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Panoramawanderung östlich von Heilbronn

Blick hinunter in den Talkessel von Heilbronn

Huch, hier war ich doch schon einmal!? Zum zweiten Mal in diesem Jahr habe beim Wandern ein Deja-Vu. Nachdem ich mit Doxi aus der Innenstadt von Heilbronn auf den Bergzug östlich der Stadt gestiegen bin, kommt mir der Ausblick in den Talkessel von Heilbronn plötzlich so bekannt vor. Und dass, obwohl ich zum ersten Mal in der Stadt bin.

Beim Studium der Umgebungskarte wird mir der Zusammenhang klar: Gleich nebenan, auf der anderen Seite des Höhenzuges, liegt die Stadt Weinsberg, wo ich im letzten Jahr war. Damals bin ich von dort gekommen und haben dann an der gleichen Stelle gestanden, wie jetzt. Ich erinnere mich noch genau an diese Wanderung. Das ist ja lustig.

Auch jetzt folge ich wieder dem Hauptkamm des Höhenzuges zunächst zur Waldgaststätte Jägerhaus. Denn geht es ein Stück über den Walderlebnispfad. Von weitem höre ich in regelmäßigen Abständen Schüsse, die mit jedem Schritt lauter werden. Bald sehe ich ein Schild: Vorsicht, Schießstand. Eine gute Übung für Doxi. Sie bleibt ganz cool.

Weiter geht es über den Skulpturenpfad durch den Wald, an einem kleinen See vorbei, und dann am Waldrand durch die Weinberge hinunter nach Heilbronn. Als wir nach vier Stunden wieder unseren Stellplatz am Wertwiesenpark in Heilbronn erreichen, liegen 16 Wanderkilomter und eine wichtige Erkenntnis hinter uns: Manche Orte sieht man im Leben eben zweimal, auch wenn man sich ihnen aus einer ganz anderen Richtung nähert.

( MITI / )

Ein Park für Jung und Alt

Blick über die große Rasenfläche im Wertwiesenpark

Wir stehen mit dem Womo am Wertwiesenpark in Heilbronn, einem Gelände am Neckar, das 1985 zur Landesgartenschau entstanden ist, und bei schönem Wetter von den Bürgern der Stadt intensiv genutzt wird. Mit einer Fläche von 15 Hektar ist der Park gar nicht übermäßig groß, aber doch sehr kunstvoll angelegt.

Es gibt große Wiesenflächen, Wasserflächen, Spielplätze, Pavillons, einen Skultpurengarten und botanische Ecken, darunter auch einen wunderschönen Rosengarten. Gefällt mir wirklich sehr gut dieser Park. So etwas hätte ich auch gerne bei mir zu Hause.

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Von Heilbronn zur Burg Stettenfels

Blick von Untergruppenbach hinauf zur Burg Stettenfels (Foto A. Grünberger | http://commons.wikimedia.org | Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE)

Zehn Kilometer östlich von Heilbronn liegt die hervorragend erhaltene Burg Stettenfels auf einem Bergsporn am Übergang zwischen der Hohenlohe und dem Neckartal. Als ich gestern nach Heilbronn hinein gefahren bin, habe ich die imposante Burganlage schon von weitem gesehen.

Heute Morgen bin ich mit Doxi dann von unserem Womo-Stellplatz am Wertwiesenpark in Heilbronn zur Burg gewandert. Die ersten drei Kilometer ging es durch die Stadt, dann durch Weinberge und schönen Wald zunächst hinauf bis zum Schweinsberg, der von einem steinernen Aussichtsturm gekrönt wird.

Anschließend wanderten wir talwärts bis nach Untergruppenbach am Fuße der Burg. Unterwegs stießen wir am Wegesrand mehrmals auf große Holzfiguren von Förstern, Schäfern und Waldarbeitern, die mit geschickter Hand kunstfertig aus Baumstämmen herausgearbeitet wurden. Musste ich natürlich gleich fotografisch festhalten …

Oben auf der Burg angekommen, konnten wir einen weiten Blick in die Landschaft genießen. Die Burg wurde im 11. Jahrhundert erbaut und wechselte im Laufe ihrer Geschichte häufig den Besitzer. 1551 erwarb Anton Fugger, ein Neffe Jakobs des Reichen, die Burg. Sein Sohn Hans Fugger ließ die Anlage 1576 zu einem Renaissanceschloss umbauen.

