns im Rheinland natürlich nicht. Aber 50 Kilometer weiter westlich in der Eifel sehr wohl.

Ich bin mit Doxi an der Oleftalsperre bei Hellenthal unterwegs. Hier liegen rund 40 cm Schnee, die unter einem strahlendblauen Himmel wunderbar in der Wintersonne funkeln. Der Weg um die Talsperre ist weitgehend geräumt, so dass wir gut vorankommen.

Wir umrunden die Talsperre zunächst auf der sonnigen Südseite und entschließen uns anschließend, auf der gleichen Seite wieder zurückzulaufen, weil die andere Seite vollständig im Schatten liegt. Der Weg ist länger, als ich vermutet hatte. Als wir zu unserem Ausgangspunkt zurückkehren, meldet das Wandernavi eine Wegstrecke von fast 16 Kilometern. Allerdings ohne nennenswerte Höhenmeter. Eine perfekte Winterwanderung.

( MITI / )

Zwei Burgen-Tour um Reifferscheid

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Heute waren wir mit Bellis und Doxi im Gebiet der Eifelgemeinde Hellenthal unterwegs, Von der Burg Reifferscheid ging es zur Wildenburg und von dort über Zingscheid wieder zurück. Nachdem es am gestrigen Tag ein wenig geschneit hatte, waren Teile der Landschaft weiß „gezuckert“, was im Sonnenschein ein herrliches Bild abgab.

Sehr interessant war es auch, zu erfahren, dass die Burgherren von Reiferscheid seit dem Ende des 14. Jahrhunderts eine enge Beziehung in unsere Heimatregion pflegten – als Herren des Schlosses von Dyck, das nur wenige Kilometer von unserem Zuhause entfernt liegt.

( MITI / )