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Von Dreiborn nach Erkensruhr

Mit Doxi auf der Dreiborner Hochfläche

Letzter Tag unserer kleinen Womo-Frühlingstour in den Nationalpark Eifel. Am Morgen fahre ich mit dem Womo von Gemünd hinauf nach Dreiborn zur Dreiborner Hochfläche. Vom Rande der Hochfläche starten wir zu einer zehn Kilometer langen Wanderung hinunter ins Tal der Erkensruhr zur kleinen Siedlung Hirschrott.

Der Himmel ist bedeckt, aber die Luft ist warm. Überall liegt Vogelgezwitscher in der Luft und an den Bäumen und Sträuchern auf der Hochfläche öffnen sich die ersten Knospen. An einer größeren Fütze auf dem Weg kann ich beobachten, wie das Leben nach dem langen Winter zurückkehrt: Es wimmelt von Wasserläufern, ich sehe Molche und Frösche, von denen einige bereits von Vögeln erbeutet und halb aufgefressen am Rande der Fütze zurückgelassen wurden.

Von der Hochfläche geht es steil bergab an dem letzten Bauerngehöft innerhalb des Nationalparks vorbei, das noch bis 2009 bewohnt war und nun langsam von der Natur zurückerobert wird. Rund um das verfallene Bauernhaus entdecke ich die ersten Flächen mit wilden Narzissen, die bereits blühen.

Auf einer Infotafel an dem verlassene Gehöft Leykaul erfahre ich, woher der Familienname „Dardenne“ stammt, der mir hier so oft begegnet. Es sind die Nachfahren von Schiefer-Brechern, die einst aus den Ardennen eingewandert sind, nachdem sich der Schieferabbau in ihrer Heimatregion nicht mehr lohnte. Es waren die Menschen aus den Ardennen: D’Ardenne.

Unten im Tal der Erkensruhr stoße ich auf die Überreste des 1948 eingestellten Schieferbergbaus. Mehrere Stolleneingänge sind mit Eisengittern gesichert und werden in der kalten Jahreszeit von Fledermäusen bewohnt.

Die Erkensruhr ist ein Nebenfluss der Ruhr, die wenige Kilometer weiter bei Ruhrberg in die Ruhr und mit ihr in den Ruhrsee mündet. Das Tal von Erkensruhr ist ein Nebental des Ruhrtals. Die Siedlung Hirschrott bildet das bewohnte Ende dieses Tals und gehört zur Gemeinde Erkensruhr.

Von Hirschrott aus beginnen wir unseren Wiederaufstieg auf die Dreiborner Hochfläche über einen jahrhundertealten Hohlweg, der sich tief in den Waldboden eingegraben hat. Über die Hochfläche mit weiten Blicken in das Ruhrtal und hinüber zum Kermeter geht es schließlich zurück zu unserem Startpunkt, den wir nach etwas mehr als drei Stunden wieder erreichen. Eine wirklich sehr schöne und landschaftlich abwechslungsreiche Tour, die ich gerne irgendwann einmal wieder laufen möchte.

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Dreiborn – Hirschrott – Schöneseifen

Auf der Dreiborner Hochfläche: Weite Blicke in die Landschaft

Eine schöne Wanderwoche in der Eifel geht zu Ende. Gemeinsam mit Doxi bin ich rund 120 Kilometer gewandert, jeden Tag zwischen 15 und 20 Kilometern. Wir hatten großes Glück mit dem Wetter. Es war kalt, aber es hat kaum geregnet. Zwischendurch lag zwei Tage Schnee und jetzt zum Schluss schien auch noch einmal richtig die Sonne.

Zum Abschluss sind wir heute noch mal über die Dreiborner Hochfläche gewandert, von Dreiborn nach Hirschrott, weiter nach Schöneseifen und wieder zurück. Unterwegs konnten wir die herrliche Fernsicht über den Rursee und den Kermeter genießen. Dahinter waren sogar die weißen Kondenswolken aus den Braunkohlekraftwerken in der Rheinischen Tiefebene zu sehen. Perfekt!

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Auf der Dreiborner Hochfläche


Panoramaaufnahme der Hochfläche

Heute ist der vorerst letzte Tag mit sonnigem, kaltem Winterwetter – ideal, um noch einmal eine schöne große Runde zu wandern. Von Gemünd sind wir acht Kilometer weiter in Richtung Westen auf die Dreiborner Hochfläche gefahren.

