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An der Dreilägerbachtalsperre

An der Dreilägerbachtalsperre
Roetgen, 26. Januar 2018

Doxi im Naturschutzgebiet Struffelt oberhalb der Dreilägerbachtalsperre

Man, ist das ein grauer Winter in diesem Jahr. Die Sonnenstunden seit Anfang Dezember kann man bei uns an zwei Händen abzählen. Trotzdem: Wir müssen mal wieder raus, und so machen wir uns an diesem Freitag auf zu einer Wanderung rund um die Dreilägerbachtalsperre in der Nordeifel bei Roetgen.

Wir starten am Wasserwerk am Fuße der Talsperre und wandern gleich über einen steilen und rutschigen Pfad zur Staumauer hinauf. Unser Weg führt uns zunächst in das angrenzende Naturschutzgebiet „Struffelt“, das zum Naturpark Hohes Venn-Eifel gehört.

Namensgebend ist der Struffeltkopf (450 Meter ü.N.N.), der die Umgebung um rund 100 Meter überragt. Die von Westen heranziehenden Wolken regnen sich an ihm regelmäßig ab. Die Gegend ist dadurch sehr wasserreich. Und weil der vorherrschende Lehmboden das Wasser schlecht versickern lässt, wird das Naturschutzgebiet von zahlreichen Bächen durchzogen.

Deren Wasser landet letztendlich in der Dreilägerbachtalsperre, die einen Großteil der Stadtregion Aachen, sowie Teile des Kreises Heinsberg und die niederländischen Städte Vaals und Kerkrade mit Trinkwasser versorgt.

Im Naturschutzgebiet Struffelt ist eine nährstoffarme Heidelandschaft vorherrschend, in der zahlreiche seltene Pflanzen- und Tierarten leben. Typisch für den Struffelt ist das Pfeifengras. Die langen Halme mit den violettgrauen Ähren wurden früher als Pfeifenputzer benutzt, da die knotenfreien Halme beim Durchziehen nicht im Pfeifenhals steckenbleiben.

Hinter dem Struffelt drehen wir in Richtung Südosten ab und wandern zum Anfang der Talsperre und weiter zu ihrer Vorsperre. Anschließend folgen wir mehrere Kilometer dem Dreilägerbach durch schönen Mischwald. An der Einmündung des Schneebachhanggrabens überqueren wir den Dreilägerbach und folgen nun dem Schneebachhanggraben bis kurz vor Roetgen.

Dann beginnt unser Abstieg zurück zum Fuße der Talsperre. Kurz bevor wir wieder unseren Startpunkt erreichen, kommen wir an Resten des Westwalls vorbei, dessen „Drachenzähne“ die Gegend rund um Aachen durchziehen. Hier wurde der Westwall als fünfreihige Panzersperre sogar über einen Bach geführt. Genutzt hat es freilich nichts, denn am 12. September 1944 durchbrachen amerikanische Verbände die Sperren und eroberten als erste deutsche Stadt Roetgen.

( MITI )

Von Roetgen ins Venn

Von Roetgen ins Venn
Roetgen, 22. November 2017

Im Staatsforst Oberweser. Überall Wasser hier.

Den schönen Herbsttag heute haben wir für eine abenteuerliche Wanderung im Hohen Venn bei Roetgen genutzt. Die 15 km lange Tour führt in der ersten Hälfte auf schmalen, wurzeligen und vielfach total vermatschten Pfaden immer am Wasser entlang stetig bergan durch dichten Wald im Staatsforst Oberweser.

Es ist wirklich beeindruckend, wie viel Wasser die Heidelandschaft des Venns speichern und in Form zahlloser Bäche auch wieder abgeben kann. Immer wieder müssen wir beherzt über kleine Zuläufe springen, um keine nassen Füße zu bekommen. Der Weg ist wirklich nicht einfach zu gehen, aber im zweiten Teil der Tour wird es besser.

Wir kommen an den Übergang zwischen Wald und Vennheide und laufen über breite Waldwege auf die Reste des ehemaligen Reinartzhofes zu. Das große Gehöft mitten im Venn wurde in den 1960er Jahren aufgegeben. Heute sind nur noch wenige Mauerreste vorhanden.

Weiter geht es durch den Wald zurück Richtung Roetgen, wo wir nach viereinhalb Stunden wieder unseren Startpunkt erreichen. Gerne würde ich die Tour vielleicht im nächsten Jahr noch einmal laufen. Dann aber im Frühling oder im Sommer nach einer Trockenperiode, wenn die Wege nicht so matschig sind.

( MITI )