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Einmal rund um Zülpich

Einmal rund um Zülpich
Zülpich, 29. November 2017

Das Münstertor und rechts dahinter die Landesburg

Auf dem Rückweg von unserer Wanderung bei Bürvenich machen wir in Zülpich halt, um uns die alte Römerstadt mit dem klangvollen Namen „Tolbiacum“ ein wenig anzuschauen. Schon von weitem ist die Zülpicher Landesburg zu sehen, mit der die Kölner Erzbischöfe ihre Macht über die Region sicherten und zum Ausdruck brachten.

In die Geschichtsbücher ist die Stadt durch die „Schlacht von Zülpich“ im Jahr 496 n. Chr. eingegangen, bei der die Rheinfranken unter Sigibert von Köln mit der Hilfe der Salfranken unter Chlodwig I. gegen die angreifenden Alamannen siegreich blieben. Als Dank für den Sieg bekannte sich König Chlodwig anschließend zum Christentum und ließ sich taufen.

Das alte Zülpich wurde durch eine Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert eingefasst, die heute noch fast vollständig erhalten ist. Die mittelalterliche Ringmauer steht zum Teil auf den Resten einer römischen Mauer. Auch die vier Stadttore, das Kölntor, das Bachtor, das Weiertor und das Münsterror sind noch erhalten.

Für die Landesgartenschau im Jahre 2014 hat sich die Stadt mächtig herausgeputzt. Das ist auch heute, drei Jahre später, unverkennbar. Schön, dies einmal gesehen zu haben.

( MITI )

Eifelblicke über die Zülpicher Börde

Eifelblicke über die Zülpicher Börde
Bürvenich, 29. November 2017

Doxi im Naturschutzgebiet am Bürvenicher Berg

Wow, ist das ein Panorama! An einem trockenen und sonnig-kalten Novembermorgen stehen wir am Waldrand hinter dem Örtchen Bürvenich und können es kaum fassen, wie weit der Blick von hier ins Rheinland reicht. Die Infotafel signalisiert, es sind fast 140 Grad.

Ganz links sehen wir im Norden die Sophienhöhe bei Jülich, ganz rechts im Süden den Michelsberg in der Eifel. Und dazwischen die Kraftwerke bei Bergheim, die Industrieanlagen bei Wesseling, die Ville, Zülpich, Euskirchen und das Siebengebirge.

So lässt sich unsere 13 Kilometer lange Wanderung am Übergang zwischen der flachen Zülpicher Börde und dem Hügelland der Voreifel gut an.

Wir durchqueren zunächst das Naturschutzgebiet am Bürvenicher Berg, lassen das Gipfelkreuz hinter uns, steigen hinunter zum Bergbach und laufen auf Feldwegen, bis wir den Römerweg erreichen. Wir folgen einem Hohlweg und gelangen bald zur „Mathias Stele“ zwischen den Orten Floisdorf, Schwerfen und Eicks, die den verstorbenen Pilgern auf dem Jakobsweg gewidmet ist. Auch hier haben wir wieder einen grandiosen Blick in die Zülpicher Börde.

Weiter geht es über die alte Römerstraße in Richtung Eicks. Wir kommen an der alten Eickser Mühle vorbei und wandern parallel zum Rotbach bis zum Wasserschloss Eicks. Danach geht es in nordwestlicher Richtung wieder aus Eicks hinaus, bis wir den Mehlenbach überqueren und diesem auf einem langgestreckten Feldweg durch das Wasserschutzgebiet folgen.

Bergan geht es dann in nördlicher Richtung bis zum Ort Berg und von dort erneut hinauf zum Naturschutzgebiet am Bürvenicher Berg. Nach dreieinhalb Stunden erreichen wir wieder unseren Ausgangspunkt am Waldrand – ein wenig durchgefroren, aber auch sehr zufrieden wegen all dieser schönen Ausblicke, die uns diese Tour geboten hat.

( MITI )