Die Burg ist von einem breiten Burggraben mit drei alten Wehrtürmen umgeben. Über eine massive Brücke gelangt man durch ein Torhaus in den Innenhof, der dreieckig von den verschiedenen Wohngebäuden der Burg umschlossen wird. Im Innenhof befindet sich der Brunnen der Burg. Jenseits des Burggrabens schließt sich östlich der Burganlage ein historisches Wirtschaftsgebäude an, außerdem eine moderne Gastronomie.

Heutzutage ist die Burg öffentlich zugänglich und wird bewirtschaftet. Es finden Konzerte, Theaterveranstaltungen und mittelalterliche Burgfeste mit Ritterturnieren, Gauklern, Musik und Handwerkern statt. Genau heute bei unserem Besuch war die Burg jedoch geschlossen. Doch ich hatte Glück: Als ein Mitarbeiter das große eiserne Burgtor aufschloss, konnte ich kurz hineinhuschen und freundlicherweise einige Fotos vom Innenhof aufnehmen.

Nach unserem Besuch der Burg wanderten wird durch den Wald am Bergkamm Richtung Norden nach Obergruppenbach, wo sich im Wald ein großes NATO-Tanklager befindet. Dann wendeten wir uns wieder Richtung Schweinskopf.

Der Weg war am Ende doch etwas länger als gedacht: Fast sechs Stunden waren wir unterwegs und haben 25 Kilometer zurückgelegt. Aber so ist das, wenn man freestyle wandert. War auf jeden Fall eine sehr schöne Tour und wir hatten Glück, dass es bewölkt war, denn sonst wäre es uns unterwegs sicher zu heiß geworden.

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Heißes Heilbronn

Das Alte Rathaus am Marktplatz von Heilbronn

Heilbronn, wir kommen! Nach unserer Wanderung bei Bielstein fahren wir am Nachmittag ins 15 Kilometer entfernte Heilbronn weiter. Es ist wieder unglaublich heiß. Glücklicherweise erwischen wir auf dem kostenlosen Womo-Stellplatz am Wertwiesenpark einen Schattenplatz unter einem großen Baum.

Am frühen Abend ist es immer noch zu heß für einen Spaziergang mit Doxi. Also schwinge ich mich aufs Fahrrad und starte eine Entdeckungstour durch die Innenstadt. Wenn man sich Heilbronn von Osten aus der Hochebene der Hohenlohe nähert, wirkt die Skyline wie die einer langweiligen Industriestadt. Doch aus der Nähe betrachtet ist die Stadt am Neckar ganz hübsch und voller junger Leute.

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Auf dem Galgenberg von Heilbronn

Blick durch die Weinhänge hinunter nach Heilbronn

Blick durch die Weinhänge hinunter nach Heilbronn

Nach der Besichtigung der Burg Weinsberg unternehme ich mit Doxi eine ausgedehnte Wanderung durch die Weinberge, die uns bis an den Stadtrand von Heilbronn und auf den Galgenberg führt. Noch bis 1811 stand hier, weithin sichtbar, der Galgen von Heilbronn.

Unterwegs genießen wir den schönen Blick in die Weinhänge und hinunter nach Heilbronn. Wie passieren den Kletterwald von Weinsberg, den Waldlehrpfad von Heilbronn und die Waldheide, in der früher eine US-Kaserne stand, in der Pershing-Raketen gelagert wurden.

Durch einen Unfall mit mehreren Toten beim Montieren einer solchen Mittelstreckenrakete machte der Standort in den 1980er Jahren bundesweit Schlagzeilen. Heute ist dort ein sehr schönes Naturschutzgebiet, das wir auf dem Rückweg nach Weinsberg durchwandern.

Interessant sind auch die Gesteinsaufschlüsse oberhalb der Weinberge. Sie zeigen die geologische Struktur der Region mit ihrem typischen Buntsandstein, der jahrhundertelang abgebaut wurde, und dem darunterliegenden Keuper.

( MITI / )