Nördlich des Ortes Dreiborn befindet sich ein ehemaliger Truppenübungsplatz der belgischen Armee, der heute zum Nationalpark Eifel gehört. Die Hochfläche ist vor allem mit Gras und Ginster bewachsen. Außer in drei Taleinschnitten fehlen Bäume fast völlig, so dass der Blick an vielen Stellen ungestört in die Ferne schweifen kann. Östlich schließt sich an die Hochfläche die Burg Vogelsang und dahinter der Rur- bzw. Urftstausee an, nördlich und westlich wird die Hochfläche von Wäldern begrenzt, die zur Rur hinabfallen.

Wir parken am Wanderparkplatz bei der Hirschempore am nördlichen Ortsausgang von Dreiborn. Von der Hirschempore hat man einen wunderbaren Blick über die Hochfläche und kann vor allem während der Brunftzeit im Oktober zahlreiche Hirsche beobachten, die auf der Hochfläche und in den angrenzenden Wäldern leben.

An diesem kalten Vormittag ist vom Rotwild aber nicht viel mehr als seine Hinterlassenschaften auf den Wanderwegen zu sehen. Wir wandern einmal kreisförmig über die Hochfläche und genießen dabei die Sonne und die herrlichen Fernblicke in der kalten, klaren Luft. Über den zehn Kilometer entfernten Rursee und die sich daran anschließenden Höhenzüge hinweg kann man in der Ferne die Dampfwolken aus den Kraftwerken im Rheinland sehen. Ein toller Anblick.

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Von Einruhr zur Wüstung Wollseifen

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Heute das letzte Mal herrliches Januar-Winterwetter im Westen von NRW, bevor wieder transatlantischer Schmuddelregen aufzieht. Das wollte ich nutzen und bin mit Doxi in den Nationalpark Eifel gefahren.

Von Einrur ging es hinauf auf die Dreiborner Hochfläche und zur Wüstung Wollseifen. Erst durch den Wald, dann über die sonnendurchflutete Hochebene, wo sich die Wanderwege durch den wiederholten Wechsel von Frieren und Tauen in wahre Natureisbahnen verwandelt hatten. Mit Schlittschuhen unter den Füßen wären wir hier vermutlich besser durchgekommen. Mussten wir ein wenig Off-road laufen, um den gefährlichsten Stellen aus dem Weg zu gehen.

Doxi hatte auf jeden Fall wieder unheimlich Spaß mit den vielen kleinen verbliebenen Schneeflächen auf der Hochfläche. Nase hineinstecken, sich im Schnee wälzen und eifrig an Eisbrocken herumlutschen – sie weiß den Winter wirklich zu genießen.

( MITI / )

Wanderwoche mit Bellis in der Eifel

Bellis auf der Dreiborner Hochfläche nahe dem ehemaligen Dorf Wollseifen

Frohes neues Jahr allen zusammen! Gemünd im Kreis Schleiden entwickelt sich immer mehr zu unserm Lieblingsstellplatz in der Eifel. Jetzt waren Jutta und ich fünf Tage mit dem Wohnmobil dort, haben Sylvester gefeiert und sind jeden Tag gewandert.

Da Claudia einmal ohne Hund für sich allein Urlaub machen wollte, hätten wir eigentlich Doxi und Bellis dabeihaben sollen. Das wäre aber im Wohnmobil brutal eng geworden. Und sicher auch das eine oder andere Mal recht stressig mit den Beiden Hunden.

Deshalb waren wir sehr froh über die Bereitschaft meiner Mom, Doxi für diese Zeit zu übernehmen. So konnten wir uns ganz auf die feine Bellis konzentrieren.

Mehr als 60 km sind wir in den fünf Tagen gewandert und haben unzählige Höhenmeter zurückgelegt, allein, zu zweit, mit Freunden oder der Familie, die uns in Gemünd besucht haben. Und fein essen waren wir. Und lecker Kuchen gab es. So fängt das Jahr gut an.

Einmal sind wir beim Wandern auf der Dreiborner Höhe brutal nass geworden. Aber dafür durften wir wunderbare Regenbogen über dem Urftsee bestaunen. Und die Bellis ist immer fein mitgelaufen, auch mit weiteren Hunden im Schlepptau. Sehr schön war das.

Regen und Sturm über der Hochfläche

( MITI